Polen Ein Holzkreuz beschädigt den neuen Präsidenten
Ein Streit um das Verhältnis von Staat und Kirche überschattet die Amtseinführung von Bronisław Komorowski. Die Kaczyński-Partei will davon profitieren.
© JANEK SKARZYNSKI/AFP/Getty Images

Ein Mann wird von der Ordnungspolizei vor dem Warschauer Präsidentenpalast verhaftet. Während der Proteste gegen die Verlegung eines Holzkreuzes kam es zum Handgemenge
Diese Bilder wirken nach. Wenige Tage vor der Vereidigung von Bronisław Komorowski als neuer Präsident Polens am heutigen Freitag prügelten sich Polizisten mit wütenden Demonstranten in der Warschauer Innenstadt, Tränengas wurde versprüht.
Mitte April hatte eine Gruppe von Pfadfindern ein übermannshohes Holzkreuz vor dem Präsidentenpalast aufgestellt, um an die Opfer des Flugzeugabsturzes nahe Smolensk zu erinnern. Präsident Lech Kaczyński, seine Ehefrau Maria und 94 weitere Repräsentanten des Staates waren im Wrack ums Leben gekommen. Der Vorplatz erinnerte an einen Wallfahrtsort, Zehntausende legten dort Blumen nieder.
Im Juni gewann Komorowski den zweiten Durchgang der Präsidentschaftswahl gegen den Bruder des Getöteten, Jarosław Kaczyński. Und verfügte, das Kreuz ein paar hundert Meter weiter in die Sankt Annen-Kathedrale umzusiedeln. Die Entscheidung begründete Komorowski mit der Trennung von Staat und Religion. Der Ansicht, dass sein Amtssitz dem Staat vorbehalten sei, schlossen sich auch die katholische Kirche und die Pfadfinderverbände an. Trotzdem ist der Vorplatz des Präsidentenpalais nun ein umkämpfter Ort.
National-katholische Demonstranten wollen das Kreuz um jeden Preis an seinem ursprünglichen Ort verteidigen. Manchmal sind sie ein paar hundert, nachts hält nur ein gutes Dutzend Wache. Als am Mittwoch Priester das Kreuz feierlich umsetzen wollten, wurden sie von einer aufgebrachten Menge zurückgehalten. Es kam zum Handgemenge mit der Polizei.
Eine Krise des Staates ist das nicht, die Posse ist aber ärgerlich. Die Protestierenden sind Vertreter einer kleinen Minderheit, zum Teil aus weit entfernten Orten extra nach Warschau gereist. Sie wären längst wieder daheim, hätte Jarosław Kaczyński den Streit nicht bewusst angefeuert. Wenn Komorowski das Kreuz entfernen lasse, stelle er sich auf die Seite der Kommunisten und Postkommunisten, sagte Kaczyński auf einer Pressekonferenz und hob so den Protest der Kreuzverteidiger auf die große Bühne.
Das ist eine Rückkehr zur alten Strategie: Stören und Provozieren. Während des Präsidentschaftswahlkampfes versuchte Kaczyński es mit besonneneren Tönen und ist damit erstaunlich weit gekommen. Im zweiten Wahlgang unterlag er Komorowski nur knapp. So gesehen gibt der erneute Ausfall Rätsel auf, zumal Kaczyński sich auch scharfe Kritik der katholischen Kirche einhandelte. Das Kreuz dürfe nicht für politische Ziele missbraucht werden, sagte der Warschauer Erzbischof Kazimierz Nycz am Donnerstag.
"Die Debatte ist für die Gesellschaft völlig unnötig, es gäbe lohnendere Themen für PiS", sagt Knut Dethlefsen aus dem Warschauer Büro der Friedrich Ebert-Stiftung. Das Hauptmotiv sieht Dethlefsen darin, Komorowski einen denkbar schlechten Start zu bescheren. Dass dabei das Amt des Präsidenten beschädigt und die Staatsmacht der Lächerlichkeit preisgegeben wird, nimmt Kaczyński offenbar in Kauf.
Im kommenden Jahr wählen die Polen ein neues Parlament. Bis dahin muss die Bürgerplattform, die nun das Präsidentenamt und die Regierungsverantwortung innehat, noch eine Reihe schwieriger Entscheidungen treffen. Gerade wird erwogen, die Mehrwertsteuer um ein Prozent zu erhöhen, so soll die Neuverschuldung unter der im EU-Stabilitätspakt festgelegten Obergrenze von drei Prozent gehalten werden. Die Einführung des Euro steht dem Land ebenso bevor wie eine Diskussion um den Abzug der polnischen Truppen in Afghanistan, das Verhältnis zu Russland ist immer noch angespannt.
Diese Fragen werden die kommenden Monate stärker bestimmen als das Holzkreuz. Dem neuen Präsidenten bleibt nur, das Ende der Hysterie abzuwarten. Eines Tages werden die Protestierenden vor seinem Palast die Lust verlieren und abziehen. Doch auch danach muss Komorowski mit dem Makel leben, die erste Herausforderung seiner Amtszeit ungeschickt angegangen zu sein.
- Datum 06.08.2010 - 08:50 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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wie die Politiker. Hier ist doch ganz klar, dass sie das Holzkreuz und die Trauer noch längere Zeit an den Staatspalast gekoppelt sahen. Auch wenn die Trauer weiterhin in der St.-Annen-Kathedrale möglich gewesen wäre. Der neue Präsident wollte wohl so schnell es geht zur Tagesordnung zurück, um Ikonenbildung zu vermeiden.
Ich verstehe den ganzen Rummel um das Holzkreuz nicht. Ok ich bin kein Pole, aber ich habe mütterlicher seits, meine Wurzeln dort und fahre schon seit 14 Jahren nach Polen in Urlaub und habe die Polen nur als aufgeschlossen, besonnen erlebt. Was die Trennung von Kirche und Staat betrifft, würde ich mir soviel Trennung von Kirche und Staat, gerne bei uns in Deutschland wünschen. Sowas wie "KirchenSteuer" gibt es dort nicht.
Aber zurück zum Thema: Es scheinen nur einige ewig gestrige zu sein, die scheinbar jeden Bezug zum modernen Polen verloren haben?
sind die Polen eben doch nicht flächendeckend €U-begeistert.
Vielleicht sind die Polen ja nicht nur 'aufgeschlossen und besonnen' sondern ganz einfach ´nen Tick klüger, als das deutsche Wahlvolk, daß die Exportweltmeisterschaft D€´s feiert, ohne zu realisieren, daß sie die Leidtragenden dieser Propagandanummer sind.
Sie haben hierbei etwas nicht richtig verstanden: Trennung von Kirche und Staat bedeutet, daß die Kirche nicht als eine politische Kraft auftritt, und daß sich der Staat und seine Ämter, Behörden, staatliche Schulen - was die religiöse Weltanschauung seiner Bürger anbelangt - neutral verhält. Beides ist in D schon lange der Fall (vielleicht mit einigen Ausnahmen in Bayern), denn Sie werden nirgendwo gezwungenermaßen mit kirchlichen Symbolen konfrontiert. Sie werden in staatlichen Schulen in Deutschland ebensowenig gezwungen am Religionsunterricht teilzunehmen (jedem steht es frei, Werte und Normen zu belegen). Die Kirchen in Deutschland werden darüber hinaus nicht in der Weise politisch aktiv, daß sie während des Gottesdienstes unmißverständliche Wahlempfehlungen geben, die Gläubigen einschüchtern und ihnen für den Fall, daß sie es wagen sollten anders zu wählen - mit der Todsünde drohen und das ewige Schmoren in der Hölle schon mal ankündigen (!!) All das ist aber in Polen anders... Wenn Sie es gar wagen sollten, öffentlich die katholische Kirche zu kritisieren, da kriegen Sie sofort ein Makel angeheftet und werden als Kommunist verspottet, ihre politische Karriere (gleich auf welcher Ebene) ist dahin (Ausnahme hier nur die linke SLD), besonders auf kommunaler Ebene haben Sie dann endgültig abgewirtschaftet. Die katholischen Priester werden in Polen wie Halbgötter hofiert und sind bei jeder einzelnen Einweihung zugegen! Wagen Sie mal da sich querzustellen. Na viel Glück!
Gibt es tatsächlich nicht in Polen. Aber eine erkleckliche Summe in Milliarden Höhe (PLN oder Zloty) an die katholische Kirche als Jahresspende
sind die Polen eben doch nicht flächendeckend €U-begeistert.
Vielleicht sind die Polen ja nicht nur 'aufgeschlossen und besonnen' sondern ganz einfach ´nen Tick klüger, als das deutsche Wahlvolk, daß die Exportweltmeisterschaft D€´s feiert, ohne zu realisieren, daß sie die Leidtragenden dieser Propagandanummer sind.
Sie haben hierbei etwas nicht richtig verstanden: Trennung von Kirche und Staat bedeutet, daß die Kirche nicht als eine politische Kraft auftritt, und daß sich der Staat und seine Ämter, Behörden, staatliche Schulen - was die religiöse Weltanschauung seiner Bürger anbelangt - neutral verhält. Beides ist in D schon lange der Fall (vielleicht mit einigen Ausnahmen in Bayern), denn Sie werden nirgendwo gezwungenermaßen mit kirchlichen Symbolen konfrontiert. Sie werden in staatlichen Schulen in Deutschland ebensowenig gezwungen am Religionsunterricht teilzunehmen (jedem steht es frei, Werte und Normen zu belegen). Die Kirchen in Deutschland werden darüber hinaus nicht in der Weise politisch aktiv, daß sie während des Gottesdienstes unmißverständliche Wahlempfehlungen geben, die Gläubigen einschüchtern und ihnen für den Fall, daß sie es wagen sollten anders zu wählen - mit der Todsünde drohen und das ewige Schmoren in der Hölle schon mal ankündigen (!!) All das ist aber in Polen anders... Wenn Sie es gar wagen sollten, öffentlich die katholische Kirche zu kritisieren, da kriegen Sie sofort ein Makel angeheftet und werden als Kommunist verspottet, ihre politische Karriere (gleich auf welcher Ebene) ist dahin (Ausnahme hier nur die linke SLD), besonders auf kommunaler Ebene haben Sie dann endgültig abgewirtschaftet. Die katholischen Priester werden in Polen wie Halbgötter hofiert und sind bei jeder einzelnen Einweihung zugegen! Wagen Sie mal da sich querzustellen. Na viel Glück!
Gibt es tatsächlich nicht in Polen. Aber eine erkleckliche Summe in Milliarden Höhe (PLN oder Zloty) an die katholische Kirche als Jahresspende
sind die Polen eben doch nicht flächendeckend €U-begeistert.
Vielleicht sind die Polen ja nicht nur 'aufgeschlossen und besonnen' sondern ganz einfach ´nen Tick klüger, als das deutsche Wahlvolk, daß die Exportweltmeisterschaft D€´s feiert, ohne zu realisieren, daß sie die Leidtragenden dieser Propagandanummer sind.
Sie haben hierbei etwas nicht richtig verstanden: Trennung von Kirche und Staat bedeutet, daß die Kirche nicht als eine politische Kraft auftritt, und daß sich der Staat und seine Ämter, Behörden, staatliche Schulen - was die religiöse Weltanschauung seiner Bürger anbelangt - neutral verhält. Beides ist in D schon lange der Fall (vielleicht mit einigen Ausnahmen in Bayern), denn Sie werden nirgendwo gezwungenermaßen mit kirchlichen Symbolen konfrontiert. Sie werden in staatlichen Schulen in Deutschland ebensowenig gezwungen am Religionsunterricht teilzunehmen (jedem steht es frei, Werte und Normen zu belegen). Die Kirchen in Deutschland werden darüber hinaus nicht in der Weise politisch aktiv, daß sie während des Gottesdienstes unmißverständliche Wahlempfehlungen geben, die Gläubigen einschüchtern und ihnen für den Fall, daß sie es wagen sollten anders zu wählen - mit der Todsünde drohen und das ewige Schmoren in der Hölle schon mal ankündigen (!!) All das ist aber in Polen anders... Wenn Sie es gar wagen sollten, öffentlich die katholische Kirche zu kritisieren, da kriegen Sie sofort ein Makel angeheftet und werden als Kommunist verspottet, ihre politische Karriere (gleich auf welcher Ebene) ist dahin (Ausnahme hier nur die linke SLD), besonders auf kommunaler Ebene haben Sie dann endgültig abgewirtschaftet. Die katholischen Priester werden in Polen wie Halbgötter hofiert und sind bei jeder einzelnen Einweihung zugegen! Wagen Sie mal da sich querzustellen. Na viel Glück!
Interessanter Beitrag, dissenting opinion!
In einem anderen Thread, in dem es um Religion und Staat ging, wurde eben angezweifelt, dass es auch radikale Christen gibt!
Ich hatte in diesem Zusammenhang auch schon auf das Holzkreuz vor dem Präsidentenpalast hingewiesen!
In meiner Jugend wurde am Wahltag in den Kirchen noch ganz von der Kanzel aufgerufen "wählt christlich!"
In D. sind diese Tage vorbei, aber in Polen offensichtlich nicht!
Na, hoffen wir, dass nicht bald brennende Kreuze dort stehen!
happy loser
Herzlichen Dank für Ihren Kommentar.
Interessanter Beitrag, dissenting opinion!
In einem anderen Thread, in dem es um Religion und Staat ging, wurde eben angezweifelt, dass es auch radikale Christen gibt!
Ich hatte in diesem Zusammenhang auch schon auf das Holzkreuz vor dem Präsidentenpalast hingewiesen!
In meiner Jugend wurde am Wahltag in den Kirchen noch ganz von der Kanzel aufgerufen "wählt christlich!"
In D. sind diese Tage vorbei, aber in Polen offensichtlich nicht!
Na, hoffen wir, dass nicht bald brennende Kreuze dort stehen!
happy loser
Herzlichen Dank für Ihren Kommentar.
Interessanter Beitrag, dissenting opinion!
In einem anderen Thread, in dem es um Religion und Staat ging, wurde eben angezweifelt, dass es auch radikale Christen gibt!
Ich hatte in diesem Zusammenhang auch schon auf das Holzkreuz vor dem Präsidentenpalast hingewiesen!
In meiner Jugend wurde am Wahltag in den Kirchen noch ganz von der Kanzel aufgerufen "wählt christlich!"
In D. sind diese Tage vorbei, aber in Polen offensichtlich nicht!
Na, hoffen wir, dass nicht bald brennende Kreuze dort stehen!
happy loser
Jeder, der an dem religiösen Wahn und dem allgemeinen Zwang zum Nationalkatholischen (insbesondere vertreten durch die nationalkonservativen PiS-Anhänger, die auch bisweilen nicht vor antisemitischen oder rassistischen Aussagen zurückschrecken) irgend etwas zu kritisieren wagt, wird sogleich des Landesverrats bezichtigt, des mangelnden Patriotismus angeklagt und als "vom Ausland gesteuert" hingestellt. Wenn solchen Leuten keine Argumente mehr einfallen um irgendein Ziel durchzusetzen, dann wird halt das Kreuz hervorgeholt und als Waffe mißbraucht: es wird bei Bedarf wieder irgendwo ein großes Kreuz hingestellt (wie etwa vor dem Präsidentenpalast), und dann werden Mahnwachen gehalten, Kerzen angezündet, es wird fanatisch gebetet und auf die Staatsmacht oder Journalisten unbeliebter Sender äußerst aggressiv reagiert. Alles nach dem Motto: die werden es "nicht wagen gegen DAS KREUZ vorzugehen". Die offizielle Kirche kapituliert und hat nur Appelle zu bieten. Aber was Wunder: die wird ja schon seit über 10 Jahren mit dem scientology-artig organisierten Medienimperium des Pater Rydzyk aus Thorn nicht fertig (der auch zuweilen dem Vatikan offen Paroli bietet, und ansonsten mit Gehirnwäsche-Methoden ~2Mio. ältere, fromme Leute um ihre karge Rente bringt). Und die Staatsgewalt hat Angst gegen die fanatisch religiösen entschieden durchzugreifen, um sich ja nicht den Vorwurf einzuhandeln "wie die kommunistischen Schlägertrupps der Miliz" zu agieren. Es ist geradezu ein Teufelskreis...
Jeder, der an dem religiösen Wahn und dem allgemeinen Zwang zum Nationalkatholischen (insbesondere vertreten durch die nationalkonservativen PiS-Anhänger, die auch bisweilen nicht vor antisemitischen oder rassistischen Aussagen zurückschrecken) irgend etwas zu kritisieren wagt, wird sogleich des Landesverrats bezichtigt, des mangelnden Patriotismus angeklagt und als "vom Ausland gesteuert" hingestellt. Wenn solchen Leuten keine Argumente mehr einfallen um irgendein Ziel durchzusetzen, dann wird halt das Kreuz hervorgeholt und als Waffe mißbraucht: es wird bei Bedarf wieder irgendwo ein großes Kreuz hingestellt (wie etwa vor dem Präsidentenpalast), und dann werden Mahnwachen gehalten, Kerzen angezündet, es wird fanatisch gebetet und auf die Staatsmacht oder Journalisten unbeliebter Sender äußerst aggressiv reagiert. Alles nach dem Motto: die werden es "nicht wagen gegen DAS KREUZ vorzugehen". Die offizielle Kirche kapituliert und hat nur Appelle zu bieten. Aber was Wunder: die wird ja schon seit über 10 Jahren mit dem scientology-artig organisierten Medienimperium des Pater Rydzyk aus Thorn nicht fertig (der auch zuweilen dem Vatikan offen Paroli bietet, und ansonsten mit Gehirnwäsche-Methoden ~2Mio. ältere, fromme Leute um ihre karge Rente bringt). Und die Staatsgewalt hat Angst gegen die fanatisch religiösen entschieden durchzugreifen, um sich ja nicht den Vorwurf einzuhandeln "wie die kommunistischen Schlägertrupps der Miliz" zu agieren. Es ist geradezu ein Teufelskreis...
Jeder, der an dem religiösen Wahn und dem allgemeinen Zwang zum Nationalkatholischen (insbesondere vertreten durch die nationalkonservativen PiS-Anhänger, die auch bisweilen nicht vor antisemitischen oder rassistischen Aussagen zurückschrecken) irgend etwas zu kritisieren wagt, wird sogleich des Landesverrats bezichtigt, des mangelnden Patriotismus angeklagt und als "vom Ausland gesteuert" hingestellt. Wenn solchen Leuten keine Argumente mehr einfallen um irgendein Ziel durchzusetzen, dann wird halt das Kreuz hervorgeholt und als Waffe mißbraucht: es wird bei Bedarf wieder irgendwo ein großes Kreuz hingestellt (wie etwa vor dem Präsidentenpalast), und dann werden Mahnwachen gehalten, Kerzen angezündet, es wird fanatisch gebetet und auf die Staatsmacht oder Journalisten unbeliebter Sender äußerst aggressiv reagiert. Alles nach dem Motto: die werden es "nicht wagen gegen DAS KREUZ vorzugehen". Die offizielle Kirche kapituliert und hat nur Appelle zu bieten. Aber was Wunder: die wird ja schon seit über 10 Jahren mit dem scientology-artig organisierten Medienimperium des Pater Rydzyk aus Thorn nicht fertig (der auch zuweilen dem Vatikan offen Paroli bietet, und ansonsten mit Gehirnwäsche-Methoden ~2Mio. ältere, fromme Leute um ihre karge Rente bringt). Und die Staatsgewalt hat Angst gegen die fanatisch religiösen entschieden durchzugreifen, um sich ja nicht den Vorwurf einzuhandeln "wie die kommunistischen Schlägertrupps der Miliz" zu agieren. Es ist geradezu ein Teufelskreis...
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Gibt es tatsächlich nicht in Polen. Aber eine erkleckliche Summe in Milliarden Höhe (PLN oder Zloty) an die katholische Kirche als Jahresspende
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