Nahost Der Rabbi, der Israel abschaffen will
Neturei Karta ist eine Gruppe ultraorthodoxer Juden, die gegen den Staat Israel kämpft. Ihr Leiter will Berater der palästinensischen Regierung werden.
(c) Viktoria Kleber

Rabbi Meir Hirsh
Rabbi Meir Hirsh sitzt in seiner Wohnung in Me’a Sche’arim und wartet. Es ist das Viertel der ultraorthodoxen Juden in Jerusalem. Weiße Häuser, Balkone aus geschwungenen Eisenstangen, alles ein wenig schmuddelig. Putz bröckelt, auf manchen Hausmauern sind Graffiti zu sehen: eine palästinensische Flagge, ein Hakenkreuz. Ultraorthodoxe Juden eilen schnellen Schrittes durch die engen Gassen. Eine Treppe aus weißem Stein führt zur Wohnung von Rabbi Meir Hirsh. Er möchte Berater der palästinensischen Regierung werden.
"Ein Jude ist kein Zionist" steht auf seinem Klingelschild. Meir Hirsh trägt einen schwarzen Mantel, einen luftigen, langen weißroten Bart, die Judenlocken locken sich nicht. Auf dem Kopf sitzt ein Hut, auf der Nase eine dicke Hornbrille. Der Rabbi wartet auf einen Anruf, eine E-Mail, auf einen Brief von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Mit ihm ist er in regem Kontakt, er will Berater der palästinensischen Regierung werden.
Seit drei Monaten leitet Rabbi Meir Hirsh die Organisation Neturei Karta, eine Gruppierung von ultraorthodoxen Juden, die gegen Israel kämpft. Die Errichtung des Staates Israels von Menschenhand spreche gegen die Thora. Hier steht geschrieben, dass erst nach Ankunft des Messias ein jüdischer Staat entsteht, durch göttliche Fügung. Bis dahin sei es Juden erlaubt hier zu leben, aber nur unter der Führung eines anderen Volkes.
Die Mitglieder von Neturei Karta solidarisieren sich mit der Gazaflottila, besuchen die Verwundeten im Krankenhaus. Mit Irans umstrittenem Staatspräsidenten Ahmadineschad treffen sie sich zum Kaffee, flogen sogar zu einer Konferenz nach Teheran, die den Holocaust leugnete. Regelmäßig senden sie Lastwagen mit Hilfsgütern nach Gaza, sie arbeiten mit der Hamas zusammen, wollen den Palästinenser helfen, die Zionisten loszuwerden. "Die Palästinenser waren zuerst hier, Zionisten können ihnen nicht einfach das Land weg nehmen", sagt Rabbi Meir Hirsh.
Er will die Auflösung Israels und die Errichtung eines palästinensischen Staates fördern, will, dass Juden und Palästinenser dort friedlich zusammenleben, so, wie vor der Gründung des Staates Israels. All die Juden, die vor 1948 hier waren, hätten das Recht hier zu bleiben. "Aber die Zionisten, all die Juden, die nach der Gründung gekommen sind, sollen zurück in ihre Heimatländer." Zurück in Länder, die sie nicht kennen, wo ihre Familien verfolgt, ermordet wurden.
Rabbi Hirsh ist extrem, seine Formulierungen sind klar. Er unterscheidet zwischen Juden und Zionisten. Was ihn in Israel und bei Juden weltweit besonders verhasst macht, sind seine Äußerungen über den Holocaust. "Die Schoah haben die Zionisten provoziert, sie sind mitschuldig daran", behauptet er. "Es war ein Plan von den Zionisten, um danach Palästina einfacher in Besitz zu nehmen." Neturei Karta ist selbst in der ultraorthodoxen Gemeinde eine Minderheit. "Es sind Verräter und Lügner", sagt Moses, der eine Ausbildung zum Rabbiner macht. "Wie kann ein Jude so etwas über den Holocaust sagen und dann mit den Feinden Israels zusammenarbeiten?"
Die Regierung geht nicht gegen Neturei Karta vor. Sie will sich nicht einmal über die Gruppierung äußern. In einer Demokratie habe jeder das Recht, seine Meinung kund zu tun, meint Professor Friedman von der Bar Ilan Universität in Israel. Er stuft Neturei Karta als ungefährlich ein. "Sie beteiligen sich nicht aktiv an terroristischen Aktionen, sondern drücken nur ihre Sympathie für die Feinde Israels aus." Der Staat werde sich erst dann einmischen, sobald die Gruppierung ihrer Ideologie Taten folgen ließe. "Die Regierung handelt clever", sagt Friedman, "Strafen ändern nichts an einer Überzeugung, sondern bringen nur Aufmerksamkeit und mehr Anhänger." Gewalttätige Aktionen gab es bei Neturei Karta bisher noch nicht, und die seien auch nicht geplant, versichert Meir Hirsh.
- Datum 30.07.2010 - 06:28 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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"Die Schoah haben die Zionisten provoziert, sie sind mitschuldig daran", behauptet Hirsh. "Es war ein Plan von den Zionisten, um danach Palästina einfacher in Besitz zu nehmen."
Das sollte mal ein deutscher Nichtjude sagen!
Auch wenn Professor Friedman zufolge in einer Demokratie jeder das Recht habe, seine Meinung kund zu tun...
Das es ein Jude sagt macht es aber aucht nicht wahrer. Der Spruch ist Blödsinn pur. Hitler waren die Zionisten und Palästina egal und seine Absicht die deutschen Juden wie die übrigen Europas betreffend schon in den 20ern klar. Vernichtung. Insofern konnten irgenwelche Zionisten, so es so was überhaupt gab oder gibt in dem Sinn in dem es Hirsh meint gar nichts provozieren.
Das es eine radikale Minderheit unter den orthodoxen Juden gibt die den Staat Israel ablehnen da weltlich ist ja nun nix neues. Die gab es schon immer seit Israel gegründet wurde und sitzen seit der Zeit seltsamerweise imemr mit ein paar Abgeordneten in dem Parlament des Staates den sie so strikt ablehnen. Das ein paar von denen die Palästinenser im allgemeinen und Hamas im besonderen unterstützen ist aus deren Sicht nur konsequent und nicht verwunderlich.
Ich hoffe nur, daß Sie das mal nicht bereuen werden und die Hamas den gleichen Unterschied macht zwischen "Juden", "Israelis" und "Zionisten" den sie propagieren.
...Nicht-Jude sagen. Natürlich sollte er nicht solchen durchgeknallten historischen Blödsinn verzapfen.
Im Übrigen meine ich, dass die Deutschen, und das noch für viele Generationen, seit der Schoah ein besonderes Volk sind: Ein Volk mit besonderer Verantwortung, man könnte sagen, ein auserwähltes Volk. Deutsche können über Juden und über Israel nicht einfach so daherreden, wie es ihnen beim Bier einfällt, denn sie tragen Verantwortung, nicht für die Vergangenheit,sondern für die Zukunft. Vom Annehmen dieser geschichtlichen Aufgabe hängt es ab, ob Deutschland eine Kulturnation ist und bleibt.
während des dritten reichs wurden nicht nur juden verfolgt und vernichtet. deutschland trägt verantwortung, aber nicht NUR gegenüber den juden. sondern gegenüber verfolgung und unrecht allgemein. um dieser verantwortung gerecht zu werden, muss auch unrecht in palästina klar und deutlich abgelehnt werden. meines wissens tat dies bisher keine deutsche regierung
Das es ein Jude sagt macht es aber aucht nicht wahrer. Der Spruch ist Blödsinn pur. Hitler waren die Zionisten und Palästina egal und seine Absicht die deutschen Juden wie die übrigen Europas betreffend schon in den 20ern klar. Vernichtung. Insofern konnten irgenwelche Zionisten, so es so was überhaupt gab oder gibt in dem Sinn in dem es Hirsh meint gar nichts provozieren.
Das es eine radikale Minderheit unter den orthodoxen Juden gibt die den Staat Israel ablehnen da weltlich ist ja nun nix neues. Die gab es schon immer seit Israel gegründet wurde und sitzen seit der Zeit seltsamerweise imemr mit ein paar Abgeordneten in dem Parlament des Staates den sie so strikt ablehnen. Das ein paar von denen die Palästinenser im allgemeinen und Hamas im besonderen unterstützen ist aus deren Sicht nur konsequent und nicht verwunderlich.
Ich hoffe nur, daß Sie das mal nicht bereuen werden und die Hamas den gleichen Unterschied macht zwischen "Juden", "Israelis" und "Zionisten" den sie propagieren.
...Nicht-Jude sagen. Natürlich sollte er nicht solchen durchgeknallten historischen Blödsinn verzapfen.
Im Übrigen meine ich, dass die Deutschen, und das noch für viele Generationen, seit der Schoah ein besonderes Volk sind: Ein Volk mit besonderer Verantwortung, man könnte sagen, ein auserwähltes Volk. Deutsche können über Juden und über Israel nicht einfach so daherreden, wie es ihnen beim Bier einfällt, denn sie tragen Verantwortung, nicht für die Vergangenheit,sondern für die Zukunft. Vom Annehmen dieser geschichtlichen Aufgabe hängt es ab, ob Deutschland eine Kulturnation ist und bleibt.
während des dritten reichs wurden nicht nur juden verfolgt und vernichtet. deutschland trägt verantwortung, aber nicht NUR gegenüber den juden. sondern gegenüber verfolgung und unrecht allgemein. um dieser verantwortung gerecht zu werden, muss auch unrecht in palästina klar und deutlich abgelehnt werden. meines wissens tat dies bisher keine deutsche regierung
Belegen Sie solche Aussagen mit seriösen Quellenangaben. Die Redaktion / mh
Sie kennen die Zukunft? Bitte erleuchten Sie uns was noch alles kommen wird wegen Israel.
Ich behaupte es wird so weitergehen wie immer. Konflikt auf kleiner Flamme und die Welt dreht sich weiter derweil in paar Idioten in Nahost sich die Köpfe einschlagen
[entfernt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen und bemühen Sie sich um differenzierte Diskussionsbeiträge. Vielen Dank. Die Redaktion/ew]
Sie kennen die Zukunft? Bitte erleuchten Sie uns was noch alles kommen wird wegen Israel.
Ich behaupte es wird so weitergehen wie immer. Konflikt auf kleiner Flamme und die Welt dreht sich weiter derweil in paar Idioten in Nahost sich die Köpfe einschlagen
[entfernt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen und bemühen Sie sich um differenzierte Diskussionsbeiträge. Vielen Dank. Die Redaktion/ew]
Das es ein Jude sagt macht es aber aucht nicht wahrer. Der Spruch ist Blödsinn pur. Hitler waren die Zionisten und Palästina egal und seine Absicht die deutschen Juden wie die übrigen Europas betreffend schon in den 20ern klar. Vernichtung. Insofern konnten irgenwelche Zionisten, so es so was überhaupt gab oder gibt in dem Sinn in dem es Hirsh meint gar nichts provozieren.
Das es eine radikale Minderheit unter den orthodoxen Juden gibt die den Staat Israel ablehnen da weltlich ist ja nun nix neues. Die gab es schon immer seit Israel gegründet wurde und sitzen seit der Zeit seltsamerweise imemr mit ein paar Abgeordneten in dem Parlament des Staates den sie so strikt ablehnen. Das ein paar von denen die Palästinenser im allgemeinen und Hamas im besonderen unterstützen ist aus deren Sicht nur konsequent und nicht verwunderlich.
Ich hoffe nur, daß Sie das mal nicht bereuen werden und die Hamas den gleichen Unterschied macht zwischen "Juden", "Israelis" und "Zionisten" den sie propagieren.
Nicht nur daß. Diese Menschen lehnen Israel ab, aber Geld kassieren sie von Israel.Sie arbeiten nicht, verrichten keinen Militärdienst und wollen über alle anderen bestimmen.Im Durschnitt haben diese Familien 6-8 Kinder und dafür kassieren sie auch von einem in Ihren Augen nicht existierendem Staat.
Meiner Meinung nach muss Israel die religiösen Parteien abschaffen.
Nicht nur daß. Diese Menschen lehnen Israel ab, aber Geld kassieren sie von Israel.Sie arbeiten nicht, verrichten keinen Militärdienst und wollen über alle anderen bestimmen.Im Durschnitt haben diese Familien 6-8 Kinder und dafür kassieren sie auch von einem in Ihren Augen nicht existierendem Staat.
Meiner Meinung nach muss Israel die religiösen Parteien abschaffen.
Sie kennen die Zukunft? Bitte erleuchten Sie uns was noch alles kommen wird wegen Israel.
Ich behaupte es wird so weitergehen wie immer. Konflikt auf kleiner Flamme und die Welt dreht sich weiter derweil in paar Idioten in Nahost sich die Köpfe einschlagen
[entfernt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen und bemühen Sie sich um differenzierte Diskussionsbeiträge. Vielen Dank. Die Redaktion/ew]
[Entfernt, bitte bemühen Sie sich um sachliche Diskussionsbeiträge. Vielen Dank. /Die Redaktion pt.]
naturei kartas wurzel liegen in ungarn. als der zweite weltkrieg ausbrach, weigerte sich der rabbi mit seiner gemeinde nach palaestina zu gehen. er meinte alles werde gut. am ende verliess er mit paar anhaenger den staat und sagte zu der gemeinde, dass sie in ungarn weiterbleiben soll. der rabbi ging am ende nach israel seine gemeinde in die vernichtungslager. somit ist die bewegung fuer den tod von tausenden juden verantwortlich, die zionisten haetten retten koennen.
"Die Errichtung des Staates Israels von Menschenhand spreche gegen die Thora."
wo steht das in der torah???
"Hier steht geschrieben, dass erst nach Ankunft des Messias ein jüdischer Staat entsteht, durch göttliche Fügung."
das steht nirgendwo geschrieben.
"Bis dahin sei es Juden erlaubt hier zu leben, aber nur unter der Führung eines anderen Volkes."
so was gibt es auch in keiner juedischer schrift.
Ich muss sie enttäuschen, aber diese Aussagen befinden sich wirklich in der Thora. Ich habe zu diesem Thema ein ausführliches Referat gehalten, jedoch finde ich meine Unterlagen leider nicht und kann Ihnen somit nicht mitteilen wo genau sie diese Aussagen finden aber soweit ich weis, befanden sie sich im Kapitel "Jesaja".
Dieser Rabbi befolgt als einer der ganz wenigen Juden seine Religion absolut richtig.
Ich muss sie enttäuschen, aber diese Aussagen befinden sich wirklich in der Thora. Ich habe zu diesem Thema ein ausführliches Referat gehalten, jedoch finde ich meine Unterlagen leider nicht und kann Ihnen somit nicht mitteilen wo genau sie diese Aussagen finden aber soweit ich weis, befanden sie sich im Kapitel "Jesaja".
Dieser Rabbi befolgt als einer der ganz wenigen Juden seine Religion absolut richtig.
Die Haredim sind schon eine interessante Randgruppe der israelischen Gesellschaft, nur neu ist das ja alles nun nicht. Alte Zöpfe und Bärte sozusagen.
Insbesondere Sie bei der Zeit und den von Ihnen gesponserten Internetplattformen sehen hierzulande (oder z.B. in Holland) jedermann rechts von der CDU oder abseits des Multikulti-Mainstreams scheel an und orten ihn in der braunen Ecke, was natürlich zum Gutteil nur billige Taktik, unreflektiertes Dogma und unbedachter Reflex ist. Und über diese Gruppe berichten Sie als wäre alles ganz normal?
Was will uns die Autorin damit sagen?
Der Begriff Zionismus wird auf nicht-jüdischer Seite heutzutage hauptsächlich dazu verwendet, um anti-jüdisches Sentiment vor dem Vorwurf des Antisemitismus zu beschützen. Letzten Endes meinen aber auch die Antizionisten bloss, die Juden hätten kein Recht auf eine Heimat, der Staat Israel sei illegal, was ja so was von faktenscheu ist, dass man es getrost als antisemitisch bezeichnen kann.
Und hier haben wir endlich jemand, der als orthodoxer Jude ja nicht antisemitisch sein kann, sich aber als Antizionist bezeichnet! Ehrenrettung der Antizionisten! Das ist doch die Kernaussage dieses kleinen Artikels, nicht wahr?
Weil die Zionisten natürlich auch ihr Volk und ihr Land lieben und die "Rückkehr ins gelobte Land" propagierten.
Weil es wirklich nicht darum geht welcher Gott wem was wann versprochen oder vorausgesagt hat.
Allerdings kann es nicht so weitergehen wie bisher, das Land ist zu klein und zu trocken. ALLE leben mehr oder weniger durch finanzielle Unterstützung aus dem Ausland.
Das ist dauerhaft keine Grundlage für eine Existenz.
Die "Freunde" haben auch noch andere Prioritäten.
Meine langfristige Prognose ist die Einstaatenlösung und die Gesundschrumpfung der Bevölkerung auf eine Größe, die dieses Land trägt. Oder immer weiter Gewalt und Krieg, bis einer Seite die Waffen ausgehen, weil kein Geld mehr dafür kommt.
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