Atomstreit Nordkorea droht mit Atomwaffen

Pjöngjang verschärft seinen Ton: Sollte es zu den geplanten Seemanövern der USA und Südkorea kommen, droht Nordkorea mit einem "heiligen Krieg der Vergeltung".

Müssen mit deutlich verschärfter Kriegsrhetorik Nordkoreas umgehen: (l-r) US-Verteidigungsminister Robert Gates, US-Außenministerin Hillary Clinton und Südkoreas Präsident Lee Myung-Bak

Müssen mit deutlich verschärfter Kriegsrhetorik Nordkoreas umgehen: (l-r) US-Verteidigungsminister Robert Gates, US-Außenministerin Hillary Clinton und Südkoreas Präsident Lee Myung-Bak

Nordkorea droht Südkorea und den USA mit "atomarer Abschreckung". Die Nationale Verteidigungskommission – das höchste Entscheidungsgremium Nordkoreas – hat davon gesprochen, einen "heiligen Krieg der Vergeltung" zu beginnen. Den geplanten Militärübungen der US-Streitkräfte und Südkorea wolle man mit Mitteln der "atomaren Abschreckung" begegnen. Den USA und Südkorea unterstellte das Regime, Übungen für einen Atomkrieg abzuhalten. So heißt es in einer von den offiziellen Medien veröffentlichten Erklärung. Bereits früher hatte Pjöngjang den Einsatz von Nuklearsprengköpfen angedroht.

Im Konflikt um ein versenktes südkoreanisches Militärschiff hatten beide Länder eine Reihe von zusätzlichen Marineübungen als Abschreckung gegen Nordkorea angekündigt. Am Sonntag soll ein viertägiges Seemanöver im Japanischen Meer beginnen. Im Februar hatte Nordkorea ebenfalls vor Beginn eines jährlichen gemeinsamen amerikanisch-südkoreanischen Großmanövers gewarnt, Südkorea mit Atomwaffen angreifen zu können.

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Die südkoreanischen Streitkräfte verstärkten nach Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap unterdessen die Überwachung an der innerkoreanischen Grenze. Bisher habe es keine ungewöhnlichen Bewegungen auf nordkoreanischer Seite gegeben, verlautete es offensichtlich aus dem Hauptquartier des Generalstabschefs.

Am Rande eines Regionalforums in Hanoi hatte bereits die Regierungsdelegation des Landes mit einer harten Reaktion auf die Truppenübungen gedroht, nun legt das höchste Entscheidungsgremium nach. "Die Armee und die Bevölkerung der Volksrepublik (Nordkorea) werden nötigenfalls zu jeder Zeit einen heiligen Krieg der Vergeltung starten, der auf der atomaren Abschreckung basiert", hieß es aus Pjöngjang. Alle Manöver der USA und Südkoreas seien "nichts als unverblümte Provokationen, mit denen die Volksrepublik durch Waffengewalt in jeder Hinsicht erdrückt werden soll". Nordkorea werde "den größten Atomkriegsübungen legitimerweise ihre mächtige nukleare Abschreckung entgegensetzen".

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben sich seit dem Untergang der südkoreanischen Korvette im März deutlich erhöht. Südkorea macht das Nachbarland für den Untergang verantwortlich, bei dem 46 Seeleute starben. Nordkorea bestreitet eine Verwicklung. Neben den Manövern will die US-Regierung auch neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängen. Damit sollen vor allem die Wege für die finanzielle Unterstützung der nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramme blockiert werden.

 
Leser-Kommentare
    • joG
    • 24.07.2010 um 16:06 Uhr

    ....dass ein atomarer Vergeltungsschlag gegen Süd Korea wegen eines Manövers selbst den Chinesen zu peinlich wäre.

    • WiKa
    • 24.07.2010 um 16:29 Uhr

    Ist es nicht inzwischen erwiesen, dass die Nordkoreaner mit dem Untergang der südkoreanischen Fregatte nichts zu tun hatten? Dennoch befleißigt man sich weiter dies in die Reihe der Eskalationsargumente einzureihen. Danach zu googlen lohnt sich, weil sich der Mainstream im Westen über diese Entwicklung mal wieder ausschweigt. Wer ist denn hier jetzt der Kriegstreiber. Ich will hier mit Sicherheit keine Lanze für Nordkorea und das dortige marode Regime brechen, vielmehr hinterfragen warum das alles so abläuft.

    Oder wird es am Ende so eine Geschichte wie mit den irakischen Massenvernichtungswaffen. Die waren zwar am Ende nicht da, aber wenn man schon mal mit guten Gründen einmarschiert, dann sollte man auch die Gunst der Stunde nutzen. Die Geschichte schreiben bekanntermaßen sowieso nur die Sieger, also kann wohl auch in diesem Falle nichts schiefgehen. Ist zwar bis zu einem gewissen Grade pervers die Geschichte, aber diese Perversion muss sich letztlich ja auch der Normalbürger zurechnen lassen, der weder hier noch in den USA in der Lage ist seine Vertreter diesbezüglich auszubremsen. Sie mögen es noch perverser? Bitte hier: Moderne Kriegsführung leicht gemacht und für jeden verständlich.

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    • trueQ
    • 24.07.2010 um 16:35 Uhr

    Von was für Beweisen sprechen Sie?

    Der einzige, der hier momentan die Eskalationsspirale beschreitet, ist doch Nord-Korea. Manöver von Südkorea und den USA kann man kaum als Eskalation bezeichnen, finden doch solche Manöver dort seit Jahrzehnten regelmäßig statt.

    Auch dürften weder Südkorea noch die USA ein Interesse an einem Krieg mit Nordkorea haben.

    • Tekk73
    • 24.07.2010 um 17:04 Uhr

    Auch eine ausgiebige Googelsuche hat mir keinerlei Erkenntnisse darüber gebracht das Nordkorea nichts mit dem Untergang der Fregatte zu tun hatte.
    Bei solchen Behauptungen sollten sie zumindest eine zuverlässige Quelle angeben wenn sie sich nicht lächerlich machen wollen.

    Zum Thema
    In dem Verhältniss beider Staaten wunder es mich nicht das der Finger leicht am Abzug sitzt. Solche Manöver finde deshalb ziemlich unnötig.

    • joG
    • 24.07.2010 um 18:33 Uhr

    "Ist es nicht inzwischen erwiesen, dass die Nordkoreaner mit dem Untergang der südkoreanischen Fregatte nichts zu tun hatten?"

    • trueQ
    • 24.07.2010 um 16:35 Uhr

    Von was für Beweisen sprechen Sie?

    Der einzige, der hier momentan die Eskalationsspirale beschreitet, ist doch Nord-Korea. Manöver von Südkorea und den USA kann man kaum als Eskalation bezeichnen, finden doch solche Manöver dort seit Jahrzehnten regelmäßig statt.

    Auch dürften weder Südkorea noch die USA ein Interesse an einem Krieg mit Nordkorea haben.

    • Tekk73
    • 24.07.2010 um 17:04 Uhr

    Auch eine ausgiebige Googelsuche hat mir keinerlei Erkenntnisse darüber gebracht das Nordkorea nichts mit dem Untergang der Fregatte zu tun hatte.
    Bei solchen Behauptungen sollten sie zumindest eine zuverlässige Quelle angeben wenn sie sich nicht lächerlich machen wollen.

    Zum Thema
    In dem Verhältniss beider Staaten wunder es mich nicht das der Finger leicht am Abzug sitzt. Solche Manöver finde deshalb ziemlich unnötig.

    • joG
    • 24.07.2010 um 18:33 Uhr

    "Ist es nicht inzwischen erwiesen, dass die Nordkoreaner mit dem Untergang der südkoreanischen Fregatte nichts zu tun hatten?"

    • trueQ
    • 24.07.2010 um 16:30 Uhr

    Das Nordkorea gerne martialische Töne anschlägt, ist ja nichts wirklich nichts neues.

    Das ist doch die altbekannte Art und Weise, mit der Nordkorea zu verstehen gibt, dass irgendwelche Hilfslieferungen benötigen.

    Da sollte man nichts überbewerten.

    • trueQ
    • 24.07.2010 um 16:35 Uhr

    Von was für Beweisen sprechen Sie?

    Der einzige, der hier momentan die Eskalationsspirale beschreitet, ist doch Nord-Korea. Manöver von Südkorea und den USA kann man kaum als Eskalation bezeichnen, finden doch solche Manöver dort seit Jahrzehnten regelmäßig statt.

    Auch dürften weder Südkorea noch die USA ein Interesse an einem Krieg mit Nordkorea haben.

    • Tekk73
    • 24.07.2010 um 17:04 Uhr

    Auch eine ausgiebige Googelsuche hat mir keinerlei Erkenntnisse darüber gebracht das Nordkorea nichts mit dem Untergang der Fregatte zu tun hatte.
    Bei solchen Behauptungen sollten sie zumindest eine zuverlässige Quelle angeben wenn sie sich nicht lächerlich machen wollen.

    Zum Thema
    In dem Verhältniss beider Staaten wunder es mich nicht das der Finger leicht am Abzug sitzt. Solche Manöver finde deshalb ziemlich unnötig.

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    "In Südkorea selbst dagegen zweifeln viele Leute am Untersuchungsbericht. Wissenschafter haben ihn zerpflückt, sie halten ihn für widersprüchlich, falsch und ein Machwerk. Aus Seoul hört man, die schwedische Delegation in der Ermittlergruppe habe sich geweigert, den Bericht zu unterschreiben. Bei der Havarie-Kommission in Stockholm mag man das weder bestätigen noch dementieren. Die beteiligten Experten seien bis Mitte August in den Ferien, der Delegationsleiter auf einem Segelboot, er sei nicht erreichbar, sagt eine Sprecherin."

    http://derstandard.at/127...

    "In Südkorea selbst dagegen zweifeln viele Leute am Untersuchungsbericht. Wissenschafter haben ihn zerpflückt, sie halten ihn für widersprüchlich, falsch und ein Machwerk. Aus Seoul hört man, die schwedische Delegation in der Ermittlergruppe habe sich geweigert, den Bericht zu unterschreiben. Bei der Havarie-Kommission in Stockholm mag man das weder bestätigen noch dementieren. Die beteiligten Experten seien bis Mitte August in den Ferien, der Delegationsleiter auf einem Segelboot, er sei nicht erreichbar, sagt eine Sprecherin."

    http://derstandard.at/127...

  1. "In Südkorea selbst dagegen zweifeln viele Leute am Untersuchungsbericht. Wissenschafter haben ihn zerpflückt, sie halten ihn für widersprüchlich, falsch und ein Machwerk. Aus Seoul hört man, die schwedische Delegation in der Ermittlergruppe habe sich geweigert, den Bericht zu unterschreiben. Bei der Havarie-Kommission in Stockholm mag man das weder bestätigen noch dementieren. Die beteiligten Experten seien bis Mitte August in den Ferien, der Delegationsleiter auf einem Segelboot, er sei nicht erreichbar, sagt eine Sprecherin."

    http://derstandard.at/127...

    Antwort auf "Quelle?"
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    • joG
    • 24.07.2010 um 18:34 Uhr

    ....für Ihre Aussage?

    • joG
    • 24.07.2010 um 18:34 Uhr

    ....für Ihre Aussage?

    • WiKa
    • 24.07.2010 um 17:19 Uhr

    http://alles-schallundrau...

    Wird ihnen möglicherweise zu konspirativ sein. Wenn man man in dem guten Glauben lebt, dass uns die Regierungen „Nichts“ als die Wahrheit erzählen. Man sollte auch immer die Interessenlagen mal betrachten. Weiter denken hilft manchmal auch. Achten Sie doch in den kommenden Monaten mal auf die Rhetorik die sich weiter in Richtung Iran entspinnt. Klar wissen wir, dass nur der Iran schuld ist, wenn Amerika gezwungen ist auch dort Demokratie und Freiheit durchzusetzen. Güter die zum Beispiel für diverse afrikanische Staaten nicht zu haben sind, obgleich die Situation dort noch bescheidener ist, aber die Regionen sind oftmals keinen Schuss Pulver wird, deshalb werden dort auch keine Bomben für Freiheit und Demokratie fallen. Mit Verlaub, die Geschichte bleibt pervers.

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    • eciv
    • 24.07.2010 um 17:33 Uhr

    ja, der Blog ist ja wirklich zuverlässig, glaubhaft und voller Beweise gespickt.
    Man sollte zwar nicht alles glauben, was in den Zeitungen steht und alles kritisch hinterfragen, aber dann so einen blog als zuverlässige Quelle zu posten.^^

    • eciv
    • 24.07.2010 um 17:33 Uhr

    ja, der Blog ist ja wirklich zuverlässig, glaubhaft und voller Beweise gespickt.
    Man sollte zwar nicht alles glauben, was in den Zeitungen steht und alles kritisch hinterfragen, aber dann so einen blog als zuverlässige Quelle zu posten.^^

    • eciv
    • 24.07.2010 um 17:33 Uhr

    ja, der Blog ist ja wirklich zuverlässig, glaubhaft und voller Beweise gespickt.
    Man sollte zwar nicht alles glauben, was in den Zeitungen steht und alles kritisch hinterfragen, aber dann so einen blog als zuverlässige Quelle zu posten.^^

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