USA Obama will Internet-Überwachung erleichtern
Im Wahlkampf sprach sich Barack Obama gegen Schnüffel-Exzesse des Staates aus. Jetzt plant er selber einen genauen Blick auf den Internet-Verkehr der Amerikaner.
© Justin Sullivan/Getty Images

Ein Internet-Café in San Francisco. Der amerikanische Internetnutzer soll Medienberichten zufolge bald leichter überwacht werden können
US-Präsident Barack Obama will Medienberichten zufolge die Überwachung der Internet-Nutzung in seinem Land erheblich erleichtern. Wohin E-Mails geschickt wurden, Empfangs- und Absendezeitpunkte der elektronischen Post sowie möglicherweise auch das Verzeichnis besuchter Internet-Seiten – all das soll die Bundespolizei FBI den Plänen zufolge künftig ohne Gerichtsbeschluss einsehen können. Inhalte von E-Mails sollen indes weiterhin vor dem Blick der Behörden geschützt sein.
Dass die Regierung den US-Kongress nun um eine entsprechende Gesetzesänderung bat, sei ein "unnötiger und enttäuschender Schritt rückwärts", kritisierte die Zeitung New York Times . Im Wahlkampf habe Obama noch versprochen, gegen exzessive und missbräuchliche Nachforschungen Front zu machen. Der Kampf gegen Terrorismus sei möglich, ohne Beschneidung der Bürgerrechte, versprach er als Kandidat in einem Papier aus dem Jahr 2008.
Bislang weigern sich viele Anbieter von Internet-Diensten in den USA, dem FBI diese Daten auszuhändigen, wie die Washington Post berichtete. Ihre Begründung: Die Gesetze seien nicht eindeutig. Nach ihrer Lesart darf das FBI ohne die Billigung eines Richters lediglich Name, Adresse, Dauer des Internet-Abos und Rechnungen abfragen. Die angestrebte Änderung solle Zweifel ausräumen, argumentiert das Justizministerium. Die bisherige Formulierung "schafft Verwirrung und kann Grund für unnötige Rechtsstreitigkeiten sein", sagte Sprecher Dean Boyd der Zeitung. Mit dem Schritt sollen "neue Kategorien von Informationen" gesammelt werden.
Rechts- und Datenschutzexperten sehen das anders. Die Vollmachten der Ermittlungsbehörden würden ausgeweitet, sagt Stewart Baker, früherer Mitarbeiter des Ministeriums für Heimatschutz. "Man kommt schneller und leichter an Daten", sagte der Fachmann für Sicherheits- und Überwachungsgesetze der Washington Post . "Für manche Internet-Provider würde dies bedeuten, dem FBI deutlich mehr Informationen (auf eine entsprechende Anfrage hin) auszuhändigen."
Konkret geht es darum, was das FBI mit den vom Justizministerium ausgestellten und als National Security Letter (Nationaler Sicherheitsbrief/NSL) bezeichneten Befugnissen abfragen darf. In dem Gesetz aus dem Jahr 1993 steht in einer Passage, dass dazu auch "Aufzeichnungen über Transaktionen elektronischer Kommunikation" gehören. Das Problem ist laut Washington Post aber, dass dieser Begriff nirgendwo in dem Gesetz genau definiert ist.
"Unsere größte Sorge ist, dass mit größeren Vollmachten ausgestattete NSL benutzt werden könnten, um Suchvorgänge im Internet, besuchte Webseiten und jede heruntergeladenen Dateien nachzuverfolgen", sagte Fachanwalt Kevin Bankston von der Datenschutzorganisation Electronic Frontier Foundation .
Der Einsatz des Sicherheitsbriefs ist in den USA umstritten, vor allem in der Zeit nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Der New York Times zufolge nutzte die Regierung von George W. Bush die Befugnisse, um bei Bibliotheken die Herausgabe von Entleihlisten zu verlangen. Nach einer unabhängigen Untersuchung stellte das Justizministerium zwischen 2003 und 2006 mehr als 192 000 dieser Vollmachten aus, um persönliche Daten einzuholen. Es wurde eine Reihe möglicher Verletzungen von FBI-Regularien festgestellt. Dabei sollen die "Briefe" ausgehändigt worden sein, ohne dass es Ermittlungen gegeben habe, die dies gerechtfertigt hätten.
- Datum 30.07.2010 - 18:57 Uhr
- Quelle dpa
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ein Beispiel, wie man an den eigenen Ansprüchen scheitern kann. Niemand in Amerika hat sowviel Hoffnung geweckt, soviel versprochen, wie er. Und die Realität ist eher bitter.
....die gleichen, ob man nun liberal ist oder nicht. Interessant wäre, wie es im Vergleich hier ist.
....die gleichen, ob man nun liberal ist oder nicht. Interessant wäre, wie es im Vergleich hier ist.
dass die demokratische Basis von ihm enttäuscht ist. Wenn mir irgendein Konservativer in den USA erzählen will, dass Obama "links" ist, dann kann ich ihn nur auslachen: eine halbherzige Gesundheits-"Reform", eine von Lobbyisten komplett verwässerte Finanzmarkt-"Reform", ein ausgeweiteter, unnützer Krieg (der Fairness halber: das zumindest hatte er so angekündigt) und - wie wir hier einmal mehr sehen - die selben üblen Praktiken, was Homeland Security angeht.
Das ist nicht liberal, nicht links, sondern gute, alte konservative Denke. Obama ist - in vielerlei Hinsicht - ähnlich weit rechts, wie es Reagan, das "pin-up girl" der amerikanischen Konservativen, war.
Auch wenn ich Obama weiterhin unterstüze, so ist es doch nur deswegen (und das in zunehmendem Maße), weil die Gegenseite mittlerweile komplett den Verstand verloren hat. Zufrieden stellt mich das jedoch nicht.
bekommt Angst vor ihrem Volk. Wie jede gemeine Dikatur.
Obama, Mr.President. Ein Clown, eine Strohpuppe des FBI, der CIA der NSA der Wirtschaft, eloquenter und witziger als Bush, aber scheinbar mit der selben Funktion.
man sich nur mal die Dokumentation "The Obama Deception: The Mask Comes Off" ,egal wie man sonst auch zu Alex Jones steht, anschauen, und man weiß wo der Bartel den Most holt.
Ist in D-land das Selbe. Man kann nur hoffen das die Spaß und TV-Nation irgendwann aufwacht.
... denn sie sind Marionetten. Die Amis brauchen einen Putsch, eine Revolution oder eine Auflösung der USA. Nun ist ihr Finanzsystem wieder einmal zu Ende und nun brauchen sie einen neuen Krieg!
… wenn schon „Leaks“ in der eigenen Struktur sichtbar werden, dann muss man halt global dagegen vorgehen. Sicherlich lässt sich auch die Erweiterung des Überwachungsstaates schnell mit der inneren Sicherheit Amerikas rechtfertigen. Obama beginnt zu begreifen, dass er es mit rund 300 Millionen potentiellen Terroristen im eigenen lande zu haben könnte. Da ja nicht die Regierung paranoid ist, sondern das Volk, bedarf es entsprechender Handlung, um hier schädlich Exzesse zu Lasten der Macht zu unterbinden. Mit Sicherheit wird er auch keine Volksbefragung durchführen, bevor die Todesschwadronen in den eigenen Grenzen tätig werden, um den bösen Mopp in den Griff zu bekommen. Aber jetzt darf auch der amerikanische Bürger erfahren, was Wahlversprechen sind … nämlich Versprecher, die wahlweise nach Bedarf produziert werden. Weniger vorbelastete Menschen sagen dazu auch simpel „Lügen"!
das waffengesetz wurde gelockert. laut wahlkampf sollte es eingeschränkt werden. eine weitere komplettkurswende?
Sie haben sich zu viel versprochen, doch wie es auch schon ein Vorkommentator bezeichnete, die republikanische Gegenseite hat völlig den Verstand verloren. Da ist doch ein amerikanischer Pseudo-Osama-Demokrat wohl eher eine Schadensbegerenzung.
http://www.sueddeutsche.d...
Ich möchte gar nicht wissen, wohin das alles führen soll. Ich sehe, dass ein weiteres Chaos auf die Menschheit zu kommt, wie schon 1916 und 1939. Wann ist es soweit? 20xx?
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