Atombombenabwurf Erstmals gedenkt US-Vertreter in Hiroshima der Toten
In Hiroshima ist der Opfer des amerikanischen Atomangriffs vor 65 Jahren gedacht worden. US-Botschafter Roos sprach sich für eine Welt ohne Nuklearwaffen aus.
© TORU YAMANAKA/AFP/Getty Images

Gedenken an die Atombombenopfer in Hiroshima
Hunderttausende Menschen starben, als US-Piloten am 6. August 1945 die erste Atombombe über der japanische Stadt Hiroshima abwarfen. 65 Jahre später nahm nun erstmals auch ein Vertreter der US-Regierung an der Gedenkfeier teil. US-Botschafter John Roos sagte in einer Erklärung, "künftigen Generationen zuliebe müssen wir daran weiterarbeiten, eine Welt ohne Nuklearwaffen zu verwirklichen". Es müsse sichergestellt werden, dass sich ein solcher Konflikt nie wiederhole.
Ban Ki Moon kam als erster UN-Generalsekretär zu der Zeremonie, der Vertreter aus mehr als 70 Ländern beiwohnten. Ban sagte, er werde eine Abrüstungskonferenz für September nach New York einberufen. Dort werde er auf Verhandlungen über weitere nukleare Abrüstung drängen. Der UN-Generalsekretär sprach sich erneut für eine Abschaffung von Atomwaffen aus. Eine Welt ohne Massenvernichtungswaffen sei "der einzige vernünftige Weg zu einer sichereren Welt". "Solange Atomwaffen existieren, leben wir unter einem nuklearen Schatten", sagte Ban.
Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan begrüßte das Kommen von Ban und Roos. Er hoffe, sie würden den Wunsch der Japaner akzeptieren, dass Atomwaffen nie wieder Schaden verursachen. Er versprach, dass Japan aktiv Abrüstungsvorschläge machen werde.
Der Bürgermeister von Hiroshima, Tadatoshi Akiba, forderte in seinem Friedensappell die japanische Regierung dazu auf, auf den atomaren Schutzschild des Sicherheitspartners USA zu verzichten. Japan solle bei der nuklearen Abrüstung eine Vorreiterrolle übernehmen, verlangte Akiba.
Haruko Moritaki von der Hiroshima-Allianz zur Abschaffung von Atomwaffen sagte, dass die Anwesenheit der USA "zu spät" komme. Die Vereinigten Staaten seien das einzige Land auf der Welt, das Atombomben abgeworfen habe. Und sie besäßen immer noch Nuklearwaffen, kritisierte Moritaki.
Nach dem Abwurf der Bombe auf Hiroshima hatten die USA am 9. August 1945 auch Nagasaki mit Nuklearwaffen angegriffen. Noch heute sterben Menschen an den Langzeitfolgen. Seit der letzten Gedenkveranstaltung vor einem Jahr seien mehr als 5500 Menschen an den Folgen gestorben. Die Gesamtzahl der Todesopfer sei auf 269.446 gestiegen, hieß es in japanischen Quellen. Niemals zuvor oder danach wurden Atomwaffen eingesetzt.
Zum Gedenken an den Angriff ertönte am Freitag um 8.15 Uhr (Ortszeit), dem Zeitpunkt des Angriffes, wie in den Jahren zuvor die Friedensglocke in Hiroshima.
- Datum 06.08.2010 - 08:20 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Die politische Führung Japans versucht Japan ständig in die Opferrolle zu drägen. So schrecklich die Abwürfe der Atombomben auch gewesen sein mögen. Es darf nicht vergessen werden, dass es Japan war, das mit seiner rücksichtslosen Kriegstreiberei in Asien und im Pazifik letztlich den Anlass für den Kriegseintritt der USA gegeben hat. Auch wenn dies immer wieder von japnischen Nationalisten bestritten wird.
Ich denke daher, dass die erste Frage muss sein, ob es überhaupt eine andere Möglichkeit gab, den Krieg zu beenden, als den Abwurf der Atombomben. Dazu werden, grob gesagt, zwei Thesen vertreten:
1. Es gab keine andere Möglichkeit, da die japanische Armee niemals aufgegeben hätte, hätte man nicht eine massive Attacke gegen die Zivibevölerung gefahren. So eine Attacke wäre aber mit konventionellen Mittlen nicht möglich gewesen.
2. Es gab sehr wohl eine andere Möglichkeit. Die Führung der japanischen Armee wollte ohnehin den geisteskranken Kaiser absetzen und über eine Frieden mit den Amerikanern verhandeln. Die Abwürfe wären nicht erforderlich gewesen.
Welche der Thesen stimmt, wird sich wohl nie ganz klären lassen.
In Anbetracht seiner aktiven Rolle im WWII sollte es die japanische politische Führung daher zumindest unterlassen, Japan weiterhin in der Opferrolle zu sehen; eine Ansicht die im übrigen von der mehrzahl der Bevölkerung auch nicht geteilt wird.
Es ist ja nicht so, dass Japan pausenlos seine Opferrolle proklamiert. Worum es hier geht ist der Gedenktag an einen Atombombenabwurf bei dem mehr als 100.000 Menschen umkamen. Ich finde da ist es durchaus Angebracht den Einsatz von Nuklearwaffen zu kritisieren und generelle Abrüstung zu fordern!
Warum verbreiten Sie solche Märchen ?
Japan wollte kapitulieren, durfte aber nicht weil
Truman der Welt und besonders Stalin erst noch
zeigen wollte wer den Krieg gewonnen hat.
...zu verantworten hätte wie in Deutschland, wo immerhin eine Demokratie dazu führte und die Aussiedler noch immer die Vertriebenen Karte ethnischer Säuberung spielen. Betroffene vergessen schnell und gerne, wie es dazu kam.
Als er und seine Familie weggeblasen wurden hatte er aber vermutlich noch gedacht Japan wäre im Recht und seine Handlungen der letzten Jahre legitim. Er stand voll hinter der Gesellschaft und deren Kultur mit großer Sicherheit und hätte nie akzeptiert, hätte ein Ausländer ihm gesagt, seine Kultur oder sein Kaiser seien schlecht, kriminell oder mörderisch. Er trug sie mit.
....von sich geben: "Eine Welt ohne Massenvernichtungswaffen sei "der einzige vernünftige Weg zu einer sichereren Welt". "Solange Atomwaffen existieren, leben wir unter einem nuklearen Schatten", sagte Ban."
Da glauben die Leute, die Welt wäre sicherer, wenn wir ceteris paribus die Waffen entfernen. Dabei würde sie um Welten gefährlicher, wenn wir das ohne große Änderungen der Sicherheitsstrukturen und Souveränitäten Welt weit täten.
leider gibt es keinen weltweiten Gedenktag an die Ojpfer der japanischen Aggression. Immerhin haben die Japaner den 2. Weltkrieg eröffnet (mit dem Angriff auf China 1937).
Es ist ja nicht so, dass Japan pausenlos seine Opferrolle proklamiert. Worum es hier geht ist der Gedenktag an einen Atombombenabwurf bei dem mehr als 100.000 Menschen umkamen. Ich finde da ist es durchaus Angebracht den Einsatz von Nuklearwaffen zu kritisieren und generelle Abrüstung zu fordern!
Warum verbreiten Sie solche Märchen ?
Japan wollte kapitulieren, durfte aber nicht weil
Truman der Welt und besonders Stalin erst noch
zeigen wollte wer den Krieg gewonnen hat.
...zu verantworten hätte wie in Deutschland, wo immerhin eine Demokratie dazu führte und die Aussiedler noch immer die Vertriebenen Karte ethnischer Säuberung spielen. Betroffene vergessen schnell und gerne, wie es dazu kam.
Als er und seine Familie weggeblasen wurden hatte er aber vermutlich noch gedacht Japan wäre im Recht und seine Handlungen der letzten Jahre legitim. Er stand voll hinter der Gesellschaft und deren Kultur mit großer Sicherheit und hätte nie akzeptiert, hätte ein Ausländer ihm gesagt, seine Kultur oder sein Kaiser seien schlecht, kriminell oder mörderisch. Er trug sie mit.
....von sich geben: "Eine Welt ohne Massenvernichtungswaffen sei "der einzige vernünftige Weg zu einer sichereren Welt". "Solange Atomwaffen existieren, leben wir unter einem nuklearen Schatten", sagte Ban."
Da glauben die Leute, die Welt wäre sicherer, wenn wir ceteris paribus die Waffen entfernen. Dabei würde sie um Welten gefährlicher, wenn wir das ohne große Änderungen der Sicherheitsstrukturen und Souveränitäten Welt weit täten.
leider gibt es keinen weltweiten Gedenktag an die Ojpfer der japanischen Aggression. Immerhin haben die Japaner den 2. Weltkrieg eröffnet (mit dem Angriff auf China 1937).
Es ist ja nicht so, dass Japan pausenlos seine Opferrolle proklamiert. Worum es hier geht ist der Gedenktag an einen Atombombenabwurf bei dem mehr als 100.000 Menschen umkamen. Ich finde da ist es durchaus Angebracht den Einsatz von Nuklearwaffen zu kritisieren und generelle Abrüstung zu fordern!
Ich stimmte Ihnen zu, dass die Forderung von nuklerar Abrüstung mit verve vertreten werden sollte (wie übehaupt jede Form von gewaltsamer Auseinandersetzung). Für mich stellt sich nur die Frage, ob dies glaubwürdig von einer Regierung (Nicht Bevölkerung) vertreten werden kann, die sich noch schwer damit tut ihre aktive Rolle im WWI einzugestehen und sich darüber hinaus als Opfer begreift.
Man stelle sich einmal vor, die deutsche poltische Führung würde der Bombenopfer von Dresden gedenken, Genozid in anderen Teilen der Welt verurteilen, ohne sich jemals mit seiner Rolle im WWI auseinandergesetzt zu haben (was ja glücklicherweise der Fall ist).
Nein, ich denke, dass die japanische Führung, und anscheinend kann sich dem auch der neue Premier KAN nicht entziehen, viel zu sehr nach Innen schaut. Man sollte vielleicht erst eine Schweigeminute für Nanjing einrichten, bevor man sich mit seinen eigenen Opfern beschäftigt. DAs wäre glaubwürdig (siehe der Kniefall von Brandt).
Ich stimmte Ihnen zu, dass die Forderung von nuklerar Abrüstung mit verve vertreten werden sollte (wie übehaupt jede Form von gewaltsamer Auseinandersetzung). Für mich stellt sich nur die Frage, ob dies glaubwürdig von einer Regierung (Nicht Bevölkerung) vertreten werden kann, die sich noch schwer damit tut ihre aktive Rolle im WWI einzugestehen und sich darüber hinaus als Opfer begreift.
Man stelle sich einmal vor, die deutsche poltische Führung würde der Bombenopfer von Dresden gedenken, Genozid in anderen Teilen der Welt verurteilen, ohne sich jemals mit seiner Rolle im WWI auseinandergesetzt zu haben (was ja glücklicherweise der Fall ist).
Nein, ich denke, dass die japanische Führung, und anscheinend kann sich dem auch der neue Premier KAN nicht entziehen, viel zu sehr nach Innen schaut. Man sollte vielleicht erst eine Schweigeminute für Nanjing einrichten, bevor man sich mit seinen eigenen Opfern beschäftigt. DAs wäre glaubwürdig (siehe der Kniefall von Brandt).
Ich stimmte Ihnen zu, dass die Forderung von nuklerar Abrüstung mit verve vertreten werden sollte (wie übehaupt jede Form von gewaltsamer Auseinandersetzung). Für mich stellt sich nur die Frage, ob dies glaubwürdig von einer Regierung (Nicht Bevölkerung) vertreten werden kann, die sich noch schwer damit tut ihre aktive Rolle im WWI einzugestehen und sich darüber hinaus als Opfer begreift.
Man stelle sich einmal vor, die deutsche poltische Führung würde der Bombenopfer von Dresden gedenken, Genozid in anderen Teilen der Welt verurteilen, ohne sich jemals mit seiner Rolle im WWI auseinandergesetzt zu haben (was ja glücklicherweise der Fall ist).
Nein, ich denke, dass die japanische Führung, und anscheinend kann sich dem auch der neue Premier KAN nicht entziehen, viel zu sehr nach Innen schaut. Man sollte vielleicht erst eine Schweigeminute für Nanjing einrichten, bevor man sich mit seinen eigenen Opfern beschäftigt. DAs wäre glaubwürdig (siehe der Kniefall von Brandt).
Warum verbreiten Sie solche Märchen ?
Japan wollte kapitulieren, durfte aber nicht weil
Truman der Welt und besonders Stalin erst noch
zeigen wollte wer den Krieg gewonnen hat.
Welche Märchen meinen Sie?
Mich würde interessieren, worauf Sie ihre These stützen, dass noch gezeigt werden sollte, wer den Krieg gewonnen hat.
Welche Märchen meinen Sie?
Mich würde interessieren, worauf Sie ihre These stützen, dass noch gezeigt werden sollte, wer den Krieg gewonnen hat.
...zu verantworten hätte wie in Deutschland, wo immerhin eine Demokratie dazu führte und die Aussiedler noch immer die Vertriebenen Karte ethnischer Säuberung spielen. Betroffene vergessen schnell und gerne, wie es dazu kam.
Als er und seine Familie weggeblasen wurden hatte er aber vermutlich noch gedacht Japan wäre im Recht und seine Handlungen der letzten Jahre legitim. Er stand voll hinter der Gesellschaft und deren Kultur mit großer Sicherheit und hätte nie akzeptiert, hätte ein Ausländer ihm gesagt, seine Kultur oder sein Kaiser seien schlecht, kriminell oder mörderisch. Er trug sie mit.
....von sich geben: "Eine Welt ohne Massenvernichtungswaffen sei "der einzige vernünftige Weg zu einer sichereren Welt". "Solange Atomwaffen existieren, leben wir unter einem nuklearen Schatten", sagte Ban."
Da glauben die Leute, die Welt wäre sicherer, wenn wir ceteris paribus die Waffen entfernen. Dabei würde sie um Welten gefährlicher, wenn wir das ohne große Änderungen der Sicherheitsstrukturen und Souveränitäten Welt weit täten.
Sicher ist der Atombombenabwurf schrecklich. Allerdings hat der zweite Abwurf den Krieg schlagartig beendet, was sonst wohl nicht passiert wäre. Gedenken an diesen Tag sind legitim. Aber bitte auch daran denken, wie viele unzählige Tote die Bombenteppiche über Deutschland gekostet haben. Krieg ist wohl immer grausam und deshalb sollen Friedensbemühungen stets Vorrang haben. Ich lehne einseitige Schuldzuweisungen und Verschwörungstheorien ab.Zumindest den 2. Weltkrieg haben ja nicht die Americaner begonnen!!!
Da kann ich Ihnen nur voll und ganz zustimmen.
Es gibt freilich in Japan Stimmen, die behaupten, dass aufgrund der gewaltsamen Öffnung Japans aus seiner friedlichen Isolation (Edo-Zeit), Japan vom Westen abhängig gemacht wurde. Diese Abhängigkeit habe dazu geführt, dass Japan sich durch den Krieg wieder emanzipieren musste. Dazu habe dann auch der Angriff auf Pearl Harbour gehört, da Amerika Japan von der Versorgung mit Rohstoffen abgeschnitten habe.
Wie gesagt, dass ist eine Meinung, die man Japan oft hören kann, zumindest unter Politikern. DAmit wird dann auch die Opferrolle begründet. Nach dem Motto, Japan wurde ja in den Krieg gezwungen und die A-Bombs waren daher nicht nötig.
Ich denke, dass diese Argumente nicht stimmen. Die japanische Führung hat bspw. Taiwan und Korea kolonisiert, obwohl von dieser Staaten keine Bedrohung, sowohl wirtschaftlich als auch politisch ausging.
Da kann ich Ihnen nur voll und ganz zustimmen.
Es gibt freilich in Japan Stimmen, die behaupten, dass aufgrund der gewaltsamen Öffnung Japans aus seiner friedlichen Isolation (Edo-Zeit), Japan vom Westen abhängig gemacht wurde. Diese Abhängigkeit habe dazu geführt, dass Japan sich durch den Krieg wieder emanzipieren musste. Dazu habe dann auch der Angriff auf Pearl Harbour gehört, da Amerika Japan von der Versorgung mit Rohstoffen abgeschnitten habe.
Wie gesagt, dass ist eine Meinung, die man Japan oft hören kann, zumindest unter Politikern. DAmit wird dann auch die Opferrolle begründet. Nach dem Motto, Japan wurde ja in den Krieg gezwungen und die A-Bombs waren daher nicht nötig.
Ich denke, dass diese Argumente nicht stimmen. Die japanische Führung hat bspw. Taiwan und Korea kolonisiert, obwohl von dieser Staaten keine Bedrohung, sowohl wirtschaftlich als auch politisch ausging.
Welche Märchen meinen Sie?
Mich würde interessieren, worauf Sie ihre These stützen, dass noch gezeigt werden sollte, wer den Krieg gewonnen hat.
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