Terrorismus Viele Tote durch Anschlagsserie im Irak
Die Gewalt im Irak endet nicht: Die US-Truppen ziehen ab, und Attentäter zündeten in mehreren Städten Autobomben. Mehr als 40 Menschen starben, Hunderte wurden verletzt.
Einen Tag, nachdem die Kampftruppen der US-Armee den Irak endgültig verlassen haben , ist das Land erneut von einer Terrorserie erschüttert: Mindestens 41 Menschen seien durch Anschläge in sechs Städten getötet, 200 weitere verletzt worden, hieß es vonseiten der Polizei und Krankenhäusern. Andere Quellen sprachen von bis zu 45 Toten.
Die beiden schwersten Anschläge ereigneten sich demnach in Bagdad und dem 160 Kilometer südöstlich gelegenen Al-Kut. In der irakischen Hauptstadt explodierte am frühen Morgen eine Autobombe in der Nähe einer Polizeiwache. 15 Menschen wurden getötet und fast 60 weitere verletzt, wie das Innenministerium mitteilte. Bei den Opfern handelte es sich demnach um Polizisten und Zivilisten. Mehrere Gebäude im nördlichen Stadtteil El Kahira seien durch den Anschlag schwer beschädigt worden.
In Al-Kut wurden durch eine Autobombe ebenfalls mindestens 15 Menschen getötet, davon zehn Polizisten. 45 Menschen wurden verletzt, wie ein Polizist und ein Krankenhausvertreter sagten. Weitere Anschläge gab es in der Schiiten-Stadt Kerbala, in Basra, Ramadi und Bakuba.
Mit der Anschlagserie verstärkt sich der Druck auf die irakische Regierung, die nach dem Abzug der letzten US-Kampftruppen aus dem Golfstaat künftig allein für Sicherheit und Ordnung sorgen muss. Die Extremisten nehmen dabei nun offensichtlich gezielt einheimische Sicherheitskräfte ins Visier, um die Lage weiter zu destabilisieren. Die Bevölkerung befürchtet einen weiteren Anstieg der Gewalt .
Das US-Militär hatte erst am Dienstag mitgeteilt, dass mittlerweile weniger als 50.000 Soldaten im Irak stationiert sind. Die Truppenzahl liegt damit bereits jetzt unter der eigentlich erst für den 31. August anvisierten Marke. Zu Spitzenzeiten waren 176.000 US-Soldaten im Irak stationiert.
Die verbliebenen Truppen sollen die irakischen Sicherheitskräfte vorerst jedoch weiter beraten und ausbilden. Außerdem sollen private Schutzleute stationiert werden. Mit dem Abzug setzt US-Präsident Barack Obama ein zentrales Wahlkampfversprechen um. Ende 2011 sollen alle Soldaten das Land verlassen haben.
- Datum 25.08.2010 - 12:37 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP
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Es war von vornherein klar:
Mit dem IRAK-Krieg ward eine Büchse der Pandora geöffnet und es war die reine Illusion einiger Leute, dass dieselbe nur etwa das Format einer Sardinenbüchse habe.
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