McChrystal-Entlassung Obama will an Afghanistan-Strategie festhalten
Es sei ein Personal-, kein Strategiewechsel: Nach der Entlassung McChrystals soll General Petraeus das von seinem Vorgänger entwickelte Konzept in Afghanistan umsetzen.
US-Präsident Barack Obama erwartet einen raschen reibungslosen Kommandowechsel in Afghanistan. Nachdem er sich am Mittwoch vom bisherigen Oberbefehlshaber Stanley McChrystal getrennt hatte, hofft er, dass der von ihm als Nachfolger nominierte General David Petraeus den Posten bereits in wenigen Tagen übernehmen wird.
Davor muss Petraeus noch vom Senat bestätigt werden. Die Anhörung des ehemaligen US-Oberbefehlshabers im Irak werde spätestens am kommenden Dienstag stattfinden, sagte der Vorsitzende des zuständigen Streitkräfte-Ausschusses, Carl Levin. Danach könnte dann rasch abgestimmt werden.
McChrystal hatte sich in einem Magazin-Artikel abfällig über mehrere Regierungsmitglieder und Diplomaten geäußert, so auch über Obama selbst. Der Präsident kam am Mittwoch mit dem General zusammen und nahm dessen Rücktrittsgesuch an, wie er anschließend mitteilte.
Obama machte zugleich klar, dass die Personalentscheidung keine Kursänderung in Afghanistan bedeute: "Dies ist ein Personalwechsel, kein Strategiewechsel." Die von der Nato geführte Afghanistan-Schutztruppe Isaf werde weiter nach der von McChrystal entwickelten Strategie eingesetzt, erklärte auch Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Brüssel.
Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg rechnet ebenfalls mit Kontinuität bei der Einsatzführung. "Ich erwarte durch diese Personalie keinen Bruch in der Strategie", sagte Guttenberg am Mittwochabend bei einem Besuch in Dschibuti. Er kenne und schätze Petraeus, so der CSU-Politiker weiter. Der General zähle zu den "besonnenen Köpfen".
Petraeus habe bereits im Irak "mit klugen Schritten eine Perspektive aufgezeigt und umgesetzt", die auch in Afghanistan notwendig sei. "Ich hoffe allerdings, dass wir mit Blick auf die Planungen, die angestoßen wurden, Kontinuität haben werden", sagte der Minister.
Bis Petraeus vom Senat bestätigt ist, wird der britische General Nick Parker das Kommando über die Isaf übernehmen. Das teilte das Weiße Haus nach einem Telefonat zischen Obama und dem britischen Regierungschef David Cameron am Mittwoch mit. Parker, der seit September vergangenen Jahres McChrystals Stellvertreter war, versicherte demnach, dass die Mission ohne Verzug fortgesetzt werde.
- Datum 24.06.2010 - 07:53 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 33
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...denn Stanley McChrystal ist natürlich der US-General gewesen, der die Strategie in Afghanistan angewandt hat; wenn man sich aber anschaut, wer als Kopf in Washington diese Strategie mitentwickelt hat, wird sehen, dass ein gewisser David H. Petraeus da nicht unbeteiligt war.
Und als Kommandeur CENTCOM (US Central Command) ist/war Petraeus nicht zuletzt Vorgesetzter von McChrystal gewesen. Es ist also nur konsequent, weiterhin diese Strategie umzusetzen.
...im dem Sinne das ein militärischer Sieg angestrebt wird.
Den auch General Petraeus kann nichts daran ändern, das die USA in Afghanistan die 4- bis 5-Fache Anzahl an Truppen benötigen würden um sowas wie einen militärischen Sieg zu erreichen.
Das hat seine Ursprung aber nicht bei Obhama sondern natürlich bei der Regierung Cheney/Bush die in ihrer törichten Einfalt eine Bestrafungsaktion in einen Regime-Change ausarten lies, ohne dafür im mindesten die Truppen bereitzustellen.
Und da diese törichten Menschen mit Sarah Palin u.ä. in Amerika noch immer eine Stimme haben, muss Obama diesen törichten, nutzlosen und lächerlichen Krieg weiterführen.
Für uns Soldaten ist General Petraeus das beste, was die US-Armee zu bieten hat. Auch der zivile Sektor hat nur wenige Menschen aufzubieten, die ihm gleich sind.
Wieso redet eigentlich niemand mehr über den Irak?
Richtig: Weil dort die Strategie (von Petraeus) gewirkt hat.
Die Zustände im Irak haben sich sehr verbessert.
Nun wollen wir - dem lästigen Gejaule in diesem Forum zuwider - hoffen, dass Petraeus das gleiche in Afghanistan gelingt. Die Schreiber hier werden sich dann sofort ein anderes Feld zum Dauerjammern suchen.
Wale oder so.
http://www.dkof.de
...McChrystal hat ausgeführt was Petraeus erdacht hat.
Trotzdem seit "ihr Soldaten" weiterhin verraten und verkauft, und zwar von den Regierungen Cheney/Bush und Obama(so "ihr" Amerikaner seit) und von jeder Regierung seit Schröder (so "ihr" Deutsche seit).
Wie die Zustände im Irak sind...?
...abivalent trifft es wohl am besten.
Aber Sie können mir doch bestimmt sagen, wie die Amerikaner mit gravierend zu wenig Truppen die Gebiete, die sie erobern, auch halten wollen ?
Ich halte es für sehr lobenswert, dass sie sich um den Darwin-Award bewerben, aber dies ist das falsche Forum dafür.
...McChrystal hat ausgeführt was Petraeus erdacht hat.
Trotzdem seit "ihr Soldaten" weiterhin verraten und verkauft, und zwar von den Regierungen Cheney/Bush und Obama(so "ihr" Amerikaner seit) und von jeder Regierung seit Schröder (so "ihr" Deutsche seit).
Wie die Zustände im Irak sind...?
...abivalent trifft es wohl am besten.
Aber Sie können mir doch bestimmt sagen, wie die Amerikaner mit gravierend zu wenig Truppen die Gebiete, die sie erobern, auch halten wollen ?
Ich halte es für sehr lobenswert, dass sie sich um den Darwin-Award bewerben, aber dies ist das falsche Forum dafür.
McChrystals Strategie? Er wollte die Zivilbevölkerung schonen und eroberte Gebiete mit überwiegend einheimischen Kräften sichern und wieder "aufbauen". Also eigentlich Selbstverständlichkeiten nur mit einem neuen Begriff versehen. Napoleon hat schon diese Strategie verwendet, wenn auch meist im größeren Maßstab.
Immer dieser undifferenzierte propagandistische Enthusiasmus. Mit der simpelsten Idee kann man schon vom Tal der Ahnungslosen aus in einem winzigen Schritt den politischen und militärstrategischen Olymp erreichen und auf diesem Hügel von der Höhe eines Maulwurfhaufens reüssieren.
Trotz dieser "genialen" Selbstverständlichkeit des McChrystal Ansatzes sehe ich den Sieg der "Guten" noch lange nicht.
Aber McChrystal hat gezeigt wie gefährdet der Primat der Politik in der westlichen Welt schon ist. Das rührt von der gesellschaftlichen Aufwertung des Militärischen und der Entwertung der Zivilgesellschaft her. Das Militärische wird zunehmend sakrosankt und mit angeblichen Helden glorifiziert.
"Aber McChrystal hat gezeigt wie gefährdet der Primat der Politik in der westlichen Welt schon ist. Das rührt von der gesellschaftlichen Aufwertung des Militärischen und der Entwertung der Zivilgesellschaft her. Das Militärische wird zunehmend sakrosankt und mit angeblichen Helden glorifiziert."
Entgegen Ihres komplizierten Wort- und Gedankenwirrwarrs haben, im Gegenteil, die Primaten der Politk gezeigt, wie wenig gefährdet sie sind: McChrystal war schneller gefeuert, als er braucht, um seine Uniform anzulegen.
[...]
Bitte formulieren Sie Ihre Erwiderungen ein wenig respektvoller. Danke. Die Redaktion/sh
Zitat: "Aber McChrystal hat gezeigt wie gefährdet der Primat der Politik in der westlichen Welt schon ist. Das rührt von der gesellschaftlichen Aufwertung des Militärischen und der Entwertung der Zivilgesellschaft her. Das Militärische wird zunehmend sakrosankt und mit angeblichen Helden glorifiziert."
Sorry, sie schreiben Unfug. Noch nie hatte das Militärische sowohl in Deutschland, als auch in den USA, einen geringeren Stellenwert, als heute. Es ist zudem durchaus gefährlich für eine freiheitlich demokratische Grundordnung, wenn Zivilisten und Militärs zu wenig von der jeweils anderen "Welt" wissen und verstehen.
Eine enge Verankerung des Militärs in der Bevölkerung ist wünschenswert. Denn wenn Familie, Freunde, Nachbarn davon betroffen sind, fällt die Forderung, in den Krieg zu ziehen, viel schwerer, als wenn es um ein anonymes Söldnerheer geht.
Das beginnt bei Begrifflichkeiten.
Wenn z.B. einige Journalisten den Kommandeur der ISAF Oberbefehlshaber nennen, dann verwischt das, das in Demokratien der Oberbefehlshaber meist ein Zivilist ist, in den USA Präsident Obama, in Deutschland meist der Verteidigungsminister.
Hätte man außerdem z.B. in der Bundeswehr zur Zeit eines Verteidigungsministers Jung alle Soldaten gefeuert, die diesen Oberbefehlshaber für eine Pfeife hielten, hätte das zur Auflösung der Bundeswehr geführt. Unter einem Verteidigungsminister Scharping wäre die Situation ähnlich gewesen.
"Aber McChrystal hat gezeigt wie gefährdet der Primat der Politik in der westlichen Welt schon ist. Das rührt von der gesellschaftlichen Aufwertung des Militärischen und der Entwertung der Zivilgesellschaft her. Das Militärische wird zunehmend sakrosankt und mit angeblichen Helden glorifiziert."
Entgegen Ihres komplizierten Wort- und Gedankenwirrwarrs haben, im Gegenteil, die Primaten der Politk gezeigt, wie wenig gefährdet sie sind: McChrystal war schneller gefeuert, als er braucht, um seine Uniform anzulegen.
[...]
Bitte formulieren Sie Ihre Erwiderungen ein wenig respektvoller. Danke. Die Redaktion/sh
Zitat: "Aber McChrystal hat gezeigt wie gefährdet der Primat der Politik in der westlichen Welt schon ist. Das rührt von der gesellschaftlichen Aufwertung des Militärischen und der Entwertung der Zivilgesellschaft her. Das Militärische wird zunehmend sakrosankt und mit angeblichen Helden glorifiziert."
Sorry, sie schreiben Unfug. Noch nie hatte das Militärische sowohl in Deutschland, als auch in den USA, einen geringeren Stellenwert, als heute. Es ist zudem durchaus gefährlich für eine freiheitlich demokratische Grundordnung, wenn Zivilisten und Militärs zu wenig von der jeweils anderen "Welt" wissen und verstehen.
Eine enge Verankerung des Militärs in der Bevölkerung ist wünschenswert. Denn wenn Familie, Freunde, Nachbarn davon betroffen sind, fällt die Forderung, in den Krieg zu ziehen, viel schwerer, als wenn es um ein anonymes Söldnerheer geht.
Das beginnt bei Begrifflichkeiten.
Wenn z.B. einige Journalisten den Kommandeur der ISAF Oberbefehlshaber nennen, dann verwischt das, das in Demokratien der Oberbefehlshaber meist ein Zivilist ist, in den USA Präsident Obama, in Deutschland meist der Verteidigungsminister.
Hätte man außerdem z.B. in der Bundeswehr zur Zeit eines Verteidigungsministers Jung alle Soldaten gefeuert, die diesen Oberbefehlshaber für eine Pfeife hielten, hätte das zur Auflösung der Bundeswehr geführt. Unter einem Verteidigungsminister Scharping wäre die Situation ähnlich gewesen.
...McChrystal hat ausgeführt was Petraeus erdacht hat.
Trotzdem seit "ihr Soldaten" weiterhin verraten und verkauft, und zwar von den Regierungen Cheney/Bush und Obama(so "ihr" Amerikaner seit) und von jeder Regierung seit Schröder (so "ihr" Deutsche seit).
Wie die Zustände im Irak sind...?
...abivalent trifft es wohl am besten.
Aber Sie können mir doch bestimmt sagen, wie die Amerikaner mit gravierend zu wenig Truppen die Gebiete, die sie erobern, auch halten wollen ?
"Aber McChrystal hat gezeigt wie gefährdet der Primat der Politik in der westlichen Welt schon ist. Das rührt von der gesellschaftlichen Aufwertung des Militärischen und der Entwertung der Zivilgesellschaft her. Das Militärische wird zunehmend sakrosankt und mit angeblichen Helden glorifiziert."
Entgegen Ihres komplizierten Wort- und Gedankenwirrwarrs haben, im Gegenteil, die Primaten der Politk gezeigt, wie wenig gefährdet sie sind: McChrystal war schneller gefeuert, als er braucht, um seine Uniform anzulegen.
[...]
Bitte formulieren Sie Ihre Erwiderungen ein wenig respektvoller. Danke. Die Redaktion/sh
Entfernt. Bitte bleiben Sie Ihrerseits bei sachlichen Argumenten. Danke. Die Redaktion/sh
die Kommentare der Presse vor dem Rauswurf der Generals zur Kenntnis genommen. Viel Kommentatoren hielten einen Rauswurf für nicht unbedingt notwendig. Das zur Einstellung einer breiten Öffentlichkeit zum Primat der Politik.
Eine positive Ausnahme:"Seine Annahme rührt ja auch irgendwie am Grundsatz, dass in einer Demokratie nicht die Militärs den Zivilisten sagen sollten, was sie zu tun und zu lassen haben - sondern dass es sich zumindest in der Theorie umgekehrt verhält." (Stern)
Mein Respekt vor Ihrer klaren militärischen Denke. Nur auf solch einem Hintergrund können Generäle wie geistige Übermenschen erscheinen.
Was McChrystal als neue Strategie verkaufte z. B."government in the box" und andere neue Anglizismen, die von einfältigen Militärs und Politikern wie Manna aufgesogen werden, ist alter Wein in neuen Schläuchen.
Entfernt. Bitte bleiben Sie Ihrerseits bei sachlichen Argumenten. Danke. Die Redaktion/sh
die Kommentare der Presse vor dem Rauswurf der Generals zur Kenntnis genommen. Viel Kommentatoren hielten einen Rauswurf für nicht unbedingt notwendig. Das zur Einstellung einer breiten Öffentlichkeit zum Primat der Politik.
Eine positive Ausnahme:"Seine Annahme rührt ja auch irgendwie am Grundsatz, dass in einer Demokratie nicht die Militärs den Zivilisten sagen sollten, was sie zu tun und zu lassen haben - sondern dass es sich zumindest in der Theorie umgekehrt verhält." (Stern)
Mein Respekt vor Ihrer klaren militärischen Denke. Nur auf solch einem Hintergrund können Generäle wie geistige Übermenschen erscheinen.
Was McChrystal als neue Strategie verkaufte z. B."government in the box" und andere neue Anglizismen, die von einfältigen Militärs und Politikern wie Manna aufgesogen werden, ist alter Wein in neuen Schläuchen.
USA vermutlich mehr erschüttert als jeder andere unsinnige Feldzug im Laufe der letzten hundert Jahre. Sie hat die die Idee der Neo-Kons der "billigen" und "schnellen" Kriege durch eine konventionell hochüberlegene Hightech-Armee als Papiertiger entlarvt, da schon einige tausend fanatische Barfusskrieger mit ausreichend IEDs einen Billionen-Dollar-Militärapparat neutralisieren können, währnenddessen langjährige Kontrahenten der USA ziemlich ungehindert eigene Atomwaffen entwickeln. Nach dem nutzlosen Irakkrieg, der ein sehr instabiles Gebilde hinterlassen hat, in welchem Mord und Rechtlosigkeit weiterhin zur Alltagserfahrung gehören, geht nun eine fast ebenso sinnloser Afghanistankrieg weiter, in welchem nach neun Jahre weniger Stabilität herrscht als am Anfang.
Aber sicher, für die Militärs und die Waffenhersteller ist eine stetige Beschäftigungs- und Bedeutungsgarantie gewonnen, nur dient das ganze keinen sinnvollen politischem Zweck.
(Die Bekämpfung des Terrorismus gegen westliche Staaten ist dagegen zu 90% eine Polizeiaufgabe, die bei geringen Kollateralschäden und Rückschlägen sehr erfolgreich verläuft.)
...dem ist nichts hinzuzufügen.
...dem ist nichts hinzuzufügen.
Entfernt. Bitte bleiben Sie Ihrerseits bei sachlichen Argumenten. Danke. Die Redaktion/sh
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