Opposition in Iran Iran steht vor neuen Konfrontationen

Die Jahrestage zum Tod Chomeinis und der umstrittenen Präsidentenwahl bescheren dem Teheraner Regime eine neue Kraftprobe mit der Opposition.

Haben in Teheran zu einer Protestkundgebung aufgerufen: Irans  Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi (l.) und Mehdi Karroubi

Haben in Teheran zu einer Protestkundgebung aufgerufen: Irans Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi (l.) und Mehdi Karroubi

Zu bester Abendstunde zog kürzlich in der Sendung "Gestern, Heute, Morgen" ein iranischer Regime-Kleriker über die Grüne Bewegung her. Sie sei wie eine "niedergetretene Schlange", giftete er im Staatsfernsehen. "Momentan verhält sie sich ruhig. Aber sie wartet auf die nächste günstige Gelegenheit." In der Tat: In den letzten Monaten herrschte bleierne Ruhe im Land. Die Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi, Mehdi Karroubi und Mohammed Chatami gaben sich schweigsam.

In der schwersten innenpolitischen Krise seit Bestehen der Islamischen Republik schien das Regime endgültig die Oberhand gewonnen zu haben. Nun aber rüsten die Reformpolitiker zur nächsten Kraftprobe, die dem Iran einen zweiten politisch heißen Sommer bescheren könnte.

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Am Freitag jährt sich der Tod von Staatsgründer Ajatollah Chomeini. Eine Woche später folgt am 12. Juni der erste Jahrestag der umstrittenen Wiederwahl von Mahmud Ahmadinedschad. Zwei Millionen Getreue will das Regime diese Woche zu einer gigantischen Jubelfeier auf dem Gelände des Chomeini-Mausoleums nahe Teheran zusammenholen – für die grünen Anhänger eine neue Gelegenheit, Präsenz zu zeigen. Das Freitagsgebet hält Revolutionsführer Ali Chamenei persönlich - knapp ein Jahr nach seinem letzten öffentlichen Auftritt in der zentralen Gebetshalle der Teheraner Universität. Damals verteidigte er bedingungslos das Ergebnis der Präsidentenwahl und drohte offen den Gegenkandidaten Mussawi und Karroubi.

Diese jedoch geben sich nach wie vor unbeeindruckt, auch wenn inzwischen sämtliche ihrer engsten Mitarbeiter hinter Gitter sitzen. Für den 12. Juni riefen sie in Teheran zu einer Protestkundgebung auf und beantragten beim Provinzgouverneur eine entsprechende Genehmigung. Zusammen mit dem früheren Präsidenten Chatami fordern sie Neuwahlen, die Freilassung aller politischen Gefangenen sowie die Zulassung unabhängiger Medien.

Ex-Präsident Hashemi Rafsandschani ließ auf seiner Website noch einmal demonstrativ seine Rede beim Freitagsgebet im Juli 2009 hochladen. Das Vertrauen der Iraner sei "verloren gegangen" und müsse "wieder gewonnen" werden. "Wir alle haben einen schlechten Geschmack im Mund, wenn wir an die Wahl denken", sagte er damals in Anwesenheit Mussawis.

"Die internen politischen Spannungen sind nach wie vor enorm", urteilt der französische Iranspezialist Thierry Coville vom Pariser "Institut für internationale und strategische Beziehungen". Ein Großteil des öffentlichen Dienstes sei demotiviert, weil die Staatsdiener keine politische Perspektive sähen. Zwar sei die grüne Bewegung durch den hohen staatlichen Druck in die Defensive geraten, "die ursprüngliche Unzufriedenheit in der Bevölkerung aber ist nach wie vor sehr stark und weit verbreitet."

Leser-Kommentare
  1. lassen wir die Ereignisse erst einmal ihren Lauf nehmen . Herr Gehlen spielt einmal mehr den ' Hellseher '.

  2. Ich hab schon sehnsüchtig darauf gewartet, dass endlich, endlich der Artikel über den Iran erscheint. Ich hatte mir aber wirklich was spektakuläreres vorgestellt, als den Fernsehauftritt eines "iranischen Regime-Klerikers" im Abendprogramm. Ob der wohl ausreicht, um die Aufmerksamkeit vom Überfall auf den Hilfskonvoi abzulenken?

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    irgend etwas wird man schon finden , der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

    irgend etwas wird man schon finden , der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

  3. irgend etwas wird man schon finden , der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

  4. Wollen wir doch dafür sorgen, dass Herrn Rudolphs Arbeit nicht bei der UN im Schrank verschwindet...

    http://www.hintergrund.de...

  5. Herr Gehlen schreibt über den Iran und es trifft sich im Forum spontan die creme d´la creme der Ahmadi-Freunde und fundamentalen Israel-Kritiker für ein paar herablassende Kommentare über den Autor.

    Nach Ihrer Ansicht agiert der Autor nur im Sinne der weltweiten Verschwörung der Zionisten um von deren Schandtaten abzulenken.

    @Schall und Rauch speziell: Ich bin froh, dass Sie sich für das Selbbestimmungsrecht des iranischen Volkes einsetzen. Darunter verstehe ich, dass Sie Volkes Stimme Macht geben wollen. Der beste Weg hierzu wäre, Freilassung der politischen Gefangenen, Anerkennung der Opposition und faire Neuwahlen.

  6. @pepeowski

    Sie verstehen die ganze Sache nicht, weil Sie noch "hirngewaschen" durch die jüdischen Gedankenstrahler sind. Hier ein Beasteltipp um sich zu schützen: http://www.stopabductions... (wirkt vorrangig gegen Ausserirdische, sollte aber zumindest als Grundsicherung auch bei Gedankenstrahlen funktionieren).

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    ..nachts treffe ich mich im Keller mit den Zionisten (Herr Gehlen und die Forumszensoren sind auch dabei) und diskutieren die Marschrichtung für den nächsten Tag. Danke für den Hinweis, ich werde den Hut mal ausprobieren, damit ich klarer sehe.

    ..nachts treffe ich mich im Keller mit den Zionisten (Herr Gehlen und die Forumszensoren sind auch dabei) und diskutieren die Marschrichtung für den nächsten Tag. Danke für den Hinweis, ich werde den Hut mal ausprobieren, damit ich klarer sehe.

  7. Mal abgesehen von den innenpolitischen Problemen dort, die ich nicht beurteilen kann, da ich mir ein neutrales Bild vor Ort nicht machen kann und von der deutschen Presse ein neutrales Bild nicht mehr zu erwarten ist... ich frage mich aber ernsthaft warum seit kurzem 3 israelische U-Boote vor der Küste Irans operieren (samt USA, aber die sind ja eh überall und pfuschen rum).

    Auf die Frage, ob es um einen möglichen Angriff gegen den Iran geht, sagte der Marineoffizier, “Die Reichweite von 1’500 Kilometer der Cruise Missiles kann jedes Ziel im Iran erreichen.“

    http://alles-schallundrau...

    Weil von den Staatsschreiberlingen ja immer behauptet wird nur der Iran bedroht den Israel, hier noch etwas informatives:

    http://www.luftpost-kl.de...

    Dazu das berühmte Iran-Quiz nicht zu vergessen!

    http://www.luftpost-kl.de...

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    Sehr interessanter Artikel, gerade bzgl. des Zeitpunktes.

    .. für Verschwörungstheoretiker wie Sie, Fragen zu stellen und keine Antworten zu liefern.

    Sehr interessanter Artikel, gerade bzgl. des Zeitpunktes.

    .. für Verschwörungstheoretiker wie Sie, Fragen zu stellen und keine Antworten zu liefern.

  8. Long live the Shah.
    Long live Chomeini.
    Down with the many Million Idiots.

    Das haben sie nun davon, der Weg zurück aus dieser Diktatur
    wird steinig werden.

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