Säge klemmt Neuer Rückschlag im Kampf gegen die Ölpest

Im Kampf gegen das Öl im Golf von Mexiko gibt es ein neues Problem. Beim Versuch, das defekte Steigrohr am Leck abzusägen, blieb die Säge stecken.

Arbeitskräfte von BP reinigen die Marsch in der Nähe des Gebiets Pass a Loutre

Arbeitskräfte von BP reinigen die Marsch in der Nähe des Gebiets Pass a Loutre

Der Kampf gegen die Ölkatastrophe hat einen weiteren Rückschlag erlitten. Eine über ferngesteuerte Roboter betriebene Säge, die unter Wasser die leckende Steigleitung absägen sollte, sei in dem Rohr stecken geblieben, sagte US-Admiral Thad Allen. Als Konsequenz aus der Ölpest will US-Präsident Barack Obama das innenpolitisch umstrittene Gesetz zur Förderung alternativer Energien vorantreiben.

Trotz des technischen Problems soll der jüngste Versuch zur Eindämmung des Ölflusses fortgesetzt werden. Möglicherweise müsse eine zweite Säge zum Bohrloch in 1500 Metern Tiefe herabgelassen werden, sagte Allen. Ziel des neuen Einsatzes ist es, das Austreten des Öls zumindest einzudämmen. Ferngesteuerte Roboter sollen die Steigleitung absägen und eine Art Trichter anbringen. Das Öl soll dann abgepumpt werden.

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Die Behörden von Florida bereiteten sich derweil auf eine bevorstehende Ölverschmutzung der Küsten vor. Laut Behörden wurde etwa zehn Kilometer vor der Nordostküste des Bundesstaats Öl gesichtet, das wahrscheinlich aus dem Bohrloch stammt. Es sei damit zu rechnen, dass es binnen drei Tagen an Land gespült werde.

Die Strände im Nordosten Floridas sind als Urlaubsziel beliebt und haben eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für den Staat. Im Bundesstaat Louisiana hat das Öl bereits etwa 200 Kilometer Küste verschmutzt. Auch in den Bundesstaaten Mississippi und Alabama wurde bereits Öl an die Küste angespült.

"Wir werden nicht ruhen, solange nicht für Gerechtigkeit gesorgt wurde", sagte Justizminister Eric Holder in New Orleans. Straf- und zivilrechtliche Ermittlungen seien eingeleitet worden. Es sei im Interesse des britischen Ölkonzerns BP als Betreiber der explodierten Bohrinsel Deepwater Horizon , seine Anstrengungen zur Beseitigung der Schäden möglichst zu verdoppeln. BP hatte angekündigt, die "volle Verantwortung" zu übernehmen und allen rechtmäßigen Schadenersatzansprüchen nachzukommen.

Die Abhängigkeit der USA von fossilen Brennstoffen und die anhaltenden Risiken der Ölförderung ließen "nur einen Weg" für die künftige Energiepolitik der USA zu, nämlich eine Abgabe auf Verschmutzung durch Kohlendioxid (CO2), sagte Obama in Pittsburgh laut vorab verbreiteten Redeauszügen. Der Präsident räumte ein, dass ein entsprechender Gesetzentwurf derzeit noch nicht über die nötige Mehrheit im Senat verfüge. "Die nächste Generation darf nicht Geisel der Energiequellen des vergangenen Jahrhunderts sein." Die oppositionellen Republikaner, aber auch einige demokratische Senatoren, fürchten durch eine Emissionsabgabe zu hohe Belastungen für die Unternehmen.

 
Leser-Kommentare
    • Jur
    • 02.06.2010 um 21:13 Uhr

    Tut mir leid aber ich musste lachen. Wie kann mann ein Rohr Durchsägen während mit 150bar Druck Öl hindurch fliest? Das Öl drückt gegen das Sägeblatt, es verkantet und bleibt stecken, oder nicht?

    "Laut Behörden wurde etwa zehn Kilometer vor der Nordostküste des Bundesstaats Öl gesichtet, das wahrscheinlich aus dem Bohrloch stammt."

    Warum wahrscheinlich? verliert noch irgendjemand Öl in großen mengen?

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    "blieb die Säge stecken ... Tut mir leid aber ich musste lachen. Wie kann mann ein Rohr Durchsägen während mit 150bar Druck Öl hindurch fliest? Das Öl drückt gegen das Sägeblatt, es verkantet und bleibt stecken, oder nicht?"

    Wie hoch der Öldruck tatsächlich ist, war schon einmal hier errechnet worden - zu berücksichtigen ist jedenfalls, dass der Wasserdruck gegen den Öldruck des Bohrloches gerichtet ist, so dass im restlichen Förderrohr "nur" die Druckdifferenz noch vorhanden wäre. Dass Sägeblätter abbrechen, ist normal, insbesondere dann, wenn es sich um keine Routineaufgaben handelt. Vermutlich wird zu hektisch gearbeitet, d.h. wie sägt man Rohre, man dreht das Rohr und macht viele Schnitte gerade nur durch die Rohrwandung - bei starrem Rohr muss man z.B. aus acht Richtungen die Säge immer neu ansetzen.

    "blieb die Säge stecken ... Tut mir leid aber ich musste lachen. Wie kann mann ein Rohr Durchsägen während mit 150bar Druck Öl hindurch fliest? Das Öl drückt gegen das Sägeblatt, es verkantet und bleibt stecken, oder nicht?"

    Wie hoch der Öldruck tatsächlich ist, war schon einmal hier errechnet worden - zu berücksichtigen ist jedenfalls, dass der Wasserdruck gegen den Öldruck des Bohrloches gerichtet ist, so dass im restlichen Förderrohr "nur" die Druckdifferenz noch vorhanden wäre. Dass Sägeblätter abbrechen, ist normal, insbesondere dann, wenn es sich um keine Routineaufgaben handelt. Vermutlich wird zu hektisch gearbeitet, d.h. wie sägt man Rohre, man dreht das Rohr und macht viele Schnitte gerade nur durch die Rohrwandung - bei starrem Rohr muss man z.B. aus acht Richtungen die Säge immer neu ansetzen.

  1. ...bekommt das nicht jeder Schlosser im ersten Lehrjahr erklärt ?!
    Was sind das für "Masters" die da versuchen die Erde, die Umwelt zu schützen ?
    In wie vielen Filmen habe uns die "Amis" eigentlich vor dem "Deep Impact" bewahrt ?
    oh, oh - mir schwant Böses, die können das gar nicht und Bruce Willis ist in Wirklichkeit nur ein Hollywood Schauspieler^^

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    "oh, oh - mir schwant Böses, die können das gar nicht und Bruce Willis ist in Wirklichkeit nur ein Hollywood Schauspieler"

    Bitte verschonen Sie uns mit Ihren haltlosen Verschwörungstheorien. Antiamerikanische Hetze wird in diesem Forum nicht geduldet. Die Amerikaner haben uns 1945,,,
    Rein vorsorglich möchte ich Sie schon einmal des latenten Antisemitismus bezichtigen (einfach weil es so gut klingt): Bestimmt hat BP auch jüdische Mitarbeiter. *g*

    Ironische Grüße vom Lynchmops

    "oh, oh - mir schwant Böses, die können das gar nicht und Bruce Willis ist in Wirklichkeit nur ein Hollywood Schauspieler"

    Bitte verschonen Sie uns mit Ihren haltlosen Verschwörungstheorien. Antiamerikanische Hetze wird in diesem Forum nicht geduldet. Die Amerikaner haben uns 1945,,,
    Rein vorsorglich möchte ich Sie schon einmal des latenten Antisemitismus bezichtigen (einfach weil es so gut klingt): Bestimmt hat BP auch jüdische Mitarbeiter. *g*

    Ironische Grüße vom Lynchmops

  2. Vielleicht denkt man dann um.

  3. "Es sei im Interesse des britischen Ölkonzerns BP als Betreiber der explodierten Bohrinsel Deepwater Horizon, seine Anstrengungen zur Beseitigung der Schäden möglichst zu verdoppeln. "
    Was machen denn die Amerikaner während der ganze Zeit?

    • ADoria
    • 02.06.2010 um 22:23 Uhr

    Gibt's bei OBI oder Eisen-Karl.

  4. "blieb die Säge stecken ... Tut mir leid aber ich musste lachen. Wie kann mann ein Rohr Durchsägen während mit 150bar Druck Öl hindurch fliest? Das Öl drückt gegen das Sägeblatt, es verkantet und bleibt stecken, oder nicht?"

    Wie hoch der Öldruck tatsächlich ist, war schon einmal hier errechnet worden - zu berücksichtigen ist jedenfalls, dass der Wasserdruck gegen den Öldruck des Bohrloches gerichtet ist, so dass im restlichen Förderrohr "nur" die Druckdifferenz noch vorhanden wäre. Dass Sägeblätter abbrechen, ist normal, insbesondere dann, wenn es sich um keine Routineaufgaben handelt. Vermutlich wird zu hektisch gearbeitet, d.h. wie sägt man Rohre, man dreht das Rohr und macht viele Schnitte gerade nur durch die Rohrwandung - bei starrem Rohr muss man z.B. aus acht Richtungen die Säge immer neu ansetzen.

  5. Zugegeben, wie neuerdings auch an anderer Stelle diskutiert wird, ist die Umsiedlung der Juden eine sehr alte und sehr dumme Idee.
    Allerdings ergeben sich bei längerem Nachdenken doch ganz neue und hilfreiche Möglichkeiten.
    Gibt es doch bald im Süden der Vereinigten Staaten von Texas bis Florida genug Land, Wasser und Öl, das Ihnen niemand jemals mehr streitig machen wird.
    Einmal hier, umgeben von Freunden, wären Zeit und Ressourcen genug vorhanden, um endlich die Friedensdividende zu erarbeiten, auf die die zivilisierte Welt seit bald 3000 Jahren wartet.

  6. Technische Forschung unter realen Bedingungen,so könnte man es auch sehen.So ein Unfall aus Fahrlässigkeit in den kalten Regionen der Erde hat überhaupt keinen Aussicht auf Selbstheilung der Natur.In der Antarktis braucht eine Bananenschale hundert Jahre für eine Verrottung.
    Der Lebenssaft der Weltwirtschaft geht langsam zur Neige .So gesehen kommen China und Indien auf eine Feier auf der die Gläser halb leer getrunken sind um den Rest müssen sie sich mit den USA und der EU streiten.Wenn das mal gut geht.
    http://video.google.com/v...

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa
  • Kommentare 12
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  • Schlagworte Barack Obama | Thad Allen | BP | Ölpest | Roboter | Bohrinsel | USA | Mexiko | CO2 | Natur
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