Aufarbeitung US-Justiz ermittelt gegen Ölpest-Verursacher

Der Konzern BP startet einen neuen Versuch zur Eindämmung der Ölpest. Als Hauptverantwortlicher ist das Unternehmen nun im Visier der Strafverfolger, aber nicht nur BP.

Im Auftrag von BP versuchen Arbeiter, die Folgen der Ölpest zu beseitigen

Im Auftrag von BP versuchen Arbeiter, die Folgen der Ölpest zu beseitigen

Die Regierung habe mit entsprechenden Ermittlungen begonnen, zu denen sie per Gesetz verpflichtet sei, sagte US-Justizminister Eric Holder nach einem Treffen mit den zuständigen Staatsanwälten. "Unsere Umweltgesetze sind sehr eindeutig." Bundesbehörden wie das FBI nähmen an der Untersuchung teil.

Die Staatsanwälte hätten eine "ausreichende Basis", um eine strafrechtliche Ermittlung einzuleiten. Man wolle dabei äußerst akribisch vorgehen. "Wir werde nicht eher ruhen, bis wir Gerechtigkeit haben", sagte Holder.

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Experten zufolge waren die strafrechtlichen Ermittlungen gegen BP nur noch eine Frage der Zeit. Dabei könnte es nicht nur BP an den Kragen gehen. So betrieb das Unternehmen Transocean die Bohrplattform Deepwater Horizon , deren Explosion die Katastrophe vor einigen Wochen ausgelöst hatte.

Halliburton war für Zementarbeiten an dem Bohrloch verantwortlich. Cameron International lieferte die Vorrichtung, die ein unkontrolliertes Austreten von Öl und Gas eigentlich hätte verhindern sollen.

Nach diversen Fehlschlägen unternahm BP einen neuen Anlauf, die Ölpest vor der US-Küste in den Griff zu bekommen. Ferngesteuerte Roboter sollen unter Wasser die Steigleitung absägen und eine Art Trichter über dem Bohrloch anbringen. Mit Pumpen will BP dann das Öl absaugen. BP-Einsatzleiter Doug Suttles sagte in Louisiana, die Vorrichtung könne möglicherweise schon "in den nächsten 24 Stunden" angebracht werden.

Allerdings ist das Vorgehen nicht ohne Risiko: Da das Steigrohr in 1500 Meter Tiefe dabei abgesägt wird, droht zeitweise wesentlich mehr Öl als bisher in den Golf von Mexiko zu fließen.

Experten warnen, dass die auslaufende Ölmenge zeitweise um 20 Prozent zunehmen könne. Selbst BP geht davon aus, dass mit dieser Methode nicht alles ausströmende Öl aufgefangen werden kann.

 
Leser-Kommentare
    • k2
    • 02.06.2010 um 8:16 Uhr

    von Rom und dem inflationären Gebrauch an den deutschen Gerichten von intentionalen Präsuppositionen habe ich in
    dem U.S.-Memorandum zu Transocean Ltd eine Auswahl getroffen:
    "Neither fault nor intent is relevant to strict liability under 33 U.S.C. §§ 1319(d) and
    1321(b)(7), “except in connection with the amount of penalty imposed.” United States v.
    Amoco Oil Co., 580 F. Supp. 1042, 1050 (W.D. Mo. 1984)"(Civil No. 10-CV-1721 KPE IN ADMIRALTY).

  1. ...wollen die erreichen? Die Amerikaner haben ein Rad ab. Die bohren in 1600 Meter Wassertiefe Löcher bis auf 5000 Meter und wenn es schiefgeht wird ermittelt. Warum wollen die ermitteln? Weil Menschen gegen die Natur kämpfen? Und als Strafe? Müssen wir dann alle einen Lendenschurz anziehen? Und dem großen Manitou die Friedenspfeife anbieten?

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