Friedensdschirga in Kabul Karsai bereitet Taliban den Weg – und scheitert

Präsident Karsai will versöhnen – und muss erst mal fliehen. Kann die Friedens-Dschirga die zunehmende Gewalt in Afghanistan stoppen?

Selbst am frühen Morgen sind die schneebedeckten Berge um Kabul herum nur noch selten zu sehen. Die Luft ist braun und gelb, das Licht ermattet. Staub und Abgase haben die Fünf-Millionen-Stadt in dichten Dunst getaucht.

Die afghanische Hauptstadt wirkt in diesem Moment so friedlich – und während einiger weniger Wochen der Mohnernte im April und Mai war sie es auch. Keine Autobombe detonierte, kein Selbstmordattentäter sprengte sich und seine Opfer in die Luft. Doch die Ruhe blieb trügerisch.

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Die meisten Menschen in Kabul haben damit gerechnet, dass es jederzeit wieder einen schweren Anschlag irgendwo in der Stadt gibt. Ihre Angst war einmal mehr allzu berechtigt: Obwohl 12.000 zusätzliche Sicherheitskräfte in Kabul eingesetzt sind, sprengten sich zu Beginn der groß angekündigten Dschirga, einer Friedensversammlung, mehrere Selbstmordattentäter in der Nähe der Versammlung in die Luft. Karsai setzte seine Rede vor den 1600 Delegierten zunächst fort. Es kam jedoch noch zu einem Schusswechsel mit Taliban-Kämpfern. Der Präsident brachte sich daraufhin in einem gepanzerten Wagen in Sicherheit.

Und auch in den Tagen vor der Friedens-Versammlung hatten die Aufständischen ihre Stärke demonstriert. Ein Attentäter jagte seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen in der Nähe von Soldaten der Internationalen Schutztruppe (Isaf) in die Luft. 18 Menschen starben, darunter Schulkinder und Nato-Soldaten, etwa 50 Zivilisten wurden zudem verletzt. Es war der schwerste Anschlag in Kabul seit mehr als einem Jahr.

Und nur einen Tag später geriet die Isaf erneut ins Visier der Taliban. Aufständische griffen in der Morgendämmerung den größten Nato-Stützpunkt Bagram bei Kabul an. Mehr als sechs Stunden dauerte das Gefecht. Elf Taliban wurden nach Angaben der Isaf getötet, neun eigene Soldaten verletzt. Mit dem Anschlag und dem Angriff hatten sich die Aufständischen schon vor dem heutigen Attentat in der Region Kabul zurückgemeldet.

Noch ist unklar, wie die dreitägige Ratsversammlung der Ethnien und Clans weitergehen wird. Karsai wollte dort für seinen Versöhnungskurs werben, den er sich vor wenigen Tagen in Washington hatte absegnen lassen. Er will den Taliban und anderen aufständischen Gruppen "eine offene Hand entgegenstrecken" und ihnen einen "ehrenvollen und respektvollen Weg" anbieten, der Gewalt abzuschwören. Gemäßigte Aufständische, die sich von den Radikalen lossagen, sollen wieder in die Gesellschaft aufgenommen werden.

Doch die Aufständischen reagierten bislang nicht so, wie sich der Präsident es erhoffte. Hezb-i-Islami, eine islamistische Gruppe unter Führung des alten Mudschaheddin Gulbuddin Hekmatyar, sandte einen Forderungskatalog an die Regierung: Die ausländischen Truppen sollten bis Juli 2010 abziehen, alle politischen Gefangenen entlassen und das Parlament in Kabul aufgelöst werden. Diese Forderungen kann Karsai nicht erfüllen, dennoch versucht er, die Gotteskrieger um Hekmatyar in den Versöhnungsprozess einzubinden.

Isaf-Soldaten in Kabul nach einem Anschlag der Taliban

Isaf-Soldaten in Kabul nach einem Anschlag der Taliban

Ein Dialog mit den radikalen Taliban um Mullah Omar wird noch schwerer. Sie hassen den Westen – und die Regierung Karsai, die mit den Amerikanern so eng zusammenarbeitet. Die Isaf bildet im Eiltempo zehntausende afghanische Soldaten aus, damit diese gegen die Taliban kämpfen. Amerikanische Soldaten rücken längst gemeinsam mit afghanischen Kameraden aus.

Das hat bereits erste Erfolge gezeigt. Kabul gleicht zwar nach wie vor einem Hochsicherheitstrakt – staatliche Gebäude, Botschaften, die Anlagen von Isaf und UN sind mit Straßensperren, Sandcontainern, Betonmauern und Stacheldraht umgeben. Die Straßen in der Nähe dieser potenziellen Terrorziele sind mit Straßensperren gespickt. Doch wo vor ein, zwei Jahren noch internationale Truppen patrouillierten, sind es nun afghanische Polizei- und Militäreinheiten, die Kreuzungen überwachen und Personen sowie Fahrzeuge nach Waffen durchsuchen.

Was in Kabul teilweise funktioniert, gelingt längst nicht überall in Afghanistan. Die Zahl der Anschläge hat sich innerhalb von zwei Jahren fast verdoppelt. 2008 zündeten Aufständische im Schnitt sechs Sprengsätze pro Tag, dieses Jahr sind es laut UN bereits elf. Und ein Ende der Gewalt ist nicht in Sicht: Bis Juli könnte die Zahl der Anschläge um weitere 30 bis 50 Prozent steigen.

Inmitten der immer noch vom Bürgerkrieg schwer gezeichneten Stadt liegt das schwer bewachte Isaf-Hauptquartier. In einer Ecke des von meterhohen Mauern umgebenen Geländes grillt eine kleine Gruppe von Soldaten vor einem kleinen Biergarten. Die Stimmung ist gelöst. Nach mehr als acht Jahren zermürbendem Kampf geben sich die Soldaten zuversichtlich, dass die neue Strategie des Isaf-Kommandeurs Stanley McChrystal nun aufgeht. Seine Zauberformel heißt: clear, hold, build.

Wie das Konzept funktionieren soll, zeigt die Operation Moshtarak ("Gemeinsam"), die im Februar in dem südafghanischen Distrikt Marja inmitten des Schlafmohngürtels der Provinz Helmand begann.

Bereits nach fünf Tagen hissten afghanische Soldaten die Nationalflagge in dieser Hochburg von Taliban und Drogenhändlern. Isaf und afghanische Armee stellten Waffen, Sprengsätze und Tonnen von Opium sicher.

Allein in Marja wurden 120 Taliban-Kämpfer getötet – aber auch 35 Zivilisten. 37 weitere Unbeteiligte sollen verletzt und mehr als 50 Häuser zerstört worden sein. Dies war nur das Vorspiel zur großen Sommeroffensive der Nato in Kandahar.

Trügerische Ruhe: Straßenszene in der Hauptstadt

Trügerische Ruhe: Straßenszene in der Hauptstadt

Es darf bezweifelt werden, dass McChrystal so sein Ziel erreicht, die Herzen der Bevölkerung zu gewinnen. Ebenso, ob die Verdrängungsstrategie in den südlichen Provinzen das Taliban-Problem lösen wird. Denn die vertriebenen Gotteskrieger werden in anderen Provinzen wieder auftauchen – etwa im Mandatsgebiet der Bundeswehr im Norden bei Kundus.

Dem Säubern folgt Phase zwei: hold – das Halten von eroberten Gebieten. Doch dafür braucht die Isaf die afghanischen Sicherheitskräfte. Doch die afghanischen Militär- und Polizeieinheiten sind unerfahren und wurden sehr schnell ausgebildet. "Die afghanischen Sicherheitskräfte sind alles – nur nicht verlässlich", sagen Sicherheitsanalysten. Ob sie die eroberten Gebiete halten können, wenn die Amerikaner bereits 2011 mit dem Abzug beginnen, bezweifeln auch Vertreter der Vereinten Nationen.

Noch schwieriger dürfte Phase drei – build, der Aufbau – zu schaffen sein. Die Militärstrategen und die Aufbauhelfer aus dem Westen sind desillusioniert. "Wir haben uns getäuscht", sagt Renate Becker von der Deutschen Welthungerhilfe. "Wir dachten, man könne viel in kurzer Zeit erreichen."

Man habe die Ziele wohl zu hoch gesteckt, sagt Becker. Der Aufbau einer funktionierenden Infrastruktur, einer effektiven Verwaltung und ein bisschen Demokratie scheiterten nicht nur an der prekären Sicherheitslage, sondern auch, weil es an qualifiziertem Personal mangelt.

Die Liste der Problemfälle ist lang: In Kabul hat China ein modernes Krankenhaus errichtet. Vor den beiden siebenstöckigen Gebäuden parken drei neue Notarztwagen. Doch die Klinik steht leer, die Wagen still. Nach Angaben der Regierung fehlt das Personal, um das Krankenhaus zu betreiben.

Und wenn ein deutscher Ausbilder, der nicht genannt werden möchte, morgens vor seine Klasse tritt, hat er bereits Grund frustriert zu sein. Er bildet Ingenieure aus, die die Rohstoffvorkommen des Landes – Erdgas, Kohle, Kupfer und Salz – erschließen sollen. Doch die Geologen kommen nur unregelmäßig zum Unterricht, und wenn sie da sind, ist der Lernerfolg gering. "Im Teetrinken bekommen sie alle eine Eins", sagt der Dozent.

Den angehenden Ingenieuren mangelt es an elementarem Wissen und an der Fähigkeit, Gelerntes selbständig anzuwenden. Alte Strukturen erschweren den Fortschritt: Die Jüngeren ordnen sich den Alten unter. Das System verlangt nicht, dass Leute Verantwortung übernehmen. "Nach dem Blockunterricht kehren sie in ihre Büros zurück und setzen nichts um", sagt der Ausbilder. Sie wissen nicht, wie man brauchbare Karten erstellt. Sie wissen nicht, wie man Ergebnisse potenziellen Investoren verkauft.

Ausländischen Investoren sind in Afghanistan eine Seltenheit. "Die einzigen, die ins Land kommen, sind die Chinesen", sagt der Dozent. Peking habe 10 bis 20 Milliarden Dollar in den afghanischen Bergbau gesteckt. "Privatwirtschaftliche, ausländische Unternehmen investieren hier nicht", sagt er. Es fehle nicht nur an Rechtssicherheit, die Sicherheitslage insgesamt sei schlecht, die Zukunft des Landes ungewiss. Der Zugang zu den Bodenschätzen werde immer schwieriger, die Taliban machten selbst das Gebiet 40 Kilometer südöstlich von Kabul unsicher, wo es große Kupfervorkommen gibt. "Und wenn die internationalen Truppen abziehen, wer garantiert, dass die Taliban nicht auch sicher geglaubte Gebiete zurückerobern", fragt der Rohstoffexperte. Etliche Nichtregierungsorganisationen beginnen sich deswegen bereits auf die Zeit nach der Isaf und auf die Arbeit unter den Taliban einzustellen. Denn dass die Friedensdschirga etwas Konkretes einbringt, das bezweifeln die meisten Experten.

 


 

 
Leser-Kommentare
  1. Zitat: "Und wenn ein deutscher Ausbilder, der nicht genannt werden möchte, morgens vor seine Klasse tritt, hat er bereits Grund frustriert zu sein. Er bildet Ingenieure aus, die die Rohstoffvorkommen des Landes – Erdgas, Kohle, Kupfer und Salz – erschließen sollen. Doch die Geologen kommen nur unregelmäßig zum Unterricht, und wenn sie da sind, ist der Lernerfolg gering. "Im Teetrinken bekommen sie alle eine Eins", sagt der Dozent.

    Man kann ein Land nicht vom Mittelalter in die Moderne bringen, wenn das Bewusstsein der Bevölkerung nicht so weit ist und die Menschen vor Ort den Schritt nicht mitgehen. Solch ein Wandel braucht Zeit und kann nur schwerlich von außen erzwungen werden; vermutlich benötigt dies mehr Zeit, als die Europäer und Amerikaner willens und in der Lage sind, dieses Land besetzt zu halten.

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    • Kite
    • 02.06.2010 um 19:27 Uhr

    Leider wirkt ein negativer Wandel schneller als eine positive Änderung. Nach dem Stürzt der Taliban fehlte an einem ehrlichen Wille bei den Amerikanern, sich gewissenhaft um den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aufbau des Landes zu bemühen. Ziel war mit geringsten Mitteln - Unterstützung der Kriegsherren - die Taliban und Al-Qaida aus Taliban zu verjagen oder in den Griff zu bekommen. Daher es ist unfair die ganze Schuld an dem Misserfolg der afghanischen Bevölkerung zu geben.

    • Kite
    • 02.06.2010 um 19:27 Uhr

    Leider wirkt ein negativer Wandel schneller als eine positive Änderung. Nach dem Stürzt der Taliban fehlte an einem ehrlichen Wille bei den Amerikanern, sich gewissenhaft um den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aufbau des Landes zu bemühen. Ziel war mit geringsten Mitteln - Unterstützung der Kriegsherren - die Taliban und Al-Qaida aus Taliban zu verjagen oder in den Griff zu bekommen. Daher es ist unfair die ganze Schuld an dem Misserfolg der afghanischen Bevölkerung zu geben.

    • rondo
    • 02.06.2010 um 13:59 Uhr

    Solange die Medien u.a. (DIE ZEIT) diese Schwerverbrecher harmlos "Gotteskrieger" nennen, kann das ja alles nicht so schlimm sein.

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    • leon1
    • 02.06.2010 um 15:47 Uhr

    mochte ich gerne mal lesen.
    Seit wan sind Menschen die sich einer internationalen Besatzungsmacht erwehren Schwerverbrecher?
    Waren dann die fraenzoesischen Widerstandskaempfer im zweiten Weltkrieg nach ihrer Auffassung auch Schwerverbrecher?

    • leon1
    • 02.06.2010 um 15:47 Uhr

    mochte ich gerne mal lesen.
    Seit wan sind Menschen die sich einer internationalen Besatzungsmacht erwehren Schwerverbrecher?
    Waren dann die fraenzoesischen Widerstandskaempfer im zweiten Weltkrieg nach ihrer Auffassung auch Schwerverbrecher?

    • Jimmg
    • 02.06.2010 um 13:59 Uhr

    Ein Land, in dem der überwiegende Teil der männlichen Bevölkerung der Meinung ist, Frauen sind Menschen zweiter Klasse, die Frauen ihrerseits sich mit ihrer "Untergebenheit" abgefunden haben, ein Land in dem Korruption vom kleinsten Bauern bis zum höchsten Politiker absolut normal ist und Bestrafung für kleinste angebliche Verstöße verheerende Folgen für den Bestraften (i.d.R. Frauen)haben, ein Land dessen Bevölkerung es nicht fertig bring, diese feigen Verbrecher in ihren eigenen Reihen zum Teufel zu jagen und zu guter letzt: ein Land das über 8200 Tonnen Schlafmohn im Jahr anbaut aus dem z.g.T. Rauschgift hergestellt wird und damit auch in die westlichen Welt Leid und Armut exportiert - so ein Land sollte es nicht Wert sein über Jahre hinweg unterstützt zu werden.

    Da ändert sich nichts!

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    • Kite
    • 02.06.2010 um 20:41 Uhr

    Liegt tatsächlich nur an dem Land, das seit dreißig Jahren von den lokalen und großen Mächten missbraucht wird, dass jetzt eine Sackgasse entstanden ist? Sicherlich ist Afghanistan eine patriarchalische Gesellschaft und die Mehrheit der Menschen neigen zu dem strengen Umgang mit den Frauen. Aber ein großer Teil war nach dem 11 September bereit in ihrem Rahmen den Frauen gewisse Freiheiten zu geben. Es sind nicht nur Taliban, die die Frauen unterdrücken, sonst auch die Kriegsfürsten, denen die westlichen Politiker die Hände schütteln. Wie kann eine Bevölkerung solche Verbrecher zum Teufel jagen? Hat die deutsche Bevölkerung die bösen Geister von 1933 selber verjagt? Ein Offizier der Bundeswehr sagte bei Anne Will, dass er es nicht verstanden habe, warum man die Mohnfelder nicht zerstören will? Seien Sie bitte gerecht mit ihren einfachen Urteilen.

    • Kite
    • 02.06.2010 um 20:41 Uhr

    Liegt tatsächlich nur an dem Land, das seit dreißig Jahren von den lokalen und großen Mächten missbraucht wird, dass jetzt eine Sackgasse entstanden ist? Sicherlich ist Afghanistan eine patriarchalische Gesellschaft und die Mehrheit der Menschen neigen zu dem strengen Umgang mit den Frauen. Aber ein großer Teil war nach dem 11 September bereit in ihrem Rahmen den Frauen gewisse Freiheiten zu geben. Es sind nicht nur Taliban, die die Frauen unterdrücken, sonst auch die Kriegsfürsten, denen die westlichen Politiker die Hände schütteln. Wie kann eine Bevölkerung solche Verbrecher zum Teufel jagen? Hat die deutsche Bevölkerung die bösen Geister von 1933 selber verjagt? Ein Offizier der Bundeswehr sagte bei Anne Will, dass er es nicht verstanden habe, warum man die Mohnfelder nicht zerstören will? Seien Sie bitte gerecht mit ihren einfachen Urteilen.

  2. Guter Text!
    Der einzige Grund, weshalb die USA und ihre Verbündeten noch in Afghanistan sind, ist, dass sie keinen Ausweg finden.
    Es gibt keinen, jedenfalls keinen vernünftigen.
    Solange die USA und die NATO nicht anerkennen, dass sie den Krieg verloren haben (weil sie absolut keine Ahnung von der Welt haben), geht der Irrsinn weiter mit internationaler Beteiligung.

    • peto1
    • 02.06.2010 um 14:11 Uhr

    Wen ich auf der Index such leiste "ölpest" eingebe kommt
    Zu Ihrer Suche nach "ölpest" gab es leider keine Treffer.

  3. ... hat man über die Zustände in Afganistan erst seit gestern bescheid gewußt?

    Die Germanen haben über 1000 Jahre gebraucht bis aus einer Stammeskultur eine Demokratie wurde. Hat die NATO wirklich geglaubt das sie das in Afganistan in ein paar Jahren hinkriegt?

    Demokratie ist kein Allheilmittel und für die Stabilität in der Region auch garnicht notwendig.
    Kuwait wurde 1991 an eine Oligarchie zurückgegeben die bis heute Menschen steinigen lässt und Frauen jedes Menschenrecht nimmt.
    Stolz braucht die westliche Welt nicht darauf zu sein, aber zumindest war man damals realistisch - da war keine Rede von Demokratie und Freiheit.

    Man kann ein Volk nicht zum "westlichen Glück" zwingen, das muss es schon selber wollen.
    Aber mit Stammesdenken kann das nichts werden.

    Vielleicht sollten die Herrn Generäle und Politiker ein Geschichtsbuch aufschlagen und nachlesen wie man eine Gesellschaft verändert.
    Entweder mit brutaler Gewalt oder über Generationen.

    In Afganistan versucht man es mit etwas Gewalt und binnen 10 Jahre - beides ist zum Scheitern verurteilt.

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    • Kite
    • 02.06.2010 um 20:46 Uhr

    Sicherlich, kann man ein Volk nicht zum "westlichen Glück" zwingen. Aber, warum um Gottes Willen setzt man denen die Kriegsverbrecher als demokratischen Herrscher ein, in der Hoffnung, dass ein demokratisches System entsteht.

    • Kite
    • 02.06.2010 um 20:46 Uhr

    Sicherlich, kann man ein Volk nicht zum "westlichen Glück" zwingen. Aber, warum um Gottes Willen setzt man denen die Kriegsverbrecher als demokratischen Herrscher ein, in der Hoffnung, dass ein demokratisches System entsteht.

    • ddkddk
    • 02.06.2010 um 14:22 Uhr

    eher im Mittelmeer sichern als am Hindukusch.

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    bzw. darf man das denn, als Deutscher in dieser Deutlichkeit, so offen zum Ausdruck bringen? ;-)))

    bzw. darf man das denn, als Deutscher in dieser Deutlichkeit, so offen zum Ausdruck bringen? ;-)))

    • Afa81
    • 02.06.2010 um 15:01 Uhr

    Ich finde den ersten Beitrag mit der Mentalität schon gut getroffen. Jedoch muss man doch feststellen, dass die Frauen und Mädchen ihre neuen Rechte in Afghanistan gerne wahr nehmen. Die einzigen, die Probleme mit Menschenrechten in Afghanistan haben sind nicht die Zivilisten, nicht die Streitkräfte sondern die Taliban. Die lehnen es ja ab dritten (den Frauen und Mädchen) international anerkannte Menschenrechte zuzugestehen. Und dieser Punkt darf nicht verhandelbar sein!!!

    https://www.amnesty.de/20...
    Hierzu:

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