Kongo Rebellen vergewaltigen bei Überfall knapp 200 Frauen

Bei einem Rebellenüberfall auf eine Stadt im Kongo sind 200 Frauen Opfer von Gruppenvergewaltigungen geworden. Sie wurden vor den Augen ihrer Kinder und Männer geschändet.

Angehörige des Mai-Mai-Volkes (hier ein Archivbild) suchen regelmäßig die Provinz Nord-Kivu heim

Angehörige des Mai-Mai-Volkes (hier ein Archivbild) suchen regelmäßig die Provinz Nord-Kivu heim

In nahezu jedem Fall seien die Frauen von zwei bis sechs bewaffneten Männern vergewaltigt worden – oftmals vor den Augen ihrer Kinder und Ehemänner. Das teilte die Hilfsorganisation International Medical Corps (IMC) mit. Alle 179 Opfer befinden sich in medizinischer Behandlung. Das UN-Büro für humanitäre Hilfe (OCHA) bestätigte den Vorfall.

Rebellen der Demokratischen Kräfte für die Befreiung Ruandas (FDLR) und der Angehörigen des Mai-Mai-Volkes waren am 30. Juli in die Stadt Luvungi in der Provinz Nord-Kivu eingefallen und hielten sie vier Tage lang besetzt. Trotz eines von den Vereinten Nationen (UN) unterstützten Militäreinsatzes gegen die Gruppen suchen sie die Region regelmäßig heim und verbreiten Angst und Schrecken unter der Bevölkerung. Dabei vergewaltigen sie jedes Jahr Tausende Frauen.

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Die UN haben in den vergangenen Monaten 1700 Blauhelmsoldaten aus dem Land abgezogen. Sie folgten damit dem Aufruf der kongolesischen Regierung, den Friedenseinsatz (Monuc) im kommenden Jahr zu beenden. An einzelnen Einsätzen im Osten des Landes sind aber noch Monuc-Soldaten beteiligt.

 
Leser-Kommentare
  1. erscheinen in der Werbung beim Aufruf dieser Seite ...
    Oh je, wer ist den dafür bei der Zeit verantwortlich???

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    Sie haben Recht. Das fällt mir jetzt schon zum zweiten Mal auf.
    Das erste Mal unter einem Kommentar zum Waffengesetz in Deutschland mit dem Werbebanner "Selbstschutz ist wichtig." Liebe ZEIT, lasst Euch da mal beraten. Soweit ich weiss gibts da auch kleine Tools für Websites, die solche Peinlichkeiten verhindern.

    Wer keine Werbung will, siehe https://addons.mozilla.or...
    (Ja, ein Addon für Mozilla- auch Dinosaurier sollten inzwischen kein Explorer mehr benutzen)

    Das soll jetzt keineswegs das Problem kleinreden.

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    ich glaube kaum dass es einen Unterschied machen würde, wenn es sich um attraktive weisse Damen handeln würde.

    Sie haben Recht. Das fällt mir jetzt schon zum zweiten Mal auf.
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    Das soll jetzt keineswegs das Problem kleinreden.

    ich glaube kaum dass es einen Unterschied machen würde, wenn es sich um attraktive weisse Damen handeln würde.

  2. benutzt doch bitte einen anderen Ausdruck.

    "geschändet" klingt so sehr nach "Schande" an der die Frauen Schuld sind. (wie es in einigen Kulturkreisen ja leider auch verstanden wird)

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    Statt sich gedanken darüber zu machen dass im Kongo so was jeden Tag passiert und niemand isch daran sonderlich stört beklagt man hier die nicht angemessene Wortwahl!

    Erinnert dadran dass man sich echauffiert wenn man Schwarze "Nigger" nennt ,es uns aber am Ar**h vorbeigeht,wenn von denen ein Paar sterben.

    Statt sich gedanken darüber zu machen dass im Kongo so was jeden Tag passiert und niemand isch daran sonderlich stört beklagt man hier die nicht angemessene Wortwahl!

    Erinnert dadran dass man sich echauffiert wenn man Schwarze "Nigger" nennt ,es uns aber am Ar**h vorbeigeht,wenn von denen ein Paar sterben.

  3. Sie haben Recht. Das fällt mir jetzt schon zum zweiten Mal auf.
    Das erste Mal unter einem Kommentar zum Waffengesetz in Deutschland mit dem Werbebanner "Selbstschutz ist wichtig." Liebe ZEIT, lasst Euch da mal beraten. Soweit ich weiss gibts da auch kleine Tools für Websites, die solche Peinlichkeiten verhindern.

  4. Das sehe ich auch so. Weniger Werbung ist mehr.
    Teilweise ist das schon erschreckend. Neben der Eilmeldung zum Tod von Christophe Schlingesief kam (nicht auf ZEIT, auf einem anderen Magazin) die Werbeeinblendung von Opel mit der Werbung für eine lebenslange Garantie. Grotesk!
    Merken eigentlich die Firmen nicht, dass man auch Negativ-Werbung machen kann, wenn man zu unsensibel ist und zu dick aufträgt?

  5. Man ist fassungslos und schüttelt den Kopf, wenn man sowas liest.

    Was können wir tun, um dies "wieder gut" zu machen? Nichts. Um es zu verhindern? Auch nichts. Sogar die UN ziehen sich zurück. Verständlich.

    [...]

    Denn diese marodierenden Haufen kämpfen mitnichten für ein politisches Ziel: Dieses Kriegführen ist ihre Existenz, ihr Leben. Eben dies gilt es zu beenden.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Äußerungen die als Gewaltaufrufe verstanden werden können. Danke, die Redaktion/fk.

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    • Vulki
    • 23.08.2010 um 23:19 Uhr

    So martialisch es sich anhört, der Vorschlag von Thomas2 hat etwas für sich. Wenn Rebellentruppen und faktische Banditen die Zivilbevölkerung quälen, dann muss man sie verteidigen. Und nachdem organisierte Truppen dort offenbar chronisch unzuverlässig sind, was die Achtung von Menschenrechten angeht, sollte man diese Aufgabe vielleicht eher in die Hand lokaler Milizen geben. Wenn jedes Dorf und jede Stadt sich angemessen verteidigen kann, dann wird zumindest dieses Marodieren schnell zum Stillstand kommen.
    Mag natürlich sein, dass damit die Macht der Zentralregierung eingeschränkt wid. Aber da muss man sich sowieso fragen, wie legitim eine solche Reigerung noch sein kann.

    • Vulki
    • 23.08.2010 um 23:19 Uhr

    So martialisch es sich anhört, der Vorschlag von Thomas2 hat etwas für sich. Wenn Rebellentruppen und faktische Banditen die Zivilbevölkerung quälen, dann muss man sie verteidigen. Und nachdem organisierte Truppen dort offenbar chronisch unzuverlässig sind, was die Achtung von Menschenrechten angeht, sollte man diese Aufgabe vielleicht eher in die Hand lokaler Milizen geben. Wenn jedes Dorf und jede Stadt sich angemessen verteidigen kann, dann wird zumindest dieses Marodieren schnell zum Stillstand kommen.
    Mag natürlich sein, dass damit die Macht der Zentralregierung eingeschränkt wid. Aber da muss man sich sowieso fragen, wie legitim eine solche Reigerung noch sein kann.

  6. Statt sich gedanken darüber zu machen dass im Kongo so was jeden Tag passiert und niemand isch daran sonderlich stört beklagt man hier die nicht angemessene Wortwahl!

    Erinnert dadran dass man sich echauffiert wenn man Schwarze "Nigger" nennt ,es uns aber am Ar**h vorbeigeht,wenn von denen ein Paar sterben.

    Antwort auf ""geschändet""
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    Typisch westlich ist ein tiefsitzender Selbsthass, der sich auf dem Wissen gründet, es besser zu haben als andere. Mit diesem dicksten aller moralischen Zeigefinger ist man egal bei welchem außenpolitischen Thema schonmal immer auf der sicheren Seite. "Wir" dekadenten Dreckschweine im Westen, die sich nicht um die "Nigger" kümmern und nebenbei für alle Konflikte rund um den Globus verantwortlich sind, legen trotzdem wert darauf, dass Berichte über humanitäre Verbrechen ernsthaft präsentiert werden.

    @Laudatio: Ihr Einwand zeugt von wenig Einfühlungsvermögen und wenig Kenntnis über die Situation der Betroffenen.

    Der Begriff der "Schändung" ist tatsächlich hoch problematisch. Keiner, der mit vergewaltigten, missbrauchten Menschen professionell zu tun hat, würde diesen Begriff ernsthaft verwenden. Er ist tatsächlich Ausdruck eines Gefühls, der Schande, die von Angehörigen, noch schlimmer aber von den Betroffenen selbst so empfunden wird. Zu den wesentlichen Zielen gehört, dass sich die Betroffenen selbst eben nicht mehr als "geschändet" empfinden.

    Das, was Sie selbst als "typisch westlich" kritisieren, nämlich den Umstand, sich über eine eher an der Oberfläche oder im Randbereich befindliche Sache zu echauffieren, wird mit Ihrem Reaktion auf Sie selbst zurück geworfen. Sie echauffieren sich über die Tat, die Folgen für die Seele blenden Sie jedoch in dem Moment aus, wo Sie diese Wortwahl als irrelevant verteidigen.

    Typisch westlich ist ein tiefsitzender Selbsthass, der sich auf dem Wissen gründet, es besser zu haben als andere. Mit diesem dicksten aller moralischen Zeigefinger ist man egal bei welchem außenpolitischen Thema schonmal immer auf der sicheren Seite. "Wir" dekadenten Dreckschweine im Westen, die sich nicht um die "Nigger" kümmern und nebenbei für alle Konflikte rund um den Globus verantwortlich sind, legen trotzdem wert darauf, dass Berichte über humanitäre Verbrechen ernsthaft präsentiert werden.

    @Laudatio: Ihr Einwand zeugt von wenig Einfühlungsvermögen und wenig Kenntnis über die Situation der Betroffenen.

    Der Begriff der "Schändung" ist tatsächlich hoch problematisch. Keiner, der mit vergewaltigten, missbrauchten Menschen professionell zu tun hat, würde diesen Begriff ernsthaft verwenden. Er ist tatsächlich Ausdruck eines Gefühls, der Schande, die von Angehörigen, noch schlimmer aber von den Betroffenen selbst so empfunden wird. Zu den wesentlichen Zielen gehört, dass sich die Betroffenen selbst eben nicht mehr als "geschändet" empfinden.

    Das, was Sie selbst als "typisch westlich" kritisieren, nämlich den Umstand, sich über eine eher an der Oberfläche oder im Randbereich befindliche Sache zu echauffieren, wird mit Ihrem Reaktion auf Sie selbst zurück geworfen. Sie echauffieren sich über die Tat, die Folgen für die Seele blenden Sie jedoch in dem Moment aus, wo Sie diese Wortwahl als irrelevant verteidigen.

  7. wie kommen Sie darauf ich würde mir keine Gedanken machen?

    Die Situation im Kongo kann ich mit einem Kommentar hier nicht ändern.
    Über das einfordern passender Sprachwahl aber eventuell aber die Art wie Vergewaltigungen allgemein empfunden werden.

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