Empörung über Dokumente
Der Sprecher betonte, dass die Dokumente aus Sicht des Ministeriums keine neuen Erkenntnisse enthielten. Aus den bisher in den Medien verbreiteten Auszügen ergebe sich "nichts Neues im Sinne des Nachrichtenwerts".
In den Dokumenten werde auch deutlich, dass der pakistanische Geheimdienst heimlich die Taliban in Afghanistan unterstütze. Der New York Times zufolge arbeitet Pakistan aktiv mit afghanischen Aufständischen zusammen. Abgesandte des pakistanischen Geheimdienstes sind dem Bericht zufolge dabei, wenn sich Aufständische zum Kriegsrat treffen und sollen auch präzise Mordbefehle erteilen, etwa gegen den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai.
Der pakistanische Botschafter in den USA, Husain Haqqani, sagte, die Veröffentlichung von Berichten aus dem Kampfgebiet sei unverantwortlich. Die Unterlagen gäben nicht mehr wieder als Kommentare und Gerüchte einzelner Quellen und hätten sich in der Vergangenheit oft als falsch erwiesen.
Die US-Regierung räumte allerdings ein, dass ihr die Verbindungen des pakistanischen Geheimdienstes zu Aufständischen seit geraumer Zeit Sorgen bereiten. Das Weiße Haus veröffentlichte als Beleg dafür mehrere Dokumente, unter anderem ein Schreiben von Verteidigungsminister Robert Gates vom 31. März 2009. Diese Kontakte seien eine "echte Sorge" für die USA. Dies sei Pakistan auch direkt mitgeteilt worden, heißt es.
Bereits im April hatte ein armeeinternes Video, das auf Wikileaks veröffentlicht worden war , weltweit für Bestürzung gesorgt. Das Video zeigt den tödlichen Beschuss irakischer Zivilisten durch einen amerikanischen Kampfhubschrauber. Anfang Juni wurde ein Soldat festgenommen , der das Video an Wikileaks weitergereicht haben soll.
- Datum 26.07.2010 - 13:23 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters
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verderblich ist des Tigers Zahn, jedoch der schrecklichste der Schrecken ist der Mensch in seinem Wahn.
Menschen, die, wie diese religiös-kulturellen Fanatiker, die man 'Taliban' nennt, um ihr selbstbestimmtes Schicksal kämpfen, kann man nur mit einer vielfachen Übermacht von Soldaten, die für ein innerlich von diesen anerkanntes "höheres" gesellschaftlich-zivilisatorisch-kulturelles Ideal einzutreten sich in diesen Krieg gemacht haben, besiegen.
Die heute in Afghanistan von Ländern der 1. Welt dort eingesetzten Krieger, sind in dieser Hinsicht doch wohl eher eine Form von gedungenen Landsknechten, welche die Interessen eines Auftraggebers durchzusetzen versuchen.
Dass deren Ausrüstung faktisch gegen den Erfolg spricht, ist ein faktischer Beweis für die heute schon so fundamentalistische Verantwortungslosigkeit in den hiesigen
Kreisen der "Machtelite", dass man schon fast von der europäisch-amerikanischen Version des Talibanismus sprechen kann.
Deutlicher als diese schriftlichen Belege einer schon immer geahnten hybriden Verantwortungslosigkeit unserer inzwischen besitzstandsfeudalistischen Machthaberkasten diesseits und jenseits des Atlantik, kann sich diese "NATO" gar nicht outen.
Lt. Bibel ist in diesen Situationen die Einsicht: "Siehe sprach der Herr, das Ende ist nahe...." Diese "Eliten" und diese "Leistungsträger" haben abgewirtschaftet und der geistig-moralischen Wende muss deren Ende schnellstens herbeigeführt werden.
und unverblümtesten Kommentar zu der Veröffentlichung dieser Dokumente aus dem Geheimdienstnebel kann man
HIER
lesen.
und unverblümtesten Kommentar zu der Veröffentlichung dieser Dokumente aus dem Geheimdienstnebel kann man
HIER
lesen.
Im Wesentlichen muß jedem normalen Menschen bewusst sein das ein Geriliakrieg schmutzig abläuft. Erfahrungen gibt es genug, denken wir an Vietnam. Dokumente über Kriegseinsätze sind und waren immer tendenziös.
Ich halte gar nichts vom Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Die Soldaten sind nun einmal dort. Schlimm ist es das seit Anfang an klar war das unsere Soldaten nicht der Situation gerecht ausgerüstet werden. Allen Regierungen die am Einsatz beteiligt waren war das bekannt. Alle die sich für den Einsatz eingesetzt haben tragen hier eine unverantwortliche Mitschuld.
... in Strassenschlachten gewonnen hat, wird hier anders denken.
Ausserdem ist natürlich sehr wichtig, dass die Kinder und Enkel der Abgeordneten nicht in irgendwelche obsukren Länder geschickt werden, sondern ...
... in Strassenschlachten gewonnen hat, wird hier anders denken.
Ausserdem ist natürlich sehr wichtig, dass die Kinder und Enkel der Abgeordneten nicht in irgendwelche obsukren Länder geschickt werden, sondern ...
... in Strassenschlachten gewonnen hat, wird hier anders denken.
Ausserdem ist natürlich sehr wichtig, dass die Kinder und Enkel der Abgeordneten nicht in irgendwelche obsukren Länder geschickt werden, sondern ...
an dem der sisyphus-einsatz in afganisthan zu seinem ende kommt.
Das ist offenbar die Standardlüge, mit deren Hilfe die Veröffentlichung peinlicher bis schrecklicher Details in der besten aller "Demokratien" verhindert werden soll.
In den vergangenen 10-15 Jahren hat es eine unangenehme Gleichschaltung der Medien gegeben, indem unabhängige Quellen der Medien ausgetrocknet und verfolgt wurden. Wikileaks ist genau die richtige Institution, um Whistleblowern einen Schutz vor Enttarnung und uns wieder mehr Chancen gibt, zu erfahren, was in der Welt tatsächlich vorgeht. Wer sich z.B. in Deutschland nur über das Fernsehen informiert, wird auch bei ARD und (gerade) ZDF viele wissenswerte Informationen nicht mehr finden und zunehmend mit wertlosem Informationsmüll aus Klatsch und Tratsch zugeworfen.
Wikileaks ist genau die Plattform, die wir brauchen, um die Realität und Wirklichkeit erfahren zu können. Jeder Spenden-Euro an Wikileaks sichert so die Freiheit unserer Zukunft und die Zukunft unserer Freiheit. Danke Wikileaks!
Y.S.
Was da in Afghanistan läuft, dürfte bei realistischer Einschätzung der bisher schon vorhandenen Informationen und allgemeiner Erfahrung Niemanden überraschen.
Ich bin ehrlich gesagt froh, dass die Bundeswehr, trotz andauernder gegenteiliger Bestrebungen zur radikalen Umwidmung ihres Zwecks und Auftrags (und vorbei an der großen Öffentlichkeit), noch keine Bürgerkriegsarmee geworden ist. Der böse (und leider für einige tödliche) Fehler ist, dass Regierung und Parlament sie trotzdem in diesen schmutzigen Bürger- oder Guerillakrieg geschickt hat. Wenigstens haben die Rückzugsvorbereitungen, wenn auch noch verhalten, nun begonnen.
...möchte nur die Begrifflichkeit präzisieren:
Ich glaube Sie meinen keine Bürgerkriegsarmee, sondern eine Armee zur Aufstandsbekämpfung.
Die Nord- und die Südstaatler im amerikanischen Bürgerkrieg waren Bürgerkriegsarmeen, die englischen Soldaten, die die Amerikaner im Befreiungskrieg oder die Buren in Südafrika bekämpft haben, das waren Aufstrandsbekämpfer.
...möchte nur die Begrifflichkeit präzisieren:
Ich glaube Sie meinen keine Bürgerkriegsarmee, sondern eine Armee zur Aufstandsbekämpfung.
Die Nord- und die Südstaatler im amerikanischen Bürgerkrieg waren Bürgerkriegsarmeen, die englischen Soldaten, die die Amerikaner im Befreiungskrieg oder die Buren in Südafrika bekämpft haben, das waren Aufstrandsbekämpfer.
Wikileaks löst an der Stelle offenbar den klassischen Journalismus ab. Anscheinend reicht den Akteuren mit solchen Dokumenten ein Medium, das allen zugänglich und bekannt ist, das frei sein soll oder sein möchte, idealistisch. Jedenfalls bezweifle ich, dass diese Menge an Dokumenten auch nur annäherend in irgendeiner Zeitung aufgetaucht wäre.
So sollte politische Kommunikation und Öffentlichkeit sein.
....den Journalismus ablösen kann. Nicht jeder kann schließlich ein paar Tausend Seiten zu jedem Thema sichten. Er setzt aber die Journalisten einem neuen Korrektiv aus, dem sie genügen müssen.
....den Journalismus ablösen kann. Nicht jeder kann schließlich ein paar Tausend Seiten zu jedem Thema sichten. Er setzt aber die Journalisten einem neuen Korrektiv aus, dem sie genügen müssen.
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