US-Abzug Der Irak, ein kriegsruiniertes Land
Die US-Kampfeinheiten sind abgezogen. Zurück bleibt ein Land mit einer verfahrenen Politik, schwachen Sicherheitskräften und wachsender Kriminalität.
© AHMAD AL-RUBAYE/AFP/Getty Images

US-Stützpunkt bei Bagdad: Die Kampftruppen sind aus dem Irak abgezogen, die Militärwagen im Hintergrund gehören der irakischen Polizei
Barack Obama hat Wort gehalten. Als letzte überquerte Donnerstag früh die vierte Stryker-Brigade die Grenze zu Kuwait. Sieben Jahre nach George Bushs Feldzug gegen Saddam Hussein sind damit alle US-Kampfeinheiten aus dem Irak abgerückt. Am Termin wird nicht gerüttelt, hatte der US-Präsident noch kürzlich in Atlanta jubelnden Veteranen zugerufen. Augen zu und durch, bevor es noch schlimmer kommt, scheint inzwischen die Devise im Weißen Haus zu sein. Und das Oberkommando vor Ort klammert sich an die vage Hoffnung, dass die irakischen Sicherheitskräfte jetzt endlich aufwachen, wenn sie ihre US-Mentoren nicht mehr hinter sich wissen. Denn vom 1. September an liegt die Verantwortung für das Land erstmals wieder voll in den Händen Bagdads.
Die Irak-Besatzung nähert sich nun einem offiziellen Ende. Mindestens 740 Milliarden US-Dollar hat sie gekostet. Über 100.000 Einheimische, fast 10.000 irakische und über 4000 US-Soldaten starben. Was also hat der Einmarsch in den Irak gebracht?
Iraks Armeechef jedenfalls ist ziemlich mulmig zumute. Mindestens bis 2020 müssten die Amerikaner noch im Irak bleiben, dann erst seien seine Leute in der Lage, die Sicherheit zu garantieren. Das sagt er seit Wochen jedem, der ihm zuhört. Zwar verfügen Polizei und Militär mit rund 750.000 Mann über eine beachtliche Truppenstärke. Doch die USA wissen genau, dass Schlagkraft und Einsatzwille trotz jahrelanger Aufbauarbeit sehr zu wünschen übrig lassen. Offiziere sind korrupt, Mannschaften werden schlecht behandelt und haben keine Lust, ihre Haut zu riskieren. Faulheit sei verbreitet wie eine Seuche, hieß es in einem internen US-Memorandum.
Die irakische Militärführung kann heute in vielen Einheiten offenbar weder Disziplin noch einfachste militärische Standards durchsetzen. Die Gepflogenheit irakischer Trupps, bei gemeinsamen nächtlichen Patrouillen erst gar nicht anzutreten, gehörte bis zuletzt zu den Kantinenanekdoten der US-Einheiten. Kaum besser ist die Lage bei der Polizei. Jeder fünfte Ordnungshüter kann nach Schätzung von Nato-Ausbildern nicht lesen und schreiben. Viele sind bestechlich und unzuverlässig – und bis sich diese Mentalität wandelt, das kann noch lange dauern.
So wundert es nicht, dass al-Qaida in letzter Zeit vor allem Polizisten und Soldaten ins Visier nimmt. Wer sich als Rekrut bewirbt, muss schon am Vorstellungstag in der Kaserne um sein Leben fürchten, heißt die Botschaft des jüngsten Selbstmordanschlags am Dienstag. Polizisten an Straßensperren oder auf Verkehrsinseln werden aus fahrenden Autos heraus abgeknallt. Mehrmals zogen die Attentäter anschließend sogar mitten in Bagdad ihre schwarzen Al-Qaida-Flaggen auf. Zwar meldete die US-Armee zuletzt einige spektakuläre Erfolge gegen deren Führung, doch die Schlagkraft der Terroristen hat sich nicht verringert. Ihre Ränge füllen sich wieder und niemand ist sicher vor den Mordkommandos, die Menschen nachts mit schallgedämpften Pistolen in ihren Häusern überfallen oder magnetische Bomben an Gartentüren und Autos heften.
Wahllos trifft es Familien von Politikern, Polizisten, gemäßigten Klerikern, Offizieren und Ärzten sowie Mitglieder religiöser Minderheiten. Auch andere Verbrechen, die in keiner irakischen Gewaltstatistik auftauchen, greifen weiter um sich. Viele der vier Millionen Flüchtlinge haben das Kidnapping eines Verwandten durchgemacht oder sind durch Drohungen aus ihren Häusern vertrieben worden. Nicht nur al-Qaida, auch kriminelle Banden machen den Irakern das Leben zur Hölle, während es mit der politischen und ökonomischen Situation weiter bergab geht.
Strom gibt es nur für wenige Stunden, ausländische Investoren bleiben weg, der Wiederaufbau des kriegsruinierten Landes stagniert. Und fünf Monate nach den Wahlen am 7. März ist immer noch keine neue Regierung in Sicht. Das Parlament hat sich nach einer einzigen zwanzigminütigen Sitzung auf unbestimmte Zeit vertagt. Die beiden Hauptrivalen, Ex-Premier Iljad Allawi und der bisherige Regierungschef Nuri al-Maliki, sind hoffnungslos zerstritten. Zuletzt versuchte US-Vizepräsident Jo Biden in Bagdad, die Kontrahenten zur Vernunft zu bringen und zu einer Regierung der nationalen Einheit zu überreden. Am Montag nun, drei Tage vor dem Abmarsch des letzten US-Infanteristen, gaben beide Seiten bekannt, ihre Gespräche seien endgültig gescheitert.
Ein Beitrag aus dem Tagesspiegel
- Datum 19.08.2010 - 17:43 Uhr
- Quelle Tagesspiegel
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das irakische Volk zu befragen, ob es den "Befreiungskrieg"
aus heutiger Sicht befuerwortet, und, unabhaengig von den
hunderttausend(en?) Opfern, ob die Lebensverhaeltnisse sich
gebessert haben?
...weil eh jedem klar ist, was die Leute antworten werden.
Nicht nur, dass die Verhältnisse unter Saddam natürlich weitaus "normaler" und friedlicher waren. Selbst über das "aber das Saddam war ein fieser böser Diktator, den die Iraker jetzt los sind"-Argument werden die meisten Iraker vermutlich nur müde lächeln können, in Anbetracht der Tatsache dass in ein paar Jahren US-Besatzung weitaus mehr Zivilisten umgekommen sind als während Saddams kompletter "Herrschaft".
So sehr die Iraker unter Saddam evtl. auch gelitten haben mögen - im Vergleich zur jetzigen Situation war der Irak unter Saddam das reinste Paradies.
Und dass die Truppen alle abgezogen sind, ist natürlich nur genau so ein Propagandaquatsch wie damals der "Mission accomplished!"-Auftritt. Es sind immer noch 50.000 US-Soldaten im Irak, und die sind keineswegs alle nur zur Ausbildung der irakischen Soldaten.
Sie setzten die (en) in hunderttausend(en)in Klammern, um nicht mehr Tote zu nennen, die wahrscheinlich von den USA zu verantworten sind.
Das allerdings hätten sie sich sparen können, da wir nicht von hundertausenden, sondern von EINE MILLIONEN sprechen müssen.
Ein Völkermord...nichts anderes hat sich hier manifestiert.
All die Parolen werden dies nicht aus den Geschichtsbüchern streichen...
....wie nach WWII. Die Besiegten Bevölkerungen waren auch nicht froh besiegt worden zu sein. Zumindest habe ich in sicherlich mehr als Tausend Gesprächen kein einziges Mal gehört, man wäre froh verloren zu haben. Mit der Zeit wurde es allmählich möglich zu sagen es wäre vielleicht besser, dass Hitler nicht gewann.
Momentan scheinen aber die Irakis gespalten in der Frage, ob die Amerikaner abziehen sollten. In DLF wurde Gestern berichtet, die Irakis seien unglücklich darüber. BBC sagte das Gegenteil. Wahrscheinlich liegt diese Berichterstattung allerdings eher an den jeweiligen Interessen der Berichterstatter als an der geteilten Meinung im Land. Diese gibt nur die Möglichkeit eigene Meinungen zu projizieren ohne die Gefahr zum Lügner gestempelt zu werden.
Dass aber das Land vom Krieg zerstört wäre, wie hier hier in der Überschrift gesagt, ist auch manipulativ. Natürlich wurde viel Infrastruktur zerstört. Aber die Zahl der Getöteten scheint nicht mehr als die Zahl Derer, die an einer Fortsetzung des Saddam Regimes umgekommen wären. Man kann analog sagen, dass das Land bereits ruiniert war, als es Hitler wählte.
Lediglich ist der Abzug zu früh, um ein stabiles Land zu hinterlassen, das für uns gut wäre. Aber die USA können die Kosten alleine nicht tragen. Das kompromittiert internationale Sicherheit, aber das wird in Zukunft häufiger geschehen, wenn wir keine bessere Lösung zu ihrer Sicherung finden.
...weil eh jedem klar ist, was die Leute antworten werden.
Nicht nur, dass die Verhältnisse unter Saddam natürlich weitaus "normaler" und friedlicher waren. Selbst über das "aber das Saddam war ein fieser böser Diktator, den die Iraker jetzt los sind"-Argument werden die meisten Iraker vermutlich nur müde lächeln können, in Anbetracht der Tatsache dass in ein paar Jahren US-Besatzung weitaus mehr Zivilisten umgekommen sind als während Saddams kompletter "Herrschaft".
So sehr die Iraker unter Saddam evtl. auch gelitten haben mögen - im Vergleich zur jetzigen Situation war der Irak unter Saddam das reinste Paradies.
Und dass die Truppen alle abgezogen sind, ist natürlich nur genau so ein Propagandaquatsch wie damals der "Mission accomplished!"-Auftritt. Es sind immer noch 50.000 US-Soldaten im Irak, und die sind keineswegs alle nur zur Ausbildung der irakischen Soldaten.
Sie setzten die (en) in hunderttausend(en)in Klammern, um nicht mehr Tote zu nennen, die wahrscheinlich von den USA zu verantworten sind.
Das allerdings hätten sie sich sparen können, da wir nicht von hundertausenden, sondern von EINE MILLIONEN sprechen müssen.
Ein Völkermord...nichts anderes hat sich hier manifestiert.
All die Parolen werden dies nicht aus den Geschichtsbüchern streichen...
....wie nach WWII. Die Besiegten Bevölkerungen waren auch nicht froh besiegt worden zu sein. Zumindest habe ich in sicherlich mehr als Tausend Gesprächen kein einziges Mal gehört, man wäre froh verloren zu haben. Mit der Zeit wurde es allmählich möglich zu sagen es wäre vielleicht besser, dass Hitler nicht gewann.
Momentan scheinen aber die Irakis gespalten in der Frage, ob die Amerikaner abziehen sollten. In DLF wurde Gestern berichtet, die Irakis seien unglücklich darüber. BBC sagte das Gegenteil. Wahrscheinlich liegt diese Berichterstattung allerdings eher an den jeweiligen Interessen der Berichterstatter als an der geteilten Meinung im Land. Diese gibt nur die Möglichkeit eigene Meinungen zu projizieren ohne die Gefahr zum Lügner gestempelt zu werden.
Dass aber das Land vom Krieg zerstört wäre, wie hier hier in der Überschrift gesagt, ist auch manipulativ. Natürlich wurde viel Infrastruktur zerstört. Aber die Zahl der Getöteten scheint nicht mehr als die Zahl Derer, die an einer Fortsetzung des Saddam Regimes umgekommen wären. Man kann analog sagen, dass das Land bereits ruiniert war, als es Hitler wählte.
Lediglich ist der Abzug zu früh, um ein stabiles Land zu hinterlassen, das für uns gut wäre. Aber die USA können die Kosten alleine nicht tragen. Das kompromittiert internationale Sicherheit, aber das wird in Zukunft häufiger geschehen, wenn wir keine bessere Lösung zu ihrer Sicherung finden.
und schreibt die wirklichen Opferzahlen in der irakischen Bevölkerung mal auf diese Seite. Ich kann dieser "Zeitung" nicht glauben, dass es "nur" mehr als 100.000 unschuldige Tote in sieben Kriegsjahren gegeben hat und die US Truppen und ihre Verbündeten dermassen gewütet haben. Von der radioaktiven Munition die auch die nächsten Jahrzehnte schlimme Schäden bei der Bevölkerung anrichten wird ganz zu schweigen.
Bitte liebe Zeit, im Interesse der Öffentlichkeit, beschönigt mal nichts, ihr seid die erstem der Mainstream Medien damit...traurig
Was die Opferzahlen anbelangt ist es eine geübte Praxis diese aus Siegersicht ein wenig zu schönen und dann korrekt in den Geschichtsbüchern zu zementieren. Vermutlich wird es in 40 Jahren so gut wie gar keine zivilen Opfer mehr in diesem Konflikt gegeben haben, oder sie werden noch Saddam Hussein hinzugerechnet.
Man kann es ein wenig mit Dresden vergleichen. In den ersten Berichten unmittelbar nach der Bombardierung waren es noch belegbar zwischen 200-300 Tausend Tote und in den heutigen Geschichtsbüchern kann man es noch nicht ganz verleugnen aber es waren wohl doch nur 25.000 Tote. Jahrzehnte später kann man immer genauer zählen, wenn sich die Tatsachen unter der Grasnarbe verflüchtigt haben. Sie sehen also, Opferzahlen sind immer relativ und um nicht in Misskredit zu geraten sollten wir uns hinsichtlich dieser Mathematik auf die Siegerseite schlagen, dann hat man weniger Probleme mit dem Gewissen und auch die Situationsdarstellungen unserer Regierung zum Thema Afghanistan werden dann viel erträglicher.
Bis zu einer Million Tote.
500000 verstorbene Kinder als Resultat des Embargos vor 2003:
http://www.ericmargolis.c...
Was die Opferzahlen anbelangt ist es eine geübte Praxis diese aus Siegersicht ein wenig zu schönen und dann korrekt in den Geschichtsbüchern zu zementieren. Vermutlich wird es in 40 Jahren so gut wie gar keine zivilen Opfer mehr in diesem Konflikt gegeben haben, oder sie werden noch Saddam Hussein hinzugerechnet.
Man kann es ein wenig mit Dresden vergleichen. In den ersten Berichten unmittelbar nach der Bombardierung waren es noch belegbar zwischen 200-300 Tausend Tote und in den heutigen Geschichtsbüchern kann man es noch nicht ganz verleugnen aber es waren wohl doch nur 25.000 Tote. Jahrzehnte später kann man immer genauer zählen, wenn sich die Tatsachen unter der Grasnarbe verflüchtigt haben. Sie sehen also, Opferzahlen sind immer relativ und um nicht in Misskredit zu geraten sollten wir uns hinsichtlich dieser Mathematik auf die Siegerseite schlagen, dann hat man weniger Probleme mit dem Gewissen und auch die Situationsdarstellungen unserer Regierung zum Thema Afghanistan werden dann viel erträglicher.
Bis zu einer Million Tote.
500000 verstorbene Kinder als Resultat des Embargos vor 2003:
http://www.ericmargolis.c...
Das Mission Accomplished youtube Video von 2003 mit G.W. Bush in der Hauptrolle ist in der Zwischenzeit verschwunden. Der Krieg selbst ging in 2004 verloren, im April, als Abu Ghuraib bekannt wurde. Ein zweites Mal nach Collateral Murder vom April dieses Jahres, WikiLeaks.
Dass der Soldat im Bild mit der Bierdose in der Hand im Ramadan durch den Iraq läuft, sagt mehr als 1000 Worte.
Keine Angst, ich werde nicht auf mein blog verlinken. Schauen Sie einfach in meinem Profil nach.
.....sich selbst ohne Diktator zu regieren. Wenn sie es nicht schaffen, ist das schade aber letztlich Deren Sache, solange das Land keine Bedrohung für die Nachbarn darstellt.
.....sich selbst ohne Diktator zu regieren. Wenn sie es nicht schaffen, ist das schade aber letztlich Deren Sache, solange das Land keine Bedrohung für die Nachbarn darstellt.
Wer glaubt wird selig !
Mindestens 50 000 US Soldaten bleiben bis auf weiteres im Irak und das nicht zum Däumchendrehen. Der Irak muss sich auf eine jahrzehntelange Belagerung sines Terriotriums seitens der USA abfinden.
www.npr.org/blogs/thetwo-...
.....""So how is it possible to report that the last combat troops are leaving Iraq when there will still be combat troops there?"".....
Dagegen war die Herrschaft des seligen Herrn Hussein natürlich das Paradies.
Dagegen war die Herrschaft des seligen Herrn Hussein natürlich das Paradies.
Eine Demokratie ohne Demokraten, wie mal jemand so schön über die Weimarer Republik sagte. Die Parallelen sind erschreckend... Na wenn das mal gut geht.
Wenn die USA dann keinen Bock mehr haben - hier hatte es OBAMA der USA-Bevölkerung vor seiner Wahl ja versprocjen -,
dann ist plötzlich auch in Afghanistan schluß!
Unsere Soldaten arbeiten, kämpfen und sterben dort für "Nichts"
Alles andere ist Gerede, um den Bürger Deutschlands über die Wahren Hintergründe zu täuschen - wenn denn unsere Regierung überhaupt über die Absichten KARZAIS, die Verhandlungen mit den TALIBAN und die Ziele der USA vollständig informiert ist - was ich bezweifel!
...weil eh jedem klar ist, was die Leute antworten werden.
Nicht nur, dass die Verhältnisse unter Saddam natürlich weitaus "normaler" und friedlicher waren. Selbst über das "aber das Saddam war ein fieser böser Diktator, den die Iraker jetzt los sind"-Argument werden die meisten Iraker vermutlich nur müde lächeln können, in Anbetracht der Tatsache dass in ein paar Jahren US-Besatzung weitaus mehr Zivilisten umgekommen sind als während Saddams kompletter "Herrschaft".
So sehr die Iraker unter Saddam evtl. auch gelitten haben mögen - im Vergleich zur jetzigen Situation war der Irak unter Saddam das reinste Paradies.
Und dass die Truppen alle abgezogen sind, ist natürlich nur genau so ein Propagandaquatsch wie damals der "Mission accomplished!"-Auftritt. Es sind immer noch 50.000 US-Soldaten im Irak, und die sind keineswegs alle nur zur Ausbildung der irakischen Soldaten.
Schade nicht wahr, dass Sie in diesem Paradies nicht leben konnten, welches mit Folter und Unterdrückung seine Macht gesichert hat. Dass Ihnen dieser Begriff in diesem Zuammenhang überhaupt einfällt Vielleicht hätten Sie es auch gerne hier? Aber vermutlich ist es Ihrer Ansicht hier auch nicht anders.
Zwischen dem 10. und 20. Februar 2007 befragten die Forscher des englischen Meinungsforschungsinstitutes Opinion research business" 5019 Iraker:
Nur gerade 26% der Iraker sind der Meinung, dass es ihnen vor dem Krieg besser gegangen sei. 49% sind heute mit ihrer Situation zufriedener und die restlichen sehen keinen Unterschied.
64% halten das heutige politische System auch künftig für den Irak als das beste (Table 5 des PDFs "TableFinalMarch07Iraq" im nachfolgenden Link).
http://www.opinion.co.uk/...
Bis 2007 war es also gemäß dieser Umfrage so, daß die Zustände im Irak von den Betroffenen vor Ort wesentlich besser eingeschätzt wurden als von weit entfernt lebenden Pazifisten.
Daß Saddam durch seine Erwähnung bei der Gesellschaft für bedrohte Völker traurige Berühmtheit erlangte, haben die meisten US-Kritiker heute vergessen.
Lesenswert desweiteren:
http://www.welt.de/politi...
Auch gibt es horrende Unterschiede bzgl. der Höhe der kursierenden Opferzahlen:
Laut "Opinion Research Business" sind im Zeitraum von März 2003 bis August 2007 zwischen 946.000 und 1.120.000 Iraker ums Leben gekommen.
Die im Auftrag der WHO durchgeführte Studie, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, schätzt die Zahl der Todesopfer seit der Invasion im Jahr 2003 bis 2006 auf 150.000.
heise.de/telepolis, "Irak-Krieg: Hunderttausend oder eine Million Todesopfer?", 01.02.2008.
Bei der Lancet-Studie, die bis zu 900.000 Tote schätzte, wurden inzwischen Ungereimtheiten und Fehlerquellen bei der Planung festgestellt. Das zusätzliche Zurückhalten von Originaldaten hat schließlich zum Betrugsverdacht geführt.
Quelle: National Journal, Neil Munro and Carl M. Cannon zu der Lancet- Untersuchung, Januar 2008.
Kriegsgegner von iraqbodycount.org ermittelten bis 2006 aus offiziellen Angaben und Zeitungsrecherchen 53.583 bis 59189 Tote.
Schade nicht wahr, dass Sie in diesem Paradies nicht leben konnten, welches mit Folter und Unterdrückung seine Macht gesichert hat. Dass Ihnen dieser Begriff in diesem Zuammenhang überhaupt einfällt Vielleicht hätten Sie es auch gerne hier? Aber vermutlich ist es Ihrer Ansicht hier auch nicht anders.
Zwischen dem 10. und 20. Februar 2007 befragten die Forscher des englischen Meinungsforschungsinstitutes Opinion research business" 5019 Iraker:
Nur gerade 26% der Iraker sind der Meinung, dass es ihnen vor dem Krieg besser gegangen sei. 49% sind heute mit ihrer Situation zufriedener und die restlichen sehen keinen Unterschied.
64% halten das heutige politische System auch künftig für den Irak als das beste (Table 5 des PDFs "TableFinalMarch07Iraq" im nachfolgenden Link).
http://www.opinion.co.uk/...
Bis 2007 war es also gemäß dieser Umfrage so, daß die Zustände im Irak von den Betroffenen vor Ort wesentlich besser eingeschätzt wurden als von weit entfernt lebenden Pazifisten.
Daß Saddam durch seine Erwähnung bei der Gesellschaft für bedrohte Völker traurige Berühmtheit erlangte, haben die meisten US-Kritiker heute vergessen.
Lesenswert desweiteren:
http://www.welt.de/politi...
Auch gibt es horrende Unterschiede bzgl. der Höhe der kursierenden Opferzahlen:
Laut "Opinion Research Business" sind im Zeitraum von März 2003 bis August 2007 zwischen 946.000 und 1.120.000 Iraker ums Leben gekommen.
Die im Auftrag der WHO durchgeführte Studie, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, schätzt die Zahl der Todesopfer seit der Invasion im Jahr 2003 bis 2006 auf 150.000.
heise.de/telepolis, "Irak-Krieg: Hunderttausend oder eine Million Todesopfer?", 01.02.2008.
Bei der Lancet-Studie, die bis zu 900.000 Tote schätzte, wurden inzwischen Ungereimtheiten und Fehlerquellen bei der Planung festgestellt. Das zusätzliche Zurückhalten von Originaldaten hat schließlich zum Betrugsverdacht geführt.
Quelle: National Journal, Neil Munro and Carl M. Cannon zu der Lancet- Untersuchung, Januar 2008.
Kriegsgegner von iraqbodycount.org ermittelten bis 2006 aus offiziellen Angaben und Zeitungsrecherchen 53.583 bis 59189 Tote.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten an der Diskussion. Die Redaktion/sh
[...] Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde mittlerweile entfernt. Die Redaktion/sh
"jetzt geht es richtig los, wie die wilden werden die hirnrissigen übereinander herfallen."
solch einen Zustand hatten wir auch schon mal in der Weimarer republik, folglich sind oder waren wir Deutschen einmal genauso hirnrissig
und ja so etwas ist Zivillisation, nichts ist besser für eine Gemeinschaft als gemeinsame Feindbilder und gemeinsam ausgefochtene Kriege.
wenn die komplette Infrastruktur weggebombt wäre.
Iran, Irak hatten mal Kultur, bevor die USA diese Länder versklavt hat - mit Destabilisierung, Umstürzen und Kriegen.
Aber was soll’s, sind wir stolz auf unsere Hochkultur. Mit allem was dazugehört: Big Brother, Nachmittags-Gerichtsshows, Furz-Apps fürs iPhone...
[...] Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde mittlerweile entfernt. Die Redaktion/sh
"jetzt geht es richtig los, wie die wilden werden die hirnrissigen übereinander herfallen."
solch einen Zustand hatten wir auch schon mal in der Weimarer republik, folglich sind oder waren wir Deutschen einmal genauso hirnrissig
und ja so etwas ist Zivillisation, nichts ist besser für eine Gemeinschaft als gemeinsame Feindbilder und gemeinsam ausgefochtene Kriege.
wenn die komplette Infrastruktur weggebombt wäre.
Iran, Irak hatten mal Kultur, bevor die USA diese Länder versklavt hat - mit Destabilisierung, Umstürzen und Kriegen.
Aber was soll’s, sind wir stolz auf unsere Hochkultur. Mit allem was dazugehört: Big Brother, Nachmittags-Gerichtsshows, Furz-Apps fürs iPhone...
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