Nahost Abbas und Barak treffen sich zu Geheimgesprächen
Der Siedlungsstreit belastet die Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern. In ersten inoffiziellen Gesprächen versuchen beide Seiten, sich anzunähern.
Wenige Tage vor Beginn der ersten direkten Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern haben sich der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak und Palästinenserpräsident Machmud Abbas Medienberichten zufolge zu geheimen Gesprächen getroffen. Barak sei nach einem Treffen mit dem jordanischen König Abdullah II. am Sonntag mit Abbas in der jordanischen Hauptstadt Amman zusammengekommen, berichteten übereinstimmend mehrere israelische Medien am Dienstag. Der Armeerundfunk berichtete, dass es bei dem Treffen auch darum gegangen sei, "Gesten des guten Willens" zu diskutieren, die Israel gegenüber der Bevölkerung des Westjordanlandes machen könnte.
Die Siedlungsfrage ist einer der zentralen Streitpunkte im Nahost-Konflikt und hat mit die größte Sprengkraft für die Friedensgespräche. Am Mittwoch beginnen die ersten direkten Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern seit zwei Jahren. Bei einem Abendessen im Weißen Haus kommen zunächst Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Ägyptens Präsident Hosni Mubarak und Jordaniens König Abdullah II. mit US-Präsident Barack Obama zusammen. Am Donnerstag treffen sich auf Einladung Obamas dann Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas.
Der Nahost-Gipfel in Washington wird allerdings bereits im Vorfeld vom Streit um jüdische Siedlungen belastet. Das Ende des zehnmonatigen israelischen Baustopps am 26. September im Westjordanland könnte zur Belastung für die Gespräche werden. Abbas sagte, Israel sei für ein Scheitern verantwortlich, wenn es den Siedlungsbau in dem seit 1967 besetzten Gebiet wieder aufnehmen sollte. Er hat mit einem Abbruch der Gespräche gedroht, sollten neue Siedlungen genehmigt werden. Die israelische Regierung kündigte an, sie wolle vor dem Gipfel keine Entscheidung über eine Verlängerung des Baustopps treffen.
Der Chef der Arabischen Liga, Amr Mussa, sagte während eines Besuchs in Slowenien, er sehe angesichts der früheren Erfahrungen wenig Chancen für einen Erfolg des Gipfels. Nur "die Ernsthaftigkeit von Präsident Obama und sein Wunsch, während seiner Präsidentschaft etwas Gutes zu erreichen", gebe Anlass zur Hoffnung.
Obama hat Fortschritte beim Nahost-Frieden zu einem Ziel seiner Außenpolitik erklärt. Die US-Regierung ist gegen weitere Siedlungen – hat von Netanjahu aber keine Verlängerung des Baustopps verlangt. Die israelische Regierungskoalition dominieren jene Parteien, die den Siedlern wohlgesinnt sind. Einer der Siedler ist auch Außenminister Avigdor Lieberman, der bereits deutlich machte, den Vorgaben aus Washington keine Chance zu geben. Laut US-Außenministerin Hillary Clinton sollen innerhalb eines Jahres alle Streitfragen geklärt und eine Zwei-Staaten-Lösung erreicht werden. Diesen Zeitplan bezeichnen auch andere Skeptiker als unrealistisch.
Der Streit bezieht sich auf das von Israel annektierte Westjordanland und Ost-Jerusalem, wo sich rund 500.000 jüdische Siedler aufhalten. Die Palästinenser-Führung strebt einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt an. Neben der umstrittenen Baupolitik sind weitere Konfliktfelder offen, darunter die künftige Behandlung Jerusalems und die Problematik um die im Zuge der Gründung Israels geflüchteten Palästinenser.
- Datum 31.08.2010 - 09:45 Uhr
- Quelle AFP
- Kommentare 14
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







Seit wann hat Israel das Westjordanland annektiert?
Seit 1967.
Ost-Jerusalem wurde annektiert.
WB ist nur in verschiedensten Stufen besetzt und was nicht offiziell besetzt ist, ist umkreist, abgeschnitten, nicht zu betreten etc.
Alles international weder anerkannt noch rechtens.
Teilweise nicht einmal nach israelischem Recht.
Das wird jetzt hoffentlich geklärt.
Seit 1967.
Ost-Jerusalem wurde annektiert.
WB ist nur in verschiedensten Stufen besetzt und was nicht offiziell besetzt ist, ist umkreist, abgeschnitten, nicht zu betreten etc.
Alles international weder anerkannt noch rechtens.
Teilweise nicht einmal nach israelischem Recht.
Das wird jetzt hoffentlich geklärt.
" Die israelische Regierungskoalition dominieren jene Parteien, die den Siedlern wohlgesinnt sind. "
Neben diesen wohlgesinnten gibt es da noch ganz andere Kräfte u.a. die Shas Partei.
Deren spirituelles Oberhaupt hat da noch ganz andere Haltungen gerade erst erneut zum Ausdruck gebracht.
"Abu Mazen and all these evil people should perish from this world," Rabbi Ovadia was quoted as saying during his weekly sermon at a synagogue near his Jerusalem home. "God should strike them with a plague, them and these Palestinians."
und
"It is forbidden to be merciful to them," he was quoted as saying. "You must send missiles to them and annihilate them. They are evil and damnable."
http://www.haaretz.com/ne...
Nun, endlich mal wieder beiderseits Friedensgespräche. Die Isrelis notgedrungen durch die sehrsehr enstliche Beziehung mit Iran und die arabischen Ländern furchtsam geeint durch die vielleicht bald Atommacht Iran. Die Amerikaner tun ihr übriges.
Hoffendlich geschieht nicht böses in naher Zukunft?
Seit 1967.
Ost-Jerusalem wurde annektiert.
WB ist nur in verschiedensten Stufen besetzt und was nicht offiziell besetzt ist, ist umkreist, abgeschnitten, nicht zu betreten etc.
Alles international weder anerkannt noch rechtens.
Teilweise nicht einmal nach israelischem Recht.
Das wird jetzt hoffentlich geklärt.
Die "Grenzen von 1967" sind keine endgültigen Grenzen, sondern die Waffenstillstandslinien. Solange die Grenzen nicht endgültig verhandelt sind, bleibt es wohl bei einem völkerrechtlichen Schwebezustand.
Je nachdem wie sich die Gewaltspirale gedreht hat, gab Israel die Kontrolle über die Westbank ab, oder eroberte sie zurück (z.B. wegen der Al-Aqsa-Intifada). Momentan wird die Kontrolle wieder sukzessive an die PA abgegeben.
Bezüglich des Rabbis: ynetnews zitiert ihn etwas weniger radikal: "all the evil people who hate Israel, like Abu Mazen (Abbas), perish from our world."
"May God strike them down with the plague along with all the evil Palestinians who persecute Israel," he said.
http://www.ynetnews.com/a...
Mit den 11 Knessetsitzen vertritt er aber nicht den israelischen Mainstream.
Dennoch ist es gut, daß nicht er der Regierungschef ist.
Die "Grenzen von 1967" sind keine endgültigen Grenzen, sondern die Waffenstillstandslinien. Solange die Grenzen nicht endgültig verhandelt sind, bleibt es wohl bei einem völkerrechtlichen Schwebezustand.
Je nachdem wie sich die Gewaltspirale gedreht hat, gab Israel die Kontrolle über die Westbank ab, oder eroberte sie zurück (z.B. wegen der Al-Aqsa-Intifada). Momentan wird die Kontrolle wieder sukzessive an die PA abgegeben.
Bezüglich des Rabbis: ynetnews zitiert ihn etwas weniger radikal: "all the evil people who hate Israel, like Abu Mazen (Abbas), perish from our world."
"May God strike them down with the plague along with all the evil Palestinians who persecute Israel," he said.
http://www.ynetnews.com/a...
Mit den 11 Knessetsitzen vertritt er aber nicht den israelischen Mainstream.
Dennoch ist es gut, daß nicht er der Regierungschef ist.
zu den Geschehnissen in Israel.
Hier leider kaum.
http://www.nytimes.com/20...
Leider war Barak mitverantwortlich für das Scheitern der Fridensgespräche in Oslo 2000. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wieviel Barak den Palästinensern bereit war zu "geben". Es werden Zahlen von 80 bis 97% der von Israel besetzten Gebiete genannt. Erstere wäre natürlich alles andere als ein "grosszügiges Angebot" gewesen.
Immerhin ist Israel unter Barak damals aus dem Libanon abgezogen. Immerhin ein kleiner Hoffnungsschimmer.
Allerdings muss man sagen, dass Barak damals, kurz nach Rabins Ermordung, mehr Rückhalt für Friedensgespräche hatte als heute mit einem ultra-rechten Liebermann und einem fanatischen Politiker wie Netanjahu in der Regierung und einer Bevölkerung, die in den letzten Jahren leider immer apathischer geworden ist.
Mal sehen, was geschehen wird.
...der liberalen westlichen Presse für die liberalen
Kräfte in Israel ?
Es gibt Bewegungen innerhalb Israels, die mutig sind
und bar jedweder Apathie.
160 Künstler und Wissenschaftler haben sich zu einem
Boycott von Veranstaltungen für Siedler in Ariel
zusammengefunden.
http://www.haaretz.com/pr...
Ein glaubwürdiges Eintreten Europas für einen Frieden
im Nahen Osten sollte eine UMFASSENDE Berichterstattung
und eine Unterstützung der gemäßigten, liberalen
Kräfte in Israel beinhalten.
Es sind die Menschen vor Ort um die es geht und denen
man auch international eine Stimme geben muß.
Was meinen Sie worin diese Skepsis gegenüber Friedensverhandlungen begründet liegt?
Wenn Erekat schon im Vorfeld sagt, daß ein Ende des Nahostkonflikts nicht akzeptabel sei, weiß ich ehrlich gesagt nicht was er den Israelis sonst anbieten will.
Lieber make_peace
Avigdor Lieberman schreibt man immer noch mit einem "M".
:-)
Grüsse
...der liberalen westlichen Presse für die liberalen
Kräfte in Israel ?
Es gibt Bewegungen innerhalb Israels, die mutig sind
und bar jedweder Apathie.
160 Künstler und Wissenschaftler haben sich zu einem
Boycott von Veranstaltungen für Siedler in Ariel
zusammengefunden.
http://www.haaretz.com/pr...
Ein glaubwürdiges Eintreten Europas für einen Frieden
im Nahen Osten sollte eine UMFASSENDE Berichterstattung
und eine Unterstützung der gemäßigten, liberalen
Kräfte in Israel beinhalten.
Es sind die Menschen vor Ort um die es geht und denen
man auch international eine Stimme geben muß.
Was meinen Sie worin diese Skepsis gegenüber Friedensverhandlungen begründet liegt?
Wenn Erekat schon im Vorfeld sagt, daß ein Ende des Nahostkonflikts nicht akzeptabel sei, weiß ich ehrlich gesagt nicht was er den Israelis sonst anbieten will.
Lieber make_peace
Avigdor Lieberman schreibt man immer noch mit einem "M".
:-)
Grüsse
...der liberalen westlichen Presse für die liberalen
Kräfte in Israel ?
Es gibt Bewegungen innerhalb Israels, die mutig sind
und bar jedweder Apathie.
160 Künstler und Wissenschaftler haben sich zu einem
Boycott von Veranstaltungen für Siedler in Ariel
zusammengefunden.
http://www.haaretz.com/pr...
Ein glaubwürdiges Eintreten Europas für einen Frieden
im Nahen Osten sollte eine UMFASSENDE Berichterstattung
und eine Unterstützung der gemäßigten, liberalen
Kräfte in Israel beinhalten.
Es sind die Menschen vor Ort um die es geht und denen
man auch international eine Stimme geben muß.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren