Diplomatie Südkorea schlägt Wiedervereinigung mit Norden vor
Südkoreas Präsident Lee Myung Bak hat konkrete Pläne für eine Wiedervereinigung Koreas vorgeschlagen. Selbst zur Finanzierung existiert bereits eine Idee.
© LEE JAE-WON/AFP/Getty Images

Südkoreas Präsident Lee Myung Bak während einer Rede zum 65. Jahrestag der Befreiung Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft
Vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen mit dem kommunistischen Norden hat der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak einen Drei-Stufen-Plan für eine Wiedervereinigung Koreas vorgeschlagen. Die Gründung einer "Friedensgemeinschaft" und einer "Wirtschaftsgemeinschaft" zwischen Süd- und Nordkorea solle dazu führen, die "Mauer der unterschiedlichen Systeme abzuschaffen und eine Gemeinschaft der koreanischen Nation zu bilden".
In einer Rede zum 65. Jahrestag der Befreiung Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft (1910-45) machte Lee jedoch klar, dass die erste Stufe erst erreicht werden könne, wenn das kommunistische Nordkorea gleichzeitig auch atomar abrüste.
"Die innerkoreanischen Beziehungen erfordern heute ein neues Paradigma", sagte Lee. Beide Staaten hätten ihr Geschick selbst in der Hand. Sie müssten Koexistenz statt Konfrontation, Fortschritt statt Stillstand wählen. Lee, der in der Rede den Ton für die Regierungspolitik für die zweite Hälfte seiner fünfjährigen Amtszeit anstimmte, rief das weitgehend isolierte Regime in Pjöngjang auf, eine Entscheidung für "eine mutige Veränderung" zu treffen.
Gleichzeitig sprach sich Lee für eine Steuer aus, mit der die Wiedervereinigung finanziert werden soll. "Die Wiedervereinigung wird definitiv kommen", sagte Lee. Daher müssten bereits jetzt Beratungen beginnen, wie die damit verbundenen finanziellen Belastungen von schätzungsweise einer Billion Dollar getragen werden könnten.
Fast fünf Monate nach der Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes warnte der konservative Staatschef das Nachbarland zugleich eindringlich vor neuen Provokationen. Nordkorea habe die Korvette Cheonan am 26. März "zum Schaden der Hoffnungen auf Frieden" angegriffen. "Weder darf Nordkorea jemals wieder eine weitere Provokation begehen, noch werden wir es hinnehmen, wenn es das erneut tut", sagte Lee. Nordkorea bestreitet eine Verwicklung in den Zwischenfall, bei dem 46 Seeleute getötet wurden.
Das nordkoreanische Militär drohte indessen unbeeindruckt mit "der schlimmsten Bestrafung" auf ein weiteres geplantes Militärmanöver der US-Streitkräfte gemeinsam mit Südkorea. Das Manöver beginnt am Montag und soll zehn Tage dauern. Nordkorea werde den "Eisenhammer einer gnadenlosen Antwort schwingen", hieß es in einer von den staatlichen nordkoreanischen Medien veröffentlichten Erklärung des Generalstabs der Volksarmee.
Es ist das zweite gemeinsame Manöver von südkoreanischen und amerikanischen Streitkräften innerhalb eines Monats. Anders als die Seeübung Ende Juli, mit dem beide Länder auf den Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffes "Cheonan" reagierten, handelt es sich um ein jährliches Manöver. Es nehmen 30.000 US-Soldaten und 56.000 südkoreanische Soldaten teil. US-Angaben zufolge handelt es sich um eine der größten gemeinschaftlichen Militärübungen weltweit. Vor dem Seemanöver hatte Nordkorea bereits mit einem "heiligen Krieg der Vergeltung" gedroht.
- Datum 15.08.2010 - 11:26 Uhr
- Quelle dpa, Reuters
- Kommentare 32
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es ist immer wieder lustig artikel über süd und nord -korea zu lesen. morgen fast ein krieg, 2 tage später eine wiedervereinigung :D
nord-korea will doch überhaupt keine wiedervereinigung!
ich hatte letztens irgendwo einen artikel darüber gelesen, dass für für süd-korea eine wiedervereinigung ist, nur wenn nord-korea wirtschaftlich mit dem süden mithalten könnte!
wenn das wirklich so ist....alles nur show!
Eine große Show für das eigene Wahlvolk..., um es mental zu "einen" mal wieder. Aus dem historischen Zugehörigkeitsgefühl kann man mit Sicherheit sagen, dass die Süd-Koreaner das WOLLEN, die Vereinigung. Aus wirtschaftlichen Ängsten und Kalkulationen heraus haben sie aber eine heiden Angst davor...und wollen es vermeiden.
Aus politischer Sicht ist eine Wiedervereinigung utopisch. Ich halte sie für unmöglich. Das liegt weder an den Koreanern, noch an den Amerikanern, sondern an zwei anderen "Veto"-Mächten: China und Japan. Beide haben überhaupt kein Interesse an einer Vergrößerung des Nachbarn. Ohnehin halten die Chinesen engere Verbindungen zu Nordkorea als die Südkoreaner. Eher vereinigen die irgendwann Nordkorea mit China als mit dem Süden.
Eine große Show für das eigene Wahlvolk..., um es mental zu "einen" mal wieder. Aus dem historischen Zugehörigkeitsgefühl kann man mit Sicherheit sagen, dass die Süd-Koreaner das WOLLEN, die Vereinigung. Aus wirtschaftlichen Ängsten und Kalkulationen heraus haben sie aber eine heiden Angst davor...und wollen es vermeiden.
Aus politischer Sicht ist eine Wiedervereinigung utopisch. Ich halte sie für unmöglich. Das liegt weder an den Koreanern, noch an den Amerikanern, sondern an zwei anderen "Veto"-Mächten: China und Japan. Beide haben überhaupt kein Interesse an einer Vergrößerung des Nachbarn. Ohnehin halten die Chinesen engere Verbindungen zu Nordkorea als die Südkoreaner. Eher vereinigen die irgendwann Nordkorea mit China als mit dem Süden.
ob das so einfach geht? Aber gut wäre es, diesen Staatenkonflikt auch zu beenden.
Das ist so arrogant und blöd - in diesen sowieso schon absurden Vorschlag gleich noch ein paar Drohungen und Bedingungen einzubauen, das kommt im Norden bestimmt gut an.
Hauptsache der Finanzplan steht. Dieser sieht bestimmt vor, allen höheren Funktionären des Nordens eine Abfindung von sagen wir die noch zu beschaffene Billion durch 100000 Funktionäre = 10 Millionen für jeden und ein Ticket nach Kuba für eine sorgenfreie Rente zu zahlen; die restliche Bevölkerung ist ja formbar und sicherlich dankbar für die "Befreiung". Ein guter Plan, ich sehe optimistisch einem glücklichen Gesamtkorea und einem Aufschwung der kubanischen Tourismus- und Immobilienbranche entgegen.
Entschuldigung, aber während Sie sich aus einer warmbackenen Wohlstandssituation heraus so viel süffisant-billigen Sarkasmus genehmigen können, versuchen anderswo auf der Welt Leute mit neuen Ideen Hürden zu erklimmen und ungelöste Probleme zu bewältigen. Nutzen Sie Ihre überschüssige Energie doch lieber, um ihnen ein Gleiches zu tun.
MfG,
atencion
Entschuldigung, aber während Sie sich aus einer warmbackenen Wohlstandssituation heraus so viel süffisant-billigen Sarkasmus genehmigen können, versuchen anderswo auf der Welt Leute mit neuen Ideen Hürden zu erklimmen und ungelöste Probleme zu bewältigen. Nutzen Sie Ihre überschüssige Energie doch lieber, um ihnen ein Gleiches zu tun.
MfG,
atencion
die Reste der Berliner Mauer und der Chinesischen Mauer sind touristische Attraktionen.
Also noch etwas Geduld.
Es gibt genug bsp. wo man zu jener Zeit sagt der Man,die Frau ist Tagträumer (Winston Churchill über Hitler, Donald Reagan-Beliner Mauer, oder B.Obama-Prager Burg zur Abschaffung Atomarer Waffen vllt.).
Nach 10,20 tritt das ein und dann ist man plötzlich nicht mehr der naiver Politiker aus dem Provinz sondern der "grosse Visionär".
Sollte Süd-Korea wirklich ernsthaft ein Wiedervereinigung anstrebt, ist es nie früh genug ein dickes finanzielles Polster anzulegen sonst droht mit der Wiedervereinigung der Kollap und das Land/Wirtschaft verliert dadurch Jahrzehnte wie Deutschland.
ABER bis dahin dauert noch es seid den es passiert was unerwartetes.
Als schon zwei Jahre vor dem Loch im Zaun in Ungarn klar war, dass die UdSSR pleite ist, aus der DDR nichts mehr zu holen ist wie auch aus anderen Beutegegenden (übrigens damals schon in einem exzellenten Artikel der Welt dargestellt), als die ersten Hoffnungsschimmer einer Vereinigung auftauchten, da waren hierzulande viele "fähige Köpfe" außer sich über eine so maßlose Naivität. Sogar noch Monate zuvor (Mauerfall)geisterte diese Blödheit der "Noch 100 Jahre DDR" hier herum.
Kohl war n i c h t vorbereitet darauf. Was hinterher kam fiel ihm buchstäblich in den Schoß. Diese Märchen des "Kanzlers der Vereinigung" ist ein Hohn auf alle die über ihr Montagsgebet den Sturz herbei"gebetet" hatten. Kanzler während der Zeit der Vereinigung passt da besser.
Und seine finanzpolitischen Untaten mithilfe eines Staatsekretärs im Finanzministerium namens Horst Köhler bilden mit eine der Ursachen für die heutige Staatsschuldenkrise. Blühende Landschaften zu suggerieren und dabei die Rentenkassen zu plündern für seine abwegige Politik. An der Grenze zum Hochverrat. Seine 3-Millionen-Spenden-Lüge mit dem Ehrenwort eines ehrenhaften Paten. Strafreif.
Ein guter Rat von motzkopp - sich in Südkorea gründlich vorzubereiten.
Als schon zwei Jahre vor dem Loch im Zaun in Ungarn klar war, dass die UdSSR pleite ist, aus der DDR nichts mehr zu holen ist wie auch aus anderen Beutegegenden (übrigens damals schon in einem exzellenten Artikel der Welt dargestellt), als die ersten Hoffnungsschimmer einer Vereinigung auftauchten, da waren hierzulande viele "fähige Köpfe" außer sich über eine so maßlose Naivität. Sogar noch Monate zuvor (Mauerfall)geisterte diese Blödheit der "Noch 100 Jahre DDR" hier herum.
Kohl war n i c h t vorbereitet darauf. Was hinterher kam fiel ihm buchstäblich in den Schoß. Diese Märchen des "Kanzlers der Vereinigung" ist ein Hohn auf alle die über ihr Montagsgebet den Sturz herbei"gebetet" hatten. Kanzler während der Zeit der Vereinigung passt da besser.
Und seine finanzpolitischen Untaten mithilfe eines Staatsekretärs im Finanzministerium namens Horst Köhler bilden mit eine der Ursachen für die heutige Staatsschuldenkrise. Blühende Landschaften zu suggerieren und dabei die Rentenkassen zu plündern für seine abwegige Politik. An der Grenze zum Hochverrat. Seine 3-Millionen-Spenden-Lüge mit dem Ehrenwort eines ehrenhaften Paten. Strafreif.
Ein guter Rat von motzkopp - sich in Südkorea gründlich vorzubereiten.
Jetzt wollte ich gerade meinen Senf dazu geben und sehe das tequila2 mir zuvor gekommen ist, egal.
Zurzeit wirkt der Vorschlag zur Wiedervereinigung, sagen wir mal - "nicht besonders realistisch". Aber ich kann mich daran erinnern, dass eine deutsche Wiedervereinigung Mitte der Achtziger Jahre, für nicht mehr für realisierbar gehalten wurde. Es entsprach auch nicht mehr dem Zeitgeist, eine Wiedervereinigung anzustreben.
Früher oder später wird es zu einer Entspannung und späteren Wiedervereinigung in Korea kommen und das wird für Südkorea neben allen anderen Problemen eine enorme finanzielle Belastung. Sie sind also gut beraten sich darauf vorzubereiten.
Prinzipiell ist das kein schlechter Vorschlag eine Steuer vorsorglich zu erheben.
Falls es auf diplomatischen Weg nicht funktioniert hätte man auch gleich die Finanzkraft (gute Geldanlagen vorausgesetzt) um sich im Vertedigungsfall zu wehren und ggf. zurückzuschlagen bzw. den Norden wieder einzugliedern. Wohlgemergt als Notlösung.
Aber es könnte auch eine Ausrede sein um neue Steuern zu erheben.
Im Konflikt Nord- und Südkoreas spiegelt sich die letzte Glut des Kalten Krieges wider. Der kommunistische Norden versucht der globalen Expansion des Kapitalismus zu widerstehen. David gegen Goliath.
Eine Wiedervereinigung stellt das Ende des Kampfes dar und schließt dadurch die Rollenverteilung Gewinner und Verlierer ein. Wie soll das gesamtkoreanische System also aussehen? Kommunistisch oder kapitalistisch? Ich glaube, ein Ausgleich zwischen beiden Systemen ist auszuschließen und wenn Südkorea die Wiedervereinigungspläne formuliert, liegt auf der Hand, wie die politische Zukunft des Landes aussehen würde.
Ich denke, dass sich Nordkorea dem bewusst ist und so schnell nicht sein Land und seinen Kommunismus aufgeben wird.
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