Gaza-Streifen Hamas verbannt Damenunterwäsche aus Schaufenstern

Die islamistische Hamas hat ein neues Verbot verhängt, um die öffentliche Moral wieder herzustellen: Damenunterwäsche darf nicht mehr in Schaufenstern ausgestellt werden.

Eine muslimische Frau steht vor einem Schaufenster, in dem Unterwäsche ausgestellt wird

Eine muslimische Frau steht vor einem Schaufenster, in dem Unterwäsche ausgestellt wird

Die im Gaza-Streifen herrschende Hamas-Organisation hat Damenunterwäsche in Schaufenstern verboten. Damit solle die öffentliche Moral in der palästinensischen Gesellschaft wieder hergestellt werden, sagte Polizeisprecher Aiman Batnidschi in Gaza.

Unter das Verbot fallen auch Schaufensterpuppen. Darüber hinaus müssen Ladenbesitzer künftig Sicherheitskameras abschalten und die Türen zu ihren Geschäften offen halten. Polizisten würden Ausschau halten, ob es zwischen Verkäufern und Kundinnen zu einem "verdächtigen Verhalten" komme, sagte der Sprecher. Er wies zugleich Vorwürfe zurück, die Hamas wolle die Gesellschaft weiter islamisieren.

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Die radikal-islamische Hamas hatte im Juni 2007 die Macht im Gaza-Streifen übernommen, nachdem sie zuvor bei den Parlamentswahlen im Januar 2006 die absolute Mehrheit erreicht hatte. Seitdem schränkt sie mit einer Reihe von Vorschriften und Verboten die Freiheiten der rund 1,5 Millionen Palästinenser immer weiter ein. Besonders betroffen sind dabei Frauen.

Erst vor zwei Wochen verhängte die Hamas ein Verbot. Seitdem dürfen Palästinenserinnen keine Wasserpfeife mehr in der Öffentlichkeit rauchen. Dies verstoße gegen die Sitten. Die Hamas verbot außerdem, dass Frauen als Sozius hinter Männern auf einem Motorrad sitzen. Studentinnen und Abiturientinnen können nur noch mit einem Hidschab zum Unterricht erscheinen. Dieses traditionelle Gewand bedeckt den ganzen Körper bis auf das Gesicht und die Hände.

 
Leser-Kommentare
  1. Klasse. Keine Unterwäsche in den Schaufenstern ist sicher zu verkraften. Aber wieso sollen die Ladenbesitzer die Überwachungskameras abschalten? Hat die Moralpolizei Angst, dass die ihre Kundinnen bei der Anprobe filmen? Und wenn die Hamas sich Sorgen macht, dass Verkäufer sich an unterwäschekaufwillige Kundinnen heranmachen, wieso erlaubt sie dann überhaupt, dass (männliche) Verkäufer (weibliche) Kundinnen bedienen, noch dazu wenn es um Unterwäsche geht? Die Hamas hat den Laden offensichtlich noch nicht recht im Griff. Die können sich von Iran noch einiges abschauen...

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    Männliches Bedienungspersonal, auch in Damenunterwäschegeschäften, ist normal in den meisten islamischen Ländern (Ausnahme: teilweise die Türkei).
    Eine Frau darf einen fremden Mann nicht bedienen. Deshalb ist das Personal selbst in so "typischen" Frauenberufen wie Reinigung oder Rezeption in islamischen Ländern fast ausnahmslos männlich. Und der Gipfel der Absurdität ist, dass auch meist das Personal in Damenunterwäschegeschäften männlich ist, weil immer wieder Männer Damenunterwäsche kaufen - natürlich nicht für sich selbst, sondern für ihre Frau, die fremde Häuser nicht betreten darf.

    Männliches Bedienungspersonal, auch in Damenunterwäschegeschäften, ist normal in den meisten islamischen Ländern (Ausnahme: teilweise die Türkei).
    Eine Frau darf einen fremden Mann nicht bedienen. Deshalb ist das Personal selbst in so "typischen" Frauenberufen wie Reinigung oder Rezeption in islamischen Ländern fast ausnahmslos männlich. Und der Gipfel der Absurdität ist, dass auch meist das Personal in Damenunterwäschegeschäften männlich ist, weil immer wieder Männer Damenunterwäsche kaufen - natürlich nicht für sich selbst, sondern für ihre Frau, die fremde Häuser nicht betreten darf.

  2. [Entfernt, bitte bemühen Sie sich um sachlich-argumentative Diskussionsbeiträge. Vielen Dank. /Die Redaktion pt.]

  3. da hilft kein drumrum reden...

    Aber Linke Zustimmung von "Frauendeck"
    wird sicherlich dafür geben.

  4. Männliches Bedienungspersonal, auch in Damenunterwäschegeschäften, ist normal in den meisten islamischen Ländern (Ausnahme: teilweise die Türkei).
    Eine Frau darf einen fremden Mann nicht bedienen. Deshalb ist das Personal selbst in so "typischen" Frauenberufen wie Reinigung oder Rezeption in islamischen Ländern fast ausnahmslos männlich. Und der Gipfel der Absurdität ist, dass auch meist das Personal in Damenunterwäschegeschäften männlich ist, weil immer wieder Männer Damenunterwäsche kaufen - natürlich nicht für sich selbst, sondern für ihre Frau, die fremde Häuser nicht betreten darf.

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    darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht, vielen Dank für diesen Kommentar.

    Kentaro

    darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht, vielen Dank für diesen Kommentar.

    Kentaro

  5. Sobald die Hamas die Macht hat, wird sie versuchen Israel auszulöschen und in Palästina mittelalterliche Gesetze mit Gewalt durchdrücken.
    All diejenigen, die die sogenannten "Hilfskonvois" in den Gaza-Streifen unterstützt haben sollten sich fragen, welcher Gessinung sie dabei den Steigbügel gehalten haben.

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    für Männer und Frauen?

    für Männer und Frauen?

  6. Mensch und Glauben zu beurteilen, liegt ganz wesentlich in seiner real praktizierten Toleranz. Und davon ist ein Islam anscheinend noch Lichtjahre weg. Schon die Bezeichnung Andersdenke und Gläubige als "Un"gläubige zu bezeichnen, sollte uns zu denken geben. Auch die Friedenslämmer des Deutschen Islam Zentralrates schweigen sich dazu aus - ebenso wie bezüglich der Steinigung von Frauen oder Sanktionierungen gegen Glaubensabweichler etc. etc. - Wann endlich gibt es mal eine öffentlich Talkshow, die solche Mißstände ganz offen anspricht??!

  7. Jetzt weiß auch der letzte Leser, was uns erwartet, wenn wir dieser Gesellschaft, wo Männer den ganzen Tag über ihre Ehre, ihre Macht über Frauen und nicht zuletzt über ihre Wichtigkeit nachdenken - und stets gewaltsam ihr Gesellschaftsbild durchsetzen!

    Diese Männer haben schon von ihrer Erziehung her ein besonderes Weltbild, das dem der katholischen Kirche im Mittelalter ähnelt.

    Je mehr wir von dieser männlichen Geswellschaft in unser Land lassen, statt vor Ort Entwicklungshilfe zur Eigenhilfe zu leisten, damit diese männliche Gesellschaft dort zum Aufbau beiträgt, wo sie lebt, anstatt hier Harz IV zu besziehen, dann bringen wir bei uns in Deutschland das Gleichgewicht in unserer Gesellschaft durcheinander, Vermännlichung einiger Stadtteile unserer Städte wird langsam die Folge sein, langsame zu Anfang kaum bemerkbare Minimierung von Rechten der weiblichen Bevölkerung.

  8. die Modells für Damenunterwäsche auch männlich ...

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Kommentare 33
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  • Schlagworte Hamas | Gaza-Streifen | Palästinenser | Unterwäsche | Parlamentswahl | Gaza
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