Afghanistan Der Krieg ist noch nicht verloren
Der Kampf gegen die Taliban könne nicht gewonnen werden, heißt es. Sicherheitsexperte Dustin Dehéz hält das für einen der drei großen Mythen um den Einsatz. Ein Kommentar
© Yuri Cortez/AFP/Getty Images

Ein amerikanischer Soldat geht nach einem Mörserangriff in der afghanischen Provinz Kandahar in Deckung
Mythos Eins: Wir können nicht gewinnen, weil der Krieg asymmetrisch ist
Der Krieg in Afghanistan könne nicht gewonnen werden, weil er eben ein asymmetrischer Konflikt sei, in dem konventionelle Streitkräfte den Aufständischen unterliegen müssten. So lautet ein oft genutztes Argument, das durch den Verweis auf Vietnam noch gestärkt wird. Es stimmt zwar durchaus, dass asymmetrische Auseinandersetzungen von regulären Streitkräften einen hohen Blutzoll verlangen, der ist aber dennoch viel geringer als in konventionellen Konflikten. Dass die Taliban in Afghanistan überhaupt asymmetrisch kämpfen ist zwar gegenwärtig eine erfolgreiche Strategie, sie ist aber auch die einzige, die ihnen zur Verfügung steht. Für jede andere Form der Auseinandersetzung sind sie zu schwach.
Und so wundert es wenig, dass reguläre Armeen auch asymmetrische Konflikte gewinnen können. Die Vereinigten Staaten wendeten den Lauf des Irak-Kriegs, obwohl das 2007, vier Jahre nach dem Beginn, kaum noch ein Beobachter für möglich hielt. Aus dem ursprünglich gegen die vermeintlichen Besatzer gerichteten Aufstand war bereits ein voll entfalteter, ethnisch und religiös aufgeladener Bürgerkrieg geworden. Dennoch führten eine veränderte Strategie, Kooperation mit lokalen Milizen und eine Stärkung der Zentralgewalt zu einer überraschenden Wende.
Diese Konflikte zeigen auch, dass die entscheidende Variable in asymmetrischen Kriegen die externe Unterstützung für den Gegner ist. Gelingt es ihm, dauerhaft Mittel von außen zu sichern und in Nachbarstaaten auszuweichen, dann können reguläre Streitkräfte in einen aussichtslosen Kampf verwickelt werden. Irgendwann müssen sie sich dann zurückziehen. In Vietnam war es die massive militärische Unterstützung der Sowjetunion und der Volksrepublik Chinas für Nordvietnam, verbunden mit den Rückzugsmöglichkeit für die Vietcong im Norden und in den Nachbarstaaten Vietnams, die es den USA unmöglich machte, die Oberhand zu gewinnen. Ob eine reguläre Armee in einen symmetrischen oder asymmetrischen Konflikt geführt wird, sagt also nichts darüber aus, ob sie den Konflikt verlieren oder gewinnen wird.
Mythos Zwei: Wir können nicht gewinnen, weil der Gegner entschlossener ist und auf vertrautem Gebiet kämpft
Verbreitet ist auch die Annahme, dass der Kampf des Westens in Afghanistan deshalb aussichtslos sei, weil die Taliban entschlossener und radikaler seien. Deswegen kämpften sie auch rücksichtsloser als westlich geprägte Streitkräfte, heißt es. Dabei offenbart bereits ein Blick in die deutsche Geschichte, dass dies keineswegs ein entscheidender Faktor ist. So ist inzwischen eindrucksvoll belegt, dass die Alliierten 1944 während der deutschen Offensive in den Ardennen auf zum Teil fanatisierte deutsche Soldaten trafen, von denen gerade die jüngeren in unmittelbarer Erwartung des Endsiegs kämpften. Genutzt hat diese Entschlossenheit der Wehrmacht und der SS nicht, übrigens genauso wenig wie die Vertrautheit mit dem Terrain, auf dem der Kampf geführt wurde. Am Ende entschied die alliierte Luftüberlegenheit über den Ausgang der Schlacht. Tatsächlich ist nicht die Radikalität und Rücksichtslosigkeit einer Kriegspartei entscheidend für den Ausgang eines Krieges, sondern etwas völlig anderes: die Lern- und Anpassungsfähigkeit einer Kriegspartei. Und besonders radikale Gegner lernen langsam.
Mythos Drei: Die Demokratisierung Afghanistans ist das falsche Ziel
Dass die Demokratisierung Afghanistans ein unerreichbares und daher falsches Ziel sei, wird als geradezu selbstverständliche Einsicht wiederholt. Das Argument besteht eigentlich aus zwei miteinander verwobenen Vorstellungen. Auf der einen Seite wird argumentiert, dass ein so tribal geprägtes Land wie Afghanistan nicht mit dem westlich geprägten System der Demokratie verbunden werden könne und die Menschen diese Regierungsform gar nicht wollen. Zum zweiten wird häufig angeführt, dass der Islam insgesamt nicht Demokratie-fähig sei und die Versuche, Demokratie in den Mittleren Osten zu exportieren, daher nur von der mangelnden kulturellen Sensibilität des Westens zeugen.
Beide Argumente lassen sich allerdings nicht halten. Die Vorstellung, es sei eine noch offene Frage, ob die Mehrheit der Afghanen eine Demokratie bevorzugt, ist schlicht falsch. Nicht nur haben Meinungsumfragen in Afghanistan regelmäßig ergeben, dass fast 90 Prozent der befragten Afghanen die Demokratie für das beste System halten. Die Wahlbeteiligungen sprechen eine ebenfalls eindeutige Sprache: Bereits 2004 stimmten fast 70 Prozent der Afghanen in den Wahlen ab. Damit hat eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung das System angenommen, die Frage nach der Legitimität der Demokratie ist damit beantwortet. Die Kritik daran ist gerade aus deutscher Perspektive bemerkenswert: Denn auch die Legitimität der durch den Parlamentarischen Rat geschaffenen deutschen Demokratie ließ sich letztendlich nur an der Wahlbeteiligung an den ersten freien Wahlen messen. Das Argument von der fehlenden Legitimität der afghanischen Demokratie macht aus der deutschen Demokratisierung auf merkwürdige Weise einen neuen Betriebsunfall der Geschichte.
Auch die Vorstellung, dass islamisch geprägte Gesellschaften aus kulturellen Gründen weniger Demokratie-kompatibel seien, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als voreiliger Schluss. In den 1960er Jahren galt es als ausgemacht, dass mehrheitlich katholisch geprägte Gesellschaften nicht Demokratie-fähig seien. Und das ließ sich auch belegen, Lateinamerika war als einziger durchgehend katholischer Kontinent von autoritären Militärdiktaturen geprägt. Und selbst in Europa war die iberische Halbinsel bis Mitte der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts ebenfalls Heimat zweier Diktaturen. Dennoch käme heute niemand mehr auf die Idee, katholischen Gesellschaften eine generelle Demokratieuntauglichkeit zu unterstellen.
Das erinnert nicht von ungefähr an die heute verbreitete Auffassung, islamische Gesellschaften und demokratische Normen seien unvereinbar. Navid Kermani hat das bereits 2005 sehr treffend auf die Formel gebracht, dass es in Deutschland eine Tendenz gäbe, sich mit den Muslimen in der Welt solidarisch zu erklären, indem man ihnen Demokratieunfähigkeit unterstellt. Dabei müsste schon ein Blick auf den Globus das Gegenteil belegen: Mit Indonesien ist schließlich einer der bevölkerungsreichsten Staaten der Erde eine Demokratie.
Ein Beispiel aus der deutschen Hilfe für Afghanistan zeigt das Dilemma mit der vermeintlich falschen Demokratieförderung besonders deutlich: Die Ausbildung und Professionalisierung der afghanischen Armee und Polizei gilt als eines der wichtigsten Mittel, um in wenigen Jahren ein stabiles Afghanistan zurücklassen zu können. Doch in Demokratien reicht es nicht, nur gut ausgebildete und ausgerüstete Sicherheitskräfte zu unterhalten, genauso wichtig ist deren zivile Kontrolle. Zur Stärkung dieser zivilen Kontrolle führt die Bundesrepublik aber nicht ein einziges Programm durch. Darüber hinaus zeigt der Fall Afghanistan auch, dass es zur Demokratisierung gar keine Alternative gibt: Denn wer alternativ nach einer starken autoritären Herrschaft für Afghanistan verlangt, treibt jegliche oppositionelle Bewegung in die Arme der Taliban, weil demokratische Ventile fehlen. Wenn die letzten fünfzig Jahre etwas gezeigt haben, dann doch, dass autoritäre Diktaturen langfristig weniger stabil sind als Demokratien. Warum dies zu ignorieren besonders kluge und weitsichtige Politik sein soll, konnte folgerichtig auch noch niemand überzeugend darlegen.
Deutschland braucht eine sicherheitspolitische Debatte
Das alles bedeutet keineswegs, dass der Krieg in Afghanistan gewonnen wird. Es bedeutet aber, dass die Niederlage in Afghanistan gegenwärtig mehr herbeigeschrieben wird, als sie sicher ist. Tatsächlich ist der Ausgang des Krieges in Afghanistan nach wie vor offen. Allerdings wird die westliche Allianz ihre Fehler analysieren müssen, bevor eine belastbare Voraussage über den Kriegsausgang gemacht werden kann. Diese Fehler sind bekannt und gut dokumentiert, aber aus keinem kann abgeleitet werden, dass der Westen und mit ihm die Bundesrepublik in Afghanistan scheitern wird, weil der Gegner entschlossener, der Krieg asymmetrisch oder Demokratieförderung das falsche Ziel ist.
Dustin Dehéz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Düsseldorfer Institut für Außen- und Sicherheitspolitik (DIAS).
- Datum 13.08.2010 - 18:48 Uhr
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Wenn das drei Mythen sind, dann dann sollte die Umkehr sein:
Wir gewinnen, weil der Krieg asymmetrisch ist
Wir gewinnen, weil der Gegner nicht entschlossener ist und auf nicht vertrautem Gebiet kämpft
Wir gewinnen, weil die Demokratisierung Afghanistans ist das richtige Ziel
Das klingt schon wie der Glaube an den Endsieg als man keine Antwort mehr geben konnte auf die Frage nach dem WANN?
Trau, schau, wem---
Die Lage im Irak ist weit prekärer als solche Propagandameister es uns weismachen wollen, die Christen sind einer religiösen Säuberung zum Opfer gefallen, sie wohnen jetzt z.B. in München, Homosexuelle werden systematisch ermordet, wenn die Amerikaner erst wirklich abgezogen sind, bricht der Bügerkrieg aus.
mit der these die afghanen haetten durch ihre wahlbeteiligung ihren demokratiewillen bestaetigt, kann ich nicht einverstanden sein. die wahl wurde durch die herrschende klasse manipuliert, die menschen ausserhalb der staette wurden durch ihre oertlichen herrscher zur wahl geschickt um eine vorab getroffene wahlstimme abzugeben.
zunächst einmal muss man klarstellen, dass nicht die "heute verbreitete Auffassung (ist), islamische Gesellschaften und demokratische Normen seien unvereinbar", sondern, dass eine islamiSTISCHE gesellschaft und demokratische normen unvereinbar sind.
um nur einen punkt zu nennen, der im artikel problematisch ist, ist die behauptung, indonesien sei ein beispiel für eine gut funktionierende demokratie in einem islamischen land. hier ein statement von human rights watch: "Continuing areas of concern in Indonesia include impunity for past human rights violations, the slow pace of military reform, conditions in Papua, imposition of the death penalty, and infringements on freedom of expression and religious freedom."
wie einen artikel, der tatsachen so krass verdreht, in der zeit erscheinen kann, wundert mich doch sehr.
zum schluss bleibt nur noch zu sagen: bundeswehr raus auf afghanistan! so schnell wie möglich! die mehrheit der deutschen bevölkerung will nicht, dass sich deutschland an diesem krieg beteiligt!
....Demokratie meint. Auch wir verurteilen Reporter, die Fragen zu unserer Polizei stellen und ein Kanzler nannte Putin einen Demokraten. Natürlich ist Indonesien anders als man sich das wünschte. Auch die Türkei ist das. Aber auch die Franzosen oder Belgier verbieten, dass sich Frauen so kleiden dürfen, wie sie wollen. Wir zwingen Kinder anderer Religion unter einem Kreuz zu lernen, obwohl es Verfassungswidrig ist. Ist es "demokratisch", wenn 70% der Parlamentarier Öffentlich Bedienstete sind? Ist es eine "gute" Struktur, wenn eine Demokratie Personenidentität zwischen Legislative und Exekutive zulässt? Also, im Textbuch steht: Nein! Auch der Spielverlauf stellt dies in Frage.
Wer sind wir, die Indonesier zu kritisieren? Wer sind Sie den Muslims die Demokratiefähigkeit abzusprechen?
wollte auch mit dem Gröfaz bis zum Endsieg kämpfen... Also, ob "die Mehrheit" ein gutes Argument ist, weiß ich nicht. Wir haben eine representative Demokratie. Die Politiker sind gewählt. In drei Jahren können wir wieder abstimmen. Und die "Linke" ist mehr mit ihrer Mitgliederanzahlfälscherei beschäftigt als mit der Frage, wie sie die Demokratie in D weiter aufbauen könnte....
"zunächst einmal muss man klarstellen, dass nicht die "heute verbreitete Auffassung (ist), islamische Gesellschaften und demokratische Normen seien unvereinbar", sondern, dass eine islamiSTISCHE gesellschaft und demokratische normen unvereinbar sind."
um es einmal ganz philosophisch anzugehen:
wenn sie eine mathematik Aufgabe lösen z.B. 1 1=2
können sie von einer wahren (endgültigen) Erkenntnis sprechen da die Aufgabe (also die Einsen und die Nullen)genau deffiniert ist
Wenn sie aber von Islam und Demokratie sprechen, können sie nicht von einer wahren Erkenntnis sprechen, da wie zuvor bereits erwähnt, diese Begriffe nicht genau deffiniert sind.
....Demokratie meint. Auch wir verurteilen Reporter, die Fragen zu unserer Polizei stellen und ein Kanzler nannte Putin einen Demokraten. Natürlich ist Indonesien anders als man sich das wünschte. Auch die Türkei ist das. Aber auch die Franzosen oder Belgier verbieten, dass sich Frauen so kleiden dürfen, wie sie wollen. Wir zwingen Kinder anderer Religion unter einem Kreuz zu lernen, obwohl es Verfassungswidrig ist. Ist es "demokratisch", wenn 70% der Parlamentarier Öffentlich Bedienstete sind? Ist es eine "gute" Struktur, wenn eine Demokratie Personenidentität zwischen Legislative und Exekutive zulässt? Also, im Textbuch steht: Nein! Auch der Spielverlauf stellt dies in Frage.
Wer sind wir, die Indonesier zu kritisieren? Wer sind Sie den Muslims die Demokratiefähigkeit abzusprechen?
wollte auch mit dem Gröfaz bis zum Endsieg kämpfen... Also, ob "die Mehrheit" ein gutes Argument ist, weiß ich nicht. Wir haben eine representative Demokratie. Die Politiker sind gewählt. In drei Jahren können wir wieder abstimmen. Und die "Linke" ist mehr mit ihrer Mitgliederanzahlfälscherei beschäftigt als mit der Frage, wie sie die Demokratie in D weiter aufbauen könnte....
"zunächst einmal muss man klarstellen, dass nicht die "heute verbreitete Auffassung (ist), islamische Gesellschaften und demokratische Normen seien unvereinbar", sondern, dass eine islamiSTISCHE gesellschaft und demokratische normen unvereinbar sind."
um es einmal ganz philosophisch anzugehen:
wenn sie eine mathematik Aufgabe lösen z.B. 1 1=2
können sie von einer wahren (endgültigen) Erkenntnis sprechen da die Aufgabe (also die Einsen und die Nullen)genau deffiniert ist
Wenn sie aber von Islam und Demokratie sprechen, können sie nicht von einer wahren Erkenntnis sprechen, da wie zuvor bereits erwähnt, diese Begriffe nicht genau deffiniert sind.
'Es stimmt zwar durchaus, dass asymmetrische Auseinandersetzungen von regulären Streitkräften einen hohen Blutzoll verlangen,...' Meines Wissens gibt es noch nicht mal eine gesicherte Zahl der seit 2001 getöteten Afghanen - ich fand lediglich mediale Schätzungen (Guardian) von zwischen 10 und 40.000 getöteten Afghanen. Bis November 09 starben 1267 der ISAF-Soldaten - DARIN besteht die Asymmetrie dieses Kriegs.
'...verbunden mit den Rückzugsmöglichkeit für die Vietcong im Norden und in den Nachbarstaaten Vietnams, die es den USA unmöglich machte, die Oberhand zu gewinnen.'
Dabei bleibt unerwähnt, welche Verheerungen die USA durch die illegale Bombadierung und die Verseuchung mit Agent Orange auch in den Nachbarstaaten Laos und Kambodscha anrichteten, die bis zum heutigen Tag zu Totgeburten und Mißbildungen führt - die USA hat an keinen der drei Staaten auch nur einen müden Dollar Reparationen bezahlt. Ebenfalls unerwähnt bleibt die weitere Entwicklung Kambodschas, nämlich das schreckliche Regime der Khmer Rouge, zu dem die USA mit der Verwicklung Kambodschas in den Vietnamkrieg ihren Beitrag leisteten, wie sie auch die mit ihnen kollaborierenden Khmer den Khmer Rouge preisgaben, indem in Phnom Penh noch weniger evakuiert wurde als in Saigon. Schande!
Mir ist auch unverständlich, wenn schon der Vergleich mit Vietnam gezogen wird, warum Pakistan als Rückzugsgebiet keine Erwähnung findet.
Den Widerlegungen von Mythos zwei und drei kann ich etwas eher zustimmen.
...anders als Sie. Warum ist es schlimm, dass mehr Afghanen sterben als Amerikaner, Polen oder Holländer? Finden Sie das wirklich schlimm? Sie sind mir ja ein feiner Alliierter.
Auch scheinen Sie wenig Kenntnisreich oder aber nur unpräzise, wenn sie Andere übel nachreden: "Verheerungen die USA durch die illegale Bombadierung...". Ein deutsches Gericht hat kürzlich zwei Reporter für eine weitaus geringere Verleumdung verurteilt. Sind Sie nun daher Krimineller? Natürlich nicht. Bestenfalls dürfte man darüber mutmaßen.
[entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich und fair und verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Danke. Die Redaktion/ew]
Natürlich haben die Taliban viel RÜCKZUGSGEBIET - von den einsamen Bergtälern, die Bündnisse mit lokalen Warlords, die Sympathie bei Strenggläubigen, über das Untertauchen in der Bevölkerung bis hin zu Pakistan (samt Geheimdienst teilweise 'unterspült') als Rückzugsgebiet sowie die 'Unterstützung' aus anderen Nachbarstaaten:
IRAN spielt eine doppelbödige Rolle und freut sich auf eine Niederlage der USA.
CHINA befürwortet ein instabiles Afghanistan, um so billig an deren Rohstoffe zu gelangen.
TURKMENEN und USBEKEN haben eigene Interessen für ihre Drogen-Connections und somit auch kein Interesse an einem stabilen Kabul.
Indirekt haben die Taliban also viele Verbündete rund um Afghanistan - auf Dauer nicht gut für USA Co!
...anders als Sie. Warum ist es schlimm, dass mehr Afghanen sterben als Amerikaner, Polen oder Holländer? Finden Sie das wirklich schlimm? Sie sind mir ja ein feiner Alliierter.
Auch scheinen Sie wenig Kenntnisreich oder aber nur unpräzise, wenn sie Andere übel nachreden: "Verheerungen die USA durch die illegale Bombadierung...". Ein deutsches Gericht hat kürzlich zwei Reporter für eine weitaus geringere Verleumdung verurteilt. Sind Sie nun daher Krimineller? Natürlich nicht. Bestenfalls dürfte man darüber mutmaßen.
[entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich und fair und verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Danke. Die Redaktion/ew]
Natürlich haben die Taliban viel RÜCKZUGSGEBIET - von den einsamen Bergtälern, die Bündnisse mit lokalen Warlords, die Sympathie bei Strenggläubigen, über das Untertauchen in der Bevölkerung bis hin zu Pakistan (samt Geheimdienst teilweise 'unterspült') als Rückzugsgebiet sowie die 'Unterstützung' aus anderen Nachbarstaaten:
IRAN spielt eine doppelbödige Rolle und freut sich auf eine Niederlage der USA.
CHINA befürwortet ein instabiles Afghanistan, um so billig an deren Rohstoffe zu gelangen.
TURKMENEN und USBEKEN haben eigene Interessen für ihre Drogen-Connections und somit auch kein Interesse an einem stabilen Kabul.
Indirekt haben die Taliban also viele Verbündete rund um Afghanistan - auf Dauer nicht gut für USA Co!
.... Präjudizen zu falscher Logik verleiten lassen: "Wir gewinnen, weil der Krieg asymmetrisch ist" ist keineswegs die logische Folge aus der Falsifizierugn der Aussage: "Wir können nicht gewinnen, weil der Krieg asymmetrisch ist". Das seiht dann aus, als könne man nicht klar denken und stellt Ihre Meinungen in Frage.
Sehr richtig. Viele Kommentatoren haben die Logik des Artikels nicht verstanden. Es geht nicht darum einen Sieg in Afghanistan zu prognostizieren, sondern bestimmte einzelne Aussagen in der Diskussion über den Bundeswehreinsatz als falsch zu entlarven.
Heute wird vom DIAS über einen doch noch möglichen Endsieg fabuliert ("Krieg noch nicht verloren ..."). Vom DIAS werden "Mythen" falsifiziert & haarsträubenden Vergleiche aufgetischt (zB "Fanatische SS in der Ardennenoffensive" -> Was hat das mit Talibanterror in A zu tun?). Was besagt das?
Vor 9 Jahren wurde die Bundeswehr nach Afghanistan geschickt, um den zivilen Aufbau abzusichern. Da war nicht vom KRIEGSEINSATZ die Rede! Und nicht von einem GEWINNEN auf dem Schlachtfeld und "Luftüberlegenheit". Die USA intervenierten, um Terroristen zu fangen, die in Camps ausgebildet wurden. Es war damals nicht erklärtes Ziel, dieses islamisch geprägte Land vom Mittelalter zu befreien, von Korruption zu säubern und eine westl Demokratie unter Waffengewalt zu errichten.
Nach dem IRAKKRIEG und dem AFGHANISTANKRIEG bleibt heute festzustellen: Krieg wurde als legitimes Mittel in der Strategie zur Durchsetzung der westlich-hegemonistischen Politik wiederbelebt, und Deutschland hat den von BUSH geschaffenen Realitäten nichts entgegen zu setzen. Mit den MYTHEN werden jetzt vom DIAS aufgeräumt. Anzumerken bleibt noch, dass das BMiV Partner des Institutes ist, das "Entscheidern, Meinungsbildnern ... umfassende Beratung über außen- und sicherheitspolitische, völkerrechtliche und (außen)wirtschaftliche Entwicklungen" anbietet. Ein Beitrag aus einer kleiner deutschen Propagandafabrik, in den Fußstapfen des US Geostrategen Brzezinski, der die Talibanisierung Afghanistans auslöste?
Sehr richtig. Viele Kommentatoren haben die Logik des Artikels nicht verstanden. Es geht nicht darum einen Sieg in Afghanistan zu prognostizieren, sondern bestimmte einzelne Aussagen in der Diskussion über den Bundeswehreinsatz als falsch zu entlarven.
Heute wird vom DIAS über einen doch noch möglichen Endsieg fabuliert ("Krieg noch nicht verloren ..."). Vom DIAS werden "Mythen" falsifiziert & haarsträubenden Vergleiche aufgetischt (zB "Fanatische SS in der Ardennenoffensive" -> Was hat das mit Talibanterror in A zu tun?). Was besagt das?
Vor 9 Jahren wurde die Bundeswehr nach Afghanistan geschickt, um den zivilen Aufbau abzusichern. Da war nicht vom KRIEGSEINSATZ die Rede! Und nicht von einem GEWINNEN auf dem Schlachtfeld und "Luftüberlegenheit". Die USA intervenierten, um Terroristen zu fangen, die in Camps ausgebildet wurden. Es war damals nicht erklärtes Ziel, dieses islamisch geprägte Land vom Mittelalter zu befreien, von Korruption zu säubern und eine westl Demokratie unter Waffengewalt zu errichten.
Nach dem IRAKKRIEG und dem AFGHANISTANKRIEG bleibt heute festzustellen: Krieg wurde als legitimes Mittel in der Strategie zur Durchsetzung der westlich-hegemonistischen Politik wiederbelebt, und Deutschland hat den von BUSH geschaffenen Realitäten nichts entgegen zu setzen. Mit den MYTHEN werden jetzt vom DIAS aufgeräumt. Anzumerken bleibt noch, dass das BMiV Partner des Institutes ist, das "Entscheidern, Meinungsbildnern ... umfassende Beratung über außen- und sicherheitspolitische, völkerrechtliche und (außen)wirtschaftliche Entwicklungen" anbietet. Ein Beitrag aus einer kleiner deutschen Propagandafabrik, in den Fußstapfen des US Geostrategen Brzezinski, der die Talibanisierung Afghanistans auslöste?
der endlich auch einmal aufzeigt, was der teil der Bevölkerung denkt, der nicht gegen den Krieg ist. Ob es klug war, nach Afghanistan zu gehen sei dahin gestellt, RICHTIG war es auf jeden Fall.
Man verweise dabei auf die Fortschritte, die das Land in Sachen Menschenrechte und Sicherheit gemacht hat. Ja, es gibt Terror, und ja es gibt Krieg. Aber die Taliban waren ja auch kein beliebtes Regime. Diese Dinge lassen sich auch in Berichten aus Afghanisten nachlesen (denen, die nicht die westlichen Toten zählen).
Der Artikel ist auch nicht ausgewogen, muss er aber auch nicht sein, nachdem die große Mehrheit der Berichterstattung unausgewogen der Gegenmeinung ist.
Schade nur, dass sobald deutsche Soldaten sterben der große Aufschrei kommt - ja, das tun sie, und ja sie kämpfen, und ja, sie töten. Das ist ihr Beruf und wir sollten ihnen dankbar sein, dass sie es für uns tun.
Die ganze Sache ist etwas schmuddelig, was bei Konflikten mit komplexer Interessenlage oft der Fall ist und kein Grund sie nicht zu führen. Wir sollten nur ehrlich mit uns selbst sein. Afghanistan zu verlieren ist im Moment unsere schlechteste Option, Pakistan muss unterstützt werden und man könnte ja auch dem Iran ein paar Streicheleinheiten geben, sollten die gegen die Taliban vorgehen (so etwas wie zivile Nukleartechnik?).
Wer das Afghanistan-Abenteuer vorschnell abbricht, muss die Verantwortung für das Regime übernehmen
einem Land, daß bereits durch runde 20 Jahre Krieg gemartert war, weitere 10 Jahre Krieg aufzuzwingen?
Was ist richtig daran, die Taliban gegen die Russen mit Stinger Raketen und Geld auszustatten, sie also überhaupt erst groß zu machen, um sie dann als Feind zu bekämpfen? Was ist richtig an diesem extrem kurzen Gedächtnis der USA bei der Wahl ihrer Verbündeten: 'Sicherlich ein Schweinehund, aber unser Schweinehund'?
Was ist richtig am Führen eines Kriegs, den Sie selbst als 'schmuddelige Sache' und als 'komplexe Interessenlage' bezeichnen?
Und was ist 'Streicheleinheiten' daran, dem Iran selbstverständlich die zivile Nutzung von Nukleartechnik zuzugestehen? Ist Ihnen wirklich nicht bekannt, daß der Iran, im Gegensatz zu Israel, Pakistan, Indien, China den Atomwaffensperrvertrag ratifiziert hat?
Für mich stirbt nicht ein einziger Soldat, ich sehe überhaupt gar keinen Grund, jemandem dafür dankbar zu sein. Laut GG haben wir eine reine Verteidigungsarmee, mir wäre neu, daß 'der Taliban' vor München steht.
Da kann ich Ihnen nur beipflichten. Es wird nämlich ganz oft vergessen, welche Parteien sich da gegenüberstehen und wofür sie stehen... Die herkömmlichen Meinungen, man könne die Kriege nur unter der Bedingung führen, dass keine Zivilisten, ja auch keine Soldaten dabei umkommen - das klingt sehr schön und edel, ist aber völlig aus der Luft gegriffen, aus vornehmem Wunsch sozusagen.
Die Leute haben jeglichen Sinn für elementare Einstellungen verloren, was kleineres und was größeres Übel ist.
ist die zutreffend gewählte Formulierung; Abenteuer, nichts weiter
Das gleiche hab ich mir auch gedacht,
zu den anderen Leuten:
wer sagt, dass die Taliban, wenn sie Afghanistan unter Kontrolle haben nicht noch weiter gehen?
Das ist gefährliches Wunschdenken.
einem Land, daß bereits durch runde 20 Jahre Krieg gemartert war, weitere 10 Jahre Krieg aufzuzwingen?
Was ist richtig daran, die Taliban gegen die Russen mit Stinger Raketen und Geld auszustatten, sie also überhaupt erst groß zu machen, um sie dann als Feind zu bekämpfen? Was ist richtig an diesem extrem kurzen Gedächtnis der USA bei der Wahl ihrer Verbündeten: 'Sicherlich ein Schweinehund, aber unser Schweinehund'?
Was ist richtig am Führen eines Kriegs, den Sie selbst als 'schmuddelige Sache' und als 'komplexe Interessenlage' bezeichnen?
Und was ist 'Streicheleinheiten' daran, dem Iran selbstverständlich die zivile Nutzung von Nukleartechnik zuzugestehen? Ist Ihnen wirklich nicht bekannt, daß der Iran, im Gegensatz zu Israel, Pakistan, Indien, China den Atomwaffensperrvertrag ratifiziert hat?
Für mich stirbt nicht ein einziger Soldat, ich sehe überhaupt gar keinen Grund, jemandem dafür dankbar zu sein. Laut GG haben wir eine reine Verteidigungsarmee, mir wäre neu, daß 'der Taliban' vor München steht.
Da kann ich Ihnen nur beipflichten. Es wird nämlich ganz oft vergessen, welche Parteien sich da gegenüberstehen und wofür sie stehen... Die herkömmlichen Meinungen, man könne die Kriege nur unter der Bedingung führen, dass keine Zivilisten, ja auch keine Soldaten dabei umkommen - das klingt sehr schön und edel, ist aber völlig aus der Luft gegriffen, aus vornehmem Wunsch sozusagen.
Die Leute haben jeglichen Sinn für elementare Einstellungen verloren, was kleineres und was größeres Übel ist.
ist die zutreffend gewählte Formulierung; Abenteuer, nichts weiter
Das gleiche hab ich mir auch gedacht,
zu den anderen Leuten:
wer sagt, dass die Taliban, wenn sie Afghanistan unter Kontrolle haben nicht noch weiter gehen?
Das ist gefährliches Wunschdenken.
...lange noch nicht weil der Krieg in Afghanistan in mehreren Länder der NATO ziemlich unpopulär ist.Die Heimatfront zerbröckelt bereits und das ist erwiesenermassen keine Hilfe bei der Kriegsführung,das zeigt die ganze Kriegsdebatte in den deutschen Medien,die uns weismachen wollen,dass der politisch korrekte Krieg möglich ist.
Wieso soll ausgerechnet die NATO dort ein neues Luxemburg schaffen wo das britische Empire und die Sowjets so derart kläglich gescheitert sind?
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