Versenktes Kriegsschiff Nordkorea droht dem Süden mit Krieg

Weil Nordkorea ein südkoreanisches Schiff versenkt haben soll, drohen dem Land Sanktionen. Gegen diese will sich das kommunistische Regime mit allen Mitteln wehren.

In Seoul werden Teile des Torpedos gezeigt, mit dem im März ein südkoreanisches Kriegsschiff versenkt worden sein soll

In Seoul werden Teile des Torpedos gezeigt, mit dem im März ein südkoreanisches Kriegsschiff versenkt worden sein soll

Sollte die Regierung in Seoul Sanktionen gegen den kommunistischen Norden verhängen, würden scharfe Maßnahmen bis hin zum Krieg ergriffen, sagte ein Vertreter des Nationale Verteidigungskomitees in einer von der amtlichen Nachrichtenagentur Yonhap verbreiteten Stellungnahme.

Zuvor hatte die südkoreanische Regierung betont, sie sehe die Schuld des kommunistischen Nordkorea für den Torpedo-Angriff auf das südkoreanische Kriegsschiff als erwiesen an. Eine gemeinsame zivile und militärische Untersuchungskommission sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Korvette Cheonan im März von einem nordkoreanischen U-Boot versenkt worden sei. Dabei sollen 46 Menschen gestorben sein. Die nordkoreanische Führung hatte stets jede Verantwortung für den Zwischenfall an der unweit der umstrittenen Seegrenze beider Länder bestritten.

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Südkoreas Präsident Lee Myung Bak warf dem Nachbarland in einem Telefonat mit dem australischen Regierungschef Kevin Rudd "militärische Provokation" vor. Das hätten die "wissenschaftlichen und objektiven" Untersuchungen aufgedeckt, wurde Lee von seinem Büro zitiert. Lee kündigte seinerseits resolute Schritte gegen Nordkorea an.

Auch US-Präsident Barack Obama machte Nordkorea für den Untergang des Schiffes verantwortlich. Er warf dem kommunistischen Land "inakzeptables Verhalten" vor. Wie ein Sprecher des Weißen Hauses sagte, habe Obama den Akt der Aggression scharf verurteilt und dem südkoreanischen Präsidenten seine Anteilnahme am Tod der Seeleute ausgedrückt.

In einer Mitteilung des Weißen Hauses heißt es, der Angriff stelle eine Bedrohung für Frieden und Sicherheit dar und sei ein klarer Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen. Nordkorea müsse verstehen, "dass Kriegslust gegenüber seinen Nachbarn und die Herausforderung der internationalen Gemeinschaft Zeichen der Schwäche sind" und nur die eigene Isolation verschärfen. Den Untersuchungsbericht des Expertenteams nannte die US-Regierung eine "objektive und wissenschaftliche Bewertung der Beweise".

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich ebenfalls höchst beunruhigt über die Zuspitzung des Streits zwischen den beiden Ländern. "Die Fakten, die der Untersuchungsbericht darlegt, sind höchst verstörend", sagte Ban.

Der Generalsekretär, der selbst Südkoreaner ist, würdigte, dass die Regierung in Seoul bei der Untersuchung des Untergangs "maßvoll und geduldig, objektiv und wissenschaftlich" vorgegangen sei und auch ausländische Experten daran beteiligt habe.

 
Leser-Kommentare
  1. wird die Nichtübertragung der Fußball-WM nach Nordkorea sein. Hoffentlich drehen die Betonköpfe dann nicht total durch.

  2. Die USA haben nun endlich einen Grund Nordkorea zu okkupieren.
    Dass die USS Enterprise just im März durch die Neutrale Zone schipperte ist sicherlich nur Zufall.
    Die Gründe:
    - Absatzmarkt: Nordkorea besitzt keine eigenen Rohstoffe,
    also kann man ja eigene zu eigenen Preisen verkaufen.
    - Expansion: McDonalds könnte nun endlich in jedem Land
    der Welt vertreten sein (man munkelt ja, dass McObama
    dort gerne mal speist).
    - Die USA wissen nicht wohin mit Soldaten. Da in den USA zu
    Zukunftsperspektiven für vor allem immigrierte
    Jugendliche immer schlechter werden, stehen sie Schlange
    bei den Marines.
    - Es wird Zeit das neue Jahrzehnt gebührend mit einem Krieg
    zu beginnen. Der Irak/Afghanistankrieg ist für viele
    US-Amerikaner zum öden Alltag geworden. Ein neues im
    wahrsten Sinne des Wortes "Feuerwerk" muss her.
    - Aufgrund des mit dem Schwert überall rasselnden
    Erzfeindes (ehemals UdSSR, bald wieder, denn der
    allgemeine Amerikaner hat die prophetische Gabe) muss ein
    weiterer Stützpunkt zur Sicherheit der westlichen Welt
    geschaffen werden. Mit der Türkei, Georgien und nun
    Nordkorea sind alle Richtungen abgedeckt.
    - Den Simpsons gehen die sozialkritischen Themen aus.

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    Wie hier für das 'Volksparadies' Nord Korea Partei ergriffen wird, ist doch etwas erstaunlich. Einem Land, welches lieber zehntausende seiner Landsleute verhungern lässt und das Geld lieber für den Bau einer Atombombe ausgibt, ist doch wohl auch ein Torpedoangriff auf ein Kriegsschiff zuzutrauen?

    • Jenss
    • 24.05.2010 um 14:47 Uhr

    Ihr Beitrag ist eine Glosse oder ist das doch ernst gemeint?

    Wie hier für das 'Volksparadies' Nord Korea Partei ergriffen wird, ist doch etwas erstaunlich. Einem Land, welches lieber zehntausende seiner Landsleute verhungern lässt und das Geld lieber für den Bau einer Atombombe ausgibt, ist doch wohl auch ein Torpedoangriff auf ein Kriegsschiff zuzutrauen?

    • Jenss
    • 24.05.2010 um 14:47 Uhr

    Ihr Beitrag ist eine Glosse oder ist das doch ernst gemeint?

  3. Wie viele amerikanische 'Spezialisten' waren denn in der zivil/militärischen Untersuchungskommission ?

    Kann mir jemand nur einen Grund nennen, inwiefern Nordkorea, bzw. das nordkoreanische Regime von einem Krieg gegen Südkorea/USA profitieren würde ?

    Warum sollte Nordkorea dann so etwas tun ? Na vermutlich wird demnächst noch behauptet , dass Osama bin Laden sich in Höhlen in Nordkorea aufhält - welch ein Zufall.

  4. ...ein südkoreanisches Schiff versenkt haben soll, drohen dem Land Sanktionen."

    Ist ja prima, nichts genaues weiß man nicht, aber erst mal Sanktionen verhängen.

    Das ist wieder mal die typisch selbstgerechte und bigotte Art, die die USA und ihre Spießgesellen überall auf der Welt so beliebt macht.

    Das kennt man ja aus jedem besseren Western: Schuld sind immer die Indianer, die Farmer oder sonst jemand der sich nicht wehren kann.

  5. Oh jeh nicht das Problem auch noch.....

    Es scheint das grade Nord Korea es nicht ertragen kann komplet von der internationalen Presse ignoriet zu werden, dann stellen sie immer wieder solche sachen an, oder testen " Nuklearbomben" oder Langstrekenraketen.

    Das nun einige es der USA in die Schuhe schiben und sagen es soll ein nuer Krieg her halt ich für unsinn. Die USA hatten oft schon sehr gue gründe in Nord Korea einzumaschieren aber das es dort keine Rohstoffe gibt und das china immer noch einen einmarsch nicht zugestimmt hat haben sie immer gafon abgehelten da es dort einfach nichts zu hohlen gibt, und das US Militär momentahn en überstrekt ist und nicht so viele Truppen hat wie man gerne hätte.

    der andere Kommentar welchen grund Nord Korea haben sollte ..... hmmmm keine Ahnung, aber welchen Grund hat man an Nuklearen Waffen zu Basteln stat sich um die Landwirtschaft zu kümmern, und warum muss man dann auch noch "Nuklearexplosionen" auslösen um die Lage noch schlimmer zu machen, und dann auch noch langstreken Raketen zu entwikeln um noch mehr Länder gegen sich aufzubringen ?

    Es scheit das Nord korea im Militär die Lösung seiner Probleme sieht.

  6. Wenn ich mir den Rest des Torpedo anschaue frag ich mich ob hier das Volk nicht für dumm verkauft werden soll. Da ich Laie bin, kann mir kaum vorsellen, das ein Torpedo nach einem Aufschlag im inneren kaum beschädigt ist. Viel mehr sieht dieser Torpedo so aus, als sei er ohne Aufschlag explodiert. Ich kann hier falsch liegen, oder??

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    liegen falsch , denn das was auf dem bild zu sehn ist , ist wie schon dort steht nicht der ganze torpedo sondern nur der antriebsteil der durchaus größtenteils unbeschadet bleiben kann wenn der torpedo explodiert.
    der druck der explosion sucht sich nämlich beim aufprall den weg des geringsten widerstands und das ist auch wenns komisch klingt der weg richtung schiff

    nach Sicht leider nur bedingt einschätzbar und das Artikelbild gibt nicht viel her. Da Torpedos zu erheblichen Teilen aus Lichtmetalllegierungen bestehen, sollten sich Detonationswirkungen metallurgisch nachweisen lassen.
    Einen solchen Vorgang müsste eigentlich auch das südkoreanische Sosus dokumentiert haben, wenn sich außerhalb des Schiffskörpers ein Torpedokopf umsetzt.

    Physischer Zielkontakt ist nicht erforderlich, das Ziel kann auch in entsprechender Tiefe unterlaufen werden und die Zündung über Zielsignatur(Eigenfeld, etc) oder ferngelenkt, Kabel durch hohle Schraubenwelle, ausgelöst werden.

    Für den Zustand der gezeigten Welle würde ich allerdings mehr Torsion erwarten, die Welle sollte im Zielanlauf > 1000 rpm laufen und selbst ein so alter Motortyp hat ein ordentliches Drehmoment..
    Warum die Hohlwelle nicht mehr plastische Deformation zeigt ist nicht ganz einfach zu beantworten. Das hängt davon ab, ob wasser- oder gasgefüllt, ob mit Steuer"kabel" oder nicht...und ob es tatsächlich eine Detonation eines gezielt abgeschossenen oder treibenden Torpedos gab.
    Auch die Schraubenblätter sollten, so in Bewegung und nicht kavitierend, durch den Druckstoß beeinflusst werden.

    Der Motor selbst ist ein bischen klobig, sicher kein neueres Muster, aber sicher nicht aus einem "Seehecht" o.ä. Modell. Und, wenn schon der Antrieb in Teilen aufgefunden wurde, was waren das für Batterietrümmer?

    So richtig eindeutig ist das bisher nicht zu bewerten.

    MfG Karl Müller

    liegen falsch , denn das was auf dem bild zu sehn ist , ist wie schon dort steht nicht der ganze torpedo sondern nur der antriebsteil der durchaus größtenteils unbeschadet bleiben kann wenn der torpedo explodiert.
    der druck der explosion sucht sich nämlich beim aufprall den weg des geringsten widerstands und das ist auch wenns komisch klingt der weg richtung schiff

    nach Sicht leider nur bedingt einschätzbar und das Artikelbild gibt nicht viel her. Da Torpedos zu erheblichen Teilen aus Lichtmetalllegierungen bestehen, sollten sich Detonationswirkungen metallurgisch nachweisen lassen.
    Einen solchen Vorgang müsste eigentlich auch das südkoreanische Sosus dokumentiert haben, wenn sich außerhalb des Schiffskörpers ein Torpedokopf umsetzt.

    Physischer Zielkontakt ist nicht erforderlich, das Ziel kann auch in entsprechender Tiefe unterlaufen werden und die Zündung über Zielsignatur(Eigenfeld, etc) oder ferngelenkt, Kabel durch hohle Schraubenwelle, ausgelöst werden.

    Für den Zustand der gezeigten Welle würde ich allerdings mehr Torsion erwarten, die Welle sollte im Zielanlauf > 1000 rpm laufen und selbst ein so alter Motortyp hat ein ordentliches Drehmoment..
    Warum die Hohlwelle nicht mehr plastische Deformation zeigt ist nicht ganz einfach zu beantworten. Das hängt davon ab, ob wasser- oder gasgefüllt, ob mit Steuer"kabel" oder nicht...und ob es tatsächlich eine Detonation eines gezielt abgeschossenen oder treibenden Torpedos gab.
    Auch die Schraubenblätter sollten, so in Bewegung und nicht kavitierend, durch den Druckstoß beeinflusst werden.

    Der Motor selbst ist ein bischen klobig, sicher kein neueres Muster, aber sicher nicht aus einem "Seehecht" o.ä. Modell. Und, wenn schon der Antrieb in Teilen aufgefunden wurde, was waren das für Batterietrümmer?

    So richtig eindeutig ist das bisher nicht zu bewerten.

    MfG Karl Müller

  7. Wie hier für das 'Volksparadies' Nord Korea Partei ergriffen wird, ist doch etwas erstaunlich. Einem Land, welches lieber zehntausende seiner Landsleute verhungern lässt und das Geld lieber für den Bau einer Atombombe ausgibt, ist doch wohl auch ein Torpedoangriff auf ein Kriegsschiff zuzutrauen?

    Antwort auf "Alles nur gestellt."
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    ...aber warum dann so unspektakulär ?

    Das Schiff war einfach abgängig, es dauerte ziemlich lange bis es lokalisiert war, und noch länger bis etwelche Theorien hochgekocht wurden.

    Das spricht nicht gerade für Nordkorea als Täter.

    Vermutlich haben die Amerikaner mit ihrem "zufällig" in diesen Gewässern kreuzenden Boot das Teil für ein nordkoreanisches Gerät gehalten und abgeknipst.

    Als dann Südkorea beim Fundbüro nachfragte, ob jemand zufällig eine Fregatte abgegeben habe, offerierten sie dann natürlich sofort und selbstlos Hilfe bei Suche und Ursachenforschung.

    Hört sich mindestens genauso plausibel an.

    ...aber warum dann so unspektakulär ?

    Das Schiff war einfach abgängig, es dauerte ziemlich lange bis es lokalisiert war, und noch länger bis etwelche Theorien hochgekocht wurden.

    Das spricht nicht gerade für Nordkorea als Täter.

    Vermutlich haben die Amerikaner mit ihrem "zufällig" in diesen Gewässern kreuzenden Boot das Teil für ein nordkoreanisches Gerät gehalten und abgeknipst.

    Als dann Südkorea beim Fundbüro nachfragte, ob jemand zufällig eine Fregatte abgegeben habe, offerierten sie dann natürlich sofort und selbstlos Hilfe bei Suche und Ursachenforschung.

    Hört sich mindestens genauso plausibel an.

  8. liegen falsch , denn das was auf dem bild zu sehn ist , ist wie schon dort steht nicht der ganze torpedo sondern nur der antriebsteil der durchaus größtenteils unbeschadet bleiben kann wenn der torpedo explodiert.
    der druck der explosion sucht sich nämlich beim aufprall den weg des geringsten widerstands und das ist auch wenns komisch klingt der weg richtung schiff

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