Afghanistan-Einsatz Dokumente direkt aus dem Kriegsgeschehen
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Welche Konsequenzen hat die Veröffentlichung für Wikileaks?

 

Welche Konsequenzen hat die Veröffentlichung für Wikileaks?

Den Vorwurf des US-Militärs, man gefährde mit der Veröffentlichung geheimer Militärdaten die nationale Sicherheit, entgegnet Wikileaks-Vertreter Daniel Schmitt: "Wie diese Dokumente ja auch zeigen, sind es ganz andere Stellen, die eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen." Man wolle dazu beitragen, die Sicht auf die wahren Risiken zu lenken.

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Sicher ist: Würde das Pentagon die Macher von Wikileaks in die Finger bekommen, bliebe es sicherlich nicht bei einem freundlichen Gedankenaustausch. Schon vor Jahren befasste man sich in einem internen Strategie-Papier damit, wie man den Geheimnisverrätern am besten das Handwerk legen könnte.

In die USA sollte man als Wikileaks-Aktivist daher jetzt eher nicht mehr einreisen, sagt Schmitt. In den USA selbst gibt es keine Wikileaks-Mitarbeiter. Der Gründer der Seite, Julian Assange, befindet sich derzeit in Großbritannien und fühlt sich dort sicher: "Wir erfahren hier in Großbritannien enorme Unterstützung, sowohl politisch, von der Community und den Journalisten." Er könne sich nicht vorstellen, hier festgenommen oder gar inhaftiert zu werden. "Das würde die politische Führung in diesem Land nicht tolerieren", glaubt er.

Pressekonferenz mit Julian Assange auf Ustream

In einem Strategie-Papier von 2008 schrieb das Pentagon, dass es vor allem das Ziel sein müsse, das Vertrauen in Wikileaks zu untergraben. Einen vermeintlichen Informanten von Wikileaks hat das US-Militär bereits zu fassen bekommen, allerdings nicht durch eigene Ermittlungen, sondern weil der junge Mann namens Bradley Manning sich mit einem bekannten Hacker über seine Taten austauschen wollte, der ihn jedoch ans FBI verriet. Der mutmaßlichen Quelle des Collateral-Murder-Videos drohen jetzt bis zu 52 Jahre Haft . Rein technisch betrachtet hat das FBI keine Chancen, die Quelle hinter der jüngsten Veröffentlichung zu ermitteln, das kann Wikileaks garantieren.

 
Leser-Kommentare
    • WiKa
    • 27.07.2010 um 0:35 Uhr

    Die Berichterstattung rund um diese Enthüllungen offenbart die reine Perversion die da im Gange ist. da schließen sich eine Menge Fragen an. Insbesondere, ob unsere Politiker (auch die deutschen werden da nicht gänzlich ahnungslos gewesen sein) detailliertere Kenntnisse über diese Einsätze hatten.

    Sind Präventivtötungen der neue Weg zum Frieden? Diese Frage werden sich wohl allerhand Politiker gefallen lassen müssen. Hier, wie auch in den Staaten. Wenn jetzt in den nächsten Tagen kein größeres Entsetzen passiert und auch dramatisch korrigiert wird, dann sollte sich der Bürger irgendwann darauf einrichten solche Praktiken im eigenen Staate wiederzufinden. Oder besser ausgedrückt, die Demokratie abschreiben.

    [entfernt. Bitte verzichten Sie auf Zynismus. Danke. Die Redaktion/ew]

  1. Wikileaks hat sich einmal mehr für den Friedensnobelpreis qualifiziert. Man kann ihre Verdienste gar nicht hoch genug bewerten. Vor unseren Augen findet gerade eine mittelschwere Revolution in Sachen Transparenz statt.

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    • LJA
    • 27.07.2010 um 2:35 Uhr

    Wo sehen Sie die denn ? Wir wessen weder, von wem und mit welcher Motivation diese Unterlagen durchgesteckt werden, noch können wir Aussagen über Vollständigkeit, Vorabauswahl oder mögliche Manipulationen machen.
    Offenbar handelt es sich hier um Informationen, die von interessierter Seite zur Verfügung gestellt wurden. Aber von welcher Seite und mit welchem Interesse ? Transparenz sieht anders aus.
    Wirklich beeindruckt wäre ich, wenn von Wikileaks demnächst detaillierte Berichte darüber veröffentlicht werden, wie in Afghanistan kleine Mädchen umgebracht werden, nur weil sie es wagten, zur Schule zu gehen. Oder den Plan darüber, welches Land denn nach Afghanistan als nächstes eine zwangsbeglückende Islamistisierung durch die Taliban erfahren soll. Aber ich vergaß... Das wäre politisch nicht korrekt. Die Bösen sind wir und auf der anderen Seite stehen ja angeblich nur mutige Widerstandskämpfer gegen unseren Imperialismus.

    • LJA
    • 27.07.2010 um 2:35 Uhr

    Wo sehen Sie die denn ? Wir wessen weder, von wem und mit welcher Motivation diese Unterlagen durchgesteckt werden, noch können wir Aussagen über Vollständigkeit, Vorabauswahl oder mögliche Manipulationen machen.
    Offenbar handelt es sich hier um Informationen, die von interessierter Seite zur Verfügung gestellt wurden. Aber von welcher Seite und mit welchem Interesse ? Transparenz sieht anders aus.
    Wirklich beeindruckt wäre ich, wenn von Wikileaks demnächst detaillierte Berichte darüber veröffentlicht werden, wie in Afghanistan kleine Mädchen umgebracht werden, nur weil sie es wagten, zur Schule zu gehen. Oder den Plan darüber, welches Land denn nach Afghanistan als nächstes eine zwangsbeglückende Islamistisierung durch die Taliban erfahren soll. Aber ich vergaß... Das wäre politisch nicht korrekt. Die Bösen sind wir und auf der anderen Seite stehen ja angeblich nur mutige Widerstandskämpfer gegen unseren Imperialismus.

    • Buh
    • 27.07.2010 um 1:43 Uhr

    ...mal überlegt welchen extremen negativen Effekt diese Dokumente auf Präsident Obama haben, zumal bald die Kongresswahlen anstehen, könnte man fast glauben, die Dokumente seien von konservativer Seite an die Öffentlichkeit geraten... Schade, dass nicht bekannt ist, wie Wikileaks an die Daten kam.

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    • sane
    • 27.07.2010 um 3:41 Uhr

    Werden die Namen der Quellen bekannt, ist das mindeste was ihnen droht praktisch lebenslange Haft (geht natürlich noch mehr bei einem Kriegstribunal) in einem schicken Gefängnis im "land of the free" (s. Fall des Videos des Hubschrauberangriffs). Wie viele Leute würden wohl bei nicht garantierter Anonymität den Märtyrer geben?

    Seit den ganzen Skandalen von überwachten Journalisten ist WikiLeaks die letzte Bastion der freien Information. Und eben wegen dieser Überwachung sind die westlichen Regierungen an der Entstehung nicht unschuldig, sie haben es geradezu herausgefordert.

    • Buh
    • 27.07.2010 um 10:15 Uhr

    ...bleibt für mich da dieser üble nachgeschmack. Wer aht so einen ausgeibigen zugang zu so vielen streng geheimen akten? Obama hat extrem viele Feinde, die ihn schnellstens loshaben wollen. Davon sind viele beim Militär tätig. Das Militär ist eben eine Bastion der Kosnervativen. Ich kann mir vorstellen, dass man da einen liebralen Obama nicht so grne hat...

    Ich glaube zudem nicht, dass diese Dokumente auch nur irgenetwas ändern können, ausser korrupte staatsoberhäupter/Hochrangige Politiker oder Militärs durch andere solche zu ersetzen. Dafür sind die Völer offensichtlich zu Machtlos und die Politik zu mächtig. Ich meine, ist irgednwas passiert? Ist das volk auf die straße gegangen weil die Dokumente sagen, dass amerikanische soldaten absichtlich Kinder ermordet haben?=

    Es ist ihnen egal. Hauptsache das Fernsehenpürogramm läuft. Da werden ein paar akten nichts dran ändern. Das Volk wird nicht egfragt.

    • Buh
    • 27.07.2010 um 10:21 Uhr

    "Schon allein die hohe Zahl der Dokumente – fast 92.000 – ist bemerkenswert. Niemals zuvor sind Militärakten in dieser Größenordnung veröffentlicht worden. Dabei seien sogar 14.000 Berichte im Vorfeld auf Bitten der Wikileaks-Quelle noch aussortiert worden, weil in ihnen konkrete Menschen als Informanten der US-Armee erkenntlich gewesen wären, so Daniel Schmitt, deutschsprachiger Wikileaks-Mitstreiter in Berlin. Afghanische Familien etwa, die von konkreten Tätigkeiten der Taliban in ihrem Dorf berichteten."

    Wenn dass timmt dann meinen höchsten Respekt!!! Wikileaks hat alle 92.000 Akten durchgelesen und entsprechend aussortiert? Das ist wirklich eine leistung und zudem zeugt das vonRückgrad. es geht dann eben nicht darum irgendwie schaden anzurichten, wie es manche KRitiker verlautbaren, sondern relevantes Material zu veröffentlichen, dass den Strippenziehern ihre Lügen vor augen hällt...

    • sane
    • 27.07.2010 um 3:41 Uhr

    Werden die Namen der Quellen bekannt, ist das mindeste was ihnen droht praktisch lebenslange Haft (geht natürlich noch mehr bei einem Kriegstribunal) in einem schicken Gefängnis im "land of the free" (s. Fall des Videos des Hubschrauberangriffs). Wie viele Leute würden wohl bei nicht garantierter Anonymität den Märtyrer geben?

    Seit den ganzen Skandalen von überwachten Journalisten ist WikiLeaks die letzte Bastion der freien Information. Und eben wegen dieser Überwachung sind die westlichen Regierungen an der Entstehung nicht unschuldig, sie haben es geradezu herausgefordert.

    • Buh
    • 27.07.2010 um 10:15 Uhr

    ...bleibt für mich da dieser üble nachgeschmack. Wer aht so einen ausgeibigen zugang zu so vielen streng geheimen akten? Obama hat extrem viele Feinde, die ihn schnellstens loshaben wollen. Davon sind viele beim Militär tätig. Das Militär ist eben eine Bastion der Kosnervativen. Ich kann mir vorstellen, dass man da einen liebralen Obama nicht so grne hat...

    Ich glaube zudem nicht, dass diese Dokumente auch nur irgenetwas ändern können, ausser korrupte staatsoberhäupter/Hochrangige Politiker oder Militärs durch andere solche zu ersetzen. Dafür sind die Völer offensichtlich zu Machtlos und die Politik zu mächtig. Ich meine, ist irgednwas passiert? Ist das volk auf die straße gegangen weil die Dokumente sagen, dass amerikanische soldaten absichtlich Kinder ermordet haben?=

    Es ist ihnen egal. Hauptsache das Fernsehenpürogramm läuft. Da werden ein paar akten nichts dran ändern. Das Volk wird nicht egfragt.

    • Buh
    • 27.07.2010 um 10:21 Uhr

    "Schon allein die hohe Zahl der Dokumente – fast 92.000 – ist bemerkenswert. Niemals zuvor sind Militärakten in dieser Größenordnung veröffentlicht worden. Dabei seien sogar 14.000 Berichte im Vorfeld auf Bitten der Wikileaks-Quelle noch aussortiert worden, weil in ihnen konkrete Menschen als Informanten der US-Armee erkenntlich gewesen wären, so Daniel Schmitt, deutschsprachiger Wikileaks-Mitstreiter in Berlin. Afghanische Familien etwa, die von konkreten Tätigkeiten der Taliban in ihrem Dorf berichteten."

    Wenn dass timmt dann meinen höchsten Respekt!!! Wikileaks hat alle 92.000 Akten durchgelesen und entsprechend aussortiert? Das ist wirklich eine leistung und zudem zeugt das vonRückgrad. es geht dann eben nicht darum irgendwie schaden anzurichten, wie es manche KRitiker verlautbaren, sondern relevantes Material zu veröffentlichen, dass den Strippenziehern ihre Lügen vor augen hällt...

  2. Es gab warnende Stimmen. Man konnte sich über den Misstand informieren. Peter Scholl-Latour, Dr. Erös, Chrisoph Hörstel und noch viele andere haben darüber geschrieben und berichtet. Warum sind wir in Afghanistan? Wir gehören da nicht hin und die letzte Gutwilligkeit der Bevölkerung wird kaputt gemacht dadurch, dass die Amerikaner in dem den Deutschen zugeteilten Gebieten wildern. Die Afghanen haben kein Vertrauen mehr zu Uniformierten, wer kann es ihnen verdenken.

  3. Habe hier ein Video, was Einsicht gibt auch über die Berichtserstattung in den letzten Jahren in unseren Medien.
    Vieles hätte schon früher aufgedeckt werden können. Doch das Schweigen wurde von vieler Seite vorgezogen.
    Hier Gespräche mit Christoph Hörstel, Frieder Wagner, Andreas Clauss. Ab Minute 04.53 wird es interessant:
    http://www.youtube.com/wa...

    • LJA
    • 27.07.2010 um 2:35 Uhr

    Wo sehen Sie die denn ? Wir wessen weder, von wem und mit welcher Motivation diese Unterlagen durchgesteckt werden, noch können wir Aussagen über Vollständigkeit, Vorabauswahl oder mögliche Manipulationen machen.
    Offenbar handelt es sich hier um Informationen, die von interessierter Seite zur Verfügung gestellt wurden. Aber von welcher Seite und mit welchem Interesse ? Transparenz sieht anders aus.
    Wirklich beeindruckt wäre ich, wenn von Wikileaks demnächst detaillierte Berichte darüber veröffentlicht werden, wie in Afghanistan kleine Mädchen umgebracht werden, nur weil sie es wagten, zur Schule zu gehen. Oder den Plan darüber, welches Land denn nach Afghanistan als nächstes eine zwangsbeglückende Islamistisierung durch die Taliban erfahren soll. Aber ich vergaß... Das wäre politisch nicht korrekt. Die Bösen sind wir und auf der anderen Seite stehen ja angeblich nur mutige Widerstandskämpfer gegen unseren Imperialismus.

    Antwort auf "Weiter so!"
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    Schauen Sie doch einfach mal in diese Dokumente hinein, dann werden sie sehen, was mit den kleinen Mädchen passiert: Sie werden von Bomben zerfetzt. Von wem und im Namen welcher Wahnvorstellung sie abgefeuert werden ist eher nebensächlich.
    "Interessen"? Möglich dass es die gibt, vor allem im Hinblick auf Obamas Präsidentschaft. Aber wissen Sie, das ist Tagespolitik. Als wesentlich wichtiger würde ich die zum Ausdruck kommende Perversität der Machtmaschinerie bewerten, die vielleicht erstmalig in dieser Grössenordnung relativ zeitgleich mit den Ereignissen der Öffentlichkeit zugänglich wird.
    "Vollständigkeit"? Die Sammlung ist tatsächlich vorab zensiert worden, wie Wikileaks selbst angibt. Man darf also getrost davon sprechen, dass wir hier nur die Spitze des Eisberges sehen. Wollen Sie das als mildernde Umstände gelten lassen, oder doch eher als das Gegenteil?
    Im Übrigen ist die Sammlung gigantisch. Ich hab einige Dokumente gelesen, aber es ist doch eher was für Profis, die sich in den nächsten Monaten durcharbeiten werden. Anschliessend werden Sie die Ergebnisse überprüfen können und es zeichnet sich ab, dass die Realität düsterer ist, als so manche Verschwörungstheorie.

    Ich bin etwas verwirrt darüber, dass der Wikileaks Gründer sich in Sicherheit wähnt. An seiner Stelle hätte ich arges Muffensausen. Immerhin veröffentlicht er Details über die Machenschaften von Menschen, die, wie anhand derselben Dokumente nachgewiesen wird, über Leichen gehen.
    Hoffentlich bleibt er uns noch eine Weile und ein paar gute Dokumente erhalten.

    Schauen Sie doch einfach mal in diese Dokumente hinein, dann werden sie sehen, was mit den kleinen Mädchen passiert: Sie werden von Bomben zerfetzt. Von wem und im Namen welcher Wahnvorstellung sie abgefeuert werden ist eher nebensächlich.
    "Interessen"? Möglich dass es die gibt, vor allem im Hinblick auf Obamas Präsidentschaft. Aber wissen Sie, das ist Tagespolitik. Als wesentlich wichtiger würde ich die zum Ausdruck kommende Perversität der Machtmaschinerie bewerten, die vielleicht erstmalig in dieser Grössenordnung relativ zeitgleich mit den Ereignissen der Öffentlichkeit zugänglich wird.
    "Vollständigkeit"? Die Sammlung ist tatsächlich vorab zensiert worden, wie Wikileaks selbst angibt. Man darf also getrost davon sprechen, dass wir hier nur die Spitze des Eisberges sehen. Wollen Sie das als mildernde Umstände gelten lassen, oder doch eher als das Gegenteil?
    Im Übrigen ist die Sammlung gigantisch. Ich hab einige Dokumente gelesen, aber es ist doch eher was für Profis, die sich in den nächsten Monaten durcharbeiten werden. Anschliessend werden Sie die Ergebnisse überprüfen können und es zeichnet sich ab, dass die Realität düsterer ist, als so manche Verschwörungstheorie.

    Ich bin etwas verwirrt darüber, dass der Wikileaks Gründer sich in Sicherheit wähnt. An seiner Stelle hätte ich arges Muffensausen. Immerhin veröffentlicht er Details über die Machenschaften von Menschen, die, wie anhand derselben Dokumente nachgewiesen wird, über Leichen gehen.
    Hoffentlich bleibt er uns noch eine Weile und ein paar gute Dokumente erhalten.

    • sane
    • 27.07.2010 um 3:41 Uhr

    Werden die Namen der Quellen bekannt, ist das mindeste was ihnen droht praktisch lebenslange Haft (geht natürlich noch mehr bei einem Kriegstribunal) in einem schicken Gefängnis im "land of the free" (s. Fall des Videos des Hubschrauberangriffs). Wie viele Leute würden wohl bei nicht garantierter Anonymität den Märtyrer geben?

    Seit den ganzen Skandalen von überwachten Journalisten ist WikiLeaks die letzte Bastion der freien Information. Und eben wegen dieser Überwachung sind die westlichen Regierungen an der Entstehung nicht unschuldig, sie haben es geradezu herausgefordert.

    Antwort auf "Wenn man.."
  4. Schauen Sie doch einfach mal in diese Dokumente hinein, dann werden sie sehen, was mit den kleinen Mädchen passiert: Sie werden von Bomben zerfetzt. Von wem und im Namen welcher Wahnvorstellung sie abgefeuert werden ist eher nebensächlich.
    "Interessen"? Möglich dass es die gibt, vor allem im Hinblick auf Obamas Präsidentschaft. Aber wissen Sie, das ist Tagespolitik. Als wesentlich wichtiger würde ich die zum Ausdruck kommende Perversität der Machtmaschinerie bewerten, die vielleicht erstmalig in dieser Grössenordnung relativ zeitgleich mit den Ereignissen der Öffentlichkeit zugänglich wird.
    "Vollständigkeit"? Die Sammlung ist tatsächlich vorab zensiert worden, wie Wikileaks selbst angibt. Man darf also getrost davon sprechen, dass wir hier nur die Spitze des Eisberges sehen. Wollen Sie das als mildernde Umstände gelten lassen, oder doch eher als das Gegenteil?
    Im Übrigen ist die Sammlung gigantisch. Ich hab einige Dokumente gelesen, aber es ist doch eher was für Profis, die sich in den nächsten Monaten durcharbeiten werden. Anschliessend werden Sie die Ergebnisse überprüfen können und es zeichnet sich ab, dass die Realität düsterer ist, als so manche Verschwörungstheorie.

    Antwort auf "@ 2 Transparenz ?"
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    • LJA
    • 27.07.2010 um 12:39 Uhr

    "Sauberkeit" dieses Krieges habe ich mir nie Illusionen gemacht. Er steht damit in der traurigen Tradition aller anderen Kriege, die es bisher gab. Aber sind Sie der Meinung, mann müsse die NATO-Truppen abziehen, damit díe Menschen dort wieder in "Frieden" von Taliban, AlQuaida und Co. unterdrückt und mißhandelt werden können ? Natürlich, Bomben explodieren dort dann keine mehr. Dafür wird wieder ganz in aller Ruhe im Sportstadion geköpft oder vor Ort mit Genickschuß hingerichtet. Ist das besser ?
    Hätte diese Einstellung zur Mitte des 20. Jahrhunderts überwogen, so würden heute die Nachfolger Adolf Hilers Europa auf der Grundlage faschistischer Ideologie beherrschen.

    • LJA
    • 27.07.2010 um 12:39 Uhr

    "Sauberkeit" dieses Krieges habe ich mir nie Illusionen gemacht. Er steht damit in der traurigen Tradition aller anderen Kriege, die es bisher gab. Aber sind Sie der Meinung, mann müsse die NATO-Truppen abziehen, damit díe Menschen dort wieder in "Frieden" von Taliban, AlQuaida und Co. unterdrückt und mißhandelt werden können ? Natürlich, Bomben explodieren dort dann keine mehr. Dafür wird wieder ganz in aller Ruhe im Sportstadion geköpft oder vor Ort mit Genickschuß hingerichtet. Ist das besser ?
    Hätte diese Einstellung zur Mitte des 20. Jahrhunderts überwogen, so würden heute die Nachfolger Adolf Hilers Europa auf der Grundlage faschistischer Ideologie beherrschen.

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