Anschläge Terroristen töten im Irak fast 100 Menschen
Es ist die schlimmste Serie von Anschlägen seit Jahresbeginn im Irak. Rund 340 Menschen wurden verletzt. Die meisten Opfer sind Zivilisten.
© Khalil Al-Murshidi/AFP/Getty Images

Blutige Eskalation der Gewalt im Irak: In Iskandiriyah ging ein Bus in Flammen auf
Auf der Suche nach dem Hintergrund sagten irakische Politiker verschiedener Konfessionen, Ziel der Terroristen sei es offensichtlich, neue Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten zu säen.
Den folgenreichsten Anschlag gab es in der Stadt Hilla, 100 Kilometer südlich von Bagdad, wo die Terroristen zuerst zwei Autobomben vor einer Textilfabrik zündeten. Als Ärzte vor der Fabrik eintrafen, um den Verwundeten zu helfen, sprengte sich neben einem Krankenwagen ein Selbstmordattentäter mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft.
Lokale Medien berichteten, insgesamt seien in Hilla 55 Menschen ums Leben gekommen, 220 wurden verletzt. "Die beiden Autobomben explodierten genau zu dem Zeitpunkt, als die Arbeiter in Bussen die Fabrik verließen. 13 Busse und Minibusse gingen in Flammen auf", berichtet Falah al-Amiri (47), der sah, wie die Menschen in den Fahrzeugen verbrannten.
In der ebenfalls südlich von Bagdad gelegenen Ortschaft Suwaira starben 13 Menschen bei zwei Bombenanschlägen auf eine Moschee und einen Markt. Am frühen Abend explodierte noch eine Autobombe auf einem Markt in der südlichen Hafenstadt Basra. Nach Angaben von Augenzeugen starben zehn Menschen. 16 Iraker wurden verletzt. Kurz darauf detonierte in einem Armenviertel von Basra noch ein Sprengsatz. Laut Polizei wurden elf Menschen verletzt.
Weitere Anschläge auf Zivilisten ereigneten sich in Al-Iskandarija, in Tarmija im Norden Bagdads und in Bagdads westlicher Vorstadt Abu Ghoreib.
In der westlichen Stadt Falludscha wurden mehrere Häuser in die Luft gesprengt, die Angehörige der Sicherheitskräfte bewohnten. Vier Menschen starben. Mehrere Soldaten und Polizisten starben durch Angriffe auf Straßensperren in Bagdad, berichtete die Agentur Al-Yaqen. In der nordirakischen Stadt Mossul tötete nach Polizeiangaben ein Selbstmordattentäter zwei Angehörige der kurdischen Parteimilizen ("Peschmerga").
Zwar war es den irakischen Sicherheitskräften mit Unterstützung der US-Armee gelungen, in den vergangenen Wochen mehrere Anführer des Terrornetzwerkes al-Qaida zu töten und einige führende Terroristen zu verhaften. Doch belastet der sich verschärfende politische Konflikt in Bagdad die Sicherheitslage.
Die Iraker hatten am 7. März ein neues Parlament gewählt. Doch keine Partei konnte die Mehrheit erringen. Der schiitische Ministerpräsident Nuri al-Maliki beharrt auf der Macht. Bis zur Bildung einer neuen Regierung können noch Wochen vergehen.
- Datum 10.05.2010 - 19:29 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 4
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Es sind nur noch die Nachwehen der US-Demokratisierung,trotz freier Wahlen ,ohne wirkliche Sieger ,ein Ende des Terrors ist noch nicht abzusehen, daran ändern auch die verbliebenen (Friedenstruppen?) aus den USA nichts. Leider laufen noch alle Schuldigen frei herum.
Na, ist das jetzt besser als unter Saddam ?
Man sollte alle Opfer im zuge des Irakkrieges und den darauf folgenden Terroranschlägen mal zusammenzählen und sich dann die Frage stellen: Wie lange hätte Saddam leben müssen um all die Opfer NACH ihm unter seinem Terror zustande zu bringen,was natürlich sowieso nicht zu erwarten gewesen wäre ?
Verglichen mit den heutigen Horrorzahlen kommt da Saddam aber "sehr gut" weg.
Natürlich, besser wäre es gewesen die Prognosen der Demokraten hätten sich bestätigt. Dies aber war von realistischen Beobachtern auf Grund der dort herrschenden Mentalität und Vielzahl der Ethnien und Glaubensrichtungen von Anfang an nicht erwartet worden. Die Geschichte wird uns zu dem Thema noch einiges lehren.
Rache ist ein schlechter Ratgeber und trifft in diesem Fall besonders viele Unschuldige.
Maliki ist nicht in der Lage loszulassen. Die Folgen sind nicht absehbar.
Nun unsere westlich orientierte Medienwelt wird uns das mit kleinen kritischen Anmerkungn,als besser verkaufen.Neben den unzähligen irakischen Opfern,gab es ja auch Opfer unter den beiteiligten -Willigen- Einsatzkräften,von den über 4000 US-Soldaten,über 25 000 Verletzten,davon über 10 000 Schwerstverletzte und mehrere 100 000 traumatisierte Heimkehrer garnicht zu reden.Ausserdem hat das weltweite Vertrauen in die USA weltweit stark gelitten.
Nun unsere westlich orientierte Medienwelt wird uns das mit kleinen kritischen Anmerkungn,als besser verkaufen.Neben den unzähligen irakischen Opfern,gab es ja auch Opfer unter den beiteiligten -Willigen- Einsatzkräften,von den über 4000 US-Soldaten,über 25 000 Verletzten,davon über 10 000 Schwerstverletzte und mehrere 100 000 traumatisierte Heimkehrer garnicht zu reden.Ausserdem hat das weltweite Vertrauen in die USA weltweit stark gelitten.
Nun unsere westlich orientierte Medienwelt wird uns das mit kleinen kritischen Anmerkungn,als besser verkaufen.Neben den unzähligen irakischen Opfern,gab es ja auch Opfer unter den beiteiligten -Willigen- Einsatzkräften,von den über 4000 US-Soldaten,über 25 000 Verletzten,davon über 10 000 Schwerstverletzte und mehrere 100 000 traumatisierte Heimkehrer garnicht zu reden.Ausserdem hat das weltweite Vertrauen in die USA weltweit stark gelitten.
wieviele Opfer gab es unter Hussein Abertausende,
willkürlich hingerichtete in Massengräben verscharrt,
wenn heute noch soviele Opfer zu beklagen sind ,
dann nur weil verschiedene Muslime der Meinung
sind ,sie müßten sich gegenseitig umbringen,aus
purem Hass aufeinander , und von Vornherein
Angst zu verbreiten ,damit ja keiner auf die
Idee kommt westlichen Einflüssen zu erliegen.
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