Frankreich Sarkozy und sein "Karachigate"

Frankreichs Staatspräsident verfolgt seit Jahren eine Affäre um ein Attentat in Pakistan, U-Boot-Geschäfte und Schmiergelder. Jetzt sind neue Dokumente aufgetaucht.

Wird sauer, wenn man ihn auf "Karachigate" anspricht: Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy

Wird sauer, wenn man ihn auf "Karachigate" anspricht: Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy

Wer Frankreichs Präsidenten so richtig ärgern will, spricht ihn auf einer internationalen Pressekonferenz auf Gerüchte an, die sich um seine Person ranken. Das kommt gelegentlich vor und wird sich bald wiederholen, denn seit Jahren brodelt ein Topf, aus dem giftige Dämpfe steigen. Jetzt gerade wieder ist eine üble Blase aufgestiegen.

Die Affäre wird in Frankreich "Karachigate" genannt, und ihr Auslöser war ein Attentat in der pakistanischen Metropole, dem vor acht Jahren 14 Menschen zum Opfer fielen, darunter elf Franzosen. Das waren keine Touristen, sondern Ingenieure und Techniker. Sie hatten an U-Booten gearbeitet, die Frankreich an Pakistan verkauft hatte.

Anzeige

Erst hieß es, al-Qaida sei der Auftraggeber des Attentats gewesen. Es gab auch zwei pakistanische Todesurteile gegen mutmaßliche Agenten des Terrornetzwerks. Die Urteile wurden allerdings aufgehoben, und die Ermittlungen liefen langsamer, immer langsamer, noch langsamer ..., bis vor etwa einem Jahr in Paris zwei neue Ermittlungsrichter mit dem Fall betraut wurden.

Und die rückten bald mit einer neuen Theorie heraus: Nicht Islamisten, sondern pakistanische Militärs hätten die Morde befohlen, und zwar, um sich an Frankreichs Regierung zu rächen. Jacques Chirac, damals Präsident, hatte nämlich nach seiner Amtsübernahme 1995 angeordnet, Schmiergeldzahlungen ("Kommissionen") zu stoppen, die damals an Pakistanis flossen.

Was das alles mit Sarkozy zu tun haben soll? Das Gerücht will, dass bis 1995 der damalige Premierminister Edouard Balladur, der mit Chirac um die Präsidentschaft konkurrierte, Mittelsmänner in die Schmiergeldzahlungen eingeschleust habe. Ihre Aufgabe sei es gewesen, einen Geldfluss von Islamabad nach Paris zu organisieren, um Balladurs Wahlkampagne zu finanzieren. Und wer war damals Chef der Kampagne? Sarkozy. Mehr noch, wer hat die Geldflüsse nach Pakistan abgesegnet? Der damalige Finanzminister Sarkozy.

Das Gerücht läuft schon lange um. Belegt ist auch, dass in Balladurs Wahlkampfbüro kofferweise Geld angeschleppt wurde - nicht freilich, dass es sich um die sogenannten "Retrokommissionen" handelte.

Leser-Kommentare
    • k2
    • 04.06.2010 um 19:28 Uhr

    "Attentat de Karachi : le juge français sollicite l’aide de la justice genevoise.

    Le juge d’instruction français Marc Trévidic, qui enquête sur l’attentat de Karachi et ses liens

    avec la vente de trois sous-marins Agosta au Pakistan sous le gouvernement Balladur, est venu à

    Genève au mois de mai, a appris Le Temps. Le magistrat, spécialisé dans l’antiterrorisme, a

    consulté le dossier plus connu sous le nom de "l’affaire Bhutto"" = [Karachigate.fr](

    http://www.verite-attenta...

    ).

    RE:"l’affaire Bhutto"(Benazirs Ehemann Zardari = Pakistanpräsident heute)

    http://criticalppp.org/lu...

    Ist Daniel Zapelli, der Genfer Generalstaatsanwalt, voll und ganz auf der Seite
    von Pakistans Präsident und Benazirs Ehemann und deren Anwalt Schlegelmilch ?

    Ist D. Zapelli mit Schlegelmich[ = Zardari-Anwalt] zusammen zur Schule gegangen
    und sind nicht hier die Sarkozy-Gelder gewaschen worden? Siehe www.cotecna.com!

    Zu Pre-shipment Inspection (PSI) von Karachigate:

    http://www.cotecna.com/CO...

  1. Wie ist der denn drauf? Also ist er mehr oder weniger Schuld am Tod von Franzosen in Pakistan. Krass. Tut mir Leid, aber so einer sollte sofort rausgekickt werden aus dem Palast, wenn das wirklich stimmt. Unglaublich!

  2. Elite-Schülern? -

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service