Atomstreit Irans erster Atomreaktor geht an den Start

Das erste Atomkraftwerk in Iran steht vor der Inbetriebnahme. Im September soll die Anlage ans Netz – mit russischer Hilfe. Im Westen wächst die Angst vor Atomwaffen.

Trotz aller internationalen Kontroll- und Sanktionsversuche treibt das Land seine Atomforschung voran: Die letzten entscheidenden Tests der Anlage in Buschehr seien absolviert, sagte der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi.

Der eine Milliarde Dollar teure Reaktor wird mit russischer Hilfe gebaut. Ein zwischen Russland und Iran entbrannter Streit im Zusammenhang mit den jüngsten Sanktionen der Vereinten Nationen hat das Projekt offenbar nicht weiter verzögert.

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US-Außenministerin Hillary Clinton hatte Russlands Pläne kritisiert, den Reaktor in Betrieb gehen zu lassen. Der Westen befürchtet, das Land könnte heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen arbeiten.

Iran hat dagegen stets betont, sein Atomprogramm diene lediglich der Stromgewinnung. Im Juni hatten die UN neue Sanktionen gegen die Islamische Republik verhängt.

 
Leser-Kommentare
    • colca
    • 07.07.2010 um 15:22 Uhr

    Was hat denn nun das Kernkraftwerk schon wieder mit der angeblichen Atombombe zu tun?
    Wie viele KKW stehen in Deutschland und wie viele Atombomben hat Deutschland?

    Jedenfalls wird Buschehr einen wertvollen Beitrag zur Energieversorgung der schnell wachsenden iranischen Wirtschaft leisten. Gut dass die Russen ihren Vertrag erfüllen. Gerade jetzt, wenn sich die westlichen Firmen nacheinander vom iranischen Markt verabschieden (müssen), werden zuverlässige Partner mit exzellenten Wachstumschancen belohnt.
    Russen, Chinesen, Brasilianer, Türken und viele andere stehen schon Schlange...

  1. im Westen wird die Angst vor Iranischen Atomwaffen weiterhin fleissig geschürt... Aber das passt offensichtlich nicht in das vorgesehene Konzept und Aufklärung interessiert den Massenmediengeschädigten schon lange nicht mehr. Schon vergessen das mit ähnlichen Propagandainstrumenten der Irakkrieg (2x) sowie der Krieg in eh. Jugoslawien gerechtfertigt wurde? Spezialisierte Marketing und Agitationsspezialsten wurden extra beauftragt um entsprechende Meinungen aufzubauen und zu lenken. Ja sogar spezielle, als Reportagen getarnte Videoclips, wurden von Filmregiseuren abgewickelt um die Menschen in den Industrienationen zu Informieren. Schämen und mal wieder die Eselmütze anziehen soll sich die professionelle Medienlandschaft...

    • sbot
    • 07.07.2010 um 15:40 Uhr
    • WuDang
    • 07.07.2010 um 15:48 Uhr

    Im Westen schüren Politiker und Medien weiter Angst vor dem Iran.
    Und eine alte Weisheit (bereits aus dem antike Athen) besagt: "Kein Politiker ist so dumm, dass er nicht noch Dümmere fände, die ihm zujubeln!".

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    • Harzer
    • 07.07.2010 um 17:44 Uhr

    Was man gerade beispielhaft an unseren eigenen Politikern sehen kann.
    USA und Israel suchen doch nur alle Scheinargumente zusammen, um ein Scheinalibi zu haben, auf Iran loszugehen.
    Daß sie das gerade jetzt verstärkt tun, stimmt allerdings schon bedenklich ?!!

    • Harzer
    • 07.07.2010 um 17:44 Uhr

    Was man gerade beispielhaft an unseren eigenen Politikern sehen kann.
    USA und Israel suchen doch nur alle Scheinargumente zusammen, um ein Scheinalibi zu haben, auf Iran loszugehen.
    Daß sie das gerade jetzt verstärkt tun, stimmt allerdings schon bedenklich ?!!

  2. 5. *lol*

    "Im Westen wächst die Angst vor Atomwaffen."

    So ein blabla. Erinnert mich an so typische mediale und nicht belegbare Phrasen wie "spitzt sich weiter zu", "der Druck steigt ständig" etc. Manche Medien entblöden sich nicht sowas täglich immer wieder in die Nachrichten zu hieven, bis es nach einem halben Jahr lächerlich wird, weil die entsprechenden Verantwortungsträger es z.B. schlicht ignorieren oder weil in Wahrheit sämtliche Hysterie nur von den Medien geschürt ist, die bekanntlich den kürzeren Atem haben.

    So ist es auch bei diesem Thema. Auch wenn ein erstaunlicher Gleichschritt vorgelegt wird. Die Koordination der Enthobenen aus Politik und Medien funktioniert hier offensichtlich gut. Druck aus Amerika? Oder Israel? Die üblichen Netzwerke und Seilschaften, von der Atlantikbrücke bis zu den Bilderbergern? Oder schlicht so ein schönes Angstthema um Zuschauer zu locken? Wer weiß.

    • FahadA
    • 07.07.2010 um 17:18 Uhr

    Reuters schreibt nicht, dass 'der Westen' Angst hat.

    http://uk.reuters.com/art...

    Woher hat ZEIT online aber die Information? Wovor ich Angst habe, ist der absehbare Angriff Israels am Tag, an dem Bushehr den Reaktor hochfährt. Hat Netanjahu Obama gestern gebrieft?

    UN Sanktionen werden allerdings dazu führen, dass Russland den für 2011 vorgesehenen Brennstoff dem Iran nicht zur Verfügung stellen wird können (der für dieses Jahr wurde bereits geliefert: http://www.presstv.ir/det...). Also wird weiter selber angereichert werden. Folgen der gescheiterten Diplomatie der Obama Administration.

    • sbot
    • 07.07.2010 um 17:33 Uhr

    Die USA verkaufen Nukleartechnologie an Israel. Das ist ein Vorgang der im nuklearen Nichtverbreitungsvertrags streng verboten ist.

    http://www.haaretz.com/ne...

    Auf der anderen Seite verweigert man dem Iran die Rechte, die ihm laut diesem Vertrag zustehen, nukleare Anreicherung für medizinische Zwecke, Betrieb von Atomkraftwerke.

    Die Ungleichbehandlung der verschiedenen Menschen auf der Welt, die Verletzung zahlreicher internationalen Verträge, Menschenrechte und UN-Konventionen seitens USA und Israel steht dem Frieden und der Gerechtigkeit auf dieser Welt, weitaus massiver im Weg, als andere Faktoren.

    Was sind Verträge wert an die sich keiner hält?

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    • colca
    • 07.07.2010 um 18:23 Uhr

    Sehr richtig, die Etablierung eines Sonderrechts für Israel bei gleichzeitiger Verweigerung der aus dem NPT abgeleiteten Rechte des Iran führt zur Etablierung von Doppelstandards.
    Sie zerstören den Glauben an die Gültigkeit völkerrechtlicher Verträge. So gesehen sind die USA der schlimmste Zerstörer des NPT-Vertragswerkes - erst Indien, jetzt Israel.

    • colca
    • 07.07.2010 um 18:23 Uhr

    Sehr richtig, die Etablierung eines Sonderrechts für Israel bei gleichzeitiger Verweigerung der aus dem NPT abgeleiteten Rechte des Iran führt zur Etablierung von Doppelstandards.
    Sie zerstören den Glauben an die Gültigkeit völkerrechtlicher Verträge. So gesehen sind die USA der schlimmste Zerstörer des NPT-Vertragswerkes - erst Indien, jetzt Israel.

    • Harzer
    • 07.07.2010 um 17:44 Uhr

    Was man gerade beispielhaft an unseren eigenen Politikern sehen kann.
    USA und Israel suchen doch nur alle Scheinargumente zusammen, um ein Scheinalibi zu haben, auf Iran loszugehen.
    Daß sie das gerade jetzt verstärkt tun, stimmt allerdings schon bedenklich ?!!

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