Gaza-Hilfsflottille Radikalislamisten oder harmlose Helfer?

Tote, Verletzte, eine Weltkrise bis hin zum UN-Sicherheitsrat: Ein Besuch bei dem türkischen Verein, der das mächtige Israel herausgefordert hat.

Istanbul am 1. Juni: Thema Nummer eins ist die Attacke auf die Gaza-Hilfsflottille

Istanbul am 1. Juni: Thema Nummer eins ist die Attacke auf die Gaza-Hilfsflottille

Eine zugeparkte Nebenstraße in Fatih, dem Istanbuler Viertel der Gläubigen und Züchtigen. Hier ein Buchladen, da ein Nussverkäufer, viele Bäume vor alten Häusern, es riecht nach Frühlingsblüte und den Köftegrills aus der Seitenstraße. In dem gelben zweistöckigen Haus gegenüber wurde der Anlass dieser Weltkrise ersonnen. Die IHH, die Stiftung für Menschenrechte und Freiheit, liegt unweit der großen ehrwürdigen Fatih-Moschee. Gleich neben dem Eingang kann man die Spenden einreichen. Vorbei an einer Glasvitrine mit Auszeichnungen für Hilfsprojekte in Asien und Afrika. Zwei Frauen in weitem schwarzem Gewand sitzen vor dem Rechnungsführer und schieben 150 Lira (80 Euro) über den Tisch. Der nickt und dankt mit einem religiösen Spruch.

Wir befinden uns im Hauptquartier jenes türkischen Vereins, der das mächtige Israel herausgefordert hat. Hier wurde der Hilfskonvoi zusammengestellt, der im Frühjahr Gaza erreichte. In diesen Büros wurde die Hilfsflotille von einer Handvoll Schiffen geplant, die nun von der israelischen Kriegsmarine aufgebracht wurden.

Anzeige

Wahrscheinlich über zehn Tote, drei Dutzend Verletzte und eine Weltkrise bis hin zum UN-Sicherheitsrat sind das Ergebnis. Nicht nur Türken waren im Visier der Israelis. Auch Angehörige von über dreißig Nationen, Muslime, Christen, Atheisten. Darunter auch zwei Bundestagsabgeordnete von den Linken. Sie alle wollten die dreijährige israelische Blockade von Gaza durchbrechen und Hilfsgüter bringen. Doch wer ist die Stiftung für Menschenrechte und Freiheit IHH? Radikale Islamisten, wie Israel behauptet, oder harmlose Helfer, wie die Türken sagen?

Die IHH sieht kaum nach dem Sturm aus, den sie in der Welt ausgelöst hat. Die Eingangshalle ist voller Menschen. Angehörige fragen nach ihren Verwandten, Helfern auf den drei Schiffen, die IHH Richtung Gaza geschickt hat. Ein großer Fernseher ist aufgestellt, unaufhörlich flimmern Bilder vom Sturm der israelischen Marine auf dem Hauptschiff in einer Endlosschleife, dazu aufgeregte Kommentare von Journalisten, Politikern. Mutmaßungen, Beschuldigungen, Verdächtigungen. Keiner weiß Genaues von den aufgebrachten Schiffen. Israel hat eine Nachrichtenblockade verhängt.

Die IHH hat weder Mittel noch Erfahrung, Informationen wirksam zu verbreiten. Es gibt ein Pressebüro, aber das ist ausgerechnet heute nicht erreichbar. Im Hauptquartier Fatih reiht sich Büro an Büro, im Nebengebäude ist ein Waisenhaus eingerichtet. 130 Menschen arbeiten hier, die meisten Männer, dreißig Frauen. Viele sind "im Feld", wie die IHH-Leute sagen. Draußen in der Welt in Bosnien, Sudan, Somalia, Jemen, Pakistan, Irak, Niger. Sie bauen Hütten und Schulen in Konfliktgebieten, bohren Brunnen, betreiben mobile Kliniken, verteilen Wasser, Lebensmittel, Decken und Zelte in Flüchtlingslagern. Die humanitäre Organisation begann ihre Arbeit in Bosnien, sie bekam vor drei Jahren den "Ehrenpreis" des türkischen Parlaments. Mit einem gleichnamigen Hilfsverein von Türken in Deutschland will IHH Istanbul nichts zu tun haben. Sie sind vor Jahren getrennte Wege gegangen.

In Gaza arbeitet die Organisation seit dem Beginn der Blockade durch Israel im Jahr 2007. Dieses Jahr ist schon ein Hilfskonvoi über Ägypten nach Gaza gekommen. Nun also der gescheiterte Versuch übers Mittelmeer. Ein Himmelfahrtskommando? Man wollte auf die "riesige menschliche Tragödie" in Gaza aufmerksam machen, sagte der IHH-Vorsitzende Bülent Yildirim, bevor die Schiffe vom türkischen Mittelmeerhafen Mersin in See stachen.

Sind wir hier also bei von Hamas ferngesteuerten "Radikalislamisten"? Murat Uyar empfängt uns, ein Leiter der weltweiten Hilfsprogramme, kurzgeschorener Bart, kurzärmliges Hemd, sichtlich mitten aus der Arbeit gerissen. Gläubig ist man hier allemal, das zeigt schon der zusammengerollte Gebetsteppich auf dem Schreibtisch, die vielen vollbärtigen Männer, die Kopftuchfrauen. Und überhaupt: das hier ist Fatih, Istanbul. "Wir sind alle Muslime", sagt Uyar. Und von der Hamas gesteuert? "Absurd", sagt der 33-jährige Uyar. IHH arbeite seit Mitte der neunziger Jahre in insgesamt über hundert Ländern, die mit Hamas nichts zu tun hätten. Für Projekte in Gaza müsse man natürlich mit Hamas sprechen, "schließlich regieren die da". Vergangenes Jahr sei eine Hamas-Delegation hier in Fatih gewesen, die sei anschließend nach Ankara zu Gesprächen mit der Regierung weitergereist. Keine Konspiration. Alles durchsichtig, betont er.

Teilen IHH-Leute fundamentalistische Ansichten? Die Attacken von al-Qaida auf muslimische Regierungen, auf Amerika und Europa lehnt Murat Uyar ab. Er verachtet das Terrornetzwerk geradezu. "Das ist nicht unser Verständnis von Islam", sagt er. Und Hamas? "Die leisten Widerstand", sagt er. Wobei, selbstverständlich, Zivilisten geschützt werden müssten. Diese Sichtweise auf die Konflikte im Mittleren Osten wird von vielen Türken geteilt.

Israels Blockade gegen Gaza seit 2007 wühlt die Mehrheit der Bevölkerung auf. "Solidarität mit Palästina!" ist der Leitspruch von Konzerten und Fernsehsendungen, das Mantra von Politikern aus dem religiösen und säkularen Lager. Der konservative Premier Tayyip Erdoğan hat sich mit seiner scharfen Israelkritik nur rhetorisch an die Spitze der Bewegung gesetzt. Auch säkulare Politiker dreschen auf Israel ein. Unter einer linkssäkularen Regierung wäre das türkische Verhältnis zu Westjerusalem kaum besser.

Wer gibt das Geld für IHH-Aktionen? Das komme aus Spenden, sagt Uyar. Da sei einmal die Zakat, die Pflichtabgabe gläubiger Muslime, welche viele gern IHH gäben. "Vorgestern hat eine Frau ihren ganzen Schmuck zu uns gebracht", sagt Uyar stolz. Zu den Kleinspendern kommen einige große Geldgeber, reiche Gläubige, von denen es in der prosperierenden Türkei zunehmend mehr gibt. Namen will Uyar nicht nennen. Die Regierung helfe IHH beim Kauf von Ausrüstung und Medikamenten, indem sie Ausschreibungen organisiert.

Auf ihre Missionen bereite sich IHH sorgfältig vor, erklärt Murat Uyar. Der israelische Vorwurf, man habe Waffen gehabt, sei abwegig. "Bei uns kann nicht einer mal eben Waffen an Bord eines Schiffes schmuggeln", sagt er. Bevor die drei Schiffe nach Gaza losfuhren, habe der Istanbuler Zoll die Ladung komplett durchgeprüft. "Von oben bis unten, mit Spürhunden und Röntgengeräten", sagt Uyar. Dann sei die Ladung versiegelt worden, damit sie ohne Manipulation Gaza erreichen könne. Doch kann nicht auch das Begleitpersonal Waffen schmuggeln? Uyar schüttelt den Kopf. "Wir prüfen unsere Leute vor jeder Hilfsfahrt, sagen ihnen: dies ist eine friedliche Mission, keine Waffen, keine Vorbereitung auf Angriffe." IHH sei eine professionelle Hilfsorganisation.

Dafür aber war die Besatzung des IHH-Schiffes Mavi Marmara nicht gut für ein mögliches Entern des Schiffes trainiert. Dass Gewaltlosigkeit die beste Antwort auf das Erscheinen von Soldaten wäre, wussten jene Aktivisten nicht, die Eisenstangen in die Hand nahmen. Das zeigen die Videobilder. Für diesen fahrlässigen Umgang mit Menschenleben in einer hochgefährlichen Situation müsste die Vereinsführung zur Rechenschaft gezogen werden. Doch sie genießt Schonzeit und beweint mit dem ganzen Verein die Opfer.

Nimmt man die Bilder und die Eindrücke aus dem IHH-Hauptquartier in Fatih zusammen, ist hier beileibe kein radikalislamischer Verein als Subunternehmer von Hamas zu besichtigen. Es ist ein Hilfsverein und, ja, er wird von konservativen, gläubigen Muslimen getragen. Aber er ist offensichtlich unabhängig. IHH hat Kontakte zu Hamas – so wie türkische Behörden, wie die russische Regierung, wie europäische Abgeordnete auch. Die islamistische Hamas ist nach drei Jahren Blockade gegen Gaza nicht mehr so unberührbar, wie einige Regierungen und Journalisten es sich wünschen. Diese Aktion Israels jedenfalls hat Hamas wieder mal ein Stück salonfähiger gemacht.

 
Leser-Kommentare
  1. Seit wann haben harmlose Friedensaktivisten Messer und Waffen dabei?

    Bin ich eigentlich der Einzige, der merkt, wie Islamfreundlich und Israelfeindlich diese Zeitung ist?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... gegen Piraten verteidigen, die Ihre Schiff in internationalen Gewässern stürmen ?

    Ist klar es darf auf einem Schiff kein Besteck oder Küchenmesser geben geschweige den irgendwelche Stahlrohre bzw Werkzeug.

    Den das schiff ist eine art Leviathan, was das Essen mundgerecht ohne Köche produziert und vor allem wartet es sich selbst.

    Ihre Ausführungen sind so unterirdisch, dass es fast nicht mehr schlimmer geht. Als nächstes behaupten sie noch die Stühle und Rettungswesten haben nichts auf schiffen zu suchen.

    Einfach unglaublich....

    MfG

    diese Hilfsorganisation macht nicht den Eindruck von Friedlichkeit.
    Was Israel jetzt dort bewältigt ist die Vorwegnahme der Kämpfe, die wir in zwanzig Jahren in Europa auszufechten haben. Bei uns gehts schon jetzt los: der Bereich um den Herrmannplatz und der südlichen Sonnenallee heißt bei uns nicht ohne Grund Gazastreifen. Ich erlebe diese Klientel täglich und erfahre den Juden- und Israelhass der sogenannten Paliunterstützer sehr deutlich, immer und immer wieder.
    Israel hat unsere ganze und unumschränkte Solidarität verdient.
    Ich halte zu meinen Freunden, ohne wenn und aber.

    [Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion /ft]

    • lepkeb
    • 01.06.2010 um 17:46 Uhr

    Wenn sie sich die Innenpolitk in D-land und den dortige Umgang mit Friedensreligionen anschauen. Soviel Verständnis wird den eigenen Bürgern nicht entgegengebracht, da wundert die Berichterstattung doch nicht.
    Es sei in diesem Zusammenhang nur an die "friedliche Demonstration der Kurden" 1999 in und vor der israelischen Botschaft in Berlin erinnert.
    Naja Israel konnte nur verlieren, oder wie es Yossi Sarid sagt
    Seven idiots in the cabinet (http://www.haaretz.com/pr...). Solche klaren Worte zu Politikern würde man sich auch in D_land auch mal wünschen.

    Was für ein Blödsinn!Israelfeindlich?Israel hat das Schiff in internationalen Gewässern aufgebracht!Die Besatzung hatte ein Recht sich gegen diese Piraten zu wehren!Die Türken sind eben aus anderem Kaliber als wir Duckmäuser-Deutsche!Die kämpfen auch mit Fäusten oder Stühlen gegen Elitekommandos...Sie waren auch im Recht und sind Helden gegen unmenschliche Barbarei von seiten des Judenstaates...Das sage ich als Katholik!Wenn Deutschland etws gelernt haben sollte aus der Geschichte, dann das wir nie wieder Barbarei und Tyrannei akzeptieren dürfen.Somit ist es unsere Pflicht gegen eine faschistische israelische Regierung aufzustehen.Was heißt hier Islamfreundlich??Klingt ja so als sei der Islam an sich eine schlechte Weltanschaaung.Gehts noch?

    Nein, Sie sind nicht der einzige, der das merkt.
    Islamfreundlich wäre ja okay - aber Kaffeekränzchen mit Hamas als selbstverständlich darzustellen...
    Gaza wird einerseits als hoffnungslos abgeschnitten dargestellt, braucht unbedingt Hilfe per Schiff, trotz der durch Israel eingebrachten Hilfslieferungen. Aber Hamas-Delegationen reisen mal eben in die Türkei, mit Stippvisiten hier und da...
    Hilfsprojekte in Sudan - wurde der Präsident des Sudan nicht von Ministerpräsident Erdogan freundschaftlich begrüßt? Haben Konflikte und Massaker unter Moslems die Weltöffentlichkeit nicht zu interessieren? Weil es ja Vereine wie den IHH gibt?
    Wieso hat es nur auf einem Schiff Tote und Verletzte gegeben? Und nicht auf den vorher und hinterher aufgebrachten? Wo doch israelische Soldaten nur blutrünstige Stümper sein sollen?

    Sind Sie des Lesens mächtig? Waffen waren KEINE dabei.
    Welcher Art die Messer waren, ist noch völlig unklar, da wollen wir den Ermittlungen mal nicht vorgreifen, okay?

    Ob Sie "der Einzige" sind, der hier was merkt? Sie sind ja auch schon seit gestern (erster Kommentar...) dabei: ein richtiger Blitzmerker sind Sie! Gibt es einen Grund, warum Sie die "Zeit" erst seit gestern mit Diesen Ihren - so sie denn wahr wären - zweifelsohne sehr wichtigen Gedanken beehren?

    • Zack34
    • 03.06.2010 um 13:11 Uhr

    ... haben Sie verm. persönlich beobachtet, oder?

    In diesen Tagen wird emotionsgeladen anhand DER dürftigen Daten viel zu verallegemeinert über die Aktion beurteilt. Es ist nahezu unmöglich einen Kommentar zu finden, in dem gesunde Distanz zu verfügbaren "Informationen" gepflegt wird.

    Fakt ist jedoch:
    - die Militärs haben es gar nicht nötig gehabt derart massenhaft von Feuerwaffen Gebrauch zu machen, da sie haushoch überlegen sind, in jeder Hinsicht,
    - die Militärs haben alle Aufnahmen, die von Aktivisten an board gedreht wurden beschlagnahmt und nur ihre eigenen präsentiert.

    Was für Waffen und Messer? Israel versucht ja mit allen Mitteln sein Fehleinsatzt zu verschleiern (kicher),indem er die Teppichmesser an Board als Waffen deklariert, dies ist doch eine Zumutung. Waffen gab es nicht an Board, die Schiffe durchgingen vor Abfahrt aus der Türkei wie oben genannt durch Zölle. Nach der Ankunft der Aktivisten in Istanbul hat der IHH Vorsitzende Bülent Yildirim unterstrichen, dass sie sich wie gewöhnlich aus reiner "Notwehr" mit einpaar Stöcken und Stühlen verteidigt haben und zwar dies muss man noch dicker unterstreichen gegen "Elitesoldaten".

    ... gegen Piraten verteidigen, die Ihre Schiff in internationalen Gewässern stürmen ?

    Ist klar es darf auf einem Schiff kein Besteck oder Küchenmesser geben geschweige den irgendwelche Stahlrohre bzw Werkzeug.

    Den das schiff ist eine art Leviathan, was das Essen mundgerecht ohne Köche produziert und vor allem wartet es sich selbst.

    Ihre Ausführungen sind so unterirdisch, dass es fast nicht mehr schlimmer geht. Als nächstes behaupten sie noch die Stühle und Rettungswesten haben nichts auf schiffen zu suchen.

    Einfach unglaublich....

    MfG

    diese Hilfsorganisation macht nicht den Eindruck von Friedlichkeit.
    Was Israel jetzt dort bewältigt ist die Vorwegnahme der Kämpfe, die wir in zwanzig Jahren in Europa auszufechten haben. Bei uns gehts schon jetzt los: der Bereich um den Herrmannplatz und der südlichen Sonnenallee heißt bei uns nicht ohne Grund Gazastreifen. Ich erlebe diese Klientel täglich und erfahre den Juden- und Israelhass der sogenannten Paliunterstützer sehr deutlich, immer und immer wieder.
    Israel hat unsere ganze und unumschränkte Solidarität verdient.
    Ich halte zu meinen Freunden, ohne wenn und aber.

    [Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion /ft]

    • lepkeb
    • 01.06.2010 um 17:46 Uhr

    Wenn sie sich die Innenpolitk in D-land und den dortige Umgang mit Friedensreligionen anschauen. Soviel Verständnis wird den eigenen Bürgern nicht entgegengebracht, da wundert die Berichterstattung doch nicht.
    Es sei in diesem Zusammenhang nur an die "friedliche Demonstration der Kurden" 1999 in und vor der israelischen Botschaft in Berlin erinnert.
    Naja Israel konnte nur verlieren, oder wie es Yossi Sarid sagt
    Seven idiots in the cabinet (http://www.haaretz.com/pr...). Solche klaren Worte zu Politikern würde man sich auch in D_land auch mal wünschen.

    Was für ein Blödsinn!Israelfeindlich?Israel hat das Schiff in internationalen Gewässern aufgebracht!Die Besatzung hatte ein Recht sich gegen diese Piraten zu wehren!Die Türken sind eben aus anderem Kaliber als wir Duckmäuser-Deutsche!Die kämpfen auch mit Fäusten oder Stühlen gegen Elitekommandos...Sie waren auch im Recht und sind Helden gegen unmenschliche Barbarei von seiten des Judenstaates...Das sage ich als Katholik!Wenn Deutschland etws gelernt haben sollte aus der Geschichte, dann das wir nie wieder Barbarei und Tyrannei akzeptieren dürfen.Somit ist es unsere Pflicht gegen eine faschistische israelische Regierung aufzustehen.Was heißt hier Islamfreundlich??Klingt ja so als sei der Islam an sich eine schlechte Weltanschaaung.Gehts noch?

    Nein, Sie sind nicht der einzige, der das merkt.
    Islamfreundlich wäre ja okay - aber Kaffeekränzchen mit Hamas als selbstverständlich darzustellen...
    Gaza wird einerseits als hoffnungslos abgeschnitten dargestellt, braucht unbedingt Hilfe per Schiff, trotz der durch Israel eingebrachten Hilfslieferungen. Aber Hamas-Delegationen reisen mal eben in die Türkei, mit Stippvisiten hier und da...
    Hilfsprojekte in Sudan - wurde der Präsident des Sudan nicht von Ministerpräsident Erdogan freundschaftlich begrüßt? Haben Konflikte und Massaker unter Moslems die Weltöffentlichkeit nicht zu interessieren? Weil es ja Vereine wie den IHH gibt?
    Wieso hat es nur auf einem Schiff Tote und Verletzte gegeben? Und nicht auf den vorher und hinterher aufgebrachten? Wo doch israelische Soldaten nur blutrünstige Stümper sein sollen?

    Sind Sie des Lesens mächtig? Waffen waren KEINE dabei.
    Welcher Art die Messer waren, ist noch völlig unklar, da wollen wir den Ermittlungen mal nicht vorgreifen, okay?

    Ob Sie "der Einzige" sind, der hier was merkt? Sie sind ja auch schon seit gestern (erster Kommentar...) dabei: ein richtiger Blitzmerker sind Sie! Gibt es einen Grund, warum Sie die "Zeit" erst seit gestern mit Diesen Ihren - so sie denn wahr wären - zweifelsohne sehr wichtigen Gedanken beehren?

    • Zack34
    • 03.06.2010 um 13:11 Uhr

    ... haben Sie verm. persönlich beobachtet, oder?

    In diesen Tagen wird emotionsgeladen anhand DER dürftigen Daten viel zu verallegemeinert über die Aktion beurteilt. Es ist nahezu unmöglich einen Kommentar zu finden, in dem gesunde Distanz zu verfügbaren "Informationen" gepflegt wird.

    Fakt ist jedoch:
    - die Militärs haben es gar nicht nötig gehabt derart massenhaft von Feuerwaffen Gebrauch zu machen, da sie haushoch überlegen sind, in jeder Hinsicht,
    - die Militärs haben alle Aufnahmen, die von Aktivisten an board gedreht wurden beschlagnahmt und nur ihre eigenen präsentiert.

    Was für Waffen und Messer? Israel versucht ja mit allen Mitteln sein Fehleinsatzt zu verschleiern (kicher),indem er die Teppichmesser an Board als Waffen deklariert, dies ist doch eine Zumutung. Waffen gab es nicht an Board, die Schiffe durchgingen vor Abfahrt aus der Türkei wie oben genannt durch Zölle. Nach der Ankunft der Aktivisten in Istanbul hat der IHH Vorsitzende Bülent Yildirim unterstrichen, dass sie sich wie gewöhnlich aus reiner "Notwehr" mit einpaar Stöcken und Stühlen verteidigt haben und zwar dies muss man noch dicker unterstreichen gegen "Elitesoldaten".

  2. Nur mal als Information vorweg, bevor manchen Kommentare missverstanden werden.

    Haaretz : http://tinyurl.com/2f3l5gq
    Firefox-Apps : http://giyus.org/
    Spiegelfechter: http://tinyurl.com/9qu2dw
    Inquirer: http://tinyurl.com/l3mwh2

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • joflo
    • 01.06.2010 um 15:24 Uhr

    Noch schlimmer - der Mossad hat gestern Horst Koehler zum Ruecktritt gezwungen, damit die deutschen Medien nicht mehr ueber den Zwischenfall im Mittelmeer berichten. Langsam wird mir alles klar.

    Bitte verzichten Sie auf Polemik. Vielen Dank, die Redaktion /ft

    Übertreiben sie mal nicht.

    Was da oben steht ist nur Rechtens. Muss man ja mal drauf aufmerksam machen.

    Haben sie sich mal die Firefox App. angeschaut?

    O-Ton des Plugins:

    "Today's conflicts are won by public opinion.
    Now is the time to be active and voice Israel's side to the world."

    Außerdem schrieb ich "koordiniert" nicht kontrolliert.
    Ein meilenweiter Unterschied.
    Aber sie wollten es ja wie eine Verschwörungstheorie darstellen. You Failed :)

    • joflo
    • 01.06.2010 um 15:24 Uhr

    Noch schlimmer - der Mossad hat gestern Horst Koehler zum Ruecktritt gezwungen, damit die deutschen Medien nicht mehr ueber den Zwischenfall im Mittelmeer berichten. Langsam wird mir alles klar.

    Bitte verzichten Sie auf Polemik. Vielen Dank, die Redaktion /ft

    Übertreiben sie mal nicht.

    Was da oben steht ist nur Rechtens. Muss man ja mal drauf aufmerksam machen.

    Haben sie sich mal die Firefox App. angeschaut?

    O-Ton des Plugins:

    "Today's conflicts are won by public opinion.
    Now is the time to be active and voice Israel's side to the world."

    Außerdem schrieb ich "koordiniert" nicht kontrolliert.
    Ein meilenweiter Unterschied.
    Aber sie wollten es ja wie eine Verschwörungstheorie darstellen. You Failed :)

  3. Auf den Schiffen waren ja gar keine Nobelpreisträger, Holocaust-Überlebende, Politiker und Menschenrechtsorganisationen - Sondern nur Terroristen !

    Da wird einem richtig schlecht, wenn man das so liest.

    Ein Staat bricht internationales Recht, seine angeblichen Elite-Truppen entern 70 Seemeilen vor der israelischen Küste tölpelhaft ein Schiff voller Zivilisten die sich mit Knüppeln und Tritten wehren. Die Elite-Soldaten lassen sich Ihre Waffen klauen und bekommen auch noch Angst gelyncht zu werden, drehen dann durch und mähen alles nieder, was Ihnen in die Quere kommt.

    Entweder unternimmt die internationale Staatengeminschaft nun etwas gegen Israel - Oder die Türkei tut es im Alleingang.

    Israel muss alle Geiseln frei lassen. Ferner muss Israel alle beteiligten Soldaten und deren Vorgesetzte entweder an den internationalen Gerichtshof ausliefern oder an die Türkei, damit Ihnen der Prozess wegen Piraterie, Mord, versuchter Mord, Entführung und Geiselnahme gemacht werden kann.

    Am Besten gleich noch die halbe israelische Regierung mit inhaftieren.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • dacapo
    • 02.06.2010 um 8:13 Uhr

    Das halte ich für das Beste, da die Türkei ja sowieso die Speerspitze im Einsatz für Menschenrechte ist.

    • dacapo
    • 02.06.2010 um 8:13 Uhr

    Das halte ich für das Beste, da die Türkei ja sowieso die Speerspitze im Einsatz für Menschenrechte ist.

  4. ... gegen Piraten verteidigen, die Ihre Schiff in internationalen Gewässern stürmen ?

    Antwort auf "harmlose Helfer?"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... ich weiß es nicht und dummerweise ist gerade auch noch meine Kristallkugel kaputt gegangen.

    Aber ich finde es erstaunlich, wie man mit Eisenstangen gegen Soldaten vorgehen kann. Ich will den "Friedens"aktivisten gar nicht ihr Recht dazu absprechen, aber ICH würde keinen schwerbewaffneten Soldaten, der ein Sturmgewehr in der Hand hat mit einem Knüppel angreifen wollen. Da muss man schon eher eine suizidale Ader haben. ;-)

    ... wenn Ihnen Unrecht geschieht, als sich gegen dieses Unrecht zu wehren ?

    Nur weil angebliche "Elite-"Truppen mein Schiff stürmen heißt das noch lange nicht, das ich mich in eine Ecke verkrieche und keinen Widerstand gegen die Besatzer (und späteren Mörder) leiste.

    Nur weil jemand mit der vorgehaltenen Waffe gegen mich vorgeht, muss ich noch lange nicht Kuschen und meine international garantierten Freiheitsrechte über Bord schmeißen.

    Insofern meinen größten Respekt und Hochachtung gegenüber den ermodeten Menschen auf dem Schiff. Mögen Ihre Mörder bald zur Rechenschaft gezogen werden...

    • joG
    • 03.06.2010 um 7:25 Uhr

    ....was der versuchte Durchbruch einer Seeblockade ist, würde ich mich nicht mit einem Kriegsverbrechen belasten wollen, wie die Guten Menschen das dort haben. Menschliche Schutzschilder zu verwenden ist nämlich ein Kriegsverbrechen.

    Und Sie wollen das wirklich befürworten? Welches Ziel dahinter rechtfertigt Ihrer Meinung nach ein Kriegsverbrechen? Medial wirksame Bilder? Sie billigen es das Leben dieser Zivilisten einzusetzen lohnt für die eine hilfreich bebilderte Geschichte um Ihre politischen Ziele zu erreichen?

    ... ich weiß es nicht und dummerweise ist gerade auch noch meine Kristallkugel kaputt gegangen.

    Aber ich finde es erstaunlich, wie man mit Eisenstangen gegen Soldaten vorgehen kann. Ich will den "Friedens"aktivisten gar nicht ihr Recht dazu absprechen, aber ICH würde keinen schwerbewaffneten Soldaten, der ein Sturmgewehr in der Hand hat mit einem Knüppel angreifen wollen. Da muss man schon eher eine suizidale Ader haben. ;-)

    ... wenn Ihnen Unrecht geschieht, als sich gegen dieses Unrecht zu wehren ?

    Nur weil angebliche "Elite-"Truppen mein Schiff stürmen heißt das noch lange nicht, das ich mich in eine Ecke verkrieche und keinen Widerstand gegen die Besatzer (und späteren Mörder) leiste.

    Nur weil jemand mit der vorgehaltenen Waffe gegen mich vorgeht, muss ich noch lange nicht Kuschen und meine international garantierten Freiheitsrechte über Bord schmeißen.

    Insofern meinen größten Respekt und Hochachtung gegenüber den ermodeten Menschen auf dem Schiff. Mögen Ihre Mörder bald zur Rechenschaft gezogen werden...

    • joG
    • 03.06.2010 um 7:25 Uhr

    ....was der versuchte Durchbruch einer Seeblockade ist, würde ich mich nicht mit einem Kriegsverbrechen belasten wollen, wie die Guten Menschen das dort haben. Menschliche Schutzschilder zu verwenden ist nämlich ein Kriegsverbrechen.

    Und Sie wollen das wirklich befürworten? Welches Ziel dahinter rechtfertigt Ihrer Meinung nach ein Kriegsverbrechen? Medial wirksame Bilder? Sie billigen es das Leben dieser Zivilisten einzusetzen lohnt für die eine hilfreich bebilderte Geschichte um Ihre politischen Ziele zu erreichen?

  5. Ist klar es darf auf einem Schiff kein Besteck oder Küchenmesser geben geschweige den irgendwelche Stahlrohre bzw Werkzeug.

    Den das schiff ist eine art Leviathan, was das Essen mundgerecht ohne Köche produziert und vor allem wartet es sich selbst.

    Ihre Ausführungen sind so unterirdisch, dass es fast nicht mehr schlimmer geht. Als nächstes behaupten sie noch die Stühle und Rettungswesten haben nichts auf schiffen zu suchen.

    Einfach unglaublich....

    MfG

    Antwort auf "harmlose Helfer?"
  6. Jegliche Behauptung von Seiten Israels, die Aktivisten hätten Äxte und Messer gehabt, sogar als erste geschossen, ist erstunken und erlogen.

    Es ist Israel, das die Aufklärung der Ereignisse unterdrückt und hier glauben machen will, die Soldaten, welche in einer Piratenaktion das Schiff angegriffen haben, hätten sich nur verteidigt.

    Sämtliche Videos von den Schüssen, die die israelischen Soldaten abfeuerten, werden von Israel zensiert. Die Geiseln können sich nicht an die Öffentlichkeit wenden, um ihre Sicht der Ereignisse zu schildern.

    Israel ist dabei, sich seine eigene Version der Ereignisse zu stricken.

    Das die Aktivisten sich bei der Kaperung zur Wehr setzten, ist durch Notwehr gedeckt. Der Agressor ist Israel, welches internationales Recht gebrochen hat.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ..."erstunken und erlogen" ist - was schwingen die "Aktivisten" denn da und womit prügeln Sie auf die Soldaten ein - das bestätigt ja sogar der ZEIT-Artikel?

    "Das die Aktivisten sich bei der Kaperung zur Wehr setzten, ist durch Notwehr gedeckt. Der Agressor ist Israel, welches internationales Recht gebrochen hat."

    Diese Ihre Ansicht ist nicht durch die internationalen Rechtsnormen gedeckt. a) Israel hatte sehr wohl gem. Prisenrecht das Recht zum Entern, um einen Durchbruch der Blockade zu verhindern (ist zwar umstritten, aber da die Blockade Gazas bisher nicht durch eine UN-Resolution für rechtswidrig erklärt wurde, wäre die Aktion Israels damit ebenfalls nicth rechtswidrig) auch in intern. Hoheitsgewässern und b) haben Besatzung und Passagiere KEIN Recht auf Widerstand - im Falle der Enterung steht dieses Recht NUR Schiffen des Feindes zu!

    • joG
    • 03.06.2010 um 7:28 Uhr

    .....um ein Kriegsverbrechen zu begehen. Das haben die versuchten Blockadebrecher bereits getan, als sie mit Zivilisten einen Akt des Krieges unternahmen und versuchten die Blockade zu brechen. Es ist nämlich im Kriegsgeschehen ein Kriegsverbrechen, wenn man menschliche Schutzschilder wie hier verwendet.

    ..."erstunken und erlogen" ist - was schwingen die "Aktivisten" denn da und womit prügeln Sie auf die Soldaten ein - das bestätigt ja sogar der ZEIT-Artikel?

    "Das die Aktivisten sich bei der Kaperung zur Wehr setzten, ist durch Notwehr gedeckt. Der Agressor ist Israel, welches internationales Recht gebrochen hat."

    Diese Ihre Ansicht ist nicht durch die internationalen Rechtsnormen gedeckt. a) Israel hatte sehr wohl gem. Prisenrecht das Recht zum Entern, um einen Durchbruch der Blockade zu verhindern (ist zwar umstritten, aber da die Blockade Gazas bisher nicht durch eine UN-Resolution für rechtswidrig erklärt wurde, wäre die Aktion Israels damit ebenfalls nicth rechtswidrig) auch in intern. Hoheitsgewässern und b) haben Besatzung und Passagiere KEIN Recht auf Widerstand - im Falle der Enterung steht dieses Recht NUR Schiffen des Feindes zu!

    • joG
    • 03.06.2010 um 7:28 Uhr

    .....um ein Kriegsverbrechen zu begehen. Das haben die versuchten Blockadebrecher bereits getan, als sie mit Zivilisten einen Akt des Krieges unternahmen und versuchten die Blockade zu brechen. Es ist nämlich im Kriegsgeschehen ein Kriegsverbrechen, wenn man menschliche Schutzschilder wie hier verwendet.

  7. ...das ist doch bizarr: von einem Besuch und einen Gespräch mit einem freundlichen Vereinsheini, der - o Wunder - jeglichen Terror ablehnt, aber natürlich den angeblichen "Widerstand" der Palästinenser gutheißt - wird mal ganz schnell auf die Harmlosigkeit dieses seltsamen Vereins namens IHH geschlossen. Wow, das ist wirklich tief- und hintergründiger investigativer "Qualitätsjournalismus" a la ZEIT.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Tja dann sagen sie mir mal was sie hätten ändern sollen!!
    Hätte die Reporter von der Zeit etwa nicht mit dem Verein sprechen sollen um ihre Meinung zu erfahren ?? Hätten sie nur Israelische Regierungspropaganda verbreiten sollen wie etwa die weltonline??
    Dazu dann am besten noch alle Kommentarfunktionen schließen!
    Ich denke dann wären ihnen wohl gerade recht....
    Als journalist gehört es zum Handwerkszeug beide Seiten zu beleuchten und dann sollten sich die Leser und Redakteure oder journalisten eine eigene Meinung dazu bilden. Falls die nicht mit ihren Meinung übereinstimmt haben sie das zu ertragen oder sie zu entrkräften ohne stumpsinnige Pöbeleien...
    Unglaublich was sie hier von sich geben!

    MfG

    • dacapo
    • 02.06.2010 um 8:39 Uhr

    ......wenn Muslime sich für ein muslimisches Bruderland einsetzt. Nur sollte das aber auch herausgestellt werden. Denn, wenn von Menschenrechten allgemein gesprochen wird, dann sollte von den allen Teilnehmern, die an dieser Aktion teilgenommen haben, auch erwartet werden, dass sie sich für Menschenrechte in solch einer öffentlichen Form z.B. auch für die Unterdrückungen in Dafur einsetzen. Die Palestinänser haben dank der großen muslimischen Gemeinschaft eine große Lobby. Aber andere Schwerpunkte der Menschenrechtsverletzungen brauchen internationale Unterstützung. Aber nein, sie lassen sich alle von der Hamas eingasseln.
    Die Wiederaufbauprojekte im Gazastreifen gehen dem Ende zu, die Bauunternehmer brauchen neue Aufträge. Also wird gestichelt. Es geht nicht um die Hilfe der Palestinänser, es geht um Eskalierung. Aber die vergurkste israelische Führung fällt darauf rein, und die naiven Aktivisten, die ihre Teilnahme mit dem Kämpfen für Menschenrechte beschreiben, fallen erst recht darauf rein. Hamas reibt sich die Hände, sie haben das erreicht, was sie eingeplant hatten. Sie können die Reaktionen der israelischen Führung gut "lesen". Dafür kann man, wenn man will, vor ihnen den Hut ziehen. Aber den Aktivisten, die nicht muslimisch sind, muss man energisch Naivität vorwerfen. Denn Unwissenheit schützt nicht. Was ich heute nicht weiß, sollte ich morgen unbedingt wissen.
    Ich bin gespannt, wann diese Menschenrechtler mal an einem anderen Brennpunkt zu sehen sind.

    Tja dann sagen sie mir mal was sie hätten ändern sollen!!
    Hätte die Reporter von der Zeit etwa nicht mit dem Verein sprechen sollen um ihre Meinung zu erfahren ?? Hätten sie nur Israelische Regierungspropaganda verbreiten sollen wie etwa die weltonline??
    Dazu dann am besten noch alle Kommentarfunktionen schließen!
    Ich denke dann wären ihnen wohl gerade recht....
    Als journalist gehört es zum Handwerkszeug beide Seiten zu beleuchten und dann sollten sich die Leser und Redakteure oder journalisten eine eigene Meinung dazu bilden. Falls die nicht mit ihren Meinung übereinstimmt haben sie das zu ertragen oder sie zu entrkräften ohne stumpsinnige Pöbeleien...
    Unglaublich was sie hier von sich geben!

    MfG

    • dacapo
    • 02.06.2010 um 8:39 Uhr

    ......wenn Muslime sich für ein muslimisches Bruderland einsetzt. Nur sollte das aber auch herausgestellt werden. Denn, wenn von Menschenrechten allgemein gesprochen wird, dann sollte von den allen Teilnehmern, die an dieser Aktion teilgenommen haben, auch erwartet werden, dass sie sich für Menschenrechte in solch einer öffentlichen Form z.B. auch für die Unterdrückungen in Dafur einsetzen. Die Palestinänser haben dank der großen muslimischen Gemeinschaft eine große Lobby. Aber andere Schwerpunkte der Menschenrechtsverletzungen brauchen internationale Unterstützung. Aber nein, sie lassen sich alle von der Hamas eingasseln.
    Die Wiederaufbauprojekte im Gazastreifen gehen dem Ende zu, die Bauunternehmer brauchen neue Aufträge. Also wird gestichelt. Es geht nicht um die Hilfe der Palestinänser, es geht um Eskalierung. Aber die vergurkste israelische Führung fällt darauf rein, und die naiven Aktivisten, die ihre Teilnahme mit dem Kämpfen für Menschenrechte beschreiben, fallen erst recht darauf rein. Hamas reibt sich die Hände, sie haben das erreicht, was sie eingeplant hatten. Sie können die Reaktionen der israelischen Führung gut "lesen". Dafür kann man, wenn man will, vor ihnen den Hut ziehen. Aber den Aktivisten, die nicht muslimisch sind, muss man energisch Naivität vorwerfen. Denn Unwissenheit schützt nicht. Was ich heute nicht weiß, sollte ich morgen unbedingt wissen.
    Ich bin gespannt, wann diese Menschenrechtler mal an einem anderen Brennpunkt zu sehen sind.

  8. ..."erstunken und erlogen" ist - was schwingen die "Aktivisten" denn da und womit prügeln Sie auf die Soldaten ein - das bestätigt ja sogar der ZEIT-Artikel?

    "Das die Aktivisten sich bei der Kaperung zur Wehr setzten, ist durch Notwehr gedeckt. Der Agressor ist Israel, welches internationales Recht gebrochen hat."

    Diese Ihre Ansicht ist nicht durch die internationalen Rechtsnormen gedeckt. a) Israel hatte sehr wohl gem. Prisenrecht das Recht zum Entern, um einen Durchbruch der Blockade zu verhindern (ist zwar umstritten, aber da die Blockade Gazas bisher nicht durch eine UN-Resolution für rechtswidrig erklärt wurde, wäre die Aktion Israels damit ebenfalls nicth rechtswidrig) auch in intern. Hoheitsgewässern und b) haben Besatzung und Passagiere KEIN Recht auf Widerstand - im Falle der Enterung steht dieses Recht NUR Schiffen des Feindes zu!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • ddkddk
    • 01.06.2010 um 15:43 Uhr

    mit der überzeugenden Begründung, sie wollten ja eine Blockade durchbrechen.

    Da ich nicht wiederholen möchte, was ich bereits Ihren "Kollegen" bzw. geistigen Mitstreiter @YaDestHu gesagt habe, mache ich Sie nur auf das Interview mit dem Völkerrechtler Daniel-Erasmus Khan in SpOn aufmerksam:
    http://www.spiegel.de/pol...

    Darin werden Sie sehen, dass Ihr ständig zitiertes "Prisenrecht" nichts rechtfertigen kann.

    Das Prisenrecht deckt den Angriff nicht. Siehe Auszug aus der Wikipedia:
    "Das Prisenrecht schränkt den Grundsatz der Freiheit der Meere ein. Es berechtigt nur kriegführende Staaten und gilt nur außerhalb neutraler Hoheitsgewässer"
    Erst mal möchte ich wissen gegen welchen Staat Israel Krieg führt. Ich hab nie gehört, dass Israel OFFIZIELL ein kriegsführender Staat ist.
    Der Angriff erfolgt auf Hoheitsgewässern. Da gilt Prisenrecht ja überhaupt nicht.
    Und selbst, wenn so ein Angriff nicht rechtlich zu verurteilen ist, heißt es noch lange nicht, dass er moralisch zu rechtfertigen ist: 9 tote Zivilisten kann man doch nicht ersntshaft versuchen mit solchen Schlagwörtern wie Prisenrecht mal eben schnell rechtfertigen.

    • ddkddk
    • 01.06.2010 um 15:43 Uhr

    mit der überzeugenden Begründung, sie wollten ja eine Blockade durchbrechen.

    Da ich nicht wiederholen möchte, was ich bereits Ihren "Kollegen" bzw. geistigen Mitstreiter @YaDestHu gesagt habe, mache ich Sie nur auf das Interview mit dem Völkerrechtler Daniel-Erasmus Khan in SpOn aufmerksam:
    http://www.spiegel.de/pol...

    Darin werden Sie sehen, dass Ihr ständig zitiertes "Prisenrecht" nichts rechtfertigen kann.

    Das Prisenrecht deckt den Angriff nicht. Siehe Auszug aus der Wikipedia:
    "Das Prisenrecht schränkt den Grundsatz der Freiheit der Meere ein. Es berechtigt nur kriegführende Staaten und gilt nur außerhalb neutraler Hoheitsgewässer"
    Erst mal möchte ich wissen gegen welchen Staat Israel Krieg führt. Ich hab nie gehört, dass Israel OFFIZIELL ein kriegsführender Staat ist.
    Der Angriff erfolgt auf Hoheitsgewässern. Da gilt Prisenrecht ja überhaupt nicht.
    Und selbst, wenn so ein Angriff nicht rechtlich zu verurteilen ist, heißt es noch lange nicht, dass er moralisch zu rechtfertigen ist: 9 tote Zivilisten kann man doch nicht ersntshaft versuchen mit solchen Schlagwörtern wie Prisenrecht mal eben schnell rechtfertigen.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service