Isaf-Einsatz Kommunikationsproblem Afghanistan-Einsatz
Die Regierung kann dem Volk den Bundeswehr-Einsatz am Hindukusch nicht erklären. Sie verliert sich in unklaren Sprachregelungen und Beschönigungen.
Nach den blutigen Angriffen auf die Bundeswehr im April beschloss die Kanzlerin, sich über die Afghanistan-Mission zu informieren. Angela Merkel reiste jedoch nicht vom Kanzleramt in Berlin in das rund 6000 Kilometer entfernte Einsatzgebiet am Hindukusch, sondern zum 41,5 Kilometer entfernten Einsatzführungskommando der Bundeswehr bei Potsdam. Per Videokonferenz sprach sie dann mit Soldaten in Masar-i-Scharif und Kundus. "Die Bundesregierung hat und wird sich auch künftig weiterhin dafür einsetzen, dass die Soldatinnen und Soldaten alles erhalten, was für Ihren Einsatz und Ihre Sicherheit wichtig ist", versprach Merkel im Anschluss auf einer Pressekonferenz.
Sie meinte damit das benötige Material. Die Soldaten erhoffen sich jedoch eine stärkere Unterstützung ihres Einsatzes durch die Kanzlerin und vor allem klare Worte. Die Frage nach dem Warum wird in der Truppe lauter. "Weshalb sind wir hier?", fragen die Soldaten in Masar-i-Scharif und Kundus. Die einfache Antwort darauf ist: Weil der Bundestag die Truppe auf Antrag der Bundesregierung entsandt hat. Doch einfache Antworten reichen nach neun langen Jahren und wenigen sichtbaren Erfolgen nicht mehr. Die Geduld der Wähler und der Soldaten nimmt ab. Das hat auch die Kanzlerin erkannt.
Angela Merkel habe den Afghanistan-Einsatz nun zu ihrem Krieg gemacht, schrieben Zeitungen nach dem Besuch der Regierungschefin bei zwei Trauerfeiern im April. Doch die öffentliche Trauer der Kanzlerin erfolgte nach öffentlichem Druck. Zunächst hatte Merkel ihren Urlaub für die erste Gedenkfeier gar nicht unterbrechen wollen.
Merkels letzte kurze Stippvisite nach Afghanistan fand im April 2009 statt. Zuvor war sie im November 2007 dort. Dass die Kanzlerin den Afghanistan-Einsatz zu ihrer eigenen Sache gemacht hat, ist also nicht wirklich zu erkennen. Und auch nicht, dass es Angela Merkel gelungen wäre, den Deutschen den Sinn des deutschen Engagements zu erklären oder den Konflikt klar zu benennen. Der Berliner Politikwissenschaftler Herfried Münkler schreibt im Freitag treffend von der "semantischen Flanke" der deutschen Politik. Er kritisiert das schiefe Bild der Mission, das in Berlin gezeichnet wurde. "Wer eine Intervention damit rechtfertigt, dass er einer vom Krieg geschundenen Bevölkerung helfe, ist durch Bilder verwundbar, auf denen tote Zivilisten zu sehen sind, die angeblich oder tatsächlich durch seine Waffen getötet wurden."
Und man kann ergänzen: Die Politik ist ebenso verwundbar, wenn sie von Entwicklungshilfe für die afghanische Regierung spricht, in den Fernsehnachrichten aber längst keine Bilder mehr von Soldaten laufen, die an Kinder bunte Bonbons verteilen. Stattdessen sind immer häufiger Zinksärge mit der deutschen Flagge darauf zu sehen und weinende Kameraden der Gefallenen. Die deutschen Soldaten sterben in Gefechten, in denen der Feind so strategisch vorgeht, dass jeder Laie sofort merkt, dass die Bundeswehr nicht gegen ein paar extremistische Anfänger, sondern gegen militärisch geschulte Gegner kämpft.
Zwar stehen der Bundeswehr nur wenige hundert Kämpfer gegenüber, doch in einem asymmetrischen Krieg spielen Truppenstärken keine entscheidende Rolle mehr. In den "neuen Kriegen" setzt der Gegner auf die Mittel des Terrorismus, er zielt nicht mehr ausschließlich auf Raumgewinne im Kampfgebiet, er zielt auf die Heimatfront. Die Taliban haben erkannt, wie unpopulär der Einsatz in Deutschland ist, wie schwer es die Regierung hat, tote Soldaten und getötete Zivilisten zu rechtfertigen. Der Taliban-Experte Ahmed Rashid, ein bekannter pakistanischer Autor, spricht deswegen von Deutschland als einem der schwächsten Staaten innerhalb der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (Isaf). Damit seien die deutschen Soldaten ein besonders lohnendes Ziel für die Aufständischen.
Merkel trägt an der "semantischen Flanke" nur eine Teilschuld. Schließlich hat nicht sie die Männer und Frauen der Bundeswehr als Kanzlerin nach Afghanistan geschickt. Es war das rot-grüne Kabinett ihres Vorgängers Gerhard Schröder, das den Entschluss im Dezember 2001 fällte. Merkel, damals Oppositionsführerin, stimmte aber zu.
Sie übernahm die Mission nach der Bundestagswahl 2005. Und ebenso übernahm sie die Begründung für den Einsatz. Bis heute gilt der Sprachgebrauch der rot-grünen Regierung. "Deutschlands Sicherheit wird am Hindukusch verteidigt", sagte der damalige Verteidigungsminister Peter Struck Anfang 2002. Dieses kurze und prägnante Zitat, das die kaum überschaubare Komplexität der internationalen Politik auf sechs Wörter herunter bricht, scheint kein Verfallsdatum zu haben. Doch überzeugend wirkt die Aussage Strucks schon lange nicht mehr.
Die Deutschen überzeugte aber zunächst das Argument des Sozialdemokraten. Auslandseinsätze sind hier zu Lande in der Bevölkerung unbeliebt. Nach zwei verschuldeten und verlorenen Weltkriegen fühlen viele ein Unbehagen, wenn deutsche Kampftruppen ins Ausland ziehen. Dennoch gab es in Folge der Terroranschläge vom 11. September und nach der menschenverachtenden Taliban eine breite Zustimmung für den Einsatz.
Doch mit der Übernahme des Regionalkommandos Nord durch die Bundeswehr 2006 stiegen die Verantwortung der Deutschen, das Risiko für die Soldaten und die Kritik am Einsatz. Die Kanzlerin und ihre Kabinette reagierten auf die aufkeimenden Zweifel am deutschen Engagement mit immer größeren Versprechen. "Sprach man zunächst bloß davon, Brücken zu bauen und Lazarette einzurichten, so ging es schließlich um ein leistungsfähiges Bildungssystem, Gleichberechtigung und Demokratie", fasst Münkler zusammen.
- Datum 20.05.2010 - 06:29 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 43
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





Wichtig ist, dass die Bevölkerung und die Politik in der Diskussion um den Einsatz in einem einig ist: Solidarisch hinter den Soldaten zu stehen. Ob der Einsatz nun sinnvoll ist oder nicht, die Soldaten selbst können nichts dafür, dort zu sein. Im Gegenteil, mangels klarer Vorgaben und Aufgaben, also dem "Sinn" der Mission, machen sie zwangsläufig "Fehler". Wo aber das Ziel nicht definiert ist kann auch jeder Fehler nach seinem gusto definieren und so die Schuld weiterschieben. Besonders dramatisch wurde das beim Kunduz-Luftschlag gezeigt, wo die Politik den schwarzen Peter nahtlos an die Soldaten (Oberst Klein) weitergeschoben hat. Die Soldaten versuchen aber, im Rahmen ihrer unklar definierten Mission das beste zu leisten. Dafür verdienen sie unsere volle Anerkennung und unseren Rückhalt!
Kein Soldat wird dazu gezwungen nach Afganistan zu gehen,
die machen das schon freiwillig.
Und die haben sich diesen Job auch selber ausgesucht.
Und Kosten uns eine Menge Geld.
Wenn die Jungs wirklich so sozial eingestellt wären, warum sind sie dann nicht bei der Feuerwehr oder im THW ?
Nichts desto Trotz - der Fehler liegt natürlich trotzdem bei der Politik
in diesem Krieg außer der Gier nach möglichst geraubten Rohstoffen (strategische Beherrschung des Nahen Ostens). Aber das kann man ja so nicht erklären. Kommunikationsproblem.
Kein Soldat wird dazu gezwungen nach Afganistan zu gehen,
die machen das schon freiwillig.
Und die haben sich diesen Job auch selber ausgesucht.
Und Kosten uns eine Menge Geld.
Wenn die Jungs wirklich so sozial eingestellt wären, warum sind sie dann nicht bei der Feuerwehr oder im THW ?
Nichts desto Trotz - der Fehler liegt natürlich trotzdem bei der Politik
in diesem Krieg außer der Gier nach möglichst geraubten Rohstoffen (strategische Beherrschung des Nahen Ostens). Aber das kann man ja so nicht erklären. Kommunikationsproblem.
dass die Fähigkeit verloren gegangen ist politische Entscheidungen an einem Ergebnis zu spiegeln und ggf. Entscheidungen ergebnisorientiert zu korrigieren!- Und die Entscheidung zum Afghanistan- Einsatz ist nur ein Beispiel unter vielen!
Man verweigert sich offensichtlich seitens der Politik(er) nicht nur der Notwendigkeit politische Entscheidungen mit einem zu erreichendem Ergebnis zu hinterlegen - um die Wirksamkeit der Entscheidung daran messen zu können - sondern auch jeder selbstkritischen Reflektion von Entscheidungen über die Zeitschiene!
Daraus resultiert dann nicht nur eine reflexartige Abwehr jeder Kritik, sondern auch ein Beschönigen, Verschleiern und Vertuschen von Sachverhalten, die dazu geeignet wären, die Richtigkeit der Entscheidung zu Hinterfragen!
Mithin ist das Kommunikationsproblem zum Afghanistan Einsatz mehr dadurch begründet, dass man eigentlich gefordert wäre die politische Entscheidung zum Afghanistan Einsatz öffentlich auf den Prüfstand zu stellen.- Nur täte man dieses, müßte man auch zugeben, dass man über Jahre hinweg (spätestens seit 2006), das Scheitern der Afghanistanstrategie aus (partei)politischem Kalkül ignoriert hat!
Und da im Grunde alle etablierte Parteien hierzu "Dreck am Stecken" haben, wird auch jede zielführende Diskussion vermieden!- Heraus kommt dann dieses Politik- Geschwaffel, dass der Bürger nicht mehr versteht und von dem angenommen werden muss, dass inzwischen auch die Politiker sich selber nicht mehr verstehen....
sofern man überhaupt je von einer Rechtfertigung für einen Krieg reden kann. Sieht man einmal davon ab, dass der 11.9. mehr als umstritten ist, gab dieser Anlass den USA nach dem Völkerrecht keinerlei Berechtigung zu einem Krieg gegen Afghanistan und den Irak. Die meisten Menschen wissen inzwischen, dass diese Kriege wegen der geopolitischen Interessen der Öl-Kartelle und damit natürlich auch der US-Regierung geführt werden und in der Bush-Ära bereits vor dem 11.9. fertig geplant waren (Achse des Bösen).
Der Krieg gegen Afghanistan war völkerrechtswidrig, denn eine terroristischer Angriff ist kein Grund, gegen ein Land Krieg zu führen. Schon gar nicht, wenn dieses Land mit dem angeblichen Angriff am 11.9. nicht in Verbindung zu bringen war.
Das Grundgesetz verbietet Deutschland einen Angriffskrieg und lässt diesen auch nicht im Zuge einer Bündnisverpflichtung zu. Aber der Krieg gegen Afghanistan war und ist ein reiner Angriffskrieg. Wurde als Gegner zunächst die al Qaida angeführt, fand irgendwann ein stillschweigender Wechsel statt, der die Taliban zu den Hauptgegnern machte. Dieser Wechsel zielte wohl vor allem auf die Zustimmung der Feministen und Feministinnen ab (Gender Klientel), die vom Land und von der Kultur dort gänzlich unbeleckt sind und deshalb rein westliche Maßstäbe ansetzen.
Das Geschwätz, Polizei und Militär ausbilden "zu wollen und zu müssen", entlarvt sich selbst, denn es wäre billiger und effizienter gewesen sie dann hier im Lande auszubilden.
"Sieht man einmal davon ab, dass der 11.9. mehr als umstritten ist..."
Wo denn? Wie bei jedem grossen weltgeschichtlichen Ereignis gibt es ein paar Verschwörungstheoretiker, aber kein ernsthafter Mensch bestreitet, dass Terroristen am 11.9. die Amerikaner mit gekaperten Flugzeugen angriffen. Nicht einmal die Terroristen tun das...
"...gab dieser Anlass den USA nach dem Völkerrecht keinerlei Berechtigung zu einem Krieg gegen Afghanistan und den Irak."
Im Hinblick auf den Irak brauchen wir darüber nicht lange diskutieren. Aber der Angriff am 11.9. wurde in Afghanistan geplant und damit existiert sehr wohl ein Kriegsgrund, insbesondere nach der Weigerung der Taliban, Bin Laden und Konsorten auszuliefern.
Was den Artikel angeht: Der Trend zur verbalen Verschleierung existiert ja auf der internationalen Ebene schon länger. Man erinnere sich an die peinlichen Auftritte amerikanischer Diplomaten, die zwanghaft das Wort "Völkermord" vermieden, während in Ruanda hunderttausende Menschen in Stücke gehackt wurden. Pipi Langstrumpf-Politik: "Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt". Das Problem dabei war schon immer, dass man früher oder später von der Realität eingeholt wird...
"Sieht man einmal davon ab, dass der 11.9. mehr als umstritten ist..."
Wo denn? Wie bei jedem grossen weltgeschichtlichen Ereignis gibt es ein paar Verschwörungstheoretiker, aber kein ernsthafter Mensch bestreitet, dass Terroristen am 11.9. die Amerikaner mit gekaperten Flugzeugen angriffen. Nicht einmal die Terroristen tun das...
"...gab dieser Anlass den USA nach dem Völkerrecht keinerlei Berechtigung zu einem Krieg gegen Afghanistan und den Irak."
Im Hinblick auf den Irak brauchen wir darüber nicht lange diskutieren. Aber der Angriff am 11.9. wurde in Afghanistan geplant und damit existiert sehr wohl ein Kriegsgrund, insbesondere nach der Weigerung der Taliban, Bin Laden und Konsorten auszuliefern.
Was den Artikel angeht: Der Trend zur verbalen Verschleierung existiert ja auf der internationalen Ebene schon länger. Man erinnere sich an die peinlichen Auftritte amerikanischer Diplomaten, die zwanghaft das Wort "Völkermord" vermieden, während in Ruanda hunderttausende Menschen in Stücke gehackt wurden. Pipi Langstrumpf-Politik: "Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt". Das Problem dabei war schon immer, dass man früher oder später von der Realität eingeholt wird...
für den Einsatz dazu führen, dass noch mehr Menschen am Sinn des Einsatzes zweifeln, scheint es politisch eben gewollt einen für rational denkende Menschen eher sinnlosen Einsatz durchzuführen. Im Prinzip läuft die Arugmentation der Befürworter ja dahin letztlich auf ein trotzig-klägliches "Jetzt sind wir schließlich schon so lange da, jetzt muss man einfach weitermachen!" hinaus.
In so einem Fall setzt man am besten auf Propaganda, Hass und Feindbilder - das steigert die Wehrbereitschaft zuverlässig!
Wir brauchen mehr Berichte über entmenschte Talibane, glorreiche Heldentaten harter deutscher Krieger und rücksichtlosen Patriotismus!
Ganz England freut sich z.B. über die sportlichen Meisterleistungen der königlichen Sniper! Wie wäre es mit Malwettbewerben "Mein Papa kämpft am Hindukusch!" oder Briefmarkenserien für die Jugend: "Panzerfahrzeuge der Bundeswehr"?
Wenn jede vernünftige Auseinandersetzung sowieso dazu führt, dass alle noch skeptischer werden und für den Abzug sind, und die weitgehende Erfolglosigkeit der Operation sowieso immer nur ein "Kommunikationsproblem" ist, dann muss man eben auf die Vernunft pfeifen und voll auf modernes, positives PR-Management setzen! Und wenn die Presse dann entsetzt sein sollte: dem Fisch muss der Wurm schmecken, nicht dem Angler! Wir brauchen nicht den 105.Artikel "Warum-nichts-klappt-wir-aber-weitermachen-müssen", sondern junge Helden für die Infanterie!
Das fragt ma sich ernsthaft ?
Ist die Antwort nicht recht einfach, wenn auch nicht so schön wie man sie gerne hätte ?
Wir sind da wegen unserer Bündnistreue, die wir nach den 9/11 aussprachen, und die für einen Staat auch Tausende von Mentschenleben wert ist.
Sollte die USA uns aus diese Bündnistreue entlassen dürften wir wohl in wenigen Wochen aud Afganistan verschunden sein da uns dann ort nichts mehr hält.
Ich weis auch das viele dieser von Nibelungen treue und dummheit reden, aber in der Welt ist es nun mal für jeden Staat wichtig das ander Staaten glauben er würde sich an die Verträge die er unterschreibt halten. So konten wir nach den erklären des Bündnisfalls schlecht nein sagen zum Afganistankrieg, zum irak krieg schon da der nicht mit den Bündnisfal verknüpft war oder die USA die Verknüpfung international nicht beweisen konnte, wirklich gewollt haben wir aber schon damals nicht.
Nun steken wir mit drin und die Politik versucht mit allerlei Sprachregelungen eine wenigstens etwas bessere Antwort fürs olk zu kreiren als das wir wegen unserer Bündnistreue da sind und erst raus können wenn die USA sich zurückzieht oder uns gehen lässt.
...aber wie weit geht Bündnistreue ?
Schließlich heisst es North Atlantic Treaty Organization und nicht North Atlantic (and the rest of the World whenever the US decides so) Treaty Organization.
Um es stumpf zu sagen: Die USA sind ein Gegner von Al-Qaida weil sie das Königshaus Saud in Saudi Arabien an der Macht halten und Al-Qaida dasselbige stürzen wollen.
Damit ist 9/11 zunächst mal ein Privatproblem des Amerikanischen Imperiums.
Da wir aber brave Vasallen desselbigen Imperiums sind (was ich durchaus gut finde, die Amerikaner sind recht angenehme Lehensherren), haben wir uns bereit erklärt, die Amerikaner in Afghanistan mit Aufbaumaßnahmen zu unterstützen.
Ihre imperialen Kriege mögen die Amerikaner aber bitte selbst ausfechten und wenn unsere Aufbauhelfer dadurch bedroht werden, dann sollen die Amerikaner sie gefälligst verteidigen, ansonsten sollten wir gehen.
...aber wie weit geht Bündnistreue ?
Schließlich heisst es North Atlantic Treaty Organization und nicht North Atlantic (and the rest of the World whenever the US decides so) Treaty Organization.
Um es stumpf zu sagen: Die USA sind ein Gegner von Al-Qaida weil sie das Königshaus Saud in Saudi Arabien an der Macht halten und Al-Qaida dasselbige stürzen wollen.
Damit ist 9/11 zunächst mal ein Privatproblem des Amerikanischen Imperiums.
Da wir aber brave Vasallen desselbigen Imperiums sind (was ich durchaus gut finde, die Amerikaner sind recht angenehme Lehensherren), haben wir uns bereit erklärt, die Amerikaner in Afghanistan mit Aufbaumaßnahmen zu unterstützen.
Ihre imperialen Kriege mögen die Amerikaner aber bitte selbst ausfechten und wenn unsere Aufbauhelfer dadurch bedroht werden, dann sollen die Amerikaner sie gefälligst verteidigen, ansonsten sollten wir gehen.
Schon dieser Artikel hat ein Kommunikationsproblem, während er über eine "Kommunikationsproblem" spricht.
In dem ganzen Artikel steckt kein einziger Punkt mit dem die Politik dem Volk klarmachen könnte, das dieser Krieg sinnvoll/nötig/nützlich ist.
Wie soll jemand kommunizieren das Sch***e lecker schmeckt ?
Es geht einfach nicht !
Aber die letzten drei Bundesregierungen waren der Auffassung das sie sich an diesem Krieg beteiligen müssen.
Also haben sie das einzige gemacht was möglich war, so wenig Geld wie möglich ausgegeben und gelogen, das sich die Balken biegen.
Herr Friedrichs, ehrlich, wer das ein "Kommunikationsproblem" nennt, für den war die Oderflut "feuchte Wände".
Zitat:
"Beliebter ist deswegen auch ein Aufnäher, der den dicken Comic-Kater Garfield mit ausgefahrenen Krallen zeigt. Darüber steht: "You bastards send me to Afghanistan.""
Das ist die stumpfe Erkenntnis der Wahrheit.
Noch ein Zitat:
""Dann opfern wir das Wenige, was wir bisher erreicht haben", sagt ein hochrangiger Offizier im Einsatz. "Ich frage mich dann schon: Warum sind wir hier und weshalb wurden Milliarden in dieses Land investiert? Die Toten dürfen doch nicht umsonst gewesen sein.""
Die Toten waren vergeblich, aber Verluste sind NIEMALS eine Rechtfertigung für einen Einsatz, der anderweitig nicht zu rechtfertigen ist.
Das mag bitter für die Soldaten sein, aber so ist es nunmal.
Natürlich, was soll es sonst sein, ein Kommunikationsproblem.
Es liegt also die bekannte Konstellation vor. Einerseits die allwissenden selbsternannten Eliten, auf der anderen Seite der dumme Pöbel. Das Problem, wie verkaufe ich dem Plebs die Lösung des von mir selbst geschaffenen Problems als alternativlos.
Die selbsternannten Eliten betrachten die Demokratie mit den Augen eines Staubsaugervertreters der glaubt mit den richtigen Worten auch einen Föhn als Staubsauger an den Mann bringen zu können. Der Kunde ist ja unendlich dumm.
Welch unglaubliche Verachtung und Geringschätzung des Volkes liegt denn wohl in diesem Kommunikationsansatz? Der normale Bürger wird doch überhaupt nicht ernst genommen. Demokratie als Verkaufsveranstaltung.
... besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.
Leider schwimmen die Medien, sozusagen als privilegiertes Sprach- und Interpretationsrohr der Politik auf dieser Welle ständig mit. Ja sie verunglimpfen das Volk scheinbar bewusst, denn nur wer alle seine Mitbürger für dumm hält, vertraut gern einer durch und durch inkompetenten und korrupten "Elite".
Nehmen wir z.B. die "Volks"aktionen der BI*D-Zeitung. Wer erlaubt es diesem Lügenblatt mit seiner lächerlichen 3-4 Mio Auflage den Begriff "Volk" derart zu verwursten und in den Dreck zu ziehen? Das deutsche Volk besteht immerhin aus 80 Mio Menschen, davon 60 Mio wahlberechtigten Erwachsenen. Der dadurch entstehende Eindruck, die Deutschen würden mehrheitlich Schund konsumieren und sich auf dem Niveau geistiger Kretins bewegen, lässt einen die hässliche Realität des (angeblich) repräsentativen Systems doch gleich viel wohliger erscheinen.
... besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.
Leider schwimmen die Medien, sozusagen als privilegiertes Sprach- und Interpretationsrohr der Politik auf dieser Welle ständig mit. Ja sie verunglimpfen das Volk scheinbar bewusst, denn nur wer alle seine Mitbürger für dumm hält, vertraut gern einer durch und durch inkompetenten und korrupten "Elite".
Nehmen wir z.B. die "Volks"aktionen der BI*D-Zeitung. Wer erlaubt es diesem Lügenblatt mit seiner lächerlichen 3-4 Mio Auflage den Begriff "Volk" derart zu verwursten und in den Dreck zu ziehen? Das deutsche Volk besteht immerhin aus 80 Mio Menschen, davon 60 Mio wahlberechtigten Erwachsenen. Der dadurch entstehende Eindruck, die Deutschen würden mehrheitlich Schund konsumieren und sich auf dem Niveau geistiger Kretins bewegen, lässt einen die hässliche Realität des (angeblich) repräsentativen Systems doch gleich viel wohliger erscheinen.
In Deutschland regt man sich über den fallenden Euro mehr auf,
als über unsere fallenden Soldaten in Afghanistan !!!
Warum wird dieser,auch von Sachverständigen,als sinnlosen
Einsatz bezeichneten Krieg,weiterhin fortgeführt ?
Hätten unsere Politiker Ihre Töchter und Söhne in Afghanistan
würde dieser eskalierende Krieg rasch beendet werden!
Aber auf Trauerfeiern die betroffenen Personen mimen.
Von den Angehörigen dieser getöteten Soldaten redet niemand mehr !!! Wahrscheinlich muß noch etwas ganz entsetzliches passieren,damit unsere Verantwortlichenen ein Argument für einen Rückzug haben !
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren