Attacke auf Hilfskonvoi Israel begibt sich in eine gefährliche Selbstisolation

Das Verhältnis zur Türkei ist zerstört, enge Verbündete gehen auf Distanz. Doch Israel braucht verlässliche Freunde, vor allem in Nahost.

Verteidigt die Attacke auf den Gaza-Konvoi: Israels Premier Netanjahu am Mittwoch in Tel Aviv

Verteidigt die Attacke auf den Gaza-Konvoi: Israels Premier Netanjahu am Mittwoch in Tel Aviv

Warum tut sich Israel das nur an? Warum lässt es sich auf eine hochmoderne Medienschlacht mit sechs alten Schiffen voller Helfer, Politiker, Nobelpreisträger, Schriftsteller, Friedensaktivisten ein? Warum schickt es ausgerechnet die Armee, um diese Schiffe am medialen Erfolg zu hindern?

Es kam, wie es kommen musste. Israel hat diese Schlacht vor aller Welt verloren. Seine Armee hat mal wieder "überreagiert" (Nicolas Sarkozy), den Soldaten ist die Kontrolle entglitten, neun Tote sind das Resultat. Die Welt überschüttet Israel mit Kritik, der UN-Sicherheitsrat wägt Worte und Mittel, das Land in die Schranken zu weisen, selbst Verbündete wie Deutschland und die USA gehen auf Distanz. Die israelische Regierung, viele Israelis fühlen sich missverstanden. Was läuft schief?

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Lassen wir mal die übliche Sorgenliste in Israel und Palästina beiseite: Siedlungen im Westjordanland, Checkpoints, Würgegriff für den Gaza-Streifen, Angriffe aus Gaza, alltägliche Belästigung und Bedrückung von Palästinensern durch israelisches Sicherheitspersonal. Reden wir davon, was Israel gerade verliert, vielleicht unwiederbringlich. Reden wir von der Türkei, von den USA und vom Ansehen in der Welt.

Zu den wirklich schmerzhaften Verlusten zählt wohl das gute Verhältnis zur Türkei. Spätestens seit den neunziger Jahren pflegten die beiden Verbündeten Washingtons enge strategische Zusammenarbeit. Israelische Piloten trainierten über Anatolien, türkische Panzer wurden mit israelischer Technik aufgerüstet, die Armeen übten zusammen. Seit Gaza: Funkstille. Beim World Economic Forum gerieten Premier Erdoğan und Präsident Peres aneinander, Erdoğan nutzte den Moment zu einem breitbeinig dramatischen Abmarsch vom Podium. Seither ließ der Premier aus dem Volk mit Sinn für Volkes Themen keine Gelegenheit aus, die israelische Palästina-Politik dröhnend anzuprangern.

Israel revanchierte sich. Zu Jahresbeginn erniedrigte Vizeaußenminister Ayalon den türkischen Botschafter in einer törichten Couch-Einlage vor laufenden Kameras ("Man beachte: Ich sitze hoch und er niedrig"). Der Sturm der türkischen Schiffe, der Tod türkischer Helfer hat nun die Beziehungen komplett eingefroren. Zum Nachteil Israels: In den vergangenen acht Jahren hat sich die Türkei im Nahen Osten, in Afrika und Asien bestens vernetzt. Israel steht in der Ecke.

Und das leider auch allmählich beim besten Verbündeten. In den USA wächst das Unbehagen an der israelischen Politik in der explosiven Region. Vor allem in den Streitkräften. Der langjährige CIA-Mitarbeiter und Bestsellerautor Robert Baer verriet auf einer internationalen Konferenz des Satellitenkanals al-Dschasira in Qatar vorige Woche, dass viele US-Soldaten einen Zusammenhang zwischen Israels Politik und ihren gefährlichen Einsätzen in Afghanistan, am Golf, im Irak sehen. "Man ist immer weniger bereit, sich der Wut der Menschen darüber auszusetzen, was die Israelis mit den Palästinensern machen", sagte Baer.

Kein geringerer als der führende US-General David Petraeus bezeichnete schon im März die israelischen Konflikte mit seinen Nachbarn als Belastung für die US-Interessen in der Region. Und wenn man der israelischen Zeitung Yedioth Ahronot Glauben schenken will, hat US-Vizepräsident Joe Biden der israelischen Regierung diesen Vorwurf schon persönlich unter die Nase gerieben. Doch selbst die kritische Unterstützung Israels durch die US-Regierung geht vielen Amerikanern zu weit. An Universitäten und in Nichtregierungsorganisationen, in Blogger-Foren und auf Konferenzen, fordern zunehmend mehr US-Bürger, Unterstützung für Israel an dessen Wohlverhalten gegenüber Palästinensern zu knüpfen. Gerade junge Amerikaner gehen spürbar auf Distanz zu Israel. Der Schiffs-Showdown verstärkt diese Tendenz.

Leser-Kommentare
  1. ...der mit der Ermordung von 6 Millionen Juden gerechtfertigt wird.

    Es ist allerdings schwierig heutiges Unrecht mit in der Vergangenheit erlittenem Unrecht zu verargumentieren, zumal die jetzigen Opfer an der Judenverfolgung weder schuld sind, noch auch entfernt damit zu tun hatten.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Erdogan ist der neue Ahmadinedschad. Er hat imperialistischen Interessen, und hat jede Gelegenheit, nicht nur auf die "humanitäre" Aktivisten-Unterstützung (Ja es gab viele naive Menschen, die gut auf dem Boot gemeint, aber letztlich die 100 Shahids wurden als islamische Märtyrer, die im Namen sterben geträumt gepflanzt von Alla, um eine Medien-Hetze gegen Israel) zu schaffen. Es gelingt ihnen und Israel, denn nun hat sich in die Falle getappt.

    Was ist jetzt wichtig ist für Deutschland, um ihre volle Verständnis dieser komplexen Situation zeigen. Vergessen Sie nicht, wem wir es zu tun! Dies ist die Hamas, die Türkei unterstützt: http://bit.ly/dhrHrv (Hamas zeigt Aufnahmen mit Musik für die Hochzeit öffentlich!). Und hier ist eine weitere Erinnerung an, wer hinter diesem Flottila's. http://bit.ly/aQnauf
    Wake up Deutschland! Dies ist nicht nur über Israel. Es geht um die liberalen Westens gegenüber dem radikalen Islam.

    Kann jemand mit diesem verrückten muslimischen Propaganda für Humanitäre Hilfe zustimmen? Ja, die Blockade muss eine Lösung (der Hamas loswerden). Bis das geschieht, ist natürlich Israel verpflichtet, seine Bürger zu verteidigen. Es könnte eine Menge von Munition im Inneren des Bootes gaint Marmara gewesen. Are you kidding me, dass Israel nicht das Recht haben, es zu besichtigen? Israel versucht, es friedlich zu tun, aber das reizte Shahids sie, indem sie aggressive tödlichen Schießen. Israel hatte jedes Recht, das Feuer auf sie eröffnen.

    • Jenss
    • 03.06.2010 um 19:32 Uhr

    Sehr geehrter Herr AlexanderDM,

    sehr schöne Glosse von Ihnen.

    Schön wie sie herausarbeiten, das Israel für sich das Sonderrecht in Anspruch nimmt bei Nacht und Nebel (figurativ) in internationalen Gewässern zu jeder Zeit Handelsschiffe zu stürmen.

    Auch sehr erfrischen wie sie schreiben, dass das 100 Selbstmordattentäter, äh sorry (Selbst)mordopfer, die sogenannten Shahids an Bord waren, mit dem Ziel sich von israelischen speziellen Spezialeinheiten umbringen zu lassen, um so für eine schlechte Presse für Israel zu Sorgen.

    Ihr Aufruf zu einem neuen Kreuzzug ins Morgenland gegen die Ungläubigen "Wake up Deutschland! Dies ist nicht nur über Israel. Es geht um die liberalen Westens gegenüber dem radikalen Islam" ist wunderbar. Wir geben mal kurz unsere liberalen Werte auf, aber nur so lange bis der Islam besiegt ist, das hat wirklich Klasse.

    Der Komödienstadel kann es nicht besser.

    dümmer gehts doch immer: "Israel ist und bleibt ein Unrechtsstaat...der mit der Ermordung von 6 Millionen Juden gerechtfertigt wird."

    Lena hat keinen Punkt aus Israel bekommen, das war schon Grund genug, in Facebook und Co. auf das übelste zu hetzen, ja, was für ein furchtbarer "Unrechtsstaat" dieses Israel doch ist...gibt der süßen Lena einfach keinen Punkt, sowas aber auch!

    Keine Diffamierung ist offensichtlich dämlich genug, um sie hier nicht zu äußern. Der latent vorhandene Antisemitismus zeigt wieder mal seine häßliche Fratze.

    Entfernt. Bitte sehen Sie von Auseinandersetzungen untereinander ab und diskutieren Sie sachlich und argumentativ die Inhalte des Artikels/der Kommentare. Danke, die Redaktion/fk.

    • Hickey
    • 06.06.2010 um 14:05 Uhr

    ...sollte man endlich in versenken, man sieht das es weltpolitisch nur dazu führt alte Kamellen auszugraben, mit der die heutige Generation nichts anfangen kann, da nicht erlebt = nicht verstanden.

    Die paar alten Menschen die noch mit dieser Zeit verknüpft sind, sterben eh bald aus und dann interessiert es höchstens noch Historiker und ein paar Menschen aus der Rechten Szene.

    Also begrabt dieses Thema, ich kanns nimmer hören.

    mit dieser Aktion. Und am Ende fördert sowas sogar den Islamismus. Trotzdem sollte man wissen, wo man steht und auf welcher Seite man gegen Unrecht und Intoleranz kämpfen muss. Die Islamisten fordern Toleranz und Mitleid immer nur für sich selbst ein, solange sie in der schwächeren Position sind. Wehe aber, wenn sie aber an die Macht kommen: Dann ist ganz schnell Schluss mit der Toleranz, auch gegen über den „gottlosen Linken“, die vorher natürlich als Steigbügelhalter zur Macht gut genug waren (siehe z.B. islamische Revolution im Iran). Leute, merkt Ihr denn gar nicht, wie verblendet Ihr schon seid? Ich finde die Politik der israelischen Regierungen der letzten Jahre (unterm Strich sogar der letzten Jahrzehnte) bestimmt nicht besonders toll und auch nicht gerade zielführend in Hinblick auf ein dauerhaft ausgeglichenes Verhältnis mit den Nachbarn (wobei ein Teil von denen das ja auch gar nicht anstrebt). Aber ein weiteres Ausbreiten von intoleranten Religionen mit Absolutheitsanspruch ist nun wirklich nicht in meinem Interesse als Atheist. Und wenn mir die Politik unserer jetzigen Regierung nicht passt (was der Fall ist), schmähe ich mein Land doch trotzdem noch lange nicht als Unrechtsstaat! Das gleiche gilt für andere Länder gleichermaßen. Man kann es (bei uns zumindest und auch in Israel) laut und deutlich sagen, wenn einem die Politik der Machthaber nicht gefällt. Aber versuchen Sie das mal im Iran! Das ist der Unterschied zwischen Rechtsstaatlichkeit und Islamismus!

    die einzige funktionierende rechtsstaatliche Demokratie im nahen Osten, zumindest nach unseren Maßstäben: Ägypten z.B. wird de facto seit 1982 mit Notstandsgesetzgebung regiert und auch in anderen Ländern findet man Verfolgung von Homosexuellen, staatliche Folter, das Fehlen von Meinungs- und Religionsfreiheit und sonstigen Menschenrechten, sowie Anwendung der Scharia in z.T. barbarischsten Ausprägungen und vieles Andere mehr, was mit unserem Verständnis von Rechtsstaat überhaupt nicht zusammen passt, nichts von alledem jedoch in Israel.

    Maßgeblich geplant und durchgeführt hat die Konvoi-Aktion die türkische IHH. Diese ist eine nichtstaatliche, international tätige Hilfsorganisation mit Verbindungen zu diversen islamistischen Organisationen. Nach den gleichen Grundsätzen wurde ein unabhängiger deutscher Verein, die Internationale Humanitäre Hilfsorganisation (IHH-Deutschland) gegründet Der wird eine zu starke Nähe zur Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs nachgesagt. Bei westlichen Nachrichtendiensten gilt die türkische IHH vorgeblich als islamistische Organisation mit Nähe zu den Taliban, al-Qaida und Hamas. Die britische Zeitung The Telegraph bezeichnet sie als eine „radikale islamistische Gruppe im Gewand einer humanitären Organisation“. Die IHH soll islamistische Terroristen mit Waffen unterstützt haben. Die Charta der Hamas verlangt unter anderem die Beseitigung Israels und die Schaffung eines islamischen Gottesstaats. (Quelle für diesen Absatz: Wikipedia)

    Auch wenn vielleicht viele der Vorkommentatoren richtige Argumente nennen, warum Israel ein Interesse an einer Durchsuchung der Schiffe haben könnte, ist ein Zugriff in internationalen Gewässern ein Akt der Piraterie. Und ein Staat MUSS sich unbedingt an geltendes Recht halten.

    Dass dann diese dumme Militäraktion auch noch derart in die Hose gegangen ist ist für mich einerseits etwas unerklärlich... andererseits frage ich mich auch, mit welchem Befehl genau die Soldaten wohl an Bord geschickt wurden. Denn einer Eiliteeinheit passiert so etwas eigentlich nicht.

    Zum eigentlich Thema: Solange Israel seine Siedlungs- und Außenpolitik nicht grundlegend ändert werden Symphatien im Ausland weiter zurückgehen.

    Was man Israel vorhällt gilt aber auch für die Hamas, Iran und andere potentielle Bedrohungen für das Leben der Israeliten.

    Solange die Hamas bsw. an ihrem bescheuerten "Israel muss vernichtet werden"-Vorsatz festhält, wird es dort keine Ruhe geben.

    Vielleicht sollte mal jemand den belockten und den anderen bebärteten Betonköpfen erklären, was sie ihren Kindern und Enkeln antun, wenn sie solch tiefsitzenden Hass weiter schüren statt an einer Verständigung zu arbeiten.

    Erdogan ist der neue Ahmadinedschad. Er hat imperialistischen Interessen, und hat jede Gelegenheit, nicht nur auf die "humanitäre" Aktivisten-Unterstützung (Ja es gab viele naive Menschen, die gut auf dem Boot gemeint, aber letztlich die 100 Shahids wurden als islamische Märtyrer, die im Namen sterben geträumt gepflanzt von Alla, um eine Medien-Hetze gegen Israel) zu schaffen. Es gelingt ihnen und Israel, denn nun hat sich in die Falle getappt.

    Was ist jetzt wichtig ist für Deutschland, um ihre volle Verständnis dieser komplexen Situation zeigen. Vergessen Sie nicht, wem wir es zu tun! Dies ist die Hamas, die Türkei unterstützt: http://bit.ly/dhrHrv (Hamas zeigt Aufnahmen mit Musik für die Hochzeit öffentlich!). Und hier ist eine weitere Erinnerung an, wer hinter diesem Flottila's. http://bit.ly/aQnauf
    Wake up Deutschland! Dies ist nicht nur über Israel. Es geht um die liberalen Westens gegenüber dem radikalen Islam.

    Kann jemand mit diesem verrückten muslimischen Propaganda für Humanitäre Hilfe zustimmen? Ja, die Blockade muss eine Lösung (der Hamas loswerden). Bis das geschieht, ist natürlich Israel verpflichtet, seine Bürger zu verteidigen. Es könnte eine Menge von Munition im Inneren des Bootes gaint Marmara gewesen. Are you kidding me, dass Israel nicht das Recht haben, es zu besichtigen? Israel versucht, es friedlich zu tun, aber das reizte Shahids sie, indem sie aggressive tödlichen Schießen. Israel hatte jedes Recht, das Feuer auf sie eröffnen.

    • Jenss
    • 03.06.2010 um 19:32 Uhr

    Sehr geehrter Herr AlexanderDM,

    sehr schöne Glosse von Ihnen.

    Schön wie sie herausarbeiten, das Israel für sich das Sonderrecht in Anspruch nimmt bei Nacht und Nebel (figurativ) in internationalen Gewässern zu jeder Zeit Handelsschiffe zu stürmen.

    Auch sehr erfrischen wie sie schreiben, dass das 100 Selbstmordattentäter, äh sorry (Selbst)mordopfer, die sogenannten Shahids an Bord waren, mit dem Ziel sich von israelischen speziellen Spezialeinheiten umbringen zu lassen, um so für eine schlechte Presse für Israel zu Sorgen.

    Ihr Aufruf zu einem neuen Kreuzzug ins Morgenland gegen die Ungläubigen "Wake up Deutschland! Dies ist nicht nur über Israel. Es geht um die liberalen Westens gegenüber dem radikalen Islam" ist wunderbar. Wir geben mal kurz unsere liberalen Werte auf, aber nur so lange bis der Islam besiegt ist, das hat wirklich Klasse.

    Der Komödienstadel kann es nicht besser.

    dümmer gehts doch immer: "Israel ist und bleibt ein Unrechtsstaat...der mit der Ermordung von 6 Millionen Juden gerechtfertigt wird."

    Lena hat keinen Punkt aus Israel bekommen, das war schon Grund genug, in Facebook und Co. auf das übelste zu hetzen, ja, was für ein furchtbarer "Unrechtsstaat" dieses Israel doch ist...gibt der süßen Lena einfach keinen Punkt, sowas aber auch!

    Keine Diffamierung ist offensichtlich dämlich genug, um sie hier nicht zu äußern. Der latent vorhandene Antisemitismus zeigt wieder mal seine häßliche Fratze.

    Entfernt. Bitte sehen Sie von Auseinandersetzungen untereinander ab und diskutieren Sie sachlich und argumentativ die Inhalte des Artikels/der Kommentare. Danke, die Redaktion/fk.

    • Hickey
    • 06.06.2010 um 14:05 Uhr

    ...sollte man endlich in versenken, man sieht das es weltpolitisch nur dazu führt alte Kamellen auszugraben, mit der die heutige Generation nichts anfangen kann, da nicht erlebt = nicht verstanden.

    Die paar alten Menschen die noch mit dieser Zeit verknüpft sind, sterben eh bald aus und dann interessiert es höchstens noch Historiker und ein paar Menschen aus der Rechten Szene.

    Also begrabt dieses Thema, ich kanns nimmer hören.

    mit dieser Aktion. Und am Ende fördert sowas sogar den Islamismus. Trotzdem sollte man wissen, wo man steht und auf welcher Seite man gegen Unrecht und Intoleranz kämpfen muss. Die Islamisten fordern Toleranz und Mitleid immer nur für sich selbst ein, solange sie in der schwächeren Position sind. Wehe aber, wenn sie aber an die Macht kommen: Dann ist ganz schnell Schluss mit der Toleranz, auch gegen über den „gottlosen Linken“, die vorher natürlich als Steigbügelhalter zur Macht gut genug waren (siehe z.B. islamische Revolution im Iran). Leute, merkt Ihr denn gar nicht, wie verblendet Ihr schon seid? Ich finde die Politik der israelischen Regierungen der letzten Jahre (unterm Strich sogar der letzten Jahrzehnte) bestimmt nicht besonders toll und auch nicht gerade zielführend in Hinblick auf ein dauerhaft ausgeglichenes Verhältnis mit den Nachbarn (wobei ein Teil von denen das ja auch gar nicht anstrebt). Aber ein weiteres Ausbreiten von intoleranten Religionen mit Absolutheitsanspruch ist nun wirklich nicht in meinem Interesse als Atheist. Und wenn mir die Politik unserer jetzigen Regierung nicht passt (was der Fall ist), schmähe ich mein Land doch trotzdem noch lange nicht als Unrechtsstaat! Das gleiche gilt für andere Länder gleichermaßen. Man kann es (bei uns zumindest und auch in Israel) laut und deutlich sagen, wenn einem die Politik der Machthaber nicht gefällt. Aber versuchen Sie das mal im Iran! Das ist der Unterschied zwischen Rechtsstaatlichkeit und Islamismus!

    die einzige funktionierende rechtsstaatliche Demokratie im nahen Osten, zumindest nach unseren Maßstäben: Ägypten z.B. wird de facto seit 1982 mit Notstandsgesetzgebung regiert und auch in anderen Ländern findet man Verfolgung von Homosexuellen, staatliche Folter, das Fehlen von Meinungs- und Religionsfreiheit und sonstigen Menschenrechten, sowie Anwendung der Scharia in z.T. barbarischsten Ausprägungen und vieles Andere mehr, was mit unserem Verständnis von Rechtsstaat überhaupt nicht zusammen passt, nichts von alledem jedoch in Israel.

    Maßgeblich geplant und durchgeführt hat die Konvoi-Aktion die türkische IHH. Diese ist eine nichtstaatliche, international tätige Hilfsorganisation mit Verbindungen zu diversen islamistischen Organisationen. Nach den gleichen Grundsätzen wurde ein unabhängiger deutscher Verein, die Internationale Humanitäre Hilfsorganisation (IHH-Deutschland) gegründet Der wird eine zu starke Nähe zur Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs nachgesagt. Bei westlichen Nachrichtendiensten gilt die türkische IHH vorgeblich als islamistische Organisation mit Nähe zu den Taliban, al-Qaida und Hamas. Die britische Zeitung The Telegraph bezeichnet sie als eine „radikale islamistische Gruppe im Gewand einer humanitären Organisation“. Die IHH soll islamistische Terroristen mit Waffen unterstützt haben. Die Charta der Hamas verlangt unter anderem die Beseitigung Israels und die Schaffung eines islamischen Gottesstaats. (Quelle für diesen Absatz: Wikipedia)

    Auch wenn vielleicht viele der Vorkommentatoren richtige Argumente nennen, warum Israel ein Interesse an einer Durchsuchung der Schiffe haben könnte, ist ein Zugriff in internationalen Gewässern ein Akt der Piraterie. Und ein Staat MUSS sich unbedingt an geltendes Recht halten.

    Dass dann diese dumme Militäraktion auch noch derart in die Hose gegangen ist ist für mich einerseits etwas unerklärlich... andererseits frage ich mich auch, mit welchem Befehl genau die Soldaten wohl an Bord geschickt wurden. Denn einer Eiliteeinheit passiert so etwas eigentlich nicht.

    Zum eigentlich Thema: Solange Israel seine Siedlungs- und Außenpolitik nicht grundlegend ändert werden Symphatien im Ausland weiter zurückgehen.

    Was man Israel vorhällt gilt aber auch für die Hamas, Iran und andere potentielle Bedrohungen für das Leben der Israeliten.

    Solange die Hamas bsw. an ihrem bescheuerten "Israel muss vernichtet werden"-Vorsatz festhält, wird es dort keine Ruhe geben.

    Vielleicht sollte mal jemand den belockten und den anderen bebärteten Betonköpfen erklären, was sie ihren Kindern und Enkeln antun, wenn sie solch tiefsitzenden Hass weiter schüren statt an einer Verständigung zu arbeiten.

  2. im auge behalten sollte man im moment wohl am ehesten den zunehmend enthemmten nahost-zündler erdogan. man kann nur hoffen, dass er von seinen beratern bald ein wenig sediert wird. die von ihm erwogene militärbegleitung für den blockadebrecher liefe de facto auf eine kriegserklärung hinaus.
    interessant wäre übr. auch eine aufhellung seines verhältnisses zu den terror-networkern der ihh.

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    • lepkeb
    • 03.06.2010 um 16:42 Uhr

    der Wiedererrichtung des osmanischen Reiches und all den Segnungen für die darin liegenden Völker, und vielleicht will er auch die Türken wieder vor Wien sehen.

    @ BettyBloomer - Was eine mögliche militärische Begleitung zum Schutze einer weiteren Hilfsflotte angeht, muss ich Ihnen zustimmen - das wäre äußerst gefährlich. Aber selbst wenn dies passieren sollte, was ich für unwahrscheinlich halte, könnten türkische Militärschiffe die Hilfsgütertransporte nur solange begleiten wie sie in internationalen Gewässern sind.

    Wo Sie Anhaltspunkte dafür gefunden haben wollen, dass die IHH irgendetwas mit Terrornetzwerken zu tun hat, würde mich interessieren. Die Organisation setzt sich nicht nur für humanitäre Hilfe im Gazastreifen ein, sondern ist auch in anderen Teilen der Welt aktiv.

    Erdoğan als Zündler zu bezeichnen, wäre zu einfach. Sicher ist seine Rhetorik aggressiv und seine Kritik scharf. Man darf aber auch nicht vergessen, dass sich die Türkei unter Führung der AKP in den vergangenen Jahren aktiv um Entspannung im Nahen Osten bemüht. Beispiel sind die Vermittlung zwischen Israel und Syrien bis zum Beginn des Gazakrieges oder der jüngst mit Brasilien und dem Iran ausgehandelte Urandeal.

    @ lepkeb - Was man diesem Unsinn hinzufügen soll, weiß ich wirklich nicht. Solchen Quark ins Netz zu posaunen ist nicht gerade hilfreich. In der heutigen Türkei ist man viel zu zufrieden mit dem eigenen Land als dass derartige Ambitionen aufkommen würden.

    • realGE
    • 03.06.2010 um 18:56 Uhr

    Aha, ist also wieder mal der gemeine Türke Schuld an allem. Ich frage mich nur, von wem hier die Aggression ausging? Ganz klar vom Militär des "auserwählten Volkes", welches ja berühmt ist, u. a. mit gefälschten EU Pässen Menschen zu töten und Sabotagen zu verüben. In der jetzigen regierung sitzen Rassisten, die die Deportation aller Araber aus Israel verlangen, namentlich der Außenminister. Der sogar davon sprach, mit Gaza das zu tun, was die Amerikaner mit Japan taten!
    Herr Erdogan ist das Beste was der Region passieren konnte. Auch Sie sollten ednlcih wahrnehmen, dass die Türkei eine aufstrebende Regionalmacht ist. Sie ist mittlereweile die 6. größte Volkswirtschaft in EUropa und 16. der Welt.
    Die Türkei hat sich emanzipiert, das liegt auch daran, dass viele kurzsichitge Politiker wie Sarkozy die Türkei in die Arme Russlands und Chinas treiben.
    Die arabischen Völker verehren Erdogan, da dieser im Gegensatz zu den Tyrannen im Nahost, die nur darauf bedacht sind, Ihre Macht zu sichern, das kind bei Namen nennt und das Unrecht, welches Israel tut, auch anprangert!

    ist seit 1948 ein asiatischer Mini-Staat, der sich nur dank einer geschichtlichen Tragödie seiner Existenz erfreut.

    • lepkeb
    • 03.06.2010 um 16:42 Uhr

    der Wiedererrichtung des osmanischen Reiches und all den Segnungen für die darin liegenden Völker, und vielleicht will er auch die Türken wieder vor Wien sehen.

    @ BettyBloomer - Was eine mögliche militärische Begleitung zum Schutze einer weiteren Hilfsflotte angeht, muss ich Ihnen zustimmen - das wäre äußerst gefährlich. Aber selbst wenn dies passieren sollte, was ich für unwahrscheinlich halte, könnten türkische Militärschiffe die Hilfsgütertransporte nur solange begleiten wie sie in internationalen Gewässern sind.

    Wo Sie Anhaltspunkte dafür gefunden haben wollen, dass die IHH irgendetwas mit Terrornetzwerken zu tun hat, würde mich interessieren. Die Organisation setzt sich nicht nur für humanitäre Hilfe im Gazastreifen ein, sondern ist auch in anderen Teilen der Welt aktiv.

    Erdoğan als Zündler zu bezeichnen, wäre zu einfach. Sicher ist seine Rhetorik aggressiv und seine Kritik scharf. Man darf aber auch nicht vergessen, dass sich die Türkei unter Führung der AKP in den vergangenen Jahren aktiv um Entspannung im Nahen Osten bemüht. Beispiel sind die Vermittlung zwischen Israel und Syrien bis zum Beginn des Gazakrieges oder der jüngst mit Brasilien und dem Iran ausgehandelte Urandeal.

    @ lepkeb - Was man diesem Unsinn hinzufügen soll, weiß ich wirklich nicht. Solchen Quark ins Netz zu posaunen ist nicht gerade hilfreich. In der heutigen Türkei ist man viel zu zufrieden mit dem eigenen Land als dass derartige Ambitionen aufkommen würden.

    • realGE
    • 03.06.2010 um 18:56 Uhr

    Aha, ist also wieder mal der gemeine Türke Schuld an allem. Ich frage mich nur, von wem hier die Aggression ausging? Ganz klar vom Militär des "auserwählten Volkes", welches ja berühmt ist, u. a. mit gefälschten EU Pässen Menschen zu töten und Sabotagen zu verüben. In der jetzigen regierung sitzen Rassisten, die die Deportation aller Araber aus Israel verlangen, namentlich der Außenminister. Der sogar davon sprach, mit Gaza das zu tun, was die Amerikaner mit Japan taten!
    Herr Erdogan ist das Beste was der Region passieren konnte. Auch Sie sollten ednlcih wahrnehmen, dass die Türkei eine aufstrebende Regionalmacht ist. Sie ist mittlereweile die 6. größte Volkswirtschaft in EUropa und 16. der Welt.
    Die Türkei hat sich emanzipiert, das liegt auch daran, dass viele kurzsichitge Politiker wie Sarkozy die Türkei in die Arme Russlands und Chinas treiben.
    Die arabischen Völker verehren Erdogan, da dieser im Gegensatz zu den Tyrannen im Nahost, die nur darauf bedacht sind, Ihre Macht zu sichern, das kind bei Namen nennt und das Unrecht, welches Israel tut, auch anprangert!

    ist seit 1948 ein asiatischer Mini-Staat, der sich nur dank einer geschichtlichen Tragödie seiner Existenz erfreut.

  3. Wenn israelische Staatsbürger (auch wenn es Soldaten waren) in internationalen Gewässern bewaffnet auf ein Schiff eingedrungen sind, sprich überfallen haben und dabei auf Menschen schießen und sie töten und verletzen, muss doch juristisch geprüft werden, ob es sich hier um Körperverletzung, Totschlag oder sogar um Mord handelt. Ferner wurden die Schiffe unter Zwang in israelische Häfen geschleppt, war dies im juristischen Sinne eine Entführung? Da auch deutsche Staatsbürger von dieser Aktion betroffen waren, ist es doch zwingend notwendig, dass die Bundestaatsanwaltschaft Ermittlungen aufnimmt.
    Herr Generalstaatsanwalt übernehmen Sie!

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    • dacapo
    • 03.06.2010 um 18:51 Uhr

    Ich übernehme - Der Staatsanwalt.

    • Edda2
    • 03.06.2010 um 19:14 Uhr

    diesesmal kann man sich nicht mit dem ewigen Lauthalsgeschrei und Fingerzeigen -"Der da ist schuld!" aus der Affaire ziehen. Das ist inzwischen so durchsichtig wie lächerlich, ja kindisch. Die Zeiten ändern sich und man sollte schon einsehen, dass Israels Oberste Etage bereits beim Libanon- und Gaza-Feldzug den Bogen einfach viel zu weit überspannt hat. Manchmal ist es eben ein Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt - und das ist nun mal jetzt geschehen, für jeden sichtbar.
    Israel hat nun, da es endlich ein Stück Land bekam, gesehen, dass dort eben nicht, wie erwartet, Milch und Honig fliesst... der Gott Israels muss schon ein verdammter Bluffer sein. Vielleicht ist ja in Wirklichkeit ER der Feind?

    • dacapo
    • 03.06.2010 um 18:51 Uhr

    Ich übernehme - Der Staatsanwalt.

    • Edda2
    • 03.06.2010 um 19:14 Uhr

    diesesmal kann man sich nicht mit dem ewigen Lauthalsgeschrei und Fingerzeigen -"Der da ist schuld!" aus der Affaire ziehen. Das ist inzwischen so durchsichtig wie lächerlich, ja kindisch. Die Zeiten ändern sich und man sollte schon einsehen, dass Israels Oberste Etage bereits beim Libanon- und Gaza-Feldzug den Bogen einfach viel zu weit überspannt hat. Manchmal ist es eben ein Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt - und das ist nun mal jetzt geschehen, für jeden sichtbar.
    Israel hat nun, da es endlich ein Stück Land bekam, gesehen, dass dort eben nicht, wie erwartet, Milch und Honig fliesst... der Gott Israels muss schon ein verdammter Bluffer sein. Vielleicht ist ja in Wirklichkeit ER der Feind?

    • lepkeb
    • 03.06.2010 um 16:42 Uhr

    der Wiedererrichtung des osmanischen Reiches und all den Segnungen für die darin liegenden Völker, und vielleicht will er auch die Türken wieder vor Wien sehen.

    Antwort auf "brandgefährlich"
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    Nur weil die Türkei in einem Thema am Rande auftaucht, das sich u.a. mit Israelischer Außenpolitik befasst, ist das kein Grund gleich zu Anfang so am Thema vorbei zuschreiben, erst recht wenn das ganze in keinem Verhältnis zu Israel gesetz wird.
    Deshalb lepkeb, sollte man das nächste mal außer platten behauptungen (Wien, wirklich sehr kreativ!!), etwas mehr schreiben.

    Fakt ist, Israel isoliert sich durch sein völlig überzogenes handeln selbst. Es war nunmal nicht Erdogan der Schiffe entern ließ, noch dazu in Internationalen Gewässern, sondern die Israelische Regierung
    .
    Da Östereich damit nichts zu tun hatte und die Türkei meines Wissens nach keine Landstriche mit Truppen besetzt halten muß, würde ich mich wieder aus Thema konzentrieren und ausführung präzisieren.

    Ein schwacher Versuch, den Türken jene Eroberungslust zu unterstellen, die Israel mit jedem neuen Haus im Westjordanland praktiziert. Es glauben immer weniger, dass alle anderen Schuld haben.........

    IN Wien.

    • Jenss
    • 03.06.2010 um 19:19 Uhr

    Die Türken können nicht mehr vor Wien stehen die EM ist schon vorbei.

    Seltsamer Kommentar von Ihnen. Eigentlich diskutieren wir zur Zeit den EU Beitritt der Türkei. Mir ist entgangen, dass wir mit der Türkei im Krieg sind oder kurz davor.

    sie scheinen unter drogen zu stehen, wenn man sie liest, was sie so schreiben. Oder hat der MOSSAD sie angeheurt?

    So wie bei anderen "Reiche" der Weltgeschichte, ging es dem osmanischen Reich nicht darum, andere Völker mit Segnungen zu beglücken, sondern darum aus den eroberten Gebieten Profit zu ziehen. Beispiele hierfür sind die sog. Knabenlese, bei der Familien der besetzen Staaten im Balkan ein Sohn weggenommen wurde, um ihn in der osmanischen Armee zu kämpfen zu lassen.

    Auch in den arabischen Staaten waren die osmanischen Gourverneure aufgrund der Steuerpolitik oft unbeliebt. So richtete sich z.B. der Aufstand der Araber, an dem Lawrence von Arabien beteiligt war, gegen das osmanische Reich.

    Daneben gab es in dem osmanischen Reich ebenfalls einen umfangreichen Sklavenhandel. Man sollte das osmanische Reich ebensowenig idealisieren, wie das römische Reich oder die westeuropäischen Kolonialreiche.

    Natürlich gab es im osmanischen Reich auch positive Aspkete, wie eine für die damalige Zeit fortschritlliche religiöse und kulturelle Toleranz, soziale Versorgung mit Krankenhäusern und die Sicherung des Friedens in der Region. (ähnlich wie im röm. Reich)

    Nur weil die Türkei in einem Thema am Rande auftaucht, das sich u.a. mit Israelischer Außenpolitik befasst, ist das kein Grund gleich zu Anfang so am Thema vorbei zuschreiben, erst recht wenn das ganze in keinem Verhältnis zu Israel gesetz wird.
    Deshalb lepkeb, sollte man das nächste mal außer platten behauptungen (Wien, wirklich sehr kreativ!!), etwas mehr schreiben.

    Fakt ist, Israel isoliert sich durch sein völlig überzogenes handeln selbst. Es war nunmal nicht Erdogan der Schiffe entern ließ, noch dazu in Internationalen Gewässern, sondern die Israelische Regierung
    .
    Da Östereich damit nichts zu tun hatte und die Türkei meines Wissens nach keine Landstriche mit Truppen besetzt halten muß, würde ich mich wieder aus Thema konzentrieren und ausführung präzisieren.

    Ein schwacher Versuch, den Türken jene Eroberungslust zu unterstellen, die Israel mit jedem neuen Haus im Westjordanland praktiziert. Es glauben immer weniger, dass alle anderen Schuld haben.........

    IN Wien.

    • Jenss
    • 03.06.2010 um 19:19 Uhr

    Die Türken können nicht mehr vor Wien stehen die EM ist schon vorbei.

    Seltsamer Kommentar von Ihnen. Eigentlich diskutieren wir zur Zeit den EU Beitritt der Türkei. Mir ist entgangen, dass wir mit der Türkei im Krieg sind oder kurz davor.

    sie scheinen unter drogen zu stehen, wenn man sie liest, was sie so schreiben. Oder hat der MOSSAD sie angeheurt?

    So wie bei anderen "Reiche" der Weltgeschichte, ging es dem osmanischen Reich nicht darum, andere Völker mit Segnungen zu beglücken, sondern darum aus den eroberten Gebieten Profit zu ziehen. Beispiele hierfür sind die sog. Knabenlese, bei der Familien der besetzen Staaten im Balkan ein Sohn weggenommen wurde, um ihn in der osmanischen Armee zu kämpfen zu lassen.

    Auch in den arabischen Staaten waren die osmanischen Gourverneure aufgrund der Steuerpolitik oft unbeliebt. So richtete sich z.B. der Aufstand der Araber, an dem Lawrence von Arabien beteiligt war, gegen das osmanische Reich.

    Daneben gab es in dem osmanischen Reich ebenfalls einen umfangreichen Sklavenhandel. Man sollte das osmanische Reich ebensowenig idealisieren, wie das römische Reich oder die westeuropäischen Kolonialreiche.

    Natürlich gab es im osmanischen Reich auch positive Aspkete, wie eine für die damalige Zeit fortschritlliche religiöse und kulturelle Toleranz, soziale Versorgung mit Krankenhäusern und die Sicherung des Friedens in der Region. (ähnlich wie im röm. Reich)

    • Stonki
    • 03.06.2010 um 16:50 Uhr

    wenn es Schiffe aus Israel gewesen werden, die gegen antisemitische Umtriebe in Frankreich/Algerien/Deutschland (setzte in beliebiges Land hier ein, gibt es ja leider durchaus noch in Europa oder naher Osten) demonstrieren wollten und von der Armee des besagten Landes gestürmt worden wären. Mit der Konsequenz mehrere getöteter Israelis.

    Kein lupenreiner Vergleich, aber jeder kann ja mal nachdenken.

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    • dacapo
    • 03.06.2010 um 18:58 Uhr

    Soll man nachdenken?

    Es geht aber nicht darum, sondern es geht um ein Faktum, dass die schiffe dews Konvois AUSSERHALB der Israelischen Hoheitsgewässer sich befanden. Das ist Piraterie wie sie in anderer Form am Horn von Afrika leider üblich ist und / oder auch in indonesischen Gewässern.
    Dieser Akt gehört normalerweise vor den Seegerichtshof.

    Aber um Deine Frage ein wenig zu beantworten, was mit israelischen Blokadebrechern ausserhalb des Deutschen Hoheitsgebietes passiert wäre - ist eh fiktiv aber bitte:
    GAR NICHTS, da die Staatsgrenze nicht überschritten wurde!

    Ich vergleiche diese Aktion und insbesondere die Ausreden der Politiker daraufhin mit dem Land in dem ich lebe: Thailand. Es hat gewisse parallele Strukturen. Unterdrückung jeglicher Meinung gegen Politik, Militär, Justiz und Palast. Für mich ist Israel - dank der Regierung und der Hardliner darin - der Zündfunke in Nah Ost und - sorry - eine Art Militärdiktatur, die Menschenrechte mit Füssen tritt!

    • dacapo
    • 03.06.2010 um 18:58 Uhr

    Soll man nachdenken?

    Es geht aber nicht darum, sondern es geht um ein Faktum, dass die schiffe dews Konvois AUSSERHALB der Israelischen Hoheitsgewässer sich befanden. Das ist Piraterie wie sie in anderer Form am Horn von Afrika leider üblich ist und / oder auch in indonesischen Gewässern.
    Dieser Akt gehört normalerweise vor den Seegerichtshof.

    Aber um Deine Frage ein wenig zu beantworten, was mit israelischen Blokadebrechern ausserhalb des Deutschen Hoheitsgebietes passiert wäre - ist eh fiktiv aber bitte:
    GAR NICHTS, da die Staatsgrenze nicht überschritten wurde!

    Ich vergleiche diese Aktion und insbesondere die Ausreden der Politiker daraufhin mit dem Land in dem ich lebe: Thailand. Es hat gewisse parallele Strukturen. Unterdrückung jeglicher Meinung gegen Politik, Militär, Justiz und Palast. Für mich ist Israel - dank der Regierung und der Hardliner darin - der Zündfunke in Nah Ost und - sorry - eine Art Militärdiktatur, die Menschenrechte mit Füssen tritt!

  4. Der Begriff "Freund" ist im Verhaeltnis von Staaten keine klar definierbare Groesse. Wichtiger sind in Krisenzeiten vielleicht Verbuendete. Und hier stellt sich die dringende Frage, wie sich die Verbuendeten Israels verhalten werden - verhalten sollen, wenn die Fuehrung des Landes den amokaehnlichen Lauf durch die juengste Vergangenheit und die schon sichtbaren kommenden Ereignisse beibehaelt! Wenn man schon zum herrschenden Unrecht gegenueber dem palestinensischem Volk keine klaren politischen Massnahmen findet, wie kann man diese erwarten, wenn sich die Frage des Selbstschutzes (siehe verbuendet) stellen wird?

  5. Nur weil die Türkei in einem Thema am Rande auftaucht, das sich u.a. mit Israelischer Außenpolitik befasst, ist das kein Grund gleich zu Anfang so am Thema vorbei zuschreiben, erst recht wenn das ganze in keinem Verhältnis zu Israel gesetz wird.
    Deshalb lepkeb, sollte man das nächste mal außer platten behauptungen (Wien, wirklich sehr kreativ!!), etwas mehr schreiben.

    Fakt ist, Israel isoliert sich durch sein völlig überzogenes handeln selbst. Es war nunmal nicht Erdogan der Schiffe entern ließ, noch dazu in Internationalen Gewässern, sondern die Israelische Regierung
    .
    Da Östereich damit nichts zu tun hatte und die Türkei meines Wissens nach keine Landstriche mit Truppen besetzt halten muß, würde ich mich wieder aus Thema konzentrieren und ausführung präzisieren.

    Antwort auf "Erdogan träumt von"
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    • lepkeb
    • 03.06.2010 um 17:53 Uhr

    “Es gibt keinen moderaten Islam Diese Bezeichnungen sind sehr hässlich, es ist anstößig und eine Beleidigung unserer Religion.” Erdogan Quelle D-Tv

    "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten." obwohl er sich hier bei Ziya Gökalp bedient hat.

    „Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ Köln 2008

    Hier noch ein Zitat eines von ihnen gewählten Volksvertretes
    „Das, was Sultan Süleyman mit der Belagerung Wiens 1683 begonnen hat, werden wir über die Einwohner, mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen, verwirklichen." Öger, Vural "Hürriyet"

    "Sehen Sie die Türkei nicht nur als ein Volk mit 71 Millionen Einwohnern“, sagte Gül (Staatspräsident). „Das Hinterland der Türkei ist sehr groß. Der Mittlere Osten, der Kaukasus, Mittelasien und Russland. Dort kann sich die Türkei sehr bequem ausbreiten"
    (http://www.weltexpress.info/cms/index.php?id=6&tx_ttnews[tt_news]=24294&tx_ttnews[backPid]=385&cHash=48e3bc35ad)

    Zum einen ist der Vergleich Israels an den Haaren herbeigezogen,zum anderen hat der Autor mit der Behauptung dass Russland keine Feinde habe seine politische Unkenntnis bzw. Naivität vergessen.Zum einen gibt es den Kaukasuskonflikt,den Islamismus,die japanisch-russischen Grenzstreitigkeiten und was letzter Tage wieder aktuell ist der Koreakonflikt.Man sollte bezüglich des Palästinakonflikts sagen,dass Israel bis jetzt jegliche konstruktive Mitarbeit verweigert hat.Das Benehmen Israels lässt sich gut mit der frühen(!)serbischen Aggression auf dem Balkan während des Jugoslawienkonfliktes vergleichen.Sie spottet jeglicher Menschenwürde!!!!!

    • lepkeb
    • 03.06.2010 um 17:53 Uhr

    “Es gibt keinen moderaten Islam Diese Bezeichnungen sind sehr hässlich, es ist anstößig und eine Beleidigung unserer Religion.” Erdogan Quelle D-Tv

    "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten." obwohl er sich hier bei Ziya Gökalp bedient hat.

    „Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ Köln 2008

    Hier noch ein Zitat eines von ihnen gewählten Volksvertretes
    „Das, was Sultan Süleyman mit der Belagerung Wiens 1683 begonnen hat, werden wir über die Einwohner, mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen, verwirklichen." Öger, Vural "Hürriyet"

    "Sehen Sie die Türkei nicht nur als ein Volk mit 71 Millionen Einwohnern“, sagte Gül (Staatspräsident). „Das Hinterland der Türkei ist sehr groß. Der Mittlere Osten, der Kaukasus, Mittelasien und Russland. Dort kann sich die Türkei sehr bequem ausbreiten"
    (http://www.weltexpress.info/cms/index.php?id=6&tx_ttnews[tt_news]=24294&tx_ttnews[backPid]=385&cHash=48e3bc35ad)

    Zum einen ist der Vergleich Israels an den Haaren herbeigezogen,zum anderen hat der Autor mit der Behauptung dass Russland keine Feinde habe seine politische Unkenntnis bzw. Naivität vergessen.Zum einen gibt es den Kaukasuskonflikt,den Islamismus,die japanisch-russischen Grenzstreitigkeiten und was letzter Tage wieder aktuell ist der Koreakonflikt.Man sollte bezüglich des Palästinakonflikts sagen,dass Israel bis jetzt jegliche konstruktive Mitarbeit verweigert hat.Das Benehmen Israels lässt sich gut mit der frühen(!)serbischen Aggression auf dem Balkan während des Jugoslawienkonfliktes vergleichen.Sie spottet jeglicher Menschenwürde!!!!!

  6. hier wird so heiss gegessen wie gekocht...

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    Moin,
    in der Selbstisolation, in die sich Israel gebracht hat, ist eine gute Chance, die Positionen zu überdenken. Wenn dies den Prozess der Normalisierung einleitet, dann hat es etwas gebracht. Nur dann hat die Region langfristig Aussicht, aus der Spirale der Gewalt zu kommen, die nicht erst in den letzten Jahren begann, es ist eine lange Geschichte der Gewalt.
    Zur Abkehr von der Gewalt gibt es jetzt die Gelegenheit, eine gute Gelegenheit. ZUr Abwechslung muss sich aber einmal Israel bewegen, beispielsweise mit einer schnellen Überführung der Ladung von den Schiffen, wie wäre es mit einem Konvoi von Militär-LKW, die schnell liefern. Aber es ist auch wieder nur ein Wunschtraum. Hardliner auf allen Seiten werden es nicht dulden, zerstört doch eine friedliche Koexistenz deren Weltbild, geprägt von Feindschaft und Hass; zerstört wird aber auch die eigene Machtposition, ob eine vermeintliche oder eine echte. Für einen Frieden braucht es immer alle Seiten, für Unfrieden und Gewalt reicht einer. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, auf welcher Seite dieser steht. Im Nahen Osten scheint dieser Eine gleichmäßig bei allen Beteiligten vorzukommen, ob bei Hamas, ob bei den Siedlern, ob beim Militär, bei der Autonomie-Behörde. Ein ungesundes Geflecht aus Eigeninteressen, das wahrhaftig einer friedlichen Lösung entgegen steht.
    Beste Grüße
    Grabert

    Moin,
    in der Selbstisolation, in die sich Israel gebracht hat, ist eine gute Chance, die Positionen zu überdenken. Wenn dies den Prozess der Normalisierung einleitet, dann hat es etwas gebracht. Nur dann hat die Region langfristig Aussicht, aus der Spirale der Gewalt zu kommen, die nicht erst in den letzten Jahren begann, es ist eine lange Geschichte der Gewalt.
    Zur Abkehr von der Gewalt gibt es jetzt die Gelegenheit, eine gute Gelegenheit. ZUr Abwechslung muss sich aber einmal Israel bewegen, beispielsweise mit einer schnellen Überführung der Ladung von den Schiffen, wie wäre es mit einem Konvoi von Militär-LKW, die schnell liefern. Aber es ist auch wieder nur ein Wunschtraum. Hardliner auf allen Seiten werden es nicht dulden, zerstört doch eine friedliche Koexistenz deren Weltbild, geprägt von Feindschaft und Hass; zerstört wird aber auch die eigene Machtposition, ob eine vermeintliche oder eine echte. Für einen Frieden braucht es immer alle Seiten, für Unfrieden und Gewalt reicht einer. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, auf welcher Seite dieser steht. Im Nahen Osten scheint dieser Eine gleichmäßig bei allen Beteiligten vorzukommen, ob bei Hamas, ob bei den Siedlern, ob beim Militär, bei der Autonomie-Behörde. Ein ungesundes Geflecht aus Eigeninteressen, das wahrhaftig einer friedlichen Lösung entgegen steht.
    Beste Grüße
    Grabert

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