Auch John McCain musste sich einiges anhören
Auch John McCain, sein Gegner in der Präsidentenwahl 2008, bekam einen verbalen Hieb. Früher trug er stolz den Spitznamen "Maverick", was eigentlich "Kalb" oder "junger Stier" und im übertragenen Sinne "Rebell" bedeutet. Damals profilierte sich McCain gerne gegen die republikanische Führung und forderte zum Beispiel eine Reform des Einwanderungsrechts zugunsten der Latinos.
Doch jetzt ist seine Wiederwahl als Senator bedroht und so unterstützt er ein hartes Gesetz in Arizona, das sich gegen Hispanics richtet, die ohne Personalpapiere aufgegriffen werde. "John McCain möchte kein Maverick mehr sein", höhnte Obama. "Aber Sie wissen ja, wie es in Arizona Menschen ergeht, die keine Identität haben."
Der Präsident zeigte auch Selbstironie. "Meine Zustimmungsraten sind gefallen, das stimmt – außer in dem Land, in dem ich geboren bin", spießte er Behauptungen der extremen Rechten auf, er sei nicht in den USA geboren, sondern in Afrika, und dürfe deshalb gar nicht Präsident sein. Und auch er habe Träume aufgeben müssen. "Eigentlich wollte ich den Nobelpreis für Physik. Man kann nicht alles haben."
Gegen Ende wurde er dann ernst. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Menschen an der Golfküste." Am Sonntag flog er nach Louisiana, um den Schaden der Ölkatastrophe an den Küsten in Augenschein zu nehmen.
- Datum 02.05.2010 - 18:33 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Die bevorstehende Bedrohung der US-Küste durch die britische Ölkatastrophe wird ernster, falls man den ständig näher rückenden Ölteppich nicht vorher einfangen bzw. abfackeln kann. British Petroleum will die Verantwortung übernehmen.
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