Sicherheitspolitik Die Nato braucht Russland

Das westliche Verteidigungsbündnis muss sich 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges weiter nach Osten öffnen. Russland kann der Nato neuen Schwung bringen

Britische Soldaten marschieren bei einer Parade über den Roten Platz in Moskau. Nato und Russland wollen künftig enger zusammenarbeiten

Britische Soldaten marschieren bei einer Parade über den Roten Platz in Moskau. Nato und Russland wollen künftig enger zusammenarbeiten

Vor 20 Jahren – solange ist der Kalte Krieg schon Geschichte! – sagten Moskauer Politiker das baldige Ende des westlichen Bündnisses voraus: "Wir haben Euch Euren Feind genommen." So schnell ging es dann nicht. Aber heute hängt sogar die Zukunft der Nato davon ab, ob Russland darin einen Platz finden kann.

In wenigen Wochen will Nato-Generalsekretär Fogh Rasmussen den ersten Entwurf für ein neues Nato-Konzept formuliert haben, im November sollen die Nato-Spitzen es auf ihrem Gipfeltreffen in Lissabon absegnen. Aber schon jetzt ist klar: wenn darin nicht mehr stehen sollte als ein paar Durchhalte-Parolen für Afghanistan, Vorschläge für bessere politische Konsultation im Bündnis und die übliche Aufforderung an Moskau zu enger Zusammenarbeit, wird das Dokument der Nato keinen neuen Schwung verleihen, sondern ihren Stillstand bestätigen.

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Christoph Bertram
Christoph Bertram

ist Publizist; er war von 1974 an für acht Jahre Direktor des International Institute for Strategic Studies (IISS) in London, danach 16 Jahre ZEIT-Redakteur, u.a. als Ressortchef der Politik. Anschließend übernahm er die Leitung der Stiftung Wissenschaft und Politik und blieb acht Jahre dort. Weitere Texte von ihm finden Sie hier (Archiv) »

Neuen Schwung könnte nur eines bringen: die Erklärung des Westens, Russland in das Bündnis aufzunehmen, wenn Moskau es will und die dafür erforderlichen Bedingungen erfüllt. Die Aufnahme der neuen Demokratien im Osten Europas in den neunziger Jahren machte aus der alten Nato den maßgeblichen europäischen Stabilitätsanker bis zur Grenze Russlands. Eine Beitritts-Einladung an Moskau gäbe ihr die Chance, zur umfassenden Sicherheitsstruktur zwischen Amerika, Europa und Russland zu werden.

Wenn dies bis heute nicht gelang, lag dies nicht nur an russischem Verhalten, sondern auch an der Ausdehnung der Nato nach Osteuropa. Der Kernfehler dieser Strategie war, dass sie an der Grenze Russlands aufhörte. Auch wenn westliche Politiker zu Recht beteuerten, die Expansion ihres Bündnisses sei nicht gegen Russland gerichtet, war das russische Misstrauen nur zu verständlich. Das eigens zur Vertrauensbildung geschaffene Organ, der Nato-Russland-Rat, konnte schon deshalb nichts bewirken, weil dort Russland allein dem geschlossenen Klub der Nato-Mitglieder gegenüber saß. In der bisher größten Krise seit Gründung des Gremiums, dem Georgien-Krieg 2008, wurden seine Sitzungen gar zur Strafe vom Westen vorübergehend boykottiert.

Nun fällt alten Strategen wie mir der Gedanke nicht leicht, Russland könnte einmal mit allen Rechten im Nato-Rat sitzen und dort, wie jedes andere Mitglied, sämtliche Entscheidungen mitbestimmen – oder sogar blockieren. Vor weniger als einem Jahre habe ich an dieser Stelle argumentiert, Russland sei nach Machtmentalität und Machtgebrauch nicht in Nato oder EU integrierbar.

Bevor das Land zu einem  Rechtsstaat, gar zu einer liberalen Demokratie geworden ist, muss noch sehr viel Wasser die Moskwa hinunterfließen. Auch ist der Keml keineswegs darauf erpicht, der Nato beizutreten, geschweige denn, ihr durch einen Beitritt neue Frischzellen zu liefern. Seine bisherigen diplomatischen Bemühungen haben immer noch das alte Ziel, das westliche Bündnis lahm zu legen. Deshalb würde eine formelle Beitrittseinladung des Lissabonner Nato-Gipfels in Moskau zunächst verächtlich zurückgewiesen, zur großen Erleichterung aller Beitrittsgegner im Westen.

Das Beitrittsangebot hätte dennoch strategische Wirkung. Die übliche Moskauer Nato-Schelte wäre nur noch überholtes Ritual. Diejenigen im Land, die Russlands Zukunft im Westen sehen, würden ermutigt. Sogar in den Streitkräften wüchse Hoffnung, mithilfe der Nato endlich die längst überfällige Modernisierung zu schaffen. Und überall im Westen würde das Verhalten gegenüber dem möglichen künftigen Sicherheitspartner die vom Kalten Krieg überkommene Verkrampftheit lösen. Lange bevor die Aufnahme Russlands in die Nato akut wäre, würden Ton und Inhalt der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen immer weniger von Erinnerungen an gestern und immer stärker von Erwartungen für morgen bestimmt.

Deswegen fordern inzwischen auch andere alte Strategen ein Umdenken gegenüber Russland, darunter Volker Rühe und Klaus Naumann, der eine ehemaliger deutscher Verteidigungsminister, der andere einmal Generalinspekteur der Bundeswehr und Vorsitzender des Nato-Militärausschusses. Werner Hoyer, Staatsminister im Außenministerium, schlägt vor, die Nato-Staaten sollten schon einmal überlegen, welche Veränderungen nötig wären, damit Russland  zu einem akzeptablen Beitritts-Kandidaten werden könne.

Auch der Mann, der bis zum November das neue Nato-Konzept formulieren soll, denkt in die gleiche Richtung. Im Dezember 2009 formulierte Nato-Generalsekretär Fogh Rasmussen bei seinem bisher einzigen Moskau-Besuch diese Vision für das Jahr 2020: Nato und Russland  hätten dann über die ganze Breite sicherheitspolitischer Fragen enge Zusammenarbeit etabliert, russische und Nato-Soldaten stünden Seit an Seite in UN-Missionen, ein gemeinsames Raketenabwehrsystem sei in Reichweite, "das uns nicht nur gemeinsam schützen, sondern uns auch politisch verbinden wird". Dann aber läge nichts näher, als den entscheidenden Schritt zu tun und Russland zum möglichen Nato-Mitglied zu erklären.

Dennoch sieht es nicht danach aus. Bei den  osteuropäischen Mitgliedern ist das Misstrauen gegen den russischen Nachbarn noch zu präsent. Weil sie von einem überholten Russland-Bild nicht lassen können, wollen sie auch an einer überholten Nato festhalten. Die Befürworter einer neuen Russlandpolitik unter den Mitgliedstaaten vermeiden lieber den Streit und sogar die öffentliche Debatte. Und deshalb wird auch Fogh Rasmussen Zurückhaltung üben. Sein neues strategisches Konzept für die Nato wird in Bezug auf Russland nichts Neues bringen, wenigstens nicht bis 2020.Den Schaden davon wird die Nato haben.

 
Leser-Kommentare
    • colca
    • 16.07.2010 um 10:08 Uhr

    Mit Verlaub Herr Bertram, aber das ist Quatsch.
    Warum sollte denn Russland diesem Bündnis beitreten? Sie haben zwar eine ganze Reihe von Aspekten genannt, warum ein solcher Beitritt aus Sicht einiger großer NATO-Länder wünschenswert wäre. Sie liefern aber kein einziges stichhaltiges Pro-Beitritts-Argument aus russischer Sicht.

    Russland gehört wegen seiner Größe, seiner militärischen Unangreifbarkeit, seiner Ressourcen und langfristig seiner wirtschaftlichen Potenziale zu den ganz wenigen wirklich SOUVERÄNEN Staaten auf der Welt. Es ist frei in der Wahl seiner Verbündeten, es ist UNSR-Vetomacht, es kann seine ganz eigene weltpolitische Agenda verfolgen.
    Ein erheblicher Teil dieser Spielräume ginge verloren, wenn es sich in die Regularien der NATO einfügen würde. Diese ist, zumindest nach heutigem Stand, noch immer in erster Linie eine Organisation zur Beschaffung von Hilfstruppen und Operationsbasen für die USA - stets unter US-Kommando und letzten Endes den Entscheidungen des Pentagon unterworfen.
    Sie wollen doch wohl Ihren Lesern nicht ernsthaft weismachen, dass diese NATO für Russland in irgendeiner Weise attraktiv sein könnte?
    Außerdem ist noch völlig unklar, ob das Bündnis den verlorenen Afghanistankrieg überdauern wird - und wer steigt schon auf einen leckenden, vielleicht sogar sinkenden Kahn?

    Eher baut der Kreml die Strukturen der SCO weiter aus - da steckt wesentlich mehr Zukunft und russische Einflussmöglichkeit drin.

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    ... ich Ihnen nahezu komplett zustimme, bedenken Sie jedoch die demografische Situation in der sich Russland befindet.

    Russland mag politisch, strategisch und wirtschaftlich in einer günstigen Position sein... alleine es fehlt die Bevölkerung um dieses Potential auch zu nutzen.

    Insbesondere, da es gerade die jungen Russen nicht nach Sibirien zieht, sondern viel eher nach St. Petersburg, Kalinigrad oder gleich ganz ins Ausland, z.B. nach London.

    Demgegenüber steht der beständig wachsende demografische und wirtschaftliche Druck der kleineren Völker der ehem. UDSSR, der muslimischen Völker und vor allem Chinas.

    ... ich Ihnen nahezu komplett zustimme, bedenken Sie jedoch die demografische Situation in der sich Russland befindet.

    Russland mag politisch, strategisch und wirtschaftlich in einer günstigen Position sein... alleine es fehlt die Bevölkerung um dieses Potential auch zu nutzen.

    Insbesondere, da es gerade die jungen Russen nicht nach Sibirien zieht, sondern viel eher nach St. Petersburg, Kalinigrad oder gleich ganz ins Ausland, z.B. nach London.

    Demgegenüber steht der beständig wachsende demografische und wirtschaftliche Druck der kleineren Völker der ehem. UDSSR, der muslimischen Völker und vor allem Chinas.

    • Areth
    • 16.07.2010 um 10:38 Uhr

    da wären die Russen schön blöd diesem verlierer Verein beizutreten. Die NATO ist ein Witz. Die Russen haben keine vorteile durch die NATO die brauchen nur Kanonfutter für ihre unüberlegten Kriege.

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    Ach, Sie!

    Ich habe viele IISS-Beiträge und -Publikationen seit meinem 16. Lebensjahr gelesen, insofern ist mir Bertram nicht unbekannt.

    Ich teile seine Einschätzungen und wie er, sehe ich den Vorteil eines gemeinsamen militärischen Bündnisses. Aber ich denke, ein milit. Bündnis erscheint fast immer positiv. Wären wir alle milit. verbündet, gäbe es viele Vorteile. Bündnisse lassen sich daher äußerst positiv werten, auch wirklichkeitsfern.

    Die Demokratie spielt in der NATO keine Rolle, hatten es die anfänglich diktatoristischeren Italiener, Griechen und Türken doch bis 18.2.1952 hinein geschafft.

    Nein, Russland wird sich davor hüten der NATO beizutreten. Nicht Russland braucht die NATO, sondern die NATO Russland, um sich auf Zentralasien zu konzentrieren. Russland aber braucht die westliche Rivalität, das weiß der Autor bestimmt. Desweiteren arbeitet Russland enger mit China in Zentralasien zusammen, was sie als deren Interessenssphäre wahrnehmen, die allenfalls von den amerikanischen oder indischen, vielleicht iranisch gestört werden könnte.

    Es ist also nur ein netter Gedanke, eine gute Erinnerung, was der Autor schreibt.

    Im übrigen glaube ich nicht, dass die NATO verschwinden wird. Wie an dem Autor erkennbar, der mgw. zu lange die alte NATO vor Augen hatte, hat sie sich bloß gedreht, gewandelt. Epische Wandel brauchen Zeit. Und militärische Bündnisse werden in Zeiten des Friedens (terroristische Konflikte sind keine Kriegszustände) natürlich vernachlässigt.

    Ach, Sie!

    Ich habe viele IISS-Beiträge und -Publikationen seit meinem 16. Lebensjahr gelesen, insofern ist mir Bertram nicht unbekannt.

    Ich teile seine Einschätzungen und wie er, sehe ich den Vorteil eines gemeinsamen militärischen Bündnisses. Aber ich denke, ein milit. Bündnis erscheint fast immer positiv. Wären wir alle milit. verbündet, gäbe es viele Vorteile. Bündnisse lassen sich daher äußerst positiv werten, auch wirklichkeitsfern.

    Die Demokratie spielt in der NATO keine Rolle, hatten es die anfänglich diktatoristischeren Italiener, Griechen und Türken doch bis 18.2.1952 hinein geschafft.

    Nein, Russland wird sich davor hüten der NATO beizutreten. Nicht Russland braucht die NATO, sondern die NATO Russland, um sich auf Zentralasien zu konzentrieren. Russland aber braucht die westliche Rivalität, das weiß der Autor bestimmt. Desweiteren arbeitet Russland enger mit China in Zentralasien zusammen, was sie als deren Interessenssphäre wahrnehmen, die allenfalls von den amerikanischen oder indischen, vielleicht iranisch gestört werden könnte.

    Es ist also nur ein netter Gedanke, eine gute Erinnerung, was der Autor schreibt.

    Im übrigen glaube ich nicht, dass die NATO verschwinden wird. Wie an dem Autor erkennbar, der mgw. zu lange die alte NATO vor Augen hatte, hat sie sich bloß gedreht, gewandelt. Epische Wandel brauchen Zeit. Und militärische Bündnisse werden in Zeiten des Friedens (terroristische Konflikte sind keine Kriegszustände) natürlich vernachlässigt.

    • joG
    • 16.07.2010 um 10:46 Uhr

    ...deren Dynamik betrachten, ist eine Welt umspannende Sicherheitsorganisation durchaus argumentierbar als wichtig für jedes Land, da wir bei einer Polarisierung einen ähnlichen Zustand laufender Konflikte und wechselnder Allianzen gegenüberstehen würden, wie wir sie aus fast der gesamten Geschichte vor 1939 kennen. Das Resultat ist fast zwangsläufig mit großen Kriegen verbunden.

    Ob man nun eine funktionierende Organisation wie die Nato als Ausgangspunkt einer solchen Gewaltmonopolisierung durchsetzen können oder eine neue Struktur besser aufbauen, ist mE schwer zu sagen. Jedenfalls ist die Idee keineswegs von der Hand zu weisen, dass wir in irgend einer Form uns in diese Richtung bewegen sollten.

  1. So merkwürdig das wäre, die Konfliktlinien für Russland sind China
    und vor allem die Islamischen Staaten aufgereit an seinen Grenzen.

    Das könnte ein wichtiger Grund für Russland sein.

    Allerdings Lupenreine Demokraten lt. SPD und Ex Kanzler Schröder
    stelle ich mir schon anders vor...

  2. Ich bin immer wieder überrascht, für wie dumm manche Leute Medwedjev, Putin oder ganz allgemein die Russen halten. Was soll Russland denn in der NATO? Wo hätte Russland einen Vorteil? Die USA tun nur das (und ausschließlich), was in ihrem eigenen Interesse ist. NATO hin oder her. Und genauso handhabt Russland das.

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    • Bagel.
    • 16.07.2010 um 11:59 Uhr

    Russlands Haltung gegenüber der Nato wird sich wohl kaum ändern, vielmehr setzt Russland auf eine stärkere Rolle der OSZE in der europäischen Sicherheitsstruktur.
    Bereits 2007 durch Putin und 2008 durch Medwedew wurde dies gefordert. Die OSZE würde durch eine Anbindung an die VN mit dem Kapitel 8 der Charta, in Konkurrenzstellung zur Nato geraten uns somit Russland mehr Einfluss in Europa sichern.
    Darüber hinaus bekannte sich Rassmusen erst kürzlich zu einem stärkerem Engagement zwischen Nato und OSZE. Es bleibt also offen welchen Weg die europäische Sicherheitsstruktur einschlagen wird. Defenitiv befindet sie sich derzeit im Wandel..

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    • joG
    • 16.07.2010 um 14:23 Uhr

    ....weil viele im Land an einem Multipol festhalten, wie sie auch für die Achse Chirac/Schröder/Putin von Chirac formuliert wurde. Es wäre die natürliche Position Russlands unter diesem Szenario zu versuchen eine bestehende Allianz zu untergraben. Darin lag eine der Destabilisatoren fast aller Zeiten der Geschichte. Man nannte das wechselnde Allianzen. Davor müssen wir uns hütten, wenn wir keinen Großkrieg wollen. Sinnvoll hingegen wäre es die OSZE an die Nato heranzuführen, zu binden und vielleicht schließlich zu verschmelzen.

    • joG
    • 16.07.2010 um 14:23 Uhr

    ....weil viele im Land an einem Multipol festhalten, wie sie auch für die Achse Chirac/Schröder/Putin von Chirac formuliert wurde. Es wäre die natürliche Position Russlands unter diesem Szenario zu versuchen eine bestehende Allianz zu untergraben. Darin lag eine der Destabilisatoren fast aller Zeiten der Geschichte. Man nannte das wechselnde Allianzen. Davor müssen wir uns hütten, wenn wir keinen Großkrieg wollen. Sinnvoll hingegen wäre es die OSZE an die Nato heranzuführen, zu binden und vielleicht schließlich zu verschmelzen.

  3. "Nach Osten öffnen" ist unnötig. Für Westeuropa ist die Nato bestenfalls Kontraproduktiv, und Russland hat es ungerne wenn sich die Nato immer näher vor die Tore Moskaus heranbaggert. Die Nato hat keinen Zweck mehr und ist nur mehr ein Groschengrab; viele Groschen. Viele, viele Groschen. Auflösen!

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    Die NATO hat sehr wohl einen Zweck: In der ganzen Welt die Interessen der Regierungen der Mitgliedsländer militärisch durchzusetzen.

    Für Imperialisten (neudeutsch: solche, die "weltweit Verantwortung übernehmen") wäre Rußland aus diesem Grunde ein attraktiveres Mitglied als Länder des "Alten Europas": In Rußland hat man traditionell wenig Skrupel, Soldaten und feindliche Zivilisten zu verheizen. Da will die deutsche Regierung ja auch wieder hin.

    Wenn nun Rußland überzeugt würde, mit Hilfe der NATO räuberisch erfolgreicher zu sein als ohne (und darauf deutet einiges hin), würde es vielleicht einer verbesserten Neuauflage des Hitler-Stalin-Paktes beitreten.

    Die NATO hat sehr wohl einen Zweck: In der ganzen Welt die Interessen der Regierungen der Mitgliedsländer militärisch durchzusetzen.

    Für Imperialisten (neudeutsch: solche, die "weltweit Verantwortung übernehmen") wäre Rußland aus diesem Grunde ein attraktiveres Mitglied als Länder des "Alten Europas": In Rußland hat man traditionell wenig Skrupel, Soldaten und feindliche Zivilisten zu verheizen. Da will die deutsche Regierung ja auch wieder hin.

    Wenn nun Rußland überzeugt würde, mit Hilfe der NATO räuberisch erfolgreicher zu sein als ohne (und darauf deutet einiges hin), würde es vielleicht einer verbesserten Neuauflage des Hitler-Stalin-Paktes beitreten.

    • joG
    • 16.07.2010 um 14:23 Uhr

    ....weil viele im Land an einem Multipol festhalten, wie sie auch für die Achse Chirac/Schröder/Putin von Chirac formuliert wurde. Es wäre die natürliche Position Russlands unter diesem Szenario zu versuchen eine bestehende Allianz zu untergraben. Darin lag eine der Destabilisatoren fast aller Zeiten der Geschichte. Man nannte das wechselnde Allianzen. Davor müssen wir uns hütten, wenn wir keinen Großkrieg wollen. Sinnvoll hingegen wäre es die OSZE an die Nato heranzuführen, zu binden und vielleicht schließlich zu verschmelzen.

    Antwort auf "Stärkung der OSZE"

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