Nahost Die Isolation Gazas ist komplett gescheitert

Israel muss die Blockade beenden, das ist aus humanitären Gründen überfällig und für die Sicherheit Israels unabdingbar. Ein Kommentar

Ein israelischer Posten (vorn) am Gaza-Streifen, auf der anderen Seite der Grenze demonstrierende Palästinenser

Ein israelischer Posten (vorn) am Gaza-Streifen, auf der anderen Seite der Grenze demonstrierende Palästinenser

Etwas Gutes hat der blutige Zwischenfall am Ende doch gehabt. Die neun toten türkischen Aktivisten auf dem Schiff Mavi Marmara , erschossen im Kampf mit israelischen Soldaten, holt niemand ins Leben zurück. Aber für ihr Reiseziel ändert sich etwas. Die Blockade von Gaza, fast drei Jahre alt, erscheint plötzlich der ganzen Welt als Skandal. Als ungerechtfertigte Freiheitsbeschränkung von 1,5 Millionen Menschen. Als absurdes Theater, das Israel mehr schadet als nützt.

Das findet auch eine zunehmende Zahl von Israelis. Und siehe da: schon bewegt sich die Regierung. Die Blockade wird gelockert, hat das Kabinett von Premier Benjamin Netanjahu angekündigt. Was er nicht sagt, aber viele denken: "Den Türken sei Dank." Die scharfen Kontrolleure lassen künftig alle Lebensmittel durch, auch Briefpapier darf wieder hinein, Küchengerät, Handtücher und sogar Matratzen. Man fragt sich natürlich, was an diesen Gegenständen bislang so gemeingefährlich war, dass sie der in Gaza regierenden Hamas nicht in die Hände fallen durften. Aber immerhin.

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Kommt die Blockade nun also zu ihrem überfälligen Ende? Reichen die Maßnahmen der israelischen Regierung hin?

Hamas hat die Lockerung sofort als Propaganda-Schritt abgetan. Dieses Instant-Urteil ist natürlich mindestens ebensolche Propaganda. Aber das gehört zum alltäglichen Diskurs in Nahost. Natürlich sind die Erleichterungen im Handelsverkehr für die Bevölkerung von Gaza eine gute Sache, natürlich ist jede Matratze mehr willkommen. Wenn Netanjahu überdies, wie er angekündigt hat, das System der Kontrollen "liberalisieren" will, die Einfuhr von Material für zivile Projekte unter internationaler Aufsicht ausweiten möchte, dann wird es den Menschen besser gehen als bisher. Aber das sind nur die alltäglichen Erleichterungen. Kleine, kleinste Schritte.

Die große Frage ist, ob Israel die strategische Weitsicht aufbringt, die Blockade wirklich in absehbarer Zeit zu beenden. Absehbar – das hieße, noch in diesem Sommer. Das wäre aus humanitären Gründen überfällig und für die Sicherheit Israels unabdingbar. Denn die Isolation Gazas ist auf ganzer Linie gescheitert. Sie hat Hamas nicht daran gehindert, eine eigene Waffenproduktion aufzubauen. Sie hat die Islamisten nicht in die Knie gezwungen, sondern gestärkt. Sie hat Israels Freunde vergrätzt, siehe Türkei, aber auch Skandinavier, Briten und andere.

Das Ende der Blockade ist also eine reine Frage der Vernunft. Zumal es Alternativen gibt. Niemand denkt daran, die Grenzen Gazas zu Israel und Ägypten so zu öffnen wie die zwischen Straßburg und Kehl. Die EU hat längst angeboten, sich an effektiven Grenzkontrollen zu beteiligen. Ladungen würden durchleuchtet und durchsucht: Raketen und Granatwerfer bitte beim Zoll abgeben. Lastwagen stehen auch an den EU-Außen-Grenzen in langen Schlangen. Das ist Normalität und muss eben in der Transportzeit mit kalkuliert werden. Nur die Menschen sollten sich endlich freier bewegen können. Und die unseligen Listen mit Verboten von Zement und Baustahl müssen der Vergangenheit angehören.

Das würde allen nützen. Die Menschen in Gaza könnten zur Normalität zurückfinden, die Ägypter würden sich nicht länger für ihren Anteil an der Blockade schämen müssen – und Israels Ansehen in der Welt und in der Region würde sich aufhellen. Für die Sicherheit Israels ist das am Ende wichtiger als hundert neue Kampfjets.

 
Leser-Kommentare
  1. "Etwas Gutes hat der blutige Zwischenfall am Ende doch gehabt. Die neun toten türkischen Aktivisten auf dem Schiff Mavi Marmara, erschossen im Kampf mit israelischen Soldaten, holt niemand ins Leben zurück."

    Bitte diesen (hoffentlich nicht freud´schen) korrigieren... danach meinen Comment hier gerne löschen.

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    "Etwas Gutes hat der blutige Zwischenfall am Ende doch gehabt. Die neun toten türkischen Aktivisten auf dem Schiff Mavi Marmara, erschossen durch Kugeln in den Rücken von israelischen Soldaten, holt niemand ins Leben zurück."

    Wenn einer gegen den anderen Kämpft wird dieser sich nicht durch einen Schuss in den Rücken getötet! ODER 4 mal in den Kopf - R.I.P. Furkan Dogan!

    • joG
    • 19.06.2010 um 12:48 Uhr

    ....sich ins Kriegsgeschehen eingemischt. Sie waren Kämpfer. Kämpfer sterben oft.

    "Etwas Gutes hat der blutige Zwischenfall am Ende doch gehabt. Die neun toten türkischen Aktivisten auf dem Schiff Mavi Marmara, erschossen durch Kugeln in den Rücken von israelischen Soldaten, holt niemand ins Leben zurück."

    Wenn einer gegen den anderen Kämpft wird dieser sich nicht durch einen Schuss in den Rücken getötet! ODER 4 mal in den Kopf - R.I.P. Furkan Dogan!

    • joG
    • 19.06.2010 um 12:48 Uhr

    ....sich ins Kriegsgeschehen eingemischt. Sie waren Kämpfer. Kämpfer sterben oft.

  2. für diesen Kommentar.
    Das "Vergrätzen" von Freunden könnte Folgen haben.
    Es gibt da Geld- und Wasserhähne.

  3. Hallo
    Die Blockade ist nicht gescheitert und ich plädiere sehr dafür das sich der Autor dieses Artikels mal mit genau den Israelis unterhält die vom Terror der Hamas betroffen waren.
    Oder ist das zu viel Nähe die die "Journalistische Arbeit" gefährden könnte?
    Warum glaubt eigentlich der Autor das die Israelis einer Organisation wie der Hamas auch nur ein Wort glauben sollten, in deren Charta folgender Hadith enthalten ist?
    http://hadith.al-islam.co...
    Wieso sollen sie der Hamas trauen, die bis jetzt jedes Zugeständnis Israels als Schwäche auslegten und sofort ausnutzten?
    Warum sollen sie die füttern (Methapher!!!) die sie ins Meer jagen wollen?
    Gruss
    Rene

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    Die Behauptung, dass die Blockade gescheitert oder nicht gescheitert ist, kann nur getroffen werden, wenn zunächst geklärt wird, welchen Zweck diese Erfüllen sollte.
    Wenn die Isolation Gazas das Ziel hatte, die Hamas zu schwächen, so kann man zweifelsohne sagen: die Blockade ist gescheitert.
    Die Vorstellung, man könnte mittels einer Kollektivstrafe für die Menschen im Gazastreifen die Hamas einfach verhungern lassen, ist schlicht dumm.

    Den Gazastreifen wirtschaftlich zu schwächen hat funktioniert, nur sind die Folgen katastrophal für Israel. Die wirtschaftliche Schwächung führt zu einer enormen Arbeitslosigkeit. Und woran die dadurch entstandenen Existenzängste gebunden sind, kann man ganz einfach abwägen: Radikalisierung. Und was ist im Gazastreifen die radikalste Option? Hamas. Wer macht Israel für die Notlage der Menschen dieses kleinen Landstriches verantwortlich (und hat damit teilweise auch Recht)? Hamas. Warum hat Israel die Blockade über den Gazastreifen verhängt? Hamas.

    Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Das Krebsgeschwür des Nahen Ostens ist die Hamas. Nur ist der Kampf gegen jenes Krebsgeschwür nicht auf diese Weise zu gewinnen. Israel muss sich in diesem Krieg der Bilder schnellstens eine andere Strategie einfallen lassen.

    Willkommen in der Realität - Presse in Gaza ist untersagt! Wer untersagt dies? Aha - die Israelis... Warum?

    • joG
    • 19.06.2010 um 12:55 Uhr

    ....schreibt und auch ziemlich bizarr. So sind aber hiesige Medien. Das müssten Sie aber wissen.

    Wenn die Anwohner im Libanon (durch den Krieg) und die Einwohner Gazas (durch die Härten der Blockade) noch immer nicht lernten, dass sie den Terroristen unter sich daran hindern müssen, aus ihrem Gebiet Angriffe nach Israel zu tragen um sich dann unter der Bevölkerung zu verstecken, dann sind sie wirklich arg blöd.

    Jedenfalls haben die Angriffe abgenommen und sind fast völlig verschwunden. Das alleine gibt Grund zur Hoffnung. Sollten sie aber wieder zulassen, dass Terroristen wie die Hamas Angriffe gegen Israelis starten, so muss man abermals und diesmal härter durchgreifen. Das wäre schade.

    ...oder lang die Waffen niederlegen müssen und sich auf das Risiko einlassen müssen,dass die andere Seite diesen Akt missbraucht.
    Nur wenn eine der beiden Seiten endlich den Mut hat zu beweisen dass Frieden das höchste Ziel ist,wird auch endlich Frieden sein.
    Niemand ist unschuldig in diesem Konflikt,bis auf die Kinder und nur am Wohl der Kinder sollten sich beide Seiten orientieren.
    Niemand,der den Konflikt weiter schürt,egal für welche Seite,sollte noch länger Einfluss haben,denn letztlich macht sich jeder Befürworter einer bewaffneten "Lösung" schuldig am Tod der unschuldigen Kinder.
    Jeder der einen bewaffneten Konflikt unterstützt,ist ein potenzieller Kindermörder.

    Hört endlich auf !!!

    Die Behauptung, dass die Blockade gescheitert oder nicht gescheitert ist, kann nur getroffen werden, wenn zunächst geklärt wird, welchen Zweck diese Erfüllen sollte.
    Wenn die Isolation Gazas das Ziel hatte, die Hamas zu schwächen, so kann man zweifelsohne sagen: die Blockade ist gescheitert.
    Die Vorstellung, man könnte mittels einer Kollektivstrafe für die Menschen im Gazastreifen die Hamas einfach verhungern lassen, ist schlicht dumm.

    Den Gazastreifen wirtschaftlich zu schwächen hat funktioniert, nur sind die Folgen katastrophal für Israel. Die wirtschaftliche Schwächung führt zu einer enormen Arbeitslosigkeit. Und woran die dadurch entstandenen Existenzängste gebunden sind, kann man ganz einfach abwägen: Radikalisierung. Und was ist im Gazastreifen die radikalste Option? Hamas. Wer macht Israel für die Notlage der Menschen dieses kleinen Landstriches verantwortlich (und hat damit teilweise auch Recht)? Hamas. Warum hat Israel die Blockade über den Gazastreifen verhängt? Hamas.

    Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Das Krebsgeschwür des Nahen Ostens ist die Hamas. Nur ist der Kampf gegen jenes Krebsgeschwür nicht auf diese Weise zu gewinnen. Israel muss sich in diesem Krieg der Bilder schnellstens eine andere Strategie einfallen lassen.

    Willkommen in der Realität - Presse in Gaza ist untersagt! Wer untersagt dies? Aha - die Israelis... Warum?

    • joG
    • 19.06.2010 um 12:55 Uhr

    ....schreibt und auch ziemlich bizarr. So sind aber hiesige Medien. Das müssten Sie aber wissen.

    Wenn die Anwohner im Libanon (durch den Krieg) und die Einwohner Gazas (durch die Härten der Blockade) noch immer nicht lernten, dass sie den Terroristen unter sich daran hindern müssen, aus ihrem Gebiet Angriffe nach Israel zu tragen um sich dann unter der Bevölkerung zu verstecken, dann sind sie wirklich arg blöd.

    Jedenfalls haben die Angriffe abgenommen und sind fast völlig verschwunden. Das alleine gibt Grund zur Hoffnung. Sollten sie aber wieder zulassen, dass Terroristen wie die Hamas Angriffe gegen Israelis starten, so muss man abermals und diesmal härter durchgreifen. Das wäre schade.

    ...oder lang die Waffen niederlegen müssen und sich auf das Risiko einlassen müssen,dass die andere Seite diesen Akt missbraucht.
    Nur wenn eine der beiden Seiten endlich den Mut hat zu beweisen dass Frieden das höchste Ziel ist,wird auch endlich Frieden sein.
    Niemand ist unschuldig in diesem Konflikt,bis auf die Kinder und nur am Wohl der Kinder sollten sich beide Seiten orientieren.
    Niemand,der den Konflikt weiter schürt,egal für welche Seite,sollte noch länger Einfluss haben,denn letztlich macht sich jeder Befürworter einer bewaffneten "Lösung" schuldig am Tod der unschuldigen Kinder.
    Jeder der einen bewaffneten Konflikt unterstützt,ist ein potenzieller Kindermörder.

    Hört endlich auf !!!

  4. die gäbe es dann, wenn Israel dem Gazastreifen nicht mehr auch Wasser und Strom unzuverlässig und unzureichend zuteilen würde. Ohne verläßliche Stromzufuhr (und ohne Aufhebung der Ausfuhrzölle) ist es unmöglich, die Wirtschaft im Gazastreifen wieder zu beleben. Ohne Wiederbelebung der Wirtschaft gibt es keine Kaufkraft. Insofern wäre eine Aufhebung der Blockade, sofern sie nur die Gütereinfuhr berührt, so gut wie wirkungslos, weil sich die Bevölkerung die eingeführten Güter einfach nicht leisten kann.
    Über Wasser muß ich hoffentlich nicht genauer ausführen? Mich würde aber interessieren, inwieweit die Seeblockade auch den Bau von Meerwasserentsalzungsanlagen blockiert - weiß das jemand?

    Ich meine auch wirklich, daß die Israelis mit Schritten in Richtung Normalität in ihrer Innenpolitik durchaus ausgelastet sind - sich nämlich mit ihren an Zahl und Einfluß zunehmenden ultra-orthodoxen Apartheitsbefürwortern auseinander zu setzen, bzw. zu hinterfragen, wie lange eigentlich noch deren Wehrdienst- und Arbeitsverweigerung und deren sexistische und rassistische Radikalisierung in Gesellschaft und Knesset von den säkularen Steuerzahlern finanziert werden soll. Diese Auseinandersetzung findet ja GottseiDank statt: http://www.spiegel.de/pol...
    http://www.youtube.com/wa...

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    Zur Wasserfrage:

    "Die Wassermenge, mit der Israel die besetzten Gebiete versorgen muss, wurde in bilateralen Verhandlungen festgesetzt. Das Interimsabkommen setzt die Zahl der Brunnen fest, die Israel bohren muss, und die Zahl, die die palästinensische Autonomiebehörde und internationale Körperschaften anlegen müssen. Auch die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Abwasserbeseitigung und des Umweltschutzes wurde genau definiert. Es wurde beschlossen, den Palästinensern im Rahmen der Übertragung von Verwaltungsbefugnissen auch die Entscheidung von Rechtsfragen in Wasserstreitigkeiten zu überlassen. Darüber hinaus sollten gemeinsame Beobachterteams eingesetzt werden.
    Israel hat alle seine im Interimsabkommen festgelegten Verpflichtungen erfüllt. Die vereinbarte Wasserquote - teilweise sogar mehr - wird geliefert. Die Rechtsprechung in Wasserfragen wurde vollständig und zum vereinbarten Zeitpunkt abgetreten. Israel hat die Bohrung weiterer Brunnen genehmigt. Israel und die palästinensische Autonomiebehörde führen gemeinsame Kontrollen zur Aufdeckung lokaler Wasserdiebstähle und anderer Verstöße gegen die Wasserbestimmungen durch."
    Quelle: Israelisch-palästinensisches Wasserkomitee, "Joint Declaration for Keeping the Water Infrastructure out of the Cycle of Violence", 31. Januar 2001.

    http://www.internationalw... River Basin

    Der Bericht stammt zufällig aus demselben Jahr. Nur etwa 5 Monate später. Dort sieht es irgendwie anders aus.

    Er stellt auch insgesamt das Problem der Wasserversorgung der ganzen Region dar.

    http://www.uni-kassel.de/...

    Was die Politik unter Sharon so offen begonnen hat und was Netanjahu fortführt; so darf man nicht mit Menschen umgehen. Dafür gibt es keine Rechtfertigung.

    Abgesehen davon, dass es in der politischen Realität nur die Eskalation vorantreibt und die scheinen sich beide Seiten zu wünschen. Dadurch erhalten beide die Legitimation für ihren jeweiligen verachtenswerten Fundamentalismus.

    Zur Wasserfrage:

    "Die Wassermenge, mit der Israel die besetzten Gebiete versorgen muss, wurde in bilateralen Verhandlungen festgesetzt. Das Interimsabkommen setzt die Zahl der Brunnen fest, die Israel bohren muss, und die Zahl, die die palästinensische Autonomiebehörde und internationale Körperschaften anlegen müssen. Auch die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Abwasserbeseitigung und des Umweltschutzes wurde genau definiert. Es wurde beschlossen, den Palästinensern im Rahmen der Übertragung von Verwaltungsbefugnissen auch die Entscheidung von Rechtsfragen in Wasserstreitigkeiten zu überlassen. Darüber hinaus sollten gemeinsame Beobachterteams eingesetzt werden.
    Israel hat alle seine im Interimsabkommen festgelegten Verpflichtungen erfüllt. Die vereinbarte Wasserquote - teilweise sogar mehr - wird geliefert. Die Rechtsprechung in Wasserfragen wurde vollständig und zum vereinbarten Zeitpunkt abgetreten. Israel hat die Bohrung weiterer Brunnen genehmigt. Israel und die palästinensische Autonomiebehörde führen gemeinsame Kontrollen zur Aufdeckung lokaler Wasserdiebstähle und anderer Verstöße gegen die Wasserbestimmungen durch."
    Quelle: Israelisch-palästinensisches Wasserkomitee, "Joint Declaration for Keeping the Water Infrastructure out of the Cycle of Violence", 31. Januar 2001.

    http://www.internationalw... River Basin

    Der Bericht stammt zufällig aus demselben Jahr. Nur etwa 5 Monate später. Dort sieht es irgendwie anders aus.

    Er stellt auch insgesamt das Problem der Wasserversorgung der ganzen Region dar.

    http://www.uni-kassel.de/...

    Was die Politik unter Sharon so offen begonnen hat und was Netanjahu fortführt; so darf man nicht mit Menschen umgehen. Dafür gibt es keine Rechtfertigung.

    Abgesehen davon, dass es in der politischen Realität nur die Eskalation vorantreibt und die scheinen sich beide Seiten zu wünschen. Dadurch erhalten beide die Legitimation für ihren jeweiligen verachtenswerten Fundamentalismus.

  5. Die wurden wohl vorher verboten, weil damit Israel bedroht werden könnte. Aber der Grund ist ein anderer, Israel will den Palästinensern das Leben derart erschweren, daß sie freiwillig ihr Land verlassen und die Israelis übernehmen können, eine kalte Vertreibung. Und der Westen zuckt die Schultern, das autistische Kind darf das...

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    "eine kalte Vertreibung"

    Warum räumte Israel dann den Gazastreifen?

    sie ihn abriegeln können...!

    "eine kalte Vertreibung"

    Warum räumte Israel dann den Gazastreifen?

    sie ihn abriegeln können...!

  6. "eine kalte Vertreibung"

    Warum räumte Israel dann den Gazastreifen?

  7. Wenn man in Hamburg sitz, in seinem netten Redakteursbüro, dann ist gut kommentieren, die Realität im Nahen Osten ist ja so fern:
    Die Europäer hatten eine Chance, im Libanon zu zeigen, dass sie den Waffenschmuggel wirksam unterbinden – und sind gescheitert. Heute bunkert die Hizbollah im Süd-Libanon 40.000 Raketen; es ist nicht schwer, sich auszumalen, was das im nächsten Krieg an Toten auf beiden Seiten bedeutet.
    Sollen diese Vollprofis nun auch den Gazastreifen überwachen? Kann sein, dass sich die Regierung Netanjahu am Ende dazu drängen lässt, aber das Ergebnis wäre eine massive Aufrüstung auch dort und ein blutiger nächster Krieg.

    In Ihrem Kommentar, Herr Thumann, äußert sich wieder das typisch europäische Überlegenheitsgefühl gegenüber dem Rest der Welt: "Selbst wenn wir Dilettanten sind, wissen wir's noch immer besser als die doofen Eingeborenen."

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    Entfernt wegen pauschalen Vermutungen und unsachlichen Anschuldigungen. Bitte äußern Sie Ihre Kritik konstruktiv oder schreiben an community@zeit.de. Die Redaktion/is

    • CH75
    • 19.06.2010 um 17:52 Uhr

    100%

    Selten einen so guten Kommentar (Ihren, nicht den von Herrn Thumann) gelesen.

    Entfernt wegen pauschalen Vermutungen und unsachlichen Anschuldigungen. Bitte äußern Sie Ihre Kritik konstruktiv oder schreiben an community@zeit.de. Die Redaktion/is

    • CH75
    • 19.06.2010 um 17:52 Uhr

    100%

    Selten einen so guten Kommentar (Ihren, nicht den von Herrn Thumann) gelesen.

  8. Zur Wasserfrage:

    "Die Wassermenge, mit der Israel die besetzten Gebiete versorgen muss, wurde in bilateralen Verhandlungen festgesetzt. Das Interimsabkommen setzt die Zahl der Brunnen fest, die Israel bohren muss, und die Zahl, die die palästinensische Autonomiebehörde und internationale Körperschaften anlegen müssen. Auch die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Abwasserbeseitigung und des Umweltschutzes wurde genau definiert. Es wurde beschlossen, den Palästinensern im Rahmen der Übertragung von Verwaltungsbefugnissen auch die Entscheidung von Rechtsfragen in Wasserstreitigkeiten zu überlassen. Darüber hinaus sollten gemeinsame Beobachterteams eingesetzt werden.
    Israel hat alle seine im Interimsabkommen festgelegten Verpflichtungen erfüllt. Die vereinbarte Wasserquote - teilweise sogar mehr - wird geliefert. Die Rechtsprechung in Wasserfragen wurde vollständig und zum vereinbarten Zeitpunkt abgetreten. Israel hat die Bohrung weiterer Brunnen genehmigt. Israel und die palästinensische Autonomiebehörde führen gemeinsame Kontrollen zur Aufdeckung lokaler Wasserdiebstähle und anderer Verstöße gegen die Wasserbestimmungen durch."
    Quelle: Israelisch-palästinensisches Wasserkomitee, "Joint Declaration for Keeping the Water Infrastructure out of the Cycle of Violence", 31. Januar 2001.

    http://www.internationalw... River Basin

    Antwort auf "Normalität,"
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    hier ist noch eine schöne Quelle für Sie, ein bißchen neuer als die Ihre, März 09.
    http://www.water.gov.il/N...

    Vielleicht lesen Sie aber auch diese Analyse http://aussenpolitik.net/... und diese Einschätzung http://www.future-on-wing... , um ein vollständigeres Bild vom Wassernotstand im Gazastreifen zu bekommen. Wenn Sie möchten, suche ich Ihnen auch noch eine Stellungnahme von ai aus dem letzten Jahr raus, in der Relationen genannt sind, nach denen ein Bewohner des Gazastreifens nur ein Viertel des Wassers zu Verfügung hat, das einem Israeli zur Verfügung steht. Die ich aber insofern Israel gegenüber nicht ganz fair fand, als im Gazastreifen nur qualitativ sehr schlechtes Wasser aus Brunnen gefördert werden kann, da auf natürlichem Weg Salz und andere Stoffe im Grundwasser vorhanden sind. Gaza ist aber in gar keiner Hinsicht das gelobte Land. Und sauberes trinkbares Wasser ist ein Menschenrecht, kommt gleich nach sauberer Luft zum Atmen.

    hier ist noch eine schöne Quelle für Sie, ein bißchen neuer als die Ihre, März 09.
    http://www.water.gov.il/N...

    Vielleicht lesen Sie aber auch diese Analyse http://aussenpolitik.net/... und diese Einschätzung http://www.future-on-wing... , um ein vollständigeres Bild vom Wassernotstand im Gazastreifen zu bekommen. Wenn Sie möchten, suche ich Ihnen auch noch eine Stellungnahme von ai aus dem letzten Jahr raus, in der Relationen genannt sind, nach denen ein Bewohner des Gazastreifens nur ein Viertel des Wassers zu Verfügung hat, das einem Israeli zur Verfügung steht. Die ich aber insofern Israel gegenüber nicht ganz fair fand, als im Gazastreifen nur qualitativ sehr schlechtes Wasser aus Brunnen gefördert werden kann, da auf natürlichem Weg Salz und andere Stoffe im Grundwasser vorhanden sind. Gaza ist aber in gar keiner Hinsicht das gelobte Land. Und sauberes trinkbares Wasser ist ein Menschenrecht, kommt gleich nach sauberer Luft zum Atmen.

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