Moscheebau bei Ground Zero Die Wunden des 11. Septembers
In den USA tobt ein Streit über den Bau einer Moschee in der Nähe von Ground Zero. Obama mischte sich ein und fühlt sich nun missverstanden. Von Christoph von Marschall, Washington.
© Timmothy A. Clary/ Afp

Um den Bau einer Moschee in der Nähe vom Ground Zero in New York tobt heftiger Streit
Gleich zweimal hat sich US-Präsident Barack Obama am Wochenende
zu dem umstrittenen
Bau einer Moschee
in der Nähe des New Yorker Ground Zero geäußert und damit die ohnehin scharf geführte Debatte angeheizt. Beim zweiten Auftritt relativierte er seine ersten Äußerungen – offenbar um Demokraten zu beruhigen, die befürchten, dass Obamas Unterstützung für das Projekt Stimmen bei der Kongresswahl in elf Wochen kosten könnte. Nach Umfragen lehnen 68 Prozent den Bau am vorgesehenen Ort ab. Unter parteiunabhängigen Wählern, die wohl den Ausschlag bei der Wahl geben werden, sind es sogar 70 Prozent.
Konservative kritisieren, es sei eine Zumutung für die Familien der Opfer des Anschlags vom 11. September 2001, wenn nur zwei Blocks entfernt vom Standort des zerstörten World Trade Centers eine Moschee entstünde. Die Attentäter hätten für sich in Anspruch genommen, im Namen des Islam zu handeln.
Die Initiatoren des Projekts fühlen sich missverstanden. Ihr "Cordoba Haus" diene dem Gedanken der Versöhnung und der religiösen Toleranz.
Feisal Abdul Rauf
, der Imam, der den Bau vorantreibt, hatte den Terrorangriff von 9/11 mehrfach verurteilt und tritt für ein friedliches Zusammenleben der Religionen ein. Obama hatte am Freitag Abend erstmals öffentlich Stellung genommen.
Zuvor hatte er das Thema gemieden, obwohl der Streit in New York seit Monaten tobt und in den jüngsten Wochen nationale Resonanz gewann. Obamas Sprecher Robert Gibbs tat die Kontroverse noch vor zwölf Tagen als "lokale Angelegenheit" ab, als er im Pressebriefing im Weißen Haus danach gefragt wurde. Obama nutzte ein Dinner, das er zum Auftakt des muslimischen Fastenmonats Ramadan gab, um seine Position zu erläutern. "Als Bürger und als Präsident bin ich davon überzeugt, dass Muslime das selbe Recht wie jeder andere in diesem Land haben, ihre Religion auszuüben. Das schließt das Recht ein, einen Gebetsort und ein Gemeindezentrum auf einem Privatgelände in Lower Manhattan zu errichten, solange sie die lokalen Vorschriften beachten." US-Medien berichteten darauf hin, der Präsident unterstütze den Bau.
Doch diesem Eindruck widersprach Obama am Sonnabend ausdrücklich. Inzwischen waren er, seine Frau Michelle und die jüngere Tochter Sasha nach Panama City an der Westküste Floridas gereist, die dem Golf von Mexiko zugewandt ist. Dort wollten sie baden und so für den Sommertourismus zu werben, der unter der langen Ölpest schwer gelitten hat. Seine Äußerungen vom Freitag seien "nicht als Kommentar gemeint, ob es weise ist, an diesem Ort eine Moschee zu bauen. Ich habe über das grundsätzliche Recht (der Religionsausübung) gesprochen, das jeder Bürger seit der Gründung unseres Staates genießt."
Zuvor hatten Republikaner Obama wegen seiner Einmischung angegriffen. "Die Entscheidung für eine Moschee so nahe an Ground Zero und die Unterstützung durch den Präsidenten sind gleichermaßen beunruhigend", sagte der Fraktionsführer im Abgeordnetenhaus, John Boehner. "Dies ist keine Frage des Rechts oder der Religionsfreiheit. Sondern es geht um den Respekt vor den Opfern eines tragischen Moments in unserer Geschichte."
Sarah Palin, die republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin 2008, verglich das Projekt mit der Idee, eine serbisch-orthodoxe Kirche auf den "killing fields" in Srebrenica zu bauen, wo serbische Milizen tausende bosnische Muslime hingerichtet hatten. Newt Gingrich, der republikanische Mehrheitsführer von 1994 und ein mutmaßlicher Präsidentschaftskandidat 2012 sagte, wenn es den Initiatoren um religiöse Toleranz gehe, sollten sie ihre Energie darauf richten, den Bau christlicher Kirchen in muslimischen Ländern zu ermöglichen. Es gebe tausende Moscheen in den USA. In fast allen muslimischen Ländern sei es aber nicht erlaubt, eine Kirche zu errichten.
Das Weiße Haus betonte, die zweite Stellungnahme, in der Obama zwischen dem prinzipiellen Recht auf den Moscheebau und der Weisheit dieses speziellen Projekt unterscheide, sei eine Präzisierung gewesen und nicht als Zurückweichen vor der Kritik zu verstehen. Obama sei Verfassungsrechtler und habe seit längerem seine grundsätzliche Position darlegen wollen.
- Datum 15.08.2010 - 18:44 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 229
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was legal ist, ist auch legitim.
Diese Angelegenheit ist ein schönes Beispiel für Toleranz gegenüber muslimischen Befindlichkeiten, die in einer Einbahnstraße verläuft und in einer Sackgasse endet.
Gegenüber dem Islam tolerieren wir uns zu Tode. Warum sollte der Islam/ die Muslime nicht zur Abwechslung einmal auf berechtigte Befindlichkeiten der auch christlich geprägten Gesellschaft eingehen, und wieso kommen die nicht selbst darauf?
Toleranz ist ein beiderseitiges Geben - und Nehmen, aber gut, das haben selbst unsere Oberlehrer hierzulande immer noch nicht verstanden.
Die Antwort ist: Verstößt der Bau einer Moschee in der Nähe des New Yorker Ground Zero gegen geltendes Recht der USA oder nicht!
Wenn kein Verstoß vorliegt, gibt es auch keinen Grund die Moschee nicht zu bauen - es sei denn, die Bauherren hätten sich anlässlich 9/11 schuldig gemacht. Aber dann säßen sie sicherlich hinter Schloß und Riegel.
Es sei einmal dahingestellt wie sehr tolerant die westliche Welt dem Islam gegenüber wirklich ist..
Jedenfalls finde ich Ihre Denkweise für gefährlich. Intoleranz fördert wiederum Intoleranz!
Des Weiteren wird in dieser ganzen Debatte wieder einmal eine gesamte Glaubensrichtung mit Fundamentalismus gleichgesetzt.
O sancta disturbatio:
"Legal" und "legitim" seien unterschiedliche ... - wahrscheinlich: Werte!
Statt dass hie der Diskutant mit seinen Gefühlen und Grundlagen für Verständigung und Toleranz in seiner Erörterung auftritt - macht er andere zu "Oberlehrern". Ruckzuck geht das - und ist nur verbaler K(r)ampf; der Gottseidank in der ZEIT selten ist.
Es ist traurig zu sehen, wie viele Menschen immer noch diesem von der Busch-Regierung gezeichneten Bild eines Kampfes der Kulturen, welcher dann demonstrativ in einen Kampf der Religionen umgedeutet wurde, anhängen.
Die Attentäter der 11. September waren in erster Linie Terroristen, ebenso wie die hinter ihnen stehende Organisation.
Unter den Opfern des Anschlags befanden sich bei weitem nicht nur Christen, sonderen neben vielen Atheisten auch eine große Anzahl von Muslimen.
Die besonders von den Republikanern/Rechten in den USA befeuerte Diskussion läuft auf die gleiche Entscheidungsfrage hinaus, wie die Frage nach der Anwendung von Folter durch das US-Militär. Präsident Obama hat beide Fragen entschieden beantwortet und wir für diese klare Stellungnahme von christlich-fundamentalistischen Politikern aus der Republikanischen Partei nun an den medialen Pranger gestellt. So weit macht das alles Sinn.
Traurig wird es aber, wenn sich bundesrepublikanische Kommentatoren die Argumentationsketten einer Sarah Palin oder ähnlicher extremer rechter Gestalten der US-amerikanischen Polit-Medien-Welt unkritisch zueigen machen.
Ich habe nicht alle Kommentare gelesen. Aber von denen (etwa die Hälfte) die ich gelesen habe, sticht Ihre Meinung als die hervor, die dem Menschen den Wert der Dehmut dem anderen gegenüber beim Zusammenleben von verschiedenen Gruppen trotz großer Schwierigkeiten am besten ausdrückt.
Ich sehe das so: Sollte die Moschee bebaut werden, kann das für die religiös anders ausgerichtete Bevölkerung von Manhatten als Siegessymbol betrachtet werden, obwohl die Moslem dieses Gebäude als Bettempel für die durch Taten ihrer Glaubensbrüder zu Tode gekommenen Menschen gedacht sein mag, quasi als Reuheleistung. Das kannst du keinem Betroffenen so verkaufen, auch wenn das die einzige Intension ist, warum der Musels das Gebäude aus diesem Grunde genau dort haben möchte.
Da diese Moschee mit Prunk und Pomp überladen sein wird, kommt eine Dehmutshaltung auch so nicht rüber. Wenn z.B. ein Christ oder westlich geprägter Mensch Dehmut zeigt, nimmt er sich arg zurück, leidet innig mit und hilft selbstlos, prahlt aber nicht mit horrenden Ausgaben.
Ich bin nun kein Manhattener. Aber wenn das vom 11.9.02 in Frankfurt mit den Deutsche Bank-Twins passiert wär und die Moslems morgen dort eine prunkvolle Moschee errichten wollten, würde ich das als Kriegserklärung sehen.
Andererseits, bei einem gleichen Verbrechen in Dubai durch christliche Attentäter? würde ich als Christ zur Mahnung und Reuhe dort nur ein winziges Eckkirchlein bauen wollen oder lieber eine richtig protzige Kathedrale?
Die Antwort ist: Verstößt der Bau einer Moschee in der Nähe des New Yorker Ground Zero gegen geltendes Recht der USA oder nicht!
Wenn kein Verstoß vorliegt, gibt es auch keinen Grund die Moschee nicht zu bauen - es sei denn, die Bauherren hätten sich anlässlich 9/11 schuldig gemacht. Aber dann säßen sie sicherlich hinter Schloß und Riegel.
Es sei einmal dahingestellt wie sehr tolerant die westliche Welt dem Islam gegenüber wirklich ist..
Jedenfalls finde ich Ihre Denkweise für gefährlich. Intoleranz fördert wiederum Intoleranz!
Des Weiteren wird in dieser ganzen Debatte wieder einmal eine gesamte Glaubensrichtung mit Fundamentalismus gleichgesetzt.
O sancta disturbatio:
"Legal" und "legitim" seien unterschiedliche ... - wahrscheinlich: Werte!
Statt dass hie der Diskutant mit seinen Gefühlen und Grundlagen für Verständigung und Toleranz in seiner Erörterung auftritt - macht er andere zu "Oberlehrern". Ruckzuck geht das - und ist nur verbaler K(r)ampf; der Gottseidank in der ZEIT selten ist.
Es ist traurig zu sehen, wie viele Menschen immer noch diesem von der Busch-Regierung gezeichneten Bild eines Kampfes der Kulturen, welcher dann demonstrativ in einen Kampf der Religionen umgedeutet wurde, anhängen.
Die Attentäter der 11. September waren in erster Linie Terroristen, ebenso wie die hinter ihnen stehende Organisation.
Unter den Opfern des Anschlags befanden sich bei weitem nicht nur Christen, sonderen neben vielen Atheisten auch eine große Anzahl von Muslimen.
Die besonders von den Republikanern/Rechten in den USA befeuerte Diskussion läuft auf die gleiche Entscheidungsfrage hinaus, wie die Frage nach der Anwendung von Folter durch das US-Militär. Präsident Obama hat beide Fragen entschieden beantwortet und wir für diese klare Stellungnahme von christlich-fundamentalistischen Politikern aus der Republikanischen Partei nun an den medialen Pranger gestellt. So weit macht das alles Sinn.
Traurig wird es aber, wenn sich bundesrepublikanische Kommentatoren die Argumentationsketten einer Sarah Palin oder ähnlicher extremer rechter Gestalten der US-amerikanischen Polit-Medien-Welt unkritisch zueigen machen.
Ich habe nicht alle Kommentare gelesen. Aber von denen (etwa die Hälfte) die ich gelesen habe, sticht Ihre Meinung als die hervor, die dem Menschen den Wert der Dehmut dem anderen gegenüber beim Zusammenleben von verschiedenen Gruppen trotz großer Schwierigkeiten am besten ausdrückt.
Ich sehe das so: Sollte die Moschee bebaut werden, kann das für die religiös anders ausgerichtete Bevölkerung von Manhatten als Siegessymbol betrachtet werden, obwohl die Moslem dieses Gebäude als Bettempel für die durch Taten ihrer Glaubensbrüder zu Tode gekommenen Menschen gedacht sein mag, quasi als Reuheleistung. Das kannst du keinem Betroffenen so verkaufen, auch wenn das die einzige Intension ist, warum der Musels das Gebäude aus diesem Grunde genau dort haben möchte.
Da diese Moschee mit Prunk und Pomp überladen sein wird, kommt eine Dehmutshaltung auch so nicht rüber. Wenn z.B. ein Christ oder westlich geprägter Mensch Dehmut zeigt, nimmt er sich arg zurück, leidet innig mit und hilft selbstlos, prahlt aber nicht mit horrenden Ausgaben.
Ich bin nun kein Manhattener. Aber wenn das vom 11.9.02 in Frankfurt mit den Deutsche Bank-Twins passiert wär und die Moslems morgen dort eine prunkvolle Moschee errichten wollten, würde ich das als Kriegserklärung sehen.
Andererseits, bei einem gleichen Verbrechen in Dubai durch christliche Attentäter? würde ich als Christ zur Mahnung und Reuhe dort nur ein winziges Eckkirchlein bauen wollen oder lieber eine richtig protzige Kathedrale?
Die Antwort ist: Verstößt der Bau einer Moschee in der Nähe des New Yorker Ground Zero gegen geltendes Recht der USA oder nicht!
Wenn kein Verstoß vorliegt, gibt es auch keinen Grund die Moschee nicht zu bauen - es sei denn, die Bauherren hätten sich anlässlich 9/11 schuldig gemacht. Aber dann säßen sie sicherlich hinter Schloß und Riegel.
hilft hier nicht weiter. Es gibt vieles im menschlichen Zusammenleben, was ohne jeden gesetzlichen Rahmen erlaubt ist, aber sich dennoch nicht gehört. So sitze ich bspw. nicht bei Tisch und furze, obwohl es kein Gesetz gibt, das Furzen bei Tisch verbietet. Ebenso wasche ich mich, obwohl es kein Gesetz gibt, dass mir verbietet, ungewaschen und ungepflegt herumzulaufen, um meine Umgebung mit meinen üblen Ausdünstungen zu belästigen.
Die menschliche Gesellschaft funktioniert am besten, wenn man auf die Gefühlslage der anderen Rücksicht nimmt. Deshalb hat sich letztlich in allen Kulturen die Goldene Regel etabliert, wonach man unterlassen sollte, was man selbst nicht haben will.
Und so, wie ich den Neubau einer Kirche in Srebrenica für einen Affront gegenüber den trauernden Muslimen, die dort ihre Angehörigen verloren, hielte, so bin ich über die fehlende Empathie jener New Yorker Muslime zumindest erstaunt, die tatsächlich an einem Ort eine Moschee errichten wollen, der von Opfern des 11. Septembers 2001 und von deren Angehörigen nicht akzeptiert wird. Taktgefühl und Zurückhaltung ist deshalb den Bauherrn des zur Debatte stehenden Projekts anzuraten. Legalistische Rechthaberei hingegen wird nicht nur dem Image der Bauherrn schaden, viel mehr darüber hinaus die amerikanische muslimische Gemeinde insgesamt in die Defensive bringen.
Es geht garnicht um geltendes Recht oder Legitimitaet.
Es geht um Takt und Fingerspitzengefuehl!
Falls dieses vorhanden waere,haetten die Bauherren freiwillig ihr Projekt zurueckgezogen. Falls es ihnen tatsaechlich um die angebliche Versoehnung etc etc etc ginge, haetten sie ja zb ein oekomenisches Projekt vorschlagen koennen...
Aber nein: Wie ein verzogenes Goer "aber ich will!!!"
Halb New York vor den Kopf stossen, denn who f.... g cares ?
Nur noch ein Beweis mehr fuer den Autismus dieser Ideologie.
Der amerikanische TV-Moderator Greg Gutfeld beabsichtigt, eine Schwulenbar neben der neuen Moschee bei Ground Zero zu eröffnen, in der auch muslimische Schwule herzlich willkommen sind. Gutfeld kündigte sein Vorhaben auf seinem Blog dailygut.com an: “Als Amerikaner finde ich, dass sie das Recht haben, dort eine Moschee zu bauen. Sie haben sich ja das Grundstück gekauft und brechen keine Gesetze. Deshalb hab ich als Zeichen der guten Vernunft das gleiche getan.”.
Um meinem ehrlichen Wunsch nach Dialog am besten Ausdruck zuverleihen, wird die Bar im zur gewerblichen Nutzung verfügbaren Platz neben der Moschee Park 51 gebaut werden.
Ich habe bereits mit einigen Investoren gesprochen, die mir ihre Unterstützung zugesagt haben für dieses Wettstreiten beider Seiten um Verstehen und Toleranz.
Allerdings ist das Ziel nicht nur, einfach eine typische Schwulenbar zu öffnen, sondern eine, die auch Männer des islamischen Glaubens wohlgesonnen ist. Auf einem gesamten Stockwerk wird es beispielsweise nur alkoholfreie Getränke geben, da Schnaps ja vom Glauben verboten wird. Die Bar wird Tag und Nacht offen sein, um auch Männern entgegen zu kommen, die ihre Sexualität lieber verborgen halten möchten – aber trotzdem tanzen wollen.
Fazit: Ich hoffe, die Moscheebesitzer werden der Bar genauso offen gegenüber stehen wie ich der neuen Moschee. Immerhin unerscheidet sich ihre Intention, ihr Zentrum in der Nähe von Ground Zero zu eröffnen, nicht von meiner.
hilft hier nicht weiter. Es gibt vieles im menschlichen Zusammenleben, was ohne jeden gesetzlichen Rahmen erlaubt ist, aber sich dennoch nicht gehört. So sitze ich bspw. nicht bei Tisch und furze, obwohl es kein Gesetz gibt, das Furzen bei Tisch verbietet. Ebenso wasche ich mich, obwohl es kein Gesetz gibt, dass mir verbietet, ungewaschen und ungepflegt herumzulaufen, um meine Umgebung mit meinen üblen Ausdünstungen zu belästigen.
Die menschliche Gesellschaft funktioniert am besten, wenn man auf die Gefühlslage der anderen Rücksicht nimmt. Deshalb hat sich letztlich in allen Kulturen die Goldene Regel etabliert, wonach man unterlassen sollte, was man selbst nicht haben will.
Und so, wie ich den Neubau einer Kirche in Srebrenica für einen Affront gegenüber den trauernden Muslimen, die dort ihre Angehörigen verloren, hielte, so bin ich über die fehlende Empathie jener New Yorker Muslime zumindest erstaunt, die tatsächlich an einem Ort eine Moschee errichten wollen, der von Opfern des 11. Septembers 2001 und von deren Angehörigen nicht akzeptiert wird. Taktgefühl und Zurückhaltung ist deshalb den Bauherrn des zur Debatte stehenden Projekts anzuraten. Legalistische Rechthaberei hingegen wird nicht nur dem Image der Bauherrn schaden, viel mehr darüber hinaus die amerikanische muslimische Gemeinde insgesamt in die Defensive bringen.
Es geht garnicht um geltendes Recht oder Legitimitaet.
Es geht um Takt und Fingerspitzengefuehl!
Falls dieses vorhanden waere,haetten die Bauherren freiwillig ihr Projekt zurueckgezogen. Falls es ihnen tatsaechlich um die angebliche Versoehnung etc etc etc ginge, haetten sie ja zb ein oekomenisches Projekt vorschlagen koennen...
Aber nein: Wie ein verzogenes Goer "aber ich will!!!"
Halb New York vor den Kopf stossen, denn who f.... g cares ?
Nur noch ein Beweis mehr fuer den Autismus dieser Ideologie.
Der amerikanische TV-Moderator Greg Gutfeld beabsichtigt, eine Schwulenbar neben der neuen Moschee bei Ground Zero zu eröffnen, in der auch muslimische Schwule herzlich willkommen sind. Gutfeld kündigte sein Vorhaben auf seinem Blog dailygut.com an: “Als Amerikaner finde ich, dass sie das Recht haben, dort eine Moschee zu bauen. Sie haben sich ja das Grundstück gekauft und brechen keine Gesetze. Deshalb hab ich als Zeichen der guten Vernunft das gleiche getan.”.
Um meinem ehrlichen Wunsch nach Dialog am besten Ausdruck zuverleihen, wird die Bar im zur gewerblichen Nutzung verfügbaren Platz neben der Moschee Park 51 gebaut werden.
Ich habe bereits mit einigen Investoren gesprochen, die mir ihre Unterstützung zugesagt haben für dieses Wettstreiten beider Seiten um Verstehen und Toleranz.
Allerdings ist das Ziel nicht nur, einfach eine typische Schwulenbar zu öffnen, sondern eine, die auch Männer des islamischen Glaubens wohlgesonnen ist. Auf einem gesamten Stockwerk wird es beispielsweise nur alkoholfreie Getränke geben, da Schnaps ja vom Glauben verboten wird. Die Bar wird Tag und Nacht offen sein, um auch Männern entgegen zu kommen, die ihre Sexualität lieber verborgen halten möchten – aber trotzdem tanzen wollen.
Fazit: Ich hoffe, die Moscheebesitzer werden der Bar genauso offen gegenüber stehen wie ich der neuen Moschee. Immerhin unerscheidet sich ihre Intention, ihr Zentrum in der Nähe von Ground Zero zu eröffnen, nicht von meiner.
Es sei einmal dahingestellt wie sehr tolerant die westliche Welt dem Islam gegenüber wirklich ist..
Jedenfalls finde ich Ihre Denkweise für gefährlich. Intoleranz fördert wiederum Intoleranz!
Des Weiteren wird in dieser ganzen Debatte wieder einmal eine gesamte Glaubensrichtung mit Fundamentalismus gleichgesetzt.
Gefährliche Denkweise?
Ich kann mich jedenfalls nicht entsinnen, im Namen des Christentums tatkräftig selbst 3000 Menschen umgebracht zu haben oder diese Tat geistig unterstützt zu haben.
Da sollte man ruhig mal die Kirche, pardon, die Moschee im Dorf lassen.
Die wenigsten Muslime haben die Terrorangriffe auf das WTC, genauso wenig wie Sie, tatkräftig oder geistig unterstützt.
Danke für ein Paradebeispiel zur Bekräftigung meiner Aussage.
Gefährliche Denkweise?
Ich kann mich jedenfalls nicht entsinnen, im Namen des Christentums tatkräftig selbst 3000 Menschen umgebracht zu haben oder diese Tat geistig unterstützt zu haben.
Da sollte man ruhig mal die Kirche, pardon, die Moschee im Dorf lassen.
Die wenigsten Muslime haben die Terrorangriffe auf das WTC, genauso wenig wie Sie, tatkräftig oder geistig unterstützt.
Danke für ein Paradebeispiel zur Bekräftigung meiner Aussage.
...zu sehen, wie amerikanische Bürger und Politiker auf nationaler Ebene mehr über diese Kleinigkeit diskutieren als nach den Anschlägen über geeignete Reaktionen auf Terrorismus diskutiert wurde. Zwei Kriege wurden als notwendiges Übel akzeptiert, während bei dem Bau eines muslimischen Kulturzentrums so getan wird, als würde er den Untergang Amerikas bedeuten, Tatsachen hin oder her. Die wichtigste Rolle aber spielt, dass die Republikaner hoffen, ein Thema gefunden zu haben, mit dem sie ihre Wähler für die Kongresswahlen mobilisieren können und weiter Hetze gegen Obama betreiben zu können. Dafür scheinen sie sich auch nicht zu schade zu sein, Amerika mit Diktaturen zu vergleichen, in denen Religionsfreiheit ein Fremdwort ist. Die founding fathers würden sich im Grabe umdrehen...
Verzichten Sie auf diskrminierende Kommentare. Die Redaktion / mh
Das ist wohl so. Aber mit diesen Gegebenheiten muss sich die Politik auseinandersetzen. Obama sollte Wichtigeres zu tun haben, als Baupläne zu kommentieren. Das sollten die New Yorker machen !
Das ist wohl so. Aber mit diesen Gegebenheiten muss sich die Politik auseinandersetzen. Obama sollte Wichtigeres zu tun haben, als Baupläne zu kommentieren. Das sollten die New Yorker machen !
Gefährliche Denkweise?
Ich kann mich jedenfalls nicht entsinnen, im Namen des Christentums tatkräftig selbst 3000 Menschen umgebracht zu haben oder diese Tat geistig unterstützt zu haben.
Da sollte man ruhig mal die Kirche, pardon, die Moschee im Dorf lassen.
in Namen des Christentums umgebracht haben hat auch niemand behauptet.
Das aber im Namen des Christentums schon Millionen Menschen umgebracht wurden, das wissen Sie doch wohl! Oder?
in Namen des Christentums umgebracht haben hat auch niemand behauptet.
Das aber im Namen des Christentums schon Millionen Menschen umgebracht wurden, das wissen Sie doch wohl! Oder?
Das ist wohl so. Aber mit diesen Gegebenheiten muss sich die Politik auseinandersetzen. Obama sollte Wichtigeres zu tun haben, als Baupläne zu kommentieren. Das sollten die New Yorker machen !
entfernt. Bitte verzichten Sie auf geschmacklose Vergleiche. Die Redaktion/km
Ich würde nicht einmal die 3. Strophe der Nationalhymne in Dachau singen, die nun wirklich nicht bedenklich ist.
Ich bin deutscher Liberaler mit jüdischem Freundeskreis, genauso wie ein Moslem kein Islamist ist. Ich habe mit den Nazis so wenig am Hut, wie ein muslimischer Bauherr mit Osama bin laden.
Eines ist sicher: Wenn Sie oder ich die Hymne in Dachau singen würden, dann würden diejenigen, die jetzt für Religionsfreiheit einspringen (für die ich auch stehe) uns aufs schärfste kritisieren.
Diejenigen, die so vehement für das Recht auf Moscheebau eintreten sind nämlich dieselben, die jede (ebenfalls legale) Provokation von Christen, von Rechten, von Israelis usw. aufs schärfste bekämpfen.
Ein Manager der seine Aktien verkauft, nach dem der Kurs durch Entlassungen gestiegen ist, handelt auch legal. Die, die hier für Religionsfreiheit schreien, würden nie seine Handlungsfreiheit verteidigen, sondern ihn öffentlich, wie eine Sau durchs Dorf treiben.
Die linken Opferanwälte litten schon immer unter einer eigenartigen Bigotterie.
"All animals are equal, but some animals are more equal than others." (nachzulesen bei George Orwell)
Ich würde nicht einmal die 3. Strophe der Nationalhymne in Dachau singen, die nun wirklich nicht bedenklich ist.
Ich bin deutscher Liberaler mit jüdischem Freundeskreis, genauso wie ein Moslem kein Islamist ist. Ich habe mit den Nazis so wenig am Hut, wie ein muslimischer Bauherr mit Osama bin laden.
Eines ist sicher: Wenn Sie oder ich die Hymne in Dachau singen würden, dann würden diejenigen, die jetzt für Religionsfreiheit einspringen (für die ich auch stehe) uns aufs schärfste kritisieren.
Diejenigen, die so vehement für das Recht auf Moscheebau eintreten sind nämlich dieselben, die jede (ebenfalls legale) Provokation von Christen, von Rechten, von Israelis usw. aufs schärfste bekämpfen.
Ein Manager der seine Aktien verkauft, nach dem der Kurs durch Entlassungen gestiegen ist, handelt auch legal. Die, die hier für Religionsfreiheit schreien, würden nie seine Handlungsfreiheit verteidigen, sondern ihn öffentlich, wie eine Sau durchs Dorf treiben.
Die linken Opferanwälte litten schon immer unter einer eigenartigen Bigotterie.
"All animals are equal, but some animals are more equal than others." (nachzulesen bei George Orwell)
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