CNN 30 Jahre Nachrichten mit CNNSeite 2/2
Die Pionierrolle machte Ted Turner steinreich. 1996 verkaufte er den Sender für 7,4 Milliarden Dollar an Time Warner. Über die Jahre wuchs die Zahl der Nachahmer. Und es wuchs die Kritik der Medienwissenschaftler: Die Bilder schafften manchmal nur eine Illusion des Dabeiseins. Distanz gehe verloren, auch das Verständnis für die Hintergründe des Geschehens. Während Hurrikan "Katrina" schien es, als habe CNN größeren Einfluss auf Entscheidungen als die Krisenstäbe der Regierung. Der Sender berichtete über die Plünderung von Waffengeschäften, von Schüssen auf Rettungshubschrauber, die dazu führten, dass Evakuierungsflüge abgebrochen wurden, und über angebliche massenhafte Vergewaltigungen in der Mehrzweckhalle Superdome, die als Notquartier diente. Zum Großteil erwiesen sich diese Horrorstorys als Falschmeldungen.
Fehlerhafte Berichterstattung ist aber offenbar nicht die Ursache für CNN’s derzeitigen Misserfolg. International hält der Sender immer noch den Spitzenplatz bei Vertrauenswürdigkeit. In den USA dagegen gilt CNN als "links". Eine Studie der Harvard-Universität befand, der Umgang mit Barack Obama sei weniger kritisch gewesen als mit anderen Präsidentschaftskandidaten. Die Obama-Präsidentschaft scheint der Hauptgrund zu sein, warum immer mehr Amerikaner den rechten Sender Fox einschalten.
Dort suchen sie eine glaubwürdige Opposition; das Vertrauen in die Republikanische Partei stagniert. 2009 war das erfolgreichste Jahr in der Fox-Geschichte. Die Quoten der "TV-Gesichter" Greta van Susteren, Bill O’Reilly und Glenn Beck stiegen auch 2010 weiter, um 25 bis 50 Prozent. Für europäische Ohren klingen ihre Sendungen oft nach populistischer Hetze. Viele Amerikaner empfinden es anders.
Auch diese politische Wendung kann sich wieder umkehren – wenn die Republikaner die Macht erobern.
Ein Beitrag aus demTagesspiegel
- Datum 31.05.2010 - 16:50 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Mittlerweile gibt es so viele Nachrichtensender, dass es fast ein Wunder ist, dass die alle noch existieren können.
den verblödeten Zuhörer wiederholen zu müssen, verbraucht mehr Geduld, als im gesamten Weltall zu finden ist. Es wäre daher ein überaus erfreuliches Signal, wenn diese Mißhandlung des Zusehers mit der Höchststrafe, dem Konkurs des Unternehmens, bestraft würde.
es eine Fußball-WM? Wie soll das denn gehen, wenn wir doch 1990 Weltmeister geworden sind.
Laut Wikipedia waren das die NBA Finals, was mit Fußball mal gar nichts zu tun hat.
Fox, CNN, MSNBC und auch die Nachrichtensender der großen Networks - alles kaum zu ertragen, was in den USA so an TV-Nachrichten verscheuert wird. Der Artikel hätte vielleicht auch die Wachstumsraten der Gruppe Amerikaner nennen sollen, die sich nur noch über das Internet informiert.
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