Energieversorgung Wüstenstromprojekte, die sich ergänzen müssen

Desertec und Mittelmeer-Solarplan: Wenn Wirtschaft und Politik zusammenfinden, steigen die Chancen für afrikanischen Wüstenstrom in Europa. Ein Gastbeitrag

Anfang Juli jährten sich zwei Ereignisse, die für die zukünftige Energieversorgung Europas und des Mittleren Ostens und Nordafrikas – der Mena-Region – von großer Bedeutung sein können: Die 2008 gegründete "Union für das Mittelmeer" mit ihrem Mittelmeer-Solarplan und die Gründung der privatwirtschaftlichen Desertec-Industrie-Initiative (Dii) im Jahr 2009. Von Desertec, der Initiative zum Bau von großen Solar- und Windkraftanlagen in Nordafrika, dürfte fast jeder gehört haben. Dagegen kennen den Mittelmeer-Solarplan bisher nur Eingeweihte. Woran liegt das, sind beide Initiativen doch sehr ambitioniert und haben ähnliche Ziele?

Der Mittelmeer-Solarplan sieht vor, bis zum Jahr 2020 20 Gigawatt (GW) – eine Menge, die etwa der Kapazität von 15 großen Kohlekraftwerken entspricht – an neuen erneuerbaren Energiekapazitäten aufzubauen, während sich die Desertec-Initiative als langfristiges Ziel auf die Fahnen geschrieben hat, im Jahr 2050 15 Prozent des europäischen Strombedarfs mit Strom aus den Wüsten zu decken.

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Der Aufbau der Mittelmeerunion geriet im Dezember 2008 mit dem Ausbruch des Gaza-Krieges ins Stocken, so dass lange Zeit keine hochrangigen ministeriellen Treffen der Teilnehmerstaaten stattgefunden haben. Wichtige Fragen der institutionellen Ausgestaltung der Union wurden somit zunächst auf Eis gelegt. Nach langen Verzögerungen beginnt die Mittelmeerunion inzwischen mit dem Aufbau eines Sekretariats in Barcelona, das mit einer kleinen Stammbelegschaft sowie Experten aus den Mitgliedsländern die Ausgestaltung und Umsetzung auch des Mittelmeer-Solarplans vorantreiben soll.

Mit einer ganz anderen Schlagzahl entwickelt sich die Desertec-Industrie-Initiative, die seit Kurzem nur noch unter dem Kürzel Dii auftritt, um sich von der gemeinnützigen Desertec-Stiftung abzugrenzen. Zunächst mit 13 überwiegend deutschen Gesellschaftern gegründet, umfasst das Konsortium inzwischen 17 Gesellschafter aus sieben Ländern. Die Gespräche über den Beitritt weiterer Konzerne aus Tunesien und Italien sind weit fortgeschritten; anschließend sollen bis zu sechs weitere Gesellschafter aufgenommen werden. Hinzukommen 22 Unternehmen, welche die Dii als Associated Partner unterstützen.

Das Konsortium deckt durch seine Mitglieder nicht nur die technischen und wirtschaftlichen Aspekte ab, um die ambitionierten Ziele in die Tat umzusetzen. Durch die Erweiterung der Gesellschafterstruktur um Unternehmen aus der Mena-Region erfüllt Dii die entwicklungspolitische Forderung, dass die Länder, in denen Kraftwerke gebaut werden sollen, von Anfang an zu beteiligen sind.

Eines muss für beide Initiativen gelten: Die Entwicklung der Mena-Region muss im Vordergrund stehen, ist doch der Zugang zu Energie ein fundamentaler Bestandteil der Millenniumsziele der Vereinten Nationen. Zudem haben die Länder Afrikas durch das immense Bevölkerungswachstum und die zunehmende Industrialisierung einen großen Nachholbedarf an Energieprojekten. Und was unter dem Eindruck eines zunehmenden Klimawandels für die Industrieländer gilt, nämlich prioritär in erneuerbare und effiziente Energietechnologien zu investieren, gilt für die Entwicklungs- und Schwellenländer in gleicher Weise.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, warum sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern weiterhin fossile Energiekapazitäten aufgebaut werden. Dies hat zum einen technische Gründe: Erneuerbare Energien (EE) wie die Windkraft oder die Photovoltaik sind nicht grundlastfähig, solange es keine "intelligenten" Stromnetze und Speichermöglichkeiten gibt. Zum anderen sind die Investitionskosten in EE derzeit noch höher als bei fossilen Kraftwerken. Dabei muss jedoch bedacht werden, dass bei Letzteren über die gesamte Betriebsdauer die Kosten für die Primärenergieträger, also Kohle oder Erdgas, anfallen.

Leser-Kommentare
  1. Deshalb ist jemand wie H. Scheer gegen desertec. Unsere Atommafia-Wüste haben wir hier in Dtl, hier muß 100% EE erreicht werden!

    Sinnvoller wäre es endlich die innerdt. Hochspannungsleitungen von ca 800 km die die DENA schon vor 10 Jahren gefordert hat zu bauen.
    Auch HGÜs nach Norwegen und seine Speicher von über 80 TWh sollten baldmöglichst gebaut werden, z.B. Norger KS.

    EE gibt es in Dtl mehr genug, dazu muß niemand in die Wüste und unser Geld schon garnicht.

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    Der Vorteil EE Kraftwerke in Nordafrika zu bauen besteht nicht nur darin, dass der Strom dort kostengünstiger produziert werden kann. Sondern vor allem scheint die Sonne und bläst der Wind eben nicht kontinuierlich zu jeder Tageszeit/Jahreszeit. Durch eine weite räumliche Streuung der Kraftwerke kann das Hauptproblem der EE, dass sie keine Grundlast bringt, gelöst werden.
    Bei einer rein nationalen EE Wirtschaft würde in Winternächten die Stromproduktion massiv einbrechen die EE Technologien um dieses Problem zu kompensieren sind leider zu teuer (langfristige Energiespeicherung) oder problematisch (Geothermie und Biogas).

    .. nämlich: Scheer ist der oberste Photovoltaik-Lobbyist, und diese Lobby fürchtet schlicht um ihre Pründe. Keine andere Branche wird so mit Subventionen überschüttet, und zwar sinnlosen Subventionen: mit der heute verfügbaren Technik kann "einhemische" Photovoltaik keinen wirklich nennenswerten Beitrag zum Energiemix leisten. Die Lasten, die dem Stromkunden auf diese Weise für die nächsten 20 Jahre aufgebürdet werden, sind dagegen schon heute gigantisch - derzeit jährlich (!) etwa 10 Milliarden Euro - und steigen ständig weiter.

    Hätte man schon vor 10 Jahren begonnen, diese Mega-Subventionen in sinnvolle Projekte und Forschung für erneuerbare Energien zu stecken, wäre dem Klima tausendmal mehr gedient. Sinnvoll heißt: langfristig wirtschaftlich. Was wir brauchen, ist ein europaweiter Verbund von HGÜ-Stromnetzen, die mit wenig Verlust den Strom über tausende Kilometer transportieren können. Dann Stromerzeugung über ganz Europa verteilt an den Standorten, die sich am besten eignen: Windkraft in Rußland, Skandinavien und den Mittelmeerküsten Afrikas, Solarthermie in Nordafrika und Südeuropa. Alles technisch machbar, und würde sich nach einer Anschubfinanzierung - im Gegensatz zu PV-Strom in Deutschland - selbst refinanzieren. Weil immer irgendwo der Wind weht, würde das Grundlastproblem sich so weitehend auflösen.

    Wir müssen weg vom "Selbstversorger"-Ideal. Der Umstieg auf Erneuerbare ist ohne Großprojkte wie Desertec nur eine sehr,sehr Gelddruckmaschine für Scheers Klientel.

    • joG
    • 05.08.2010 um 10:08 Uhr

    ....mit hohen Kosten erzeugt, sollte man sich die Zusatzkosten des Transports sparen und dort unsere Energie intensive Industrie ansiedeln.

    Selten so gut gelacht. Herr Scheer ist ein Mann voller Vorurteile. Er ist einer der Ökonomen, deren Ergebnisse immer der eigenen Ideologie entsprechen. Wissenschaft ist für ihn nicht Mittel zur Wahrheitsfindung sondern allenfalls Argumentationshilfe.

    Ich würde keinen Pfifferling auf etwas wetten, was er sagt. Ich würde nicht bestreiten, dass er ein kluger Mann ist, aber ich wundere mich, dass er so billig polemisiert.

    Früher war es für uns ökologisch orientiere Menschen leicht. Die meisten waren links und ökologisch, einige wie ich auch liberal und ökologisch, wenige auch konservativ und ökologisch.

    Alle konnten wir gemeinsam für mehr Umweltschutz/regenerative Energie kämpfen. Ein erstes spaltendes Moment war die Kernenergie, aber das konnte man noch ignorieren.
    Jetzt kommt ein massiv spaltendes Moment hinzu. Die Kommerzialisierung der regenerativen Energie. Das trennt die Ökobewegung. Die progressiven, wie ich, sind begeistert. Dass man mit Windenergie inzwischen gutes Geld verdient, freut mich. Aber die Linken mit denen ich Jahre lang seit an seit für ökologischere Energiegewinnung diskutiert habe, steigen jetzt aus.
    Sie sind nicht für eine ökologische Marktwirtschaft, sondern für eine andere Welt. Das spaltet uns. Ich hoffe, dass die progressiven sich durchsetzen. Ich habe nichts gegen ein Ökoporsche, ich habe nichts gegen den ersten Ökomilliardär - aber diese Kommerzialisierung ist eine Herausforderung.

    Der Vorteil EE Kraftwerke in Nordafrika zu bauen besteht nicht nur darin, dass der Strom dort kostengünstiger produziert werden kann. Sondern vor allem scheint die Sonne und bläst der Wind eben nicht kontinuierlich zu jeder Tageszeit/Jahreszeit. Durch eine weite räumliche Streuung der Kraftwerke kann das Hauptproblem der EE, dass sie keine Grundlast bringt, gelöst werden.
    Bei einer rein nationalen EE Wirtschaft würde in Winternächten die Stromproduktion massiv einbrechen die EE Technologien um dieses Problem zu kompensieren sind leider zu teuer (langfristige Energiespeicherung) oder problematisch (Geothermie und Biogas).

    .. nämlich: Scheer ist der oberste Photovoltaik-Lobbyist, und diese Lobby fürchtet schlicht um ihre Pründe. Keine andere Branche wird so mit Subventionen überschüttet, und zwar sinnlosen Subventionen: mit der heute verfügbaren Technik kann "einhemische" Photovoltaik keinen wirklich nennenswerten Beitrag zum Energiemix leisten. Die Lasten, die dem Stromkunden auf diese Weise für die nächsten 20 Jahre aufgebürdet werden, sind dagegen schon heute gigantisch - derzeit jährlich (!) etwa 10 Milliarden Euro - und steigen ständig weiter.

    Hätte man schon vor 10 Jahren begonnen, diese Mega-Subventionen in sinnvolle Projekte und Forschung für erneuerbare Energien zu stecken, wäre dem Klima tausendmal mehr gedient. Sinnvoll heißt: langfristig wirtschaftlich. Was wir brauchen, ist ein europaweiter Verbund von HGÜ-Stromnetzen, die mit wenig Verlust den Strom über tausende Kilometer transportieren können. Dann Stromerzeugung über ganz Europa verteilt an den Standorten, die sich am besten eignen: Windkraft in Rußland, Skandinavien und den Mittelmeerküsten Afrikas, Solarthermie in Nordafrika und Südeuropa. Alles technisch machbar, und würde sich nach einer Anschubfinanzierung - im Gegensatz zu PV-Strom in Deutschland - selbst refinanzieren. Weil immer irgendwo der Wind weht, würde das Grundlastproblem sich so weitehend auflösen.

    Wir müssen weg vom "Selbstversorger"-Ideal. Der Umstieg auf Erneuerbare ist ohne Großprojkte wie Desertec nur eine sehr,sehr Gelddruckmaschine für Scheers Klientel.

    • joG
    • 05.08.2010 um 10:08 Uhr

    ....mit hohen Kosten erzeugt, sollte man sich die Zusatzkosten des Transports sparen und dort unsere Energie intensive Industrie ansiedeln.

    Selten so gut gelacht. Herr Scheer ist ein Mann voller Vorurteile. Er ist einer der Ökonomen, deren Ergebnisse immer der eigenen Ideologie entsprechen. Wissenschaft ist für ihn nicht Mittel zur Wahrheitsfindung sondern allenfalls Argumentationshilfe.

    Ich würde keinen Pfifferling auf etwas wetten, was er sagt. Ich würde nicht bestreiten, dass er ein kluger Mann ist, aber ich wundere mich, dass er so billig polemisiert.

    Früher war es für uns ökologisch orientiere Menschen leicht. Die meisten waren links und ökologisch, einige wie ich auch liberal und ökologisch, wenige auch konservativ und ökologisch.

    Alle konnten wir gemeinsam für mehr Umweltschutz/regenerative Energie kämpfen. Ein erstes spaltendes Moment war die Kernenergie, aber das konnte man noch ignorieren.
    Jetzt kommt ein massiv spaltendes Moment hinzu. Die Kommerzialisierung der regenerativen Energie. Das trennt die Ökobewegung. Die progressiven, wie ich, sind begeistert. Dass man mit Windenergie inzwischen gutes Geld verdient, freut mich. Aber die Linken mit denen ich Jahre lang seit an seit für ökologischere Energiegewinnung diskutiert habe, steigen jetzt aus.
    Sie sind nicht für eine ökologische Marktwirtschaft, sondern für eine andere Welt. Das spaltet uns. Ich hoffe, dass die progressiven sich durchsetzen. Ich habe nichts gegen ein Ökoporsche, ich habe nichts gegen den ersten Ökomilliardär - aber diese Kommerzialisierung ist eine Herausforderung.

  2. Der Vorteil EE Kraftwerke in Nordafrika zu bauen besteht nicht nur darin, dass der Strom dort kostengünstiger produziert werden kann. Sondern vor allem scheint die Sonne und bläst der Wind eben nicht kontinuierlich zu jeder Tageszeit/Jahreszeit. Durch eine weite räumliche Streuung der Kraftwerke kann das Hauptproblem der EE, dass sie keine Grundlast bringt, gelöst werden.
    Bei einer rein nationalen EE Wirtschaft würde in Winternächten die Stromproduktion massiv einbrechen die EE Technologien um dieses Problem zu kompensieren sind leider zu teuer (langfristige Energiespeicherung) oder problematisch (Geothermie und Biogas).

  3. .. nämlich: Scheer ist der oberste Photovoltaik-Lobbyist, und diese Lobby fürchtet schlicht um ihre Pründe. Keine andere Branche wird so mit Subventionen überschüttet, und zwar sinnlosen Subventionen: mit der heute verfügbaren Technik kann "einhemische" Photovoltaik keinen wirklich nennenswerten Beitrag zum Energiemix leisten. Die Lasten, die dem Stromkunden auf diese Weise für die nächsten 20 Jahre aufgebürdet werden, sind dagegen schon heute gigantisch - derzeit jährlich (!) etwa 10 Milliarden Euro - und steigen ständig weiter.

    Hätte man schon vor 10 Jahren begonnen, diese Mega-Subventionen in sinnvolle Projekte und Forschung für erneuerbare Energien zu stecken, wäre dem Klima tausendmal mehr gedient. Sinnvoll heißt: langfristig wirtschaftlich. Was wir brauchen, ist ein europaweiter Verbund von HGÜ-Stromnetzen, die mit wenig Verlust den Strom über tausende Kilometer transportieren können. Dann Stromerzeugung über ganz Europa verteilt an den Standorten, die sich am besten eignen: Windkraft in Rußland, Skandinavien und den Mittelmeerküsten Afrikas, Solarthermie in Nordafrika und Südeuropa. Alles technisch machbar, und würde sich nach einer Anschubfinanzierung - im Gegensatz zu PV-Strom in Deutschland - selbst refinanzieren. Weil immer irgendwo der Wind weht, würde das Grundlastproblem sich so weitehend auflösen.

    Wir müssen weg vom "Selbstversorger"-Ideal. Der Umstieg auf Erneuerbare ist ohne Großprojkte wie Desertec nur eine sehr,sehr Gelddruckmaschine für Scheers Klientel.

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    Also wenn Sie schon Kosten nennen, dann erwähnen Sie auch bitte die Faktoren, die Sie außen vor lassen.
    Unberücksichtigt bleiben jedoch die Preise für nicht ausgestossendes CO2 und somit auch vermiedene Umweltschäden.
    Volkswirtschaftlich ist auch nicht zu verachten, dass keine fossilen Brennstoffe aus dem Ausland importiert werden müssen und nur teilweise über mögliche Exporte wieder ins Land kommen (Stichwort Außenbeitrag, Multiplikatoreffekt, Finanzierung von Kommunen)
    Auch nicht zu vernachlässigen ist auch der Merit-Order-Effekt.
    Es kann doch niemand erwarten, dass von gestern auf gleich ein riesiger Anteil an Photovoltaik entsteht. Dafür ist die Branche noch zu jung. Dennoch trägt die PV inzwischen 1,1 % am Endenergieverbrauch bei. Bei einer Steigerung von ca. 40% von 2008 auf 2009. Und dieses Jahr kommmen mindestens 0,6% am Endenergieverbrauch dazu.
    Unumstritten sind die zudem Leistungssteigerungs- und Kostensenkungspotentiale der PV je größer der Markt wird. (dazu gibts u.A. Studien vom BMU)
    Heute schon ist die Photovoltaik in der Lage im Süden Europas Strom zur sogenannten Grid Paritiy beizutragen. Und jedes Jahr wird der Preis um circa 10 % weiter fallen. Da hätte das ganze Geld in Forschung auch nichts gebracht, denn nichts ist innovativer als der Markt und hätte unter keinen Umständen zu solch einem Massenmarkt und damit verbundenen Kostensenkungen geführt.

    z.B. Solarthermischen Kraftwerksanlagen unterscheiden.

    Danke.

    ... gründlich lesen. Ich habe sehr bewußt geschrieben, daß wir auf SolarTHERMIE setzen sollten - und nicht auf hochsubventionierte Photovoltaik.

    Also wenn Sie schon Kosten nennen, dann erwähnen Sie auch bitte die Faktoren, die Sie außen vor lassen.
    Unberücksichtigt bleiben jedoch die Preise für nicht ausgestossendes CO2 und somit auch vermiedene Umweltschäden.
    Volkswirtschaftlich ist auch nicht zu verachten, dass keine fossilen Brennstoffe aus dem Ausland importiert werden müssen und nur teilweise über mögliche Exporte wieder ins Land kommen (Stichwort Außenbeitrag, Multiplikatoreffekt, Finanzierung von Kommunen)
    Auch nicht zu vernachlässigen ist auch der Merit-Order-Effekt.
    Es kann doch niemand erwarten, dass von gestern auf gleich ein riesiger Anteil an Photovoltaik entsteht. Dafür ist die Branche noch zu jung. Dennoch trägt die PV inzwischen 1,1 % am Endenergieverbrauch bei. Bei einer Steigerung von ca. 40% von 2008 auf 2009. Und dieses Jahr kommmen mindestens 0,6% am Endenergieverbrauch dazu.
    Unumstritten sind die zudem Leistungssteigerungs- und Kostensenkungspotentiale der PV je größer der Markt wird. (dazu gibts u.A. Studien vom BMU)
    Heute schon ist die Photovoltaik in der Lage im Süden Europas Strom zur sogenannten Grid Paritiy beizutragen. Und jedes Jahr wird der Preis um circa 10 % weiter fallen. Da hätte das ganze Geld in Forschung auch nichts gebracht, denn nichts ist innovativer als der Markt und hätte unter keinen Umständen zu solch einem Massenmarkt und damit verbundenen Kostensenkungen geführt.

    z.B. Solarthermischen Kraftwerksanlagen unterscheiden.

    Danke.

    ... gründlich lesen. Ich habe sehr bewußt geschrieben, daß wir auf SolarTHERMIE setzen sollten - und nicht auf hochsubventionierte Photovoltaik.

  4. Also wenn Sie schon Kosten nennen, dann erwähnen Sie auch bitte die Faktoren, die Sie außen vor lassen.
    Unberücksichtigt bleiben jedoch die Preise für nicht ausgestossendes CO2 und somit auch vermiedene Umweltschäden.
    Volkswirtschaftlich ist auch nicht zu verachten, dass keine fossilen Brennstoffe aus dem Ausland importiert werden müssen und nur teilweise über mögliche Exporte wieder ins Land kommen (Stichwort Außenbeitrag, Multiplikatoreffekt, Finanzierung von Kommunen)
    Auch nicht zu vernachlässigen ist auch der Merit-Order-Effekt.
    Es kann doch niemand erwarten, dass von gestern auf gleich ein riesiger Anteil an Photovoltaik entsteht. Dafür ist die Branche noch zu jung. Dennoch trägt die PV inzwischen 1,1 % am Endenergieverbrauch bei. Bei einer Steigerung von ca. 40% von 2008 auf 2009. Und dieses Jahr kommmen mindestens 0,6% am Endenergieverbrauch dazu.
    Unumstritten sind die zudem Leistungssteigerungs- und Kostensenkungspotentiale der PV je größer der Markt wird. (dazu gibts u.A. Studien vom BMU)
    Heute schon ist die Photovoltaik in der Lage im Süden Europas Strom zur sogenannten Grid Paritiy beizutragen. Und jedes Jahr wird der Preis um circa 10 % weiter fallen. Da hätte das ganze Geld in Forschung auch nichts gebracht, denn nichts ist innovativer als der Markt und hätte unter keinen Umständen zu solch einem Massenmarkt und damit verbundenen Kostensenkungen geführt.

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    Das Problem der PV ist, dass sie die kostenineffizienteste Stromgewinnungsmöglichkeit ist. Großtechnischer Einsatz von PV ist nur der enormen PV Lobby in Deutschland geschuldet, welche durch die enorme Subventionierung (6 Euro pro Monat pro Stromabnehmer) von PV Anlagen entstehen konnte. Will man Kraftwerke fürs Stromnetz bauen, erhält man durch Investition in andere EE (Windkraft oder Solarthermie) ein Vielfaches der Leistung von PV Anlagen zum gleichen Preis.

    Jedoch haben Photovoltaikanlagen den Vorteil, dass sie in fast beliebiger Größe gebaut werden können und gut transportierbar sind. Daher eignet sich diese Technologie für viele Kleinanwendungen, für dieses Feld sollte PV gefördert werden. Aber ein Einsatz in der grundlegenden Stromversorgung ist schlichtweg unwirtschaftlich.

    Das Problem der PV ist, dass sie die kostenineffizienteste Stromgewinnungsmöglichkeit ist. Großtechnischer Einsatz von PV ist nur der enormen PV Lobby in Deutschland geschuldet, welche durch die enorme Subventionierung (6 Euro pro Monat pro Stromabnehmer) von PV Anlagen entstehen konnte. Will man Kraftwerke fürs Stromnetz bauen, erhält man durch Investition in andere EE (Windkraft oder Solarthermie) ein Vielfaches der Leistung von PV Anlagen zum gleichen Preis.

    Jedoch haben Photovoltaikanlagen den Vorteil, dass sie in fast beliebiger Größe gebaut werden können und gut transportierbar sind. Daher eignet sich diese Technologie für viele Kleinanwendungen, für dieses Feld sollte PV gefördert werden. Aber ein Einsatz in der grundlegenden Stromversorgung ist schlichtweg unwirtschaftlich.

  5. Das Problem der PV ist, dass sie die kostenineffizienteste Stromgewinnungsmöglichkeit ist. Großtechnischer Einsatz von PV ist nur der enormen PV Lobby in Deutschland geschuldet, welche durch die enorme Subventionierung (6 Euro pro Monat pro Stromabnehmer) von PV Anlagen entstehen konnte. Will man Kraftwerke fürs Stromnetz bauen, erhält man durch Investition in andere EE (Windkraft oder Solarthermie) ein Vielfaches der Leistung von PV Anlagen zum gleichen Preis.

    Jedoch haben Photovoltaikanlagen den Vorteil, dass sie in fast beliebiger Größe gebaut werden können und gut transportierbar sind. Daher eignet sich diese Technologie für viele Kleinanwendungen, für dieses Feld sollte PV gefördert werden. Aber ein Einsatz in der grundlegenden Stromversorgung ist schlichtweg unwirtschaftlich.

  6. ... dass der Strom aus Desertec - sofern dieses Projekt Realität wird - nicht günstiger als hiesiger Strom sein wird. Denn zusätzlich kommen noch Durchleitungsgebühren (ab HGÜ-Übergabepunkt in Deutschland) und Steuern drauf... was schon heute 50-75% des Strompreises für die Endkunden ausmacht, was derart nicht auf die dezentralen Erneuerbaren Energien (v.a. BHKW, PV) zutrifft.

    Zudem, selbst wenn Desertec ca. 15% des (EU-weiten) Strombedarfs decken kann... die restlichen 85% müssen wir schon selbst erzeugen. PLUS die restliche benötigte Energie, es geht ja nicht nur um Strom alleine. Natürlich sind wir zu weit mehr als 100% der Energieversorgung aus heimischen Erneuerbaren Energien in der Lage. Heute mag deren Preis noch über dem der Fossilen liegen, aber er sinkt ständig, währen die Fossilen immer teurer werden, alleine schon aufgrund deren Endlichkeit.

    Und wenn man die ca. 300 Mrd. Euro Förderung für die Kohle- und Atomenergie der letzten Jahrzehnte bis heute (ohne Klimawandel und ohne Endlagerung) berücksichtigt, dann gibts die nahezu unendlichen Erneuerbaren Energien zum Schnäppchenpreis.

  7. Desertec würde eine riesige Investitionsruine, wenn es realisiert würde; ganz abgesehen davon, dass es politisch unklug wäre, einen Anteil von 15% des Strombedarfs aus einer außereuropäischen Quelle decken zu wollen.

    Es wäre an der Zeit, die ersten Bio-Wasserstoffanlagen zu bauen und den Eintritt in eine dezentrale Wasserstoffwirtschaft zu starten. Die Investitionskosten hierfür sind lächerlich gering verglichen mit Desertec, Wärme und Strom unschlagbar günstig, bei Bedarf abrufbar.

    Nein, Desertec, das ist Schnee von gestern.

  8. Kunden dar; bis hin zur autonomen Versorgung mittels Hybrid (kleine WEA) und entsprechender Speichermöglichkeit*.

    Der Gedanke hinter der autonomen Energieversorgung von Kunden steht mit seinem gesellschaftspolitischen Blick auf eine unabhängige Gesellschaft diametral zu Plänen wie ´Desertec´.

    Selbst die großen Windenergieanlagen taugen nur zur zentralen Versorgung des Stromendabnehmers-und das ist auch so gewollt, denn eine Unabhängigkeit des Endverbrauchers ist aus profitablen Gründen nicht gewünscht.

    * Mit dem demnächst beginnenden Zeitalter der Emobile wird ein `
    technologischer Wettbewerb im Bereich der Speicherung einsetzen, das dann natürlich auch seine Rückwirkung auf Energiespeicherung in an anderen Feldern haben wird.

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    Es ist natürlich unendlich wichtig, beim Strom Selbstversorger zu werden. Und beim Verkehr. Und bei den Nahrungsmitteln. Auch unsere Kleider sollten wir selber weben, aus Flachs im eigenen Gärtlein und Wolle vom eigenen Schaf. Hurra! Wir sind autonom!

    Warum Strom billig und sicher dort produzieren, wo die Verhältnisse günstig sind, wenn ich ihn für ein Vielfaches der Kosten auf meinem Hausdach produzieren kann? Genau diese ARt von Traumtänzerei macht im Ergebnis Energie irrsinnig teuer (genau so, wie sie auch Essen, Kleidung etc irrsinnig teuer machen würde).

    Es ist natürlich unendlich wichtig, beim Strom Selbstversorger zu werden. Und beim Verkehr. Und bei den Nahrungsmitteln. Auch unsere Kleider sollten wir selber weben, aus Flachs im eigenen Gärtlein und Wolle vom eigenen Schaf. Hurra! Wir sind autonom!

    Warum Strom billig und sicher dort produzieren, wo die Verhältnisse günstig sind, wenn ich ihn für ein Vielfaches der Kosten auf meinem Hausdach produzieren kann? Genau diese ARt von Traumtänzerei macht im Ergebnis Energie irrsinnig teuer (genau so, wie sie auch Essen, Kleidung etc irrsinnig teuer machen würde).

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