Nach Ausschreitungen Frankreich geht gegen Roma vor
Die französische Regierung will kriminelle Roma künftig abschieben und die Hälfte der illegalen Lager im Land schließen. Die Opposition spricht von Rassismus.
© Olivier Laban-Mattei/AFP/Getty Images

Die französische Polizei ging schon in der Vergangenheit gegen Roma-Lager vor wie hier im Februar 2008 in Saint-Denis
Frankreichs Regierung verschärft ihre Linie gegen Roma: Innerhalb von drei Monaten soll die Hälfte der landesweit etwa 300 illegalen Lager aufgelöst werden, kündigte Innenminister Brice Hortefeux nach einer Krisensitzung mit Präsident Nicolas Sarkozy in Paris an. Die Behörden sollen zudem Roma aus Bulgarien und Rumänien im Fall von Straftaten "nahezu umgehend" abschieben, sagte Hortefeux. Außerdem will die Regierung zehn Steuerfahnder in die illegalen Siedlungen schicken, da nach den Worten des Ministers viele Franzosen "mit Recht verwundert" seien über die Größe mancher Autos der Roma. Opposition und Lobbyverbände reagierten empört und warfen der Regierung Rassismus vor.
Auslöser der Krisensitzung im Elysée-Palast waren Auseinandersetzungen zwischen Roma und der Polizei in der Bretagne. Ein Beamter hatte dort einen jungen Roma erschossen, der ersten Ermittlungen zufolge vor einer Verkehrskontrolle geflohen war, weil er keinen Führerschein hatte und fürchtete, wegen eines Diebstahls in einem Nachbarort belangt zu werden. Daraufhin kam es zu Randalen von mehreren Roma, die eine Polizeiwache attackierten und drei Autos in Brand setzten. Die Krawalle in der Bretagne verdeutlichten "die Probleme, die das Verhalten von manchen fahrenden Leuten und Roma verursacht", hatte Sarkozy gesagt.
In Frankreich wird im offiziellen Sprachgebrauch unterschieden zwischen "Roma", womit vor allem Betroffene aus Rumänien, Bulgarien und dem früheren Jugoslawien gemeint sind. Sie können als EU-Bürger problemlos nach Frankreich einreisen, können aber abgeschoben werden, wenn sie sich strafbar machen. Frankreich zahlt außerdem Prämien in Höhe von 300 Euro für Erwachsene für eine freiwillige Rückkehr. Im vergangenen Jahr hat Frankreich etwa 9800 Roma abgeschoben, die meisten von ihnen nach Rumänien. Kritiker werfen der Regierung vor, auf diese Weise die Abschiebestatistik aufzublähen, zumal viele von ihnen sich die Prämie zahlen ließen, um dann umgehend wieder nach Frankreich zu kommen.
Die französischen Roma werden hingegen als "fahrendes Volk" bezeichnet, obwohl die meisten von ihnen inzwischen sesshaft geworden sind, wenn auch häufig in Wohnwagen an einem festen Ort. Insgesamt werden der Verwaltung zufolge etwa 400.000 Menschen als "fahrendes Volk oder Roma" eingestuft. Etwa 95 Prozent von ihnen sind Franzosen.
Bereits vor der Sitzung im Präsidentenpalast, an der mehrere Minister und Polizeichefs teilnahmen, hatte es heftige Kritik der Opposition und von Migrantenverbänden an der Regierung gegeben. Die Oppositionspartei PS warf Sarkozy eine "ethnische Stigmatisierung" vor. Ein Zusammenschluss von Roma-Organisationen drohte der Regierung mit einer Anzeige wegen "Aufstachelung zum Rassenhass". Andere Kritiker vermuteten, die Regierung wolle mit dem Aufregerthema von der Steuer- und Spendenaffäre um die L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt ablenken. Sarkozy hatte kürzlich erst angekündigt, dass er das Thema Sicherheit wieder verstärkt in den Vordergrund schieben wolle.
Die Regierung wehrte sich vor dem Treffen gegen den Vorwurf, sie wolle wegen der Ausschreitungen in der Bretagne einzelne Volksgruppen wie die Roma brandmarken. Es gebe aber unter den Roma in Frankreich bestimmte Verhaltensweisen, "die nicht hinnehmbar sind", sagte Hortefeux dem Sender TF1.
- Datum 29.07.2010 - 10:19 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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sich mal vor Frankreich würde durch D-land ersetzt werden, den weltweiten Aufschrei möchte ich nicht erleben.
Auch geben solche Sätze zu denken.
"Frankreich zahlt außerdem Prämien in Höhe von 300 Euro für Erwachsene für eine freiwillige Rückkehr." " zumal viele von ihnen sich die Prämie zahlen ließen, um dann umgehend wieder nach Frankreich zu kommen."
Aber jeder bekommt das, was er verdient.
Ich kann ihnen zum ersten Teil nur ausdrücklich Recht geben. Ich habe auch sofort gedacht: "Die Roma will auch keiner im Land haben. Genau wie die Juden von Mitte 19. bis Mitte 20. Jhd." Wo führt uns denn bitte so eine rassistische Migrationspolitik hin? Und solche brandgefährlichen, vorurteilsbehafteten Äußerungen von den wichtigsten Politikern des Landes? Hatten wir das nicht alles schon einmal? Kann das jemand bitte stoppen?
....wie weithin und mit welchem Argwohn man in der Welt die populistisch erfolgreiche Verwendung offenbar tief sitzender und allgemein verbreiteter xenophobischer Tendenzen durch die Politik mehrerer Länder in Kontinentaleuropa.
Dass die Verteilung und Struktur dieser Probleme jener vergangener Zeiten arg zu ähneln scheinen fällt im Ausland auf, wie auch die Tatsache kommentiert wird, wie ähnlich die Reaktionen in den betroffenen Ländern ist zu denen ihrer Vergangenheit. Daraus werden Gefahren abgeleitet, die entstehen können, die aber in den betroffenen Ländern als unmöglich abgetan werden, was allerdings die Gefahr steigert in den Augen der Ausländer.
Ich kann ihnen zum ersten Teil nur ausdrücklich Recht geben. Ich habe auch sofort gedacht: "Die Roma will auch keiner im Land haben. Genau wie die Juden von Mitte 19. bis Mitte 20. Jhd." Wo führt uns denn bitte so eine rassistische Migrationspolitik hin? Und solche brandgefährlichen, vorurteilsbehafteten Äußerungen von den wichtigsten Politikern des Landes? Hatten wir das nicht alles schon einmal? Kann das jemand bitte stoppen?
....wie weithin und mit welchem Argwohn man in der Welt die populistisch erfolgreiche Verwendung offenbar tief sitzender und allgemein verbreiteter xenophobischer Tendenzen durch die Politik mehrerer Länder in Kontinentaleuropa.
Dass die Verteilung und Struktur dieser Probleme jener vergangener Zeiten arg zu ähneln scheinen fällt im Ausland auf, wie auch die Tatsache kommentiert wird, wie ähnlich die Reaktionen in den betroffenen Ländern ist zu denen ihrer Vergangenheit. Daraus werden Gefahren abgeleitet, die entstehen können, die aber in den betroffenen Ländern als unmöglich abgetan werden, was allerdings die Gefahr steigert in den Augen der Ausländer.
Vor allem da vor kurzem in Grenoble mehr als drei Autos gebrannt haben, nachdem die Polizei einen Jugendlichen aus einem der Vororte erschossen hat.
Ich leb selber nicht weit weg von einem dieser Lager, wenn auch einem kleineren. Ausser dem unangenehmen Geruch von manchen kann ich der Truppe nichts vorwerfen, was nicht auch für andere im Viertel gelten würde.
Der Titel ist einfach unpassend, da offensichtlich als reisserischer Blickfang eingesetzt, leider ganz in der Tradition manch anderer Hamburger Zeitungen.
Man geht nicht "gegen Roma", sondern höchstens "gegen kriminelle Roma" vor. Schließlich ist ein Krimineller eben ein Krimineller, und ein Verstoß gehört geahndet.
hej zack 34,was ist denn mit ihnen los ?
Plötzlicher Sinneswandel ?Kriminelle Einwanderer darf man abschieben ?
Die ueberwiegende Anzahl der Roma,eigentlich bald Alle hält sich illegal in Frankreich auf und ist deswegen schon automatisch kriminell.
Wenn man jetzt noch ueberlegt,das diese Leute ja keine staatliche Unterstuetzung bekommen und sich unmöglich Geld legal verdienen können,können sie ja nur kriminell ueberleben.
Die Autos und Benzin muss ja auch bezahlt werden.
Also ist die Schlagzeile ..... geht gegen Roma vor, schon
in Ordnung.
Eigentlich ist das ueberwiegend ein rumänisches Problem,aber problematische Menschen werden ja immer gerne nach West-Europa gepumpt.
so long
Es wird nicht gegen Roma und nicht kriminelle Roma vorgegangen, sondern gegen Kriminelle mit Roma-Abstammung.
hej zack 34,was ist denn mit ihnen los ?
Plötzlicher Sinneswandel ?Kriminelle Einwanderer darf man abschieben ?
Die ueberwiegende Anzahl der Roma,eigentlich bald Alle hält sich illegal in Frankreich auf und ist deswegen schon automatisch kriminell.
Wenn man jetzt noch ueberlegt,das diese Leute ja keine staatliche Unterstuetzung bekommen und sich unmöglich Geld legal verdienen können,können sie ja nur kriminell ueberleben.
Die Autos und Benzin muss ja auch bezahlt werden.
Also ist die Schlagzeile ..... geht gegen Roma vor, schon
in Ordnung.
Eigentlich ist das ueberwiegend ein rumänisches Problem,aber problematische Menschen werden ja immer gerne nach West-Europa gepumpt.
so long
Es wird nicht gegen Roma und nicht kriminelle Roma vorgegangen, sondern gegen Kriminelle mit Roma-Abstammung.
Meine eigenen Erfahrungen sind, dass prozentual mehr Roma straffällig werden als Deutsche aber nicht jeder ist gleich kriminell. Auf der anderen Seite haben die Roma die kriminell waren in meinem Heimatort nicht etwa Brot geklaut sondern gedealt.Sie wurden bisher nie belangt dafür, da die Polizei sich meiner Meinung nach auch etwas tölpelhaft anstellt bei den Ermittlungen.Natürlich sind diese Menschen beruflich sonst perspektivlos aber Europa muss ja nicht die Welt retten, ich finde es durchaus legitim Verbrecher nicht mit Samthandschuhen anzufassen sondern abzuschieben.
Die Roma stammen aus Europa, also rettet Europa mit ihnen nicht die Welt, sondern sich selbst. Außerdem hat, in vergangenen Jahrhunderten (oder auch noch heute?? siehe Wirtschaftskolonialismus), die europäische Kolonialpolitik wie die der übrigen Weltmächte Konfliktherde erzeugt, die bis heute Abertausende von Menschen andernorts das Leben kosten. Nein, Europa rettet nicht die Welt.
....dass Roma und andere Ausländer häufiger straffällig werden als Deutsche. Allerdings steht dem entgegen, dass Roma und Ausländer weniger häufig deutsche Banken zu Fall brachten oder Schrottanleihen zur Deckung von Lebensversicherungspolicen und Pensionen kauften. Auch haben sie das Krankenkassenwesen und die deutsche Rente nicht an die Wand gesetzt.
So tut jeder an seiner Stelle, was er kann.
Die Roma stammen aus Europa, also rettet Europa mit ihnen nicht die Welt, sondern sich selbst. Außerdem hat, in vergangenen Jahrhunderten (oder auch noch heute?? siehe Wirtschaftskolonialismus), die europäische Kolonialpolitik wie die der übrigen Weltmächte Konfliktherde erzeugt, die bis heute Abertausende von Menschen andernorts das Leben kosten. Nein, Europa rettet nicht die Welt.
....dass Roma und andere Ausländer häufiger straffällig werden als Deutsche. Allerdings steht dem entgegen, dass Roma und Ausländer weniger häufig deutsche Banken zu Fall brachten oder Schrottanleihen zur Deckung von Lebensversicherungspolicen und Pensionen kauften. Auch haben sie das Krankenkassenwesen und die deutsche Rente nicht an die Wand gesetzt.
So tut jeder an seiner Stelle, was er kann.
Wer die Probleme mit den Roma nennt hat nur Vorurteile ist selber ein Vorurteil und folgt einer weltfremden Ideologie.
In Berlin haben wir einige Erfahrungen mit Roma. Besonders in den zentralen Bezirken.
In mein Mietshaus kommen täglich Roma und kontrollieren die Mülltonen, dabei schauen sie auch, ob es gute Fahrräder im Hof gibt, die sind dann regelmäßig geklaut. Wer wars?
Und vor den Supermärkten und Banken sitzen und stehen auch fast überall Roma. Diese sind aber recht freundlich, sehen eher vom Wetter (die stehen da bei 38 Grad im Sommer und -20 Grad im Winter. Meist in der selben Übergangskleidung. Ich habe innerhalb von anderthalb Jahren Roma gesehen, die erst wie 16 und nun wie 28 Jahre aussehen. Dass die Führungsperson in den Roma-Sippen ihre Leute dermaßen verheizt und aus der Verwahrlosung noch Spendenprofit ziehen will, ist schlimm. Läßt sich aber von individueller und sogar staatlicher Seite nicht ändern. Wer bereit ist sich von seinen eigenen Leuten kaputt machen zu lassen, dem kann niemand helfen. Da hilft auch keine Spende, das bekommt alles der Pater Familias. Der sitzt irgendwo und verprasst das bitterlich erbettelte Geld.
Was nervt sind die Autofensterputzer. Trotz ausdrücklichem "NEIN" putzen sie die Fenster, spritzen Wasser drauf oder malen mit Wasserlauge aus ihren aufgefüllten Pfandflaschen z.B. ein Herz auf die Scheibe, wenn man an der Ampel steht. Steigt man aus um sich zu beschweren, kommen die anderen Roma wütend. Es sind schon Fahrer von einem Mob verprügelt worden.
Von der Vermüllung und unverschämten Anmachen auf der Straße fange ich gar nicht erst an.
Sicherlich sind es noch wenige. Aber 2012 beginnt die Freizügigkeit in der EU. Und sie kommen ja schon unerlaubt.
Sarkozy und andere erkennen das Problem. Sie tun aber nichts, weil gleich der Rassismus-Vorwurf kommt. Und das ist in den Medien für die persönliche Karriere eines Politikers sehr schädlich bis tödlich.
Deshalb wird die anrollende Bedrohung der Bevölkerung ignoriert oder nur halbherzig mit einer 300-Prämie angegangen.
Ich hoffe nur, die Roma gehen auch mal in die Bezirke und Städte, wo die wohnen, die keine Erfahrung mit ihnen haben, hier aber immer gleich die Rassismus-Keule auspacken.
Es gab letztes Jahr eine bis zu hundertköpfige Roma-Sippe, die sich im Park häuslich nierdergelassen hatte. Da sie alles enorm vermüllten gab es Probleme mit der Polizei. Alternative nahmen sie daraufhin in einem Besetzten Wohnprojekt auf. Die Vermüllung, Fäkalien und der Diebstahl wurde so groß (sogar gegenüber ihren "Wohltätern"), dass man die Roma bat doch lieber zB eine Kirche zu besetzen. Wozu ihnen die Linken dann auch halfen.
[Entfernt. Fremdenfeindliche und hetzerische Inhalte sind hier nicht erwünscht. Danke. /Die Redaktion pt.]
nicht fremdenfeindlich, sondern das, was mir in meinem Studium beigebracht wurde. Naja, aber wenn die der Meinung sind, die Th-Aachen vermittle fremdenfeindliches Gedankengut, bittesehr.
nicht fremdenfeindlich, sondern das, was mir in meinem Studium beigebracht wurde. Naja, aber wenn die der Meinung sind, die Th-Aachen vermittle fremdenfeindliches Gedankengut, bittesehr.
Zwar haben wir hier nicht "Fahrendes Volk" um schon mal eine negative Vergleichsmöglichkeit zu haben, die jemand anderes erstmal unterbieten muss um als problematisch erkannt zu werden, aber dass jemand der in der Nähe von Roma lebt keine schlechten Erfahrungen gemacht hat, kann ich nicht glauben.
Ich glaube an alle Menschen. Sogar an die Roma. Ich bin mir aber sicher, dass die Roma obwohl sie vorallem durch ihre innere soziale Struktur so hart und hoffnungslos sind selbstverschuldet in der Lage sind, eine Zukunft haben. Es zu ignorieren und weit weg von den Brennpunkten immer Rassismus vorzuwerfen ist die Unwahrheit.
Ich könnte jetzt auch sagen: Mein Name ist Joe Jonson, ich wohne direkt am Bohrloch im Golf von Mexiko und ich kann das mit dem auslaufenden Öl nicht bestätigen. Alles so schön wie immer. Und das natürlich mit perfektem Deutsch.
Ein guter Vergleich mit dem Bohrloch,adel_ar.
Es darf einfach nicht wahr sein,was nicht war sein soll.
Es muss immer erst an die eigene Haut gehen.
So lange man selbst nicht betroffen ist sind alle Einwandererkritiker Hetzer usw..
Ist eben die Hypothek des 3. Reiches.
Bin gespannt,wo das enden wird,und bin froh,das ich am Rande Europas lebe.
so long
Ein guter Vergleich mit dem Bohrloch,adel_ar.
Es darf einfach nicht wahr sein,was nicht war sein soll.
Es muss immer erst an die eigene Haut gehen.
So lange man selbst nicht betroffen ist sind alle Einwandererkritiker Hetzer usw..
Ist eben die Hypothek des 3. Reiches.
Bin gespannt,wo das enden wird,und bin froh,das ich am Rande Europas lebe.
so long
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