Homo-Ehe: Sieg für Homosexuelle in Kalifornien
Homosexuelle in Kalifornien können sich freuen: Ein Bundesgericht bewertete das Verbot der Homo-Ehe als verfassungswidrig. Doch der Streit ist noch nicht entschieden.
© Justin Sullivan/Getty Images

Unterstützer der Homo-Ehe in Kalifornien feiern das Gerichtsurteil vom Mittwoch
Das bestehende Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe ist verfassungswidrig, befand Richter Vaughn Walker an einem Bundesgericht in San Francisco. Es gebe keine "rationale Grundlage" dafür, Schwulen und Lesben die Ehe zu verwehren, schrieb der Jurist in seiner 136 Seiten starken Entscheidung. Dies verstoße gegen die Gleichstellung.
Die Gegner der Homo-Ehe kündigten an, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Rechtsexperten rechnen damit, dass der Fall bis zum Obersten Gerichtshof in Washington gehen wird.
Im Mai 2008 hatten die obersten Richter in San Francisco schwulen und lesbischen Paaren zunächst das Heiraten erlaubt. Bei einem Referendum (Proposition 8) im November 2008 hatten 52 Prozent der Wähler dann gegen die Homo-Ehe gestimmt. Die rund 18.000 Ehen, die zwischen Mai und November geschlossen wurden, blieben aber gültig. Mit der Aufhebung des Wählerreferendums am Mittwoch gab das Gericht aber nicht automatisch Erlaubnis für eine sofortige Wiederaufnahme gleichgeschlechtlicher Eheschließungen. Diese Entscheidung sollte zu einem späteren Zeitpunkt fallen.
Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger begrüßte das Urteil. Es sichere Schwulen und Lesben in Kalifornien "den vollen legalen Schutz und Absicherungen zu, die meiner Meinung nach jedermann zustehen", sagte der Republikaner.
Ein lesbisches und ein schwules Paar waren im vergangenen Januar vor Gericht gegangen, weil ihnen in Kalifornien das Recht auf Eheschließung verweigert wurde. Dies sei diskriminierend, verstoße gegen die Bürgerrechte und die verfassungsmäßig festgeschriebene Gleichbehandlung. Die Gegner der Homo-Ehe argumentierten, die Ehe werde als Bindung zwischen Mann und Frau definiert und müsse als solche geschützt werden.
In fünf US-Bundesstaaten – Connecticut, Massachusetts, Iowa, Maine und Vermont – dürfen Schwule und Lesben den Bund fürs Leben schließen. Rund 30 der 50 Bundesstaaten haben in ihren Verfassungen festgeschrieben, dass die Ehe ausschließlich eine Sache zwischen Mann und Frau ist. Allerdings haben in Kalifornien und einigen anderen Staaten zusammenlebende Homosexuelle ähnliche Rechte wie heterosexuelle Paare.






Die Schwulenehe wurde in Kalifornien mehrheitlich vom Wähler abgelehnt, obwohl im Vorfeld der Volksabstimmung über diese Frage beide im kalifornischen Parlament vertretenen Parteien sich dafür ausgesprochen und entsprechende Propaganda betrieben haben.
[...]
[Der Rest wurde gelöscht. Bitte diskutieren Sie sachlich und konstruktiv. Danke. /Die Redaktion pt.]
Demokratie bedeutet nicht "Diktatur der Mehrheit"! Das demokratische Gesellschaftsbild ist zudem nicht davon geprägt dass die Mehrheitsgesellschaft vorgibt was kommod sei und was nicht, sondern es definiert sich alleine über die Verfassung (bei uns das Grundgesetz). Zumindest was alle staatliches Handeln angeht.
Die Ehe mag für die christliche Kirche ein "Sakrament" sein, der weltanschaulich und religiös neutral handelnde säkulare Staat sieht darin aber nur einen weiteren Rechtsakt. Die Zeremonie vor dem "Traualtar" mag ein Sakrament sein, die entsprechende Vorsprache und Eintragung beim Standesamt aber nicht. Ein Standesbeamter ist kein Priester - und schon gar nicht sind alle heiratenden Heterosexuellen gläubige Christen (müsste ja der Umkehrschluss sein - Ehe nur für bekennende Christen, da ein Sakrament).
Und wenn eine Ehe auf Nachwuchs "ausgerichtet" sei, wieso gibt es dann soviele kinderlose Paare? Warum die Pille, Kondom und Co.? Ja natürlich, Heterosexuelle betreiben Geschlechtsverkehr lediglich als Akt der Zeugung, voller Widerwillen.
Wenn Sie etwas gegen Schwule haben dann stehen Sie offen dazu, aber ziehen nicht derlei Unfug aus der Mottenkiste. Und was das mit dem Artikel und Kalifornien zu tun haben soll ist mir eh unklar, einfach gerne zum Anlass genommen gegen Homosexuelle zu schreiben?!
Volksentscheide haben immer wieder die Gefahr, dass gut organisierte, rechtskonservative Gruppen zu hässlichen Entscheidungen kommen, siehe Schweiz und Minarettverbot oder gerade eben Kalifornien mit den aus den Nachbarstaaten, vor allem Utah, gesteuerten und finanzierten schwulenfeindlichen Kampagnen.
Genau wegen dieser Gefahren haben wir eine repräsentative, parlamentarische Demokratie und auch die Gewaltenteilung.
Das Sakrament spielt selbstverständlich im Staatsverständnis Kaliforniens keine Rolle. Da handelt es sich doch um wohl um eine katholische Angelegenheit. Mittelalterliche, klerikale Staatsformen können Sie im Nahen Osten finden. Vielleicht wäre das ja was für Sie.
Wenn Vertreter bestimmter Glaubensgemeinschaften die Ehe hauptsächlich als Sakrament betrachten möchten und weniger als juristische Institution, steht ihnen das frei. Aus einem Sakrament ohne juristisches Fundament ergeht allerdings keinerlei Recht auf staatliche Anerkennung des Bündnisses. Insofern ist es wohl wesentlich bedeutender über den rein juristischen Gehalt der Ehe zu sprechen. In der Tat wird oft argumentiert, die Ehe sei als Vorstufe zur Familie (= Mutter/Kind bzw. Vater/Kind bzw. Mutter/Vater/Kind) schützenswert. Fraglich ist dann, warum Ehe und Familie zwei Artikel im Grundgesetz benötigen. Fraglich ist auch, weshalb Gemeinschaften zwischen Mann und Frau geschützt werden, wenn ausdrücklich kein Kinderwunsch besteht. Fragwürdig ist weiterhin, weshalb auf diesem Wege Adoptivkinder diskriminiert werden dürfen, obwohl unser Grundgesetz doch ihre Gleichstellung beinhaltet.
"Muss das unbedingt 'Ehe' genannt werden?" Nun, 'Lebenspartnerschaft klingt meiner Ansicht nach wesentlich schöner. Leider beinhalten die beiden Begriffe nun nicht dieselben Rechte. "Muss" das Ehe genannt werden? Sicher nicht. Aber "musste" Rosa Parks damals denn auch unbedingt darauf bestehen einen anderen Sitzplatz zu besetzen, als der, der ihr zugeteilt wurde?
....muss? Weil die Leute das wollen und das ist eigentlich ok. Warum sollten sie einen Vertragstyp nicht "Ehe" nennen sollen? Auf das Bisschen Ungenauigkeit kommt es eigentlich auch nicht an, wenn man wenigstens die Subventionierungen der Ehen abschafft, wäre mir das genug. Dann können die Buben und Mädels mit oder ohne Vertrag rammeln wie sie wollen.
... ...haben Mitkommentatoren ja schon gesagt.
Die Ehe, die Verbindung zwischen zwei Menschen, ist tausende Jahre älter als die abrahamischen Religionen. Die haben kein Anrecht darauf diese Verbindung als eine von ihnen erfundene und damit patentierte Idee zu sehen.
...Lieber Herr Theodor Groppe,
wo bitte bleibt denn die Demokratie, wenn nicht alle Menschen gleich behandelt werden?!
Unabhängig von Hautfarbe, Nationalität, Religion, Geschlecht etc?
Ich finde es gut, dass erwachsene Menschen heiraten dürfen und können, wen sie wollen- solange beide es wollen.
Gleichgeschlechtliche Liebe gibt es auch im Tierreich- und selbst dort sollte Mutter Natur doch eigentlich am besten wissen, dass der Sinn doch darin besteht, sich fortzupflanzen.
Tja, so ist halt das Leben- hauptsache, sie sind glücklich!
Und mal ganz ehrlich: Wenn es ihnen körperlich und seelisch weh tut, schauen sie doch einfach weg, wenn ein gleichgeschlechtliches Pärchen, dass sich liebt, küsst.
Nur, wenn einer seine Stellung im Leben missbraucht, um andere zu verletzen, dann sollte man hinschauen und etwas unternehmen- man denke nur an die ganzen scheinheiligen Geistlichen, die ihre Triebe an kleinen Jungen auslassen. Dürften sie ihre Neigungen öffentlich ausleben bzw öffentlich dazu stehen, würde man vielen Kindern unerträgliches Leid ersparen.
Demokratie bedeutet nicht "Diktatur der Mehrheit"! Das demokratische Gesellschaftsbild ist zudem nicht davon geprägt dass die Mehrheitsgesellschaft vorgibt was kommod sei und was nicht, sondern es definiert sich alleine über die Verfassung (bei uns das Grundgesetz). Zumindest was alle staatliches Handeln angeht.
Die Ehe mag für die christliche Kirche ein "Sakrament" sein, der weltanschaulich und religiös neutral handelnde säkulare Staat sieht darin aber nur einen weiteren Rechtsakt. Die Zeremonie vor dem "Traualtar" mag ein Sakrament sein, die entsprechende Vorsprache und Eintragung beim Standesamt aber nicht. Ein Standesbeamter ist kein Priester - und schon gar nicht sind alle heiratenden Heterosexuellen gläubige Christen (müsste ja der Umkehrschluss sein - Ehe nur für bekennende Christen, da ein Sakrament).
Und wenn eine Ehe auf Nachwuchs "ausgerichtet" sei, wieso gibt es dann soviele kinderlose Paare? Warum die Pille, Kondom und Co.? Ja natürlich, Heterosexuelle betreiben Geschlechtsverkehr lediglich als Akt der Zeugung, voller Widerwillen.
Wenn Sie etwas gegen Schwule haben dann stehen Sie offen dazu, aber ziehen nicht derlei Unfug aus der Mottenkiste. Und was das mit dem Artikel und Kalifornien zu tun haben soll ist mir eh unklar, einfach gerne zum Anlass genommen gegen Homosexuelle zu schreiben?!
Volksentscheide haben immer wieder die Gefahr, dass gut organisierte, rechtskonservative Gruppen zu hässlichen Entscheidungen kommen, siehe Schweiz und Minarettverbot oder gerade eben Kalifornien mit den aus den Nachbarstaaten, vor allem Utah, gesteuerten und finanzierten schwulenfeindlichen Kampagnen.
Genau wegen dieser Gefahren haben wir eine repräsentative, parlamentarische Demokratie und auch die Gewaltenteilung.
Das Sakrament spielt selbstverständlich im Staatsverständnis Kaliforniens keine Rolle. Da handelt es sich doch um wohl um eine katholische Angelegenheit. Mittelalterliche, klerikale Staatsformen können Sie im Nahen Osten finden. Vielleicht wäre das ja was für Sie.
Wenn Vertreter bestimmter Glaubensgemeinschaften die Ehe hauptsächlich als Sakrament betrachten möchten und weniger als juristische Institution, steht ihnen das frei. Aus einem Sakrament ohne juristisches Fundament ergeht allerdings keinerlei Recht auf staatliche Anerkennung des Bündnisses. Insofern ist es wohl wesentlich bedeutender über den rein juristischen Gehalt der Ehe zu sprechen. In der Tat wird oft argumentiert, die Ehe sei als Vorstufe zur Familie (= Mutter/Kind bzw. Vater/Kind bzw. Mutter/Vater/Kind) schützenswert. Fraglich ist dann, warum Ehe und Familie zwei Artikel im Grundgesetz benötigen. Fraglich ist auch, weshalb Gemeinschaften zwischen Mann und Frau geschützt werden, wenn ausdrücklich kein Kinderwunsch besteht. Fragwürdig ist weiterhin, weshalb auf diesem Wege Adoptivkinder diskriminiert werden dürfen, obwohl unser Grundgesetz doch ihre Gleichstellung beinhaltet.
"Muss das unbedingt 'Ehe' genannt werden?" Nun, 'Lebenspartnerschaft klingt meiner Ansicht nach wesentlich schöner. Leider beinhalten die beiden Begriffe nun nicht dieselben Rechte. "Muss" das Ehe genannt werden? Sicher nicht. Aber "musste" Rosa Parks damals denn auch unbedingt darauf bestehen einen anderen Sitzplatz zu besetzen, als der, der ihr zugeteilt wurde?
....muss? Weil die Leute das wollen und das ist eigentlich ok. Warum sollten sie einen Vertragstyp nicht "Ehe" nennen sollen? Auf das Bisschen Ungenauigkeit kommt es eigentlich auch nicht an, wenn man wenigstens die Subventionierungen der Ehen abschafft, wäre mir das genug. Dann können die Buben und Mädels mit oder ohne Vertrag rammeln wie sie wollen.
... ...haben Mitkommentatoren ja schon gesagt.
Die Ehe, die Verbindung zwischen zwei Menschen, ist tausende Jahre älter als die abrahamischen Religionen. Die haben kein Anrecht darauf diese Verbindung als eine von ihnen erfundene und damit patentierte Idee zu sehen.
...Lieber Herr Theodor Groppe,
wo bitte bleibt denn die Demokratie, wenn nicht alle Menschen gleich behandelt werden?!
Unabhängig von Hautfarbe, Nationalität, Religion, Geschlecht etc?
Ich finde es gut, dass erwachsene Menschen heiraten dürfen und können, wen sie wollen- solange beide es wollen.
Gleichgeschlechtliche Liebe gibt es auch im Tierreich- und selbst dort sollte Mutter Natur doch eigentlich am besten wissen, dass der Sinn doch darin besteht, sich fortzupflanzen.
Tja, so ist halt das Leben- hauptsache, sie sind glücklich!
Und mal ganz ehrlich: Wenn es ihnen körperlich und seelisch weh tut, schauen sie doch einfach weg, wenn ein gleichgeschlechtliches Pärchen, dass sich liebt, küsst.
Nur, wenn einer seine Stellung im Leben missbraucht, um andere zu verletzen, dann sollte man hinschauen und etwas unternehmen- man denke nur an die ganzen scheinheiligen Geistlichen, die ihre Triebe an kleinen Jungen auslassen. Dürften sie ihre Neigungen öffentlich ausleben bzw öffentlich dazu stehen, würde man vielen Kindern unerträgliches Leid ersparen.
Demokratie bedeutet nicht "Diktatur der Mehrheit"! Das demokratische Gesellschaftsbild ist zudem nicht davon geprägt dass die Mehrheitsgesellschaft vorgibt was kommod sei und was nicht, sondern es definiert sich alleine über die Verfassung (bei uns das Grundgesetz). Zumindest was alle staatliches Handeln angeht.
Die Ehe mag für die christliche Kirche ein "Sakrament" sein, der weltanschaulich und religiös neutral handelnde säkulare Staat sieht darin aber nur einen weiteren Rechtsakt. Die Zeremonie vor dem "Traualtar" mag ein Sakrament sein, die entsprechende Vorsprache und Eintragung beim Standesamt aber nicht. Ein Standesbeamter ist kein Priester - und schon gar nicht sind alle heiratenden Heterosexuellen gläubige Christen (müsste ja der Umkehrschluss sein - Ehe nur für bekennende Christen, da ein Sakrament).
Und wenn eine Ehe auf Nachwuchs "ausgerichtet" sei, wieso gibt es dann soviele kinderlose Paare? Warum die Pille, Kondom und Co.? Ja natürlich, Heterosexuelle betreiben Geschlechtsverkehr lediglich als Akt der Zeugung, voller Widerwillen.
Wenn Sie etwas gegen Schwule haben dann stehen Sie offen dazu, aber ziehen nicht derlei Unfug aus der Mottenkiste. Und was das mit dem Artikel und Kalifornien zu tun haben soll ist mir eh unklar, einfach gerne zum Anlass genommen gegen Homosexuelle zu schreiben?!
....und bedeutet, dass alle Vorteile der Ehe, die von anderen Mitgliedern der Gesellschaft bezahlt werden (Kasse, Splitting....) wegfallen müssen. Oder finden Sie es richtig, dass jemand gezwungen wird die Lusterfüllung eines Anderen zu bezahlen?
... wird aber als Beziehung zwischen Mann & Frau zum Zweck der Schaffung von Nachwuchs verstanden und nicht als beliebige & private Verpartnerung. Zu welchem Zweck sollten zwei Schwule 'heiraten' wollen, das irgendwelche öffentliche Interessen berührt? Wenn zwei Männer ihre Beziehung juristisch absichern wollen, können sie das gerne auf privatrechtlichem Weg machen, daran hindert sie in Kaliformien niemand, ist ja ein freies Land.
Aber darum geht's überhaupt nicht, stimmt's? Alles was die Fiktion entlarven könnte, eine schwule Partnerschaft sei einer heterosexuellen Beziehung in allen Punkten gleichwertig, muss unbedingt eingeebnet werde, oder? Die Ehe als juristische Konstruktion ist ungefähr 150 Jahre alt und es war dem Gesetzgeber immer klar, dass es in einer Ehe um mehr als nur die Ausgestaltung von Rechten & Pflichten der Partner geht. Aber genau dieses 'mehr' soll jetzt in der Schwulenehe abgeschafft werden und zwar einzig & allein, weil es 'diskriminierend' ist, dass biologische Vorraussetzungen nun einmal gewisse Bedingtheiten schaffen, die auch das ausgefeilteste Neusprech noch einfach so überwinden können.
Im übrigen ist die Offenheit für Kinder eine der Vorrausetzungen für das eingehen einer gültigen Ehe nach katholischem Verständniss, wie soll das bei einer schwulen Ehe gehen?
....und bedeutet, dass alle Vorteile der Ehe, die von anderen Mitgliedern der Gesellschaft bezahlt werden (Kasse, Splitting....) wegfallen müssen. Oder finden Sie es richtig, dass jemand gezwungen wird die Lusterfüllung eines Anderen zu bezahlen?
... wird aber als Beziehung zwischen Mann & Frau zum Zweck der Schaffung von Nachwuchs verstanden und nicht als beliebige & private Verpartnerung. Zu welchem Zweck sollten zwei Schwule 'heiraten' wollen, das irgendwelche öffentliche Interessen berührt? Wenn zwei Männer ihre Beziehung juristisch absichern wollen, können sie das gerne auf privatrechtlichem Weg machen, daran hindert sie in Kaliformien niemand, ist ja ein freies Land.
Aber darum geht's überhaupt nicht, stimmt's? Alles was die Fiktion entlarven könnte, eine schwule Partnerschaft sei einer heterosexuellen Beziehung in allen Punkten gleichwertig, muss unbedingt eingeebnet werde, oder? Die Ehe als juristische Konstruktion ist ungefähr 150 Jahre alt und es war dem Gesetzgeber immer klar, dass es in einer Ehe um mehr als nur die Ausgestaltung von Rechten & Pflichten der Partner geht. Aber genau dieses 'mehr' soll jetzt in der Schwulenehe abgeschafft werden und zwar einzig & allein, weil es 'diskriminierend' ist, dass biologische Vorraussetzungen nun einmal gewisse Bedingtheiten schaffen, die auch das ausgefeilteste Neusprech noch einfach so überwinden können.
Im übrigen ist die Offenheit für Kinder eine der Vorrausetzungen für das eingehen einer gültigen Ehe nach katholischem Verständniss, wie soll das bei einer schwulen Ehe gehen?
Volksentscheide haben immer wieder die Gefahr, dass gut organisierte, rechtskonservative Gruppen zu hässlichen Entscheidungen kommen, siehe Schweiz und Minarettverbot oder gerade eben Kalifornien mit den aus den Nachbarstaaten, vor allem Utah, gesteuerten und finanzierten schwulenfeindlichen Kampagnen.
Genau wegen dieser Gefahren haben wir eine repräsentative, parlamentarische Demokratie und auch die Gewaltenteilung.
Das Sakrament spielt selbstverständlich im Staatsverständnis Kaliforniens keine Rolle. Da handelt es sich doch um wohl um eine katholische Angelegenheit. Mittelalterliche, klerikale Staatsformen können Sie im Nahen Osten finden. Vielleicht wäre das ja was für Sie.
Das was in der Schweiz passiert ist, ist keine "hässliche" Entscheidung! Ich bin mir sicher, dass dieser Volksentscheid in den meisten europäischen Ländern ähnlich ausgefallen wäre. In den meisten Ländern sogar noch deutlicher als in der Schweiz! Ich hätte auch dagegen gestimmt!
Hingegen befürworte ich die Entscheidung des Richters in Kalifornien. Er hat mit dem Kommentar: "Es gibt keine rationale Grundlage gegen eine Homo-Ehe"
Ich beurteile solche Entscheidungen nach ihrer Wirkung für die übrige Bevölkerung. Ich kann keine negativen Auswirkungen bei einer Homo-Ehe erkennen. Im Gegenteil: Viele Homosexuelle haben einen Kinderwunsch. Sie könnten nach der Eheschließung zum Beispiel ein Waisenkind adoptieren (wie andere Ehepaare auch). Das ist für solch ein Kind allemal besser als in einem Heim aufzuwachsen! Und die Gesellschaft spart dadurch auch noch Geld!
Bei dem Minarett Verbot in der Schweiz sieht die Sache schon wieder ganz anders aus...aber das ist hier nicht Gegenstand der Diskussion (Off topic), deswegen verkneife ich mir weitere Ausführungen hierzu.
Rechtsstaatliche Gerichte entscheiden zum Glück nicht nach Gusto der Mehrheitsgesellschaft. Grundrechte kommen uns als Mensch von Natur aus zu und werden uns nicht gönnerhaft verliehen - können uns daher auch nicht genommen werden. Auch nicht durch noch so tolle Volksabstimmungen. Undemokratische Ansinnen, wie die Unterdrückung oder Ungleichbehandlung von Minderheiten durch Mehrheiten (wogegen sich diese Minderheiten qua Prinzip auch nie durch demokratische Mehrheitsentscheide wehren könnten), werden auch nicht demokratisch nur weil sie in einer Abstimmung durchgesetzt werden.
Demokratie ist nach modernem aufgeklärtem westlichem Verständnis viel mehr als einfach nur Wahlen abzuhalten. Damit ist viel mehr ein Wertekanon und eine Gesinnung verbunden, die sich sehr schön mit dem kölschen "Jeder Jeck ist anders" beschreiben lässt. Schwule die "heiraten" wollen tun doch niemand was, wie kann man also auch nur eine Nanosekunde daran verschwenden anderen Menschen die gemeinsam glücklich sein, ihre Liebe formalisieren, wollen dieses Glück zu verweigern? Mein Gott, wie kann man Liebe zwischen zwei Menschen überhaupt so verachten, wie das viele noch immer tun.
Und im 14th Amendment der amerikanischen Verfassung heißt es:
"No State shall make or enforce any law which shall abridge (...) privileges (...) nor deny to any person (...) equal protection of the laws". Es war seit diesem Zusatz schlicht verfassungswidrig die standesamtliche Ehe auf gegengeschlechtliche Paare zu begrenzen.
Das was in der Schweiz passiert ist, ist keine "hässliche" Entscheidung! Ich bin mir sicher, dass dieser Volksentscheid in den meisten europäischen Ländern ähnlich ausgefallen wäre. In den meisten Ländern sogar noch deutlicher als in der Schweiz! Ich hätte auch dagegen gestimmt!
Hingegen befürworte ich die Entscheidung des Richters in Kalifornien. Er hat mit dem Kommentar: "Es gibt keine rationale Grundlage gegen eine Homo-Ehe"
Ich beurteile solche Entscheidungen nach ihrer Wirkung für die übrige Bevölkerung. Ich kann keine negativen Auswirkungen bei einer Homo-Ehe erkennen. Im Gegenteil: Viele Homosexuelle haben einen Kinderwunsch. Sie könnten nach der Eheschließung zum Beispiel ein Waisenkind adoptieren (wie andere Ehepaare auch). Das ist für solch ein Kind allemal besser als in einem Heim aufzuwachsen! Und die Gesellschaft spart dadurch auch noch Geld!
Bei dem Minarett Verbot in der Schweiz sieht die Sache schon wieder ganz anders aus...aber das ist hier nicht Gegenstand der Diskussion (Off topic), deswegen verkneife ich mir weitere Ausführungen hierzu.
Rechtsstaatliche Gerichte entscheiden zum Glück nicht nach Gusto der Mehrheitsgesellschaft. Grundrechte kommen uns als Mensch von Natur aus zu und werden uns nicht gönnerhaft verliehen - können uns daher auch nicht genommen werden. Auch nicht durch noch so tolle Volksabstimmungen. Undemokratische Ansinnen, wie die Unterdrückung oder Ungleichbehandlung von Minderheiten durch Mehrheiten (wogegen sich diese Minderheiten qua Prinzip auch nie durch demokratische Mehrheitsentscheide wehren könnten), werden auch nicht demokratisch nur weil sie in einer Abstimmung durchgesetzt werden.
Demokratie ist nach modernem aufgeklärtem westlichem Verständnis viel mehr als einfach nur Wahlen abzuhalten. Damit ist viel mehr ein Wertekanon und eine Gesinnung verbunden, die sich sehr schön mit dem kölschen "Jeder Jeck ist anders" beschreiben lässt. Schwule die "heiraten" wollen tun doch niemand was, wie kann man also auch nur eine Nanosekunde daran verschwenden anderen Menschen die gemeinsam glücklich sein, ihre Liebe formalisieren, wollen dieses Glück zu verweigern? Mein Gott, wie kann man Liebe zwischen zwei Menschen überhaupt so verachten, wie das viele noch immer tun.
Und im 14th Amendment der amerikanischen Verfassung heißt es:
"No State shall make or enforce any law which shall abridge (...) privileges (...) nor deny to any person (...) equal protection of the laws". Es war seit diesem Zusatz schlicht verfassungswidrig die standesamtliche Ehe auf gegengeschlechtliche Paare zu begrenzen.
Wenn Vertreter bestimmter Glaubensgemeinschaften die Ehe hauptsächlich als Sakrament betrachten möchten und weniger als juristische Institution, steht ihnen das frei. Aus einem Sakrament ohne juristisches Fundament ergeht allerdings keinerlei Recht auf staatliche Anerkennung des Bündnisses. Insofern ist es wohl wesentlich bedeutender über den rein juristischen Gehalt der Ehe zu sprechen. In der Tat wird oft argumentiert, die Ehe sei als Vorstufe zur Familie (= Mutter/Kind bzw. Vater/Kind bzw. Mutter/Vater/Kind) schützenswert. Fraglich ist dann, warum Ehe und Familie zwei Artikel im Grundgesetz benötigen. Fraglich ist auch, weshalb Gemeinschaften zwischen Mann und Frau geschützt werden, wenn ausdrücklich kein Kinderwunsch besteht. Fragwürdig ist weiterhin, weshalb auf diesem Wege Adoptivkinder diskriminiert werden dürfen, obwohl unser Grundgesetz doch ihre Gleichstellung beinhaltet.
"Muss das unbedingt 'Ehe' genannt werden?" Nun, 'Lebenspartnerschaft klingt meiner Ansicht nach wesentlich schöner. Leider beinhalten die beiden Begriffe nun nicht dieselben Rechte. "Muss" das Ehe genannt werden? Sicher nicht. Aber "musste" Rosa Parks damals denn auch unbedingt darauf bestehen einen anderen Sitzplatz zu besetzen, als der, der ihr zugeteilt wurde?
....und bedeutet, dass alle Vorteile der Ehe, die von anderen Mitgliedern der Gesellschaft bezahlt werden (Kasse, Splitting....) wegfallen müssen. Oder finden Sie es richtig, dass jemand gezwungen wird die Lusterfüllung eines Anderen zu bezahlen?
Entscheidend ist doch letztlich nur staatliche Konsequenz: Entweder es geht dem Staat um die Förderung von Kindern - dann darf es aber auch kein Ehegattensplitting für kinderlose heterosexuelle Paare mehr geben. Oder es geht dem Staat um die Förderung von Paaren als solche - dann muss er das Ehegattensplitting aber auch für homosexuelle Paare öffnen.
Mir persönlich wäre die erste Lösung lieber. Das Splitting für kinderlose Paare gehört abgeschafft. Wollte die aktuelle Regierung denn nicht sparen?!? Hier wäre ein Vorschlag dafür...
Sie bezeichnen die Absicherung zur Zukunftsplanung also als Lusterfüllung? Zur Lusterfüllung heiratet man nicht!
Entscheidend ist doch letztlich nur staatliche Konsequenz: Entweder es geht dem Staat um die Förderung von Kindern - dann darf es aber auch kein Ehegattensplitting für kinderlose heterosexuelle Paare mehr geben. Oder es geht dem Staat um die Förderung von Paaren als solche - dann muss er das Ehegattensplitting aber auch für homosexuelle Paare öffnen.
Mir persönlich wäre die erste Lösung lieber. Das Splitting für kinderlose Paare gehört abgeschafft. Wollte die aktuelle Regierung denn nicht sparen?!? Hier wäre ein Vorschlag dafür...
Sie bezeichnen die Absicherung zur Zukunftsplanung also als Lusterfüllung? Zur Lusterfüllung heiratet man nicht!
....muss? Weil die Leute das wollen und das ist eigentlich ok. Warum sollten sie einen Vertragstyp nicht "Ehe" nennen sollen? Auf das Bisschen Ungenauigkeit kommt es eigentlich auch nicht an, wenn man wenigstens die Subventionierungen der Ehen abschafft, wäre mir das genug. Dann können die Buben und Mädels mit oder ohne Vertrag rammeln wie sie wollen.
Pardon, aber nur, weil jemand etwas will, spricht das noch lange nicht für die Sache.
"Partnervertrag" usw. gerne.
Aber "Ehe", darunter stellt man sich etwas anderes vor. Und das soll und wird auch so bleiben.
Auch wenn jetzt einige schrill aufschreien werden:
Das Herkömmliche, als Mann und Frau geboren zu sein und in diesem Sinn eine natürlich Verbindung einzugehen, das ist und bleibt noch immer schlicht das Normale.
Trotz CSD und rosa Emanzipation...
Pardon, aber nur, weil jemand etwas will, spricht das noch lange nicht für die Sache.
"Partnervertrag" usw. gerne.
Aber "Ehe", darunter stellt man sich etwas anderes vor. Und das soll und wird auch so bleiben.
Auch wenn jetzt einige schrill aufschreien werden:
Das Herkömmliche, als Mann und Frau geboren zu sein und in diesem Sinn eine natürlich Verbindung einzugehen, das ist und bleibt noch immer schlicht das Normale.
Trotz CSD und rosa Emanzipation...
... ...haben Mitkommentatoren ja schon gesagt.
Die Ehe, die Verbindung zwischen zwei Menschen, ist tausende Jahre älter als die abrahamischen Religionen. Die haben kein Anrecht darauf diese Verbindung als eine von ihnen erfundene und damit patentierte Idee zu sehen.
Pardon, aber nur, weil jemand etwas will, spricht das noch lange nicht für die Sache.
"Partnervertrag" usw. gerne.
Aber "Ehe", darunter stellt man sich etwas anderes vor. Und das soll und wird auch so bleiben.
Auch wenn jetzt einige schrill aufschreien werden:
Das Herkömmliche, als Mann und Frau geboren zu sein und in diesem Sinn eine natürlich Verbindung einzugehen, das ist und bleibt noch immer schlicht das Normale.
Trotz CSD und rosa Emanzipation...
...eine homosexuelle Verbindung ist "unnatürlich"? Dieser Duktus kommt mir bekannt vor.
Ist Ihnen eigentlich bewusst, dass ca. 10% der Menschheit als homosexuell bezeichnet werden können? D.h., dass 700.000.000 Menschen auf diesem Planeten das Bedürfnis haben, "unnatürliche" Verbindungen einzugehen? O.o
Biologische? Statistische? Moralische? Relgiöse?
Sie benützen das Wort Normalität ohne es zu hinterlegen.
Eine rechsreaktionäre Konotation ist allerdings nicht zu übersehen.
...eine homosexuelle Verbindung ist "unnatürlich"? Dieser Duktus kommt mir bekannt vor.
Ist Ihnen eigentlich bewusst, dass ca. 10% der Menschheit als homosexuell bezeichnet werden können? D.h., dass 700.000.000 Menschen auf diesem Planeten das Bedürfnis haben, "unnatürliche" Verbindungen einzugehen? O.o
Biologische? Statistische? Moralische? Relgiöse?
Sie benützen das Wort Normalität ohne es zu hinterlegen.
Eine rechsreaktionäre Konotation ist allerdings nicht zu übersehen.
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