Wikileaks-Enthüllungen Das Pentagon sucht nach dem MaulwurfSeite 2/2
Für Experten ist die potenziell bedrohlichste Folge der Veröffentlichung indes eine andere: Sie fragen nach den Folgen für die Kooperation der USA und der Nato mit offiziellen Vertretern Pakistans und Afghanistans . Viele Dokumente betreffen Erkenntnisse der USA, dass Teile des pakistanischen Geheimdienstes ISI die Taliban unterstützen und sogar an der Vorbereitung von Anschlägen auf westliche Truppen beteiligt waren. Und dass afghanische Provinzmachthaber westliche Hilfsgelder veruntreuen und durch ihre Korruption die Bemühungen der Nato behindern, die lokale Bevölkerung zu gewinnen.
Auch die Regierung Obama befürchtet nun zweierlei: Erstens könnte die öffentliche Unterstützung für den Afghanistaneinsatz in allen Nato-Ländern nachlassen, wenn die Bevölkerung erneut erfährt, in welchem Maße offizielle Stellen in Pakistan und Afghanistan die Stabilisierung seit Jahren sabotieren. Zweitens könnten die Kooperationspartner in beiden Staaten beleidigt reagieren, weil ihre Unzuverlässigkeit als Bündnispartner bloßgestellt wird. Manche dort würden zudem argwöhnen, die Veröffentlichung der Dokumente sei eine "Verschwörung" der US-Regierung; denn Regierungsvertreter in solchen autoritär regierten Ländern könnten sich kaum vorstellen, dass geheime Militärunterlagen ohne die gezielte Mithilfe offizieller Stellen in die Medien gelangen.
Um solche negativen Reaktionen aufzufangen, telefonierte der US-Generalstabschef, Admiral Mike Mullen, mit Pakistans Militärchef, General Parvez Kayani. Und der US-Botschafter in Kabul, Karl Eickenberry, sprach mit Afghanistans Präsident Hamid Karzai. Die USA sehen keine Alternative dazu, dennoch mit den Machthabern in Pakistan und Afghanistan zusammenzuarbeiten und hinter den Kulissen dezenten Druck auszuüben, um die schädlichen Wirkungen der Gegenkräfte zu begrenzen.
Überhaupt sieht das Weiße Haus keinen Anlass, seine Afghanistan-Strategie nun korrigieren zu müssen. Die US-Regierung versuchte vielmehr, aus dem für sie peinlichen Bruch der Geheimhaltung eine Bestätigung dafür abzuleiten, wie notwendig und richtig der Kurswechsel am Hindukusch sei, den Präsident Barack Obama im Winter 2009 eingeleitet hatte . Die veröffentlichten Dokumente betreffen die fünf Jahre davor, in denen die Taliban wieder erstarkt waren und die Operationen der US-Streitkräfte und der Nato auf zunehmenden Widerstand stießen.
- Datum 27.07.2010 - 19:55 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 19
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







..erst Recht,wenn er auch die Quelle der Afghanistan war logs sein sollte.Schon nach dem skandalösen "Collateral Murder" Video kommentierte Glenn Greenwald folgerichtig:
"Well, I just want to underscore that I agree with everything Daniel Ellsberg said. If Bradley Manning did what he is reputed to have done, he is a hero. Wikileaks is probably engaged in the most important and noble acts of anybody around, and they deserve everybody’s full support and gratitude for doing something to break down the huge wall of secrecy that surrounds our government."
http://www.democracynow.o...
Pakistan spielt sich als Partner des Westens auf und unterstützt die Taliban...
Afghanistan finanziert mit Westgeld die Warlords...
Die USA ziehen ihre Verbündeten in ihre miserablen Kriege hinein und spielen mit gezinkten Karten...
Wenn dank dem Mut Einzelner das üble Spiel aufgedeckt wird, dann wird wieder gelogen, das sei ja alles nichts Neues, nur um das "Leck" mache man sich Sorgen...
und die Unterstützung des Krieges in den Natoländern könnte nachlassen - Mister President, schon vor der Veröffentlichung hatte dieser ungerechte Krieg wie die Vorgänger-Kriege im Irak keine breite Unterstützung!
Die Motive für all diese Kriege sind so offensichtlich, werden ja in den Foren auch benannt, die Gier nach Rohstoffen, Öl etc.
Diese Politik ist widerlich!
... Und seien wir dankbar, dass wikileaks diese Dokumente veröffentlicht hat. Hätten Sie zuvor einen Kommentar, einen Beitrag, ein Buch veröffentlicht, das von mir aus, ohne Beweismittel, auf die Aussagen der wikileaks-Dokumente zielt, hätte Sie fast jeder Journalist und Öffentliche ausgelacht.
Genau hier liegt die Kraft solcher Dokumente: wikileaks offenbart das Haarsträubende. Es ist nun plausibel und nicht verschwörerisch, wenn man so schreibt. Und das ist ein sehr, sehr großer Plus. Denn es ist leicht zu schreiben, das, was da stünde, sei ja bekannt; das sind triviale Aussagen, die so alt wie Enthüllungen sein dürften. Nein, wichtiger ist, dass nun jeder behaupten und evtl. beweisen kann, dass Pakistan, Afghanistan, etc.
... Und seien wir dankbar, dass wikileaks diese Dokumente veröffentlicht hat. Hätten Sie zuvor einen Kommentar, einen Beitrag, ein Buch veröffentlicht, das von mir aus, ohne Beweismittel, auf die Aussagen der wikileaks-Dokumente zielt, hätte Sie fast jeder Journalist und Öffentliche ausgelacht.
Genau hier liegt die Kraft solcher Dokumente: wikileaks offenbart das Haarsträubende. Es ist nun plausibel und nicht verschwörerisch, wenn man so schreibt. Und das ist ein sehr, sehr großer Plus. Denn es ist leicht zu schreiben, das, was da stünde, sei ja bekannt; das sind triviale Aussagen, die so alt wie Enthüllungen sein dürften. Nein, wichtiger ist, dass nun jeder behaupten und evtl. beweisen kann, dass Pakistan, Afghanistan, etc.
In dem man einen Neuen beginnt? Wer den Iran unter Druck setzt und an seiner Grenze Krieg macht, kann der noch rechnen?
Ich denke das ich mich nicht wundern würde wenn es in den USA einen Putsch gibt!
Ich denke, dass ich mich doch SEHR wundern würde, wenn es in den USA zum Putsch kommen würde!
Ich denke, dass ich mich doch SEHR wundern würde, wenn es in den USA zum Putsch kommen würde!
Obama wird sich nicht wirklich an diesen Veröffentlichungen stören. Dass im Krieg Menschen sterben, auch Unschuldige, ist jedem bekannt. Dass das Militär Fehler macht, ist nicht neu. Aber für Obama hat das "Leck" auch gute Seiten:
1) Deutschland steht jetzt unter Druck, im Norden aufzuräumen oder das Feld den Amerikanern zu überlassen.
2) Pakistan hatte ein positives Bild in der Weltöffentlichkeit. Plötzlich steht es mit am Pranger und die USA werden den Druck auf Pakistan massiv erhöhen, ohne die Öffentlichkeit scheuen zu müssen.
3) Der Dilettantismus des George W. Bush inklusive seines Militärapparates wird sichtbar (wer kontrollierte hier eigentlich wen?).
4) Die Geheimdienste versagen in Afghanistan komplett. Dies schwächt ihren Einfluss auf Washington massiv, gleichzeitig werden durchgreifende Reformen gegen sie wahrscheinlich.
Ingesamt also 4:1 für Obama, ein deutlicher Sieg. Er wird ihn nutzen.
....weil ein Bisschen Lokalkolorit veröffentlicht wurde zu Dingen, die weithin bekannt waren.....
Es ist eigentlich komisch, wie die Menschen ein farbiges Bild brauchen um sich etwas vorzustellen. Aber davon lebt die Pornoindustrie und ein großer Teil der Medien.
....weil ein Bisschen Lokalkolorit veröffentlicht wurde zu Dingen, die weithin bekannt waren.....
Es ist eigentlich komisch, wie die Menschen ein farbiges Bild brauchen um sich etwas vorzustellen. Aber davon lebt die Pornoindustrie und ein großer Teil der Medien.
Ich denke, dass ich mich doch SEHR wundern würde, wenn es in den USA zum Putsch kommen würde!
....weil ein Bisschen Lokalkolorit veröffentlicht wurde zu Dingen, die weithin bekannt waren.....
Es ist eigentlich komisch, wie die Menschen ein farbiges Bild brauchen um sich etwas vorzustellen. Aber davon lebt die Pornoindustrie und ein großer Teil der Medien.
nach wie vor die unter Gas-Gerd und Joschka
begonnene Parole: NIE WEDER KRIEG - OHNE UNS!
Es ist böswillige Verlogenheit, welche die USA, seit Jahrzehnten in Pakistan und Afghanistan mit ihrer Doppelpolitik betreiben. Eine Politik für die Medien und die Bevölkerung, während die Geheimdienste die pakistanische Atomrüstung unterstützt.
Vermutlich ist der Geheimdienst ISI für die USA eine praktische Institution, damit Washington in der Öffentlichkeit alles leugnen kann. In einem Gespräch beklagt der ehemalige ISI Chef General Assad Durrani, dass viele Zivilisten in seinem Land an CIA-organisierten Anschlägen sterben, für die dann islamischen Gruppen verantwortlich gemacht werden, um sie in der Öffentlichkeit zu diskreditieren!
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren