Afghanistan Täglich unter Feuer
Sprengfallen, Raketenbeschuss, Hinterhalte: In Afghanistan gibt es keine ruhigen Regionen mehr. Die Wikileaks-Dokumente belegen das eindeutig.
© Miguel Villagran/Getty Images

Unter Beschuss: Die Wikileaks-Dokumente zum Afghanistan-Krieg machen deutlich, wie häufig die Aufständischen zuschlagen
Die erste Aufregung über die auf Wikileaks veröffentlichten Dokumente des amerikanischen Militärs ist verebbt. Alles, was dort stehe, sei doch den Experten bekannt, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Und tatsächlich, wer sich regelmäßig über den Krieg in Afghanistan informiert hat, weiß, dass geheime Spezialkräfte auf Jagd nach Terroristen und Taliban gehen. Dass der pakistanische Geheimdienst ISI eine unrühmliche Rolle in Afghanistan spielt. Dennoch bieten die Dokumenten einen tiefen Einblick in die Realität des Einsatzes, der mittlerweile ins neunte Jahr gegangen und dessen Ende nicht in Sicht ist.
Es sind in der Mehrzahl alltägliche Begebenheiten, die in den Militärakten dokumentiert sind. Und gerade deshalb, ist das, was dort zu finden ist, so alarmierend. Es zeigt: Auch in den vermeintlich ruhigsten Regionen Afghanistans, auch in den vermeintlich ruhigsten Monaten des Jahres gibt es fast täglich Zwischenfälle, fast täglich kommt es zu Angriffen mit Raketen, Mörsern, Kalaschnikows und Sprengfallen.
ZEIT ONLINE hat den aktuellsten Monat des Wikileaks-Materials, den Dezember 2009, für den Norden ausgewertet. Dieser Monat gilt generell als ruhigerer in Afghanistan. Die Kämpfer ziehen sich im Spätherbst traditionell in ihre Lager zurück, auf den Gebirgspässen liegt Schnee, die Armeen sind wegen der Kälte in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Doch der Winterbeginn 2009, das zeigen die Dokumente, ist von keiner nennenswerten Kampfpause begleitet. Längst sind die Taliban und andere Aufständische im Norden angekommen, haben sich dort sichere Operationsbasen geschaffen.
Beispiel Weihnachten 2009: Am 24. Dezember listen amerikanische Einheiten der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (Isaf) für das von Deutschland geführte Regionalkommando Nord (RC North) zwei relevante Vorfälle auf. Unbekannte bringen unter einem Auto des Milizen-Anführers Saleb Khan bei Kundus einen Sprengsatz an. Zwei Bodyguards sterben nach der Explosion. Und im Almar Distrikt gerät eine gemischte Patrouille der Armee und der Polizei, die von ausländischen Ausbildern begleitet werden, unter Feuer. Die Truppe fordert einen "Close Air Support" an. Als die Kampfflugzeuge das Zielgebiet erreichen, ist das Feuergefecht vorbei.
An den beiden Weihnachtsfeiertagen verzeichnen die Militärdokumente vier weitere Vorfälle für den Norden: Zwei Hubschrauber, die in Kundus landen wollen, werden beschossen, in einem Dorf wird Material zum Bombenbau gefunden, an einer Straße eine Sprengfalle und dann auch noch ein Blindgänger, der entschärft werden muss. Und das sind nur die relevanten Vorfälle, die gemeldet wurden.
Deutschland, das getreu der Losung von Peter Struck die Sicherheit auch am Hindukusch verteidigt, befindet sich umgangssprachlich im Krieg. Das sagen Kanzlerin und Verteidigungsminister. Was das bedeutet, zeigen die auf Wikileaks veröffentlichten Dokumente des amerikanischen Militärs.
Zwar sind einzelne Vorfälle längst bekannt. So listet der ehemalige Bundestagsabgeordnete Winfried Nachtwei seit Jahren zahlreiche Gefechte und sicherheitsrelevante Vorkommen im Norden auf. Die wesentlichen Ereignisse sind dort zu finden. Nachtweis Homepage zeigt aber andererseits auch, dass die Wikileaks-Dokumente nicht vollständig sind: Der Grünen-Politiker hat von Vorfällen erfahren, die im Datenpaket des Enthüllungsnetzwerkes unter der Rubrik "RC North" nicht auftauchen – vermutlich, weil die Deutschen längst nicht alle Ereignisse an die Amerikaner oder die Isaf gemeldet haben.
Die Lektüre der überwiegend geheimen Wikileaks-Akten lohnt sich dennoch. Um die Informationen in allen rund 92.000 Dokumenten zu erfassen, werden Wissenschaftler und Journalistan Jahre brauchen. Für den Norden belegen die Militärmeldungen einen erbitterten Kampf um die Ringstraße, die Lebensader Afghanistans. Fast täglich müssen im Norden Entschärfer ausrücken, um am Straßenrand versteckte Sprengfallen, sogenannte IEDs, zu entschärfen. Ebenso häufig beschießen Taliban die Patrouillen der Isaf und der afghanischen Sicherheitskräften mit Mörsern und Raketen. Und die Aufständischen greifen zivile Trucks an, die Treibstoff und Lebensmittel in den Norden bringen. An illegalen Checkpoints lauern Banden auf Beute.
Oft scheint nur das Glück die ausländischen Soldaten zu retten – sie tragen nach Explosionen zwar Verletzungen davon, bleiben aber am Leben. So listen die Dokumente für den Dezember zwar einige Männer der Isaf als WIA (wounded in action) – als verwundet – auf. Getötet wird in diesem Monat in Nordafghanistan kein Isaf-Soldat. Für die afghanischen Soldaten und Polizisten sieht es deutlich schlechter aus – vor allem auch für die Zivilisten. Zwölf Polizisten, zwei Soldaten und zwei Zivilisten sterben im Dezember. 18 Aufständische wurden von Isaf-Soldaten und afghanischen Sicherheitskräften getötet.
Die Gefahr lauert vor allem auf der Straße. So überfallen am 6. Dezember einige Talibankämpfer einen zivilen Konvoi, der von privaten Sicherheitskräften eskortiert wird. Eine sogenannte HUMINT-Quelle, ein afghanischer Informant, teilt der US-Armee mit, dass die Täter "Mr. Weiss (IS 2293), Iman Shabz, Ehsan" gewesen seien. Wer sich hinter dem Decknamen "Mr. Weiss" verbirgt, ist unklar – IS steht für Insurgent Serial Number, einen bei der Isaf bekannten Gegner.
In einem weiteren Dokument wird als Anführer ein Mann namens Mir Vaisz genannt. Er und seine Kämpfer überfallen am 14. Dezember einen Checkpoint der Polizei. Acht Beamte werden erschossen. Die Angreifer rauben einen Geländewagen, "acht bis neun AK-47". Das Kalaschnikow-Sturmgewehr ist die Standardwaffe der Sicherheitskräfte und der Aufständischen. Gefährlicher für die Isaf ist, dass die Taliban auch einen Granatwerfer und ein Funkgerät entwenden, mit dem sie die Kommunikation zwischen Isaf und Afghanen abhören können.
Viele der interessanteren Informationen, die per Wikileaks für den Norden für Ende 2009 zu recherchieren sind, stammen von der amerikanischen Task Force Warrior. Diese Einheit besteht aus Soldaten der 10. Mountain Division, die ähnlich wie die deutschen Gebirgsjäger für den Kampf in großer Höhe trainiert werden. Diese Task Force berichtet, dass die Taliban die Bauern im Norden bedrohen und von jedem 5.000 Afghani als Zahlung für ihren Kampf fordern. Offensichtlich kann die Isaf sie nicht daran hindern.
Die Datensammlung zeigt deutlich, dass die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte eine Illusion bleibt. Die Lage ist keineswegs unter Kontrolle. Die Sicherheit, für die laut Außenminister Westerwelle und Verteidigungsminister Guttenberg bald die Afghanen verantwortlich sein sollen, existiert in großen Teilen des Mandatsgebiets schlicht nicht.
Zu allgegenwärtig sind die Taliban. Und zu flexibel. Innerhalb kürzester Zeit können sie eine große Zahl von Kämpfern mobilisieren. Das wird am 28. Dezember deutlich. Afghanische Quellen melden gegen 18.40 Uhr eine Offensive der Taliban gegen den Ort Shar-i Khona. 100 bis 200 Kämpfer errichten vor dem Ort eine Straßenblockade und zünden darin Geschäfte an.
Die afghanische Polizei und die Armee starten einen Gegenangriff. Die Sicherheitskräfte setzen Mörser ein. Fünf Aufständische und zwei Soldaten sterben beim Schusswechsel. Die Taliban fliehen mit Fahrzeugen in andere Siedlungen.
Wenn deutsche Soldaten in Gefechte verwickelt werden, gibt es hingegen im Dezember keine Toten. Die Dokumente machen deutlich, dass die Bundeswehr immer noch einen anderen Krieg führt als die Amerikaner. Die Verteidigung steht auch im Dezember 2009 im Vordergrund. Die deutschen Soldaten agieren meist passiv – schießen zurück, wenn sie beschossen werden. Fliehenden Aufständischen scheint häufig nicht nachgesetzt zu werden.
Das Feuer erwidern selbst stark bewaffnete Einheiten wie die deutsche Quick Reaction Force , die schnelle Eingreiftruppe, defensiv. Als "Show of Force", also um Stärke zu zeigen, schießen die Angegriffenen mehrfach mit Mörsern Leuchtgranaten ab. Als die QRF einmal eine Furt am Fluss Kundus erkundet und beschossen wird, zünden sie Rauchgranaten, um sich zu verbergen. Getötet oder verletzt wird offenbar kein Angreifer – auch nicht, als ein deutsches Scharfschützenteam die Aufständischen aufspürt.
Fast alle Tötungen von Taliban und anderen Aufständischen sowie die Festnahmen von Anführern gehen im Mandatsgebiet der Bundeswehr auf das Konto der afghanischen Sicherheitskräfte. Krieg scheinen zumindest Ende 2009 vor allem die afghanischen Sicherheitskräfte im Norden zu führen. Dass ihr Kampf gegen Taliban und Terroristen von Erfolg gekrönt sein wird, scheint nach der Lektüre der Wikileaks-Dokumente ausgeschlossen zu sein.
- Datum 05.08.2010 - 06:34 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Die Regierung in Holland ist gestürzt worden, weil sie die Sinnlosigkeit des Einsatzes junger Soldaten nicht erkennen wollten.
Wann jagen wir denn nun die begeisterten Befürworter weiterer militärischer Aktionen von deutschen Soldaten auf afghanischem Staatsgebiet endlich zum Teufel? Wieviele Särgen müssen noch in Deutschland eintreffen?
Haben wir mal in letzter Zeit in den Medien - nicht zur Nachtzeit auf den öffentlich-rechtlichen Sendern! - ausführlich von dem Schicksal der heimgekehrten Verwundeten, Verkrüppelten und/oder seelisch endgültig gestörten jungen Soldaten erfahren? Von den milden Gaben aus dem Verteidigungsministerium zur Linderung des nunmehr kaputten Lebens?
Und wofür das Ganze? KARZAI verhandelt mit Wissen und Billigung der USA seit Monaten mit den TALIBAN und pakistanischen Regierungskreisen über die zukünftigen Einflußzonen auf afghnischem Staatsgebiet - hier die TALIBAN, da KARZAI mit UNterstützung der USA ----.
Später werden uns die heute so kriegsbegeisterten Abgeordneten der CDU, SPD, GRÜNEN irgendeinen Schwachsinn erzählen, warum das alles nötig war. Und der Wähler wird "Die Sache" schließlich vergesssen, wenn nicht gerade in seiner Familie das Elend eingezogen ist.
....und akzeptieren, dass Terrorismus eine Art Kriminalität ist und wie diese etwas, das nicht so schnell weggeht. Es wird bedeuten, dass wir uns auf eine lange bzw unendliche Bekämpfung ihrer einrichten müssen. Man kann diesen Kampf nur bedingt führen, wie einen Krieg, obwohl auch das manchmal notwendig sein wird.
...das leider die meisten Menschen durch die Medien so desinformiert sind das Sie die Opfer für die Terroristen halten und diesen Krieg auch noch deswegen gut heißen.
Was hat Aufganistan den Deutschen angetahn das Soldaten jetzt dort für Freiheit kämpfen müssen? Begreift die Menschheit denn immernoch nicht das alle Kriege aus ein und dem selben Grund geführt werden? Nähmlich wegen der Profitgier mancher lobyisten? Oder sind wirklich alle so naiv zu glauben es ginge um den kampf gegen den "gemachten" terrorismus?
...das leider die meisten Menschen durch die Medien so desinformiert sind das Sie die Opfer für die Terroristen halten und diesen Krieg auch noch deswegen gut heißen.
Was hat Aufganistan den Deutschen angetahn das Soldaten jetzt dort für Freiheit kämpfen müssen? Begreift die Menschheit denn immernoch nicht das alle Kriege aus ein und dem selben Grund geführt werden? Nähmlich wegen der Profitgier mancher lobyisten? Oder sind wirklich alle so naiv zu glauben es ginge um den kampf gegen den "gemachten" terrorismus?
Das Gebetsmühlenartige wiederholen von bekanntem?
Wie bekommt ein Journalist bei der ZEIT einen Griff an die Sache, dass statt wiederholen, tatsächlich öffentlicher Druck auf unsere Regierung entsteht?
Wird das vom kriegsbegeisterten Herausgeber der ZEIT (Joffe) verboten, der diesen Krieg für einen Verteidigungskrieg hält?
Das Engagement der Bundeswehr in Afghanistan ist sinnlos und verfassungswidrig. Der Bundestag hat sich selbst und das ganze Land belogen und betrogen.
Wo bleiben die Konsequenzen?
Wobei – eine Konsequenz ist schon zu erkennen: Die Demokratie nimmt immer mehr Schaden.
Da Sie sich in mehreren Ihrer Beiträge gegen Herrn Joffe wenden, wende ich mich mal an Sie: Von Ihnen kommt auch immer nur dieselbe Leier, der Krieg in Afghanistan sei sonstwie unrechtmäßig usw., jedoch penetrant ohne jede Argumentation oder Beweise.
Am lautesten in den Kommentaren sind ohnehin diejenigen selbsternannten Pazifisten, die ohne jede Differenzierung bei bloßer Nennung des Wortes "Krieg" schon einen Schrei(b)krampf bekommen und dagegen loswettern. Schade eigentlich, haben doch die "Pro"-Krieg-Meinungen die griffigeren Argumente (oder überhaupt welche).
Da Sie sich in mehreren Ihrer Beiträge gegen Herrn Joffe wenden, wende ich mich mal an Sie: Von Ihnen kommt auch immer nur dieselbe Leier, der Krieg in Afghanistan sei sonstwie unrechtmäßig usw., jedoch penetrant ohne jede Argumentation oder Beweise.
Am lautesten in den Kommentaren sind ohnehin diejenigen selbsternannten Pazifisten, die ohne jede Differenzierung bei bloßer Nennung des Wortes "Krieg" schon einen Schrei(b)krampf bekommen und dagegen loswettern. Schade eigentlich, haben doch die "Pro"-Krieg-Meinungen die griffigeren Argumente (oder überhaupt welche).
...das leider die meisten Menschen durch die Medien so desinformiert sind das Sie die Opfer für die Terroristen halten und diesen Krieg auch noch deswegen gut heißen.
Was hat Aufganistan den Deutschen angetahn das Soldaten jetzt dort für Freiheit kämpfen müssen? Begreift die Menschheit denn immernoch nicht das alle Kriege aus ein und dem selben Grund geführt werden? Nähmlich wegen der Profitgier mancher lobyisten? Oder sind wirklich alle so naiv zu glauben es ginge um den kampf gegen den "gemachten" terrorismus?
....wenn Sie den Grad der Desinformation beklagen, die Sie ja mit Ihrem Beitrag offenbar für Ihre eigene Person belegen.
....wenn Sie den Grad der Desinformation beklagen, die Sie ja mit Ihrem Beitrag offenbar für Ihre eigene Person belegen.
der Bericht etwas beruhigend: möglicherweise ist die Bundeswehr und die Regierung genauso wie die niederländische von der völligen sinn- und Aussichtslosigkeit des Einsatzes überzeugt und agiert daher eben so, dass möglichst wenig Menschen zu Schaden kommen. Für den einzig darstellbaren politischen Zweck des Einsatzes, nämlich im Bündnis nicht allzu negativ aufzufallen, reicht das völlig aus.
Jetzt müssten die USA nur noch die USA zur Einsicht finden, dass in Afghanistan nichts zu gewinnen ist, und für den Westen endet dieses Desaster.
(Ich weiss, die Afghanen bleiben mit ihren Konflikten dort. ABer niemand anders kann sie für sie austragen.)
Vorab, ich bin grundsätzlich gegen diesen Krieg, Deutschlands Sicherheit wird am Hindukusch gefährdet. Unsere Glaubwürdigkeit in der islamischen Welt ist vermutlich am Boden.
Hätte man den Taliban den Kombattantenstatus zuerkannt anstatt sie teilweise zu foltern, zu ermorden oder zu verschleppen oder zu kriminalisieren, dann hätte man evtl. etwas Positives, wenn auch nur im geringen Umfang, erreichen können.
Glaubt denn jemand, dass der Nordirlandkonflikt in dieser Weise auch nur annähernd hätte gelöst werden können? Es wäre keine auch nur irgendwie geartete Versöhnung möglich gewesen.
Man kann Kulturen nicht übernacht mit Waffengewalt ändern. Das ist mit Hybris verbunden. Was will man ändern? Vielleicht muss man auch Dinge der eigenen Kultur zur Diskussion stellen? Es muss ein Dialog entstehen. Der wird sehr lange dauern bis sich „Ergebnisse“ zeigen.
Was bleibt nach der jetzigen Katastrophe im Gedächtnis der moslemischen Welt. „Bis auf unsere korrupten Eliten betrachtet der Westen die Muslime als Menschen minderen Wertes und ihre Herrschaftsmethoden unterscheiden sich nicht von denen „islamischer“ Gewaltherrscher.“
nie mehr Krieg, hat nicht lange gehalten. Trotz lauter Warnung aller Kenner der Region, wurde das deutsche Versprechen pulverisiert. Die obstruse Arroganz der rot/grünen Bundesregierung liegt noch im Ohr und wird nun von der gelb/schwarzen Koalition nicht minder weitergeführt.
Arroganz und Korruption haben noch nie auf dieser Erde ein Problem gelöst, sondern waren immer Verursacher, so auch heute in Afghanistan. Hätte die Politik auf Männer wie Peter Scholl-Latour gehört, und dieser ist nun wirklich kein vernebelter Pazifist, hätte sich die Bundesregierung, unter welcher Federführung auch immer, nie auf einen solchen Unsinn einlassen dürfen.
Barack Obama hat nach seinem Amtsantritt einen entscheidenden Fehler gemacht. Er hat es versäumt die Koalition für Afghanistan neu zu schmieden und auf breitere Füsse zu stellen, statt die verrotttete der Bush-Regierung mit ihren War-Lord-Zielen 1:1 zu übernehmen.
Afghanistan ist seit dem Abzug der Russen und der unterlassenen humanitären Hilfestellung des Westens ein verlorenens Land. Die Installation einer korrupten Regierung nach unserem Vorbild hat weder im Iran, Irak noch sonst in einem Land nachhaltigen Frieden geschaffen, daran ändert auch das Feigenblatt der zusehends abnehmenden humanitären Hilfestellungen nichts.
Geblieben ist, es geht wieder Krieg von deutschem Boden aus. Durch Köhlers Aussage, wurde diese Tatsache vom damaligen Bundespräsidenten wieder salonfähig.
Was soll denn der Verfassungsschutz machen?
Wie bereits im Falle der Überwachung linker Politiker von Frau Lötsch gesagt wurde: die Beobachtung ist „parteipolitisch motiviert, undemokratisch und verfassungswidrig“. Darauf der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Heinz Fromm: seine Behörde habe den Auftrag, „jegliche Form des politischen Extremismus“ zu beobachten.
Was ist nun politischer Extremismus? extrem rechts, ja...extrem links, ja...extrem neo- bzw. wirtschaftsliberal, ebenso in einem System der "offiziellen" sozialen Marktwirtschaft.
Fakt: der Verfassungsschutz ist nichts weiter als ein politisches Instrument, der jeweiligen Regierung unterstellt.
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