US-Geheimdokumente Isaf-Sprecher kritisiert Wikileaks für weitere Veröffentlichungspläne
Die Isaf hält die Veröffentlichung weiterer Geheimdokumente auf Wikileaks für verwerflich. Das gefährde die Sicherheit vieler Helfer und Soldaten.
Die Internationale Schutztruppe für Afghanistan (Isaf) hat die von der Internetplattform Wikileaks geplante Veröffentlichung weiterer Geheimakten zum Afghanistan-Einsatz scharf kritisiert. "Schon die bisherigen Veröffentlichungen waren strafrechtlich relevant und moralisch unverantwortlich", sagte der deutsche Isaf-Sprecher Josef Blotz. Gerade die Namensnennung von afghanischen Mitarbeitern der Isaf und von internationalen Hilfsorganisationen sei "besonders verwerflich, weil sie diese Menschen einer zusätzlichen Gefährdung aussetzt", sagte Blotz.
Er bezeichnete die Veröffentlichung der auf Enthüllungsgeschichten spezialisierten Internetseite als "fehlgeleitete Aktion", die das von der internationalen Gemeinschaft unterstützte Friedens- und Versöhnungsprogramm der afghanischen Regierung behindern könne. "Vertrauen kann verspielt werden", sagte der Brigadegeneral.
Wikileaks-Betreiber Julian Assange hatte am Donnerstag angekündigt, 15.000 weitere Geheimdokumente ins Internet zu stellen. "Wir sind besorgt, dass die zusätzlichen Dokumente größere Gefahren darstellen als die bereits veröffentlichten", erklärte Pentagon-Sprecher David Lapan dazu am Freitag.
Wikileaks hatte Ende Juli 90.000 Dokumente zum Afghanistan-Einsatz ins Internet gestellt und damit vor allem bei den Regierungen in Washington und Kabul für Empörung gesorgt.
- Datum 14.08.2010 - 12:43 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP
- Kommentare 15
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Es mag sich ja als Fehler herausstellen, bisher ist aber noch keine einzige Gefaehrdung durch die Veroeffentlichungen bewiesen worden - ausser natuerlich der alltaeglichen Gefaehrdung und Toetung der Zivilbevoelkerung Afghanistans durch US Truppen. Wahrscheinlich gefaehrdet diese Botschaft die Rechtfertigung des Krieges mehr als die Soldaten oder Informanten - Rechenschaft einzufordern fuer das, was US Truppen dort in vielleicht bester Absicht taeglich tun. Und das scheint ja kaum jemand sonst zu tun.
wohl unübersehbar und aus diesem Grunde haben diverse Hilfsorganisationen unmittelbar nach der letzten Veröffentlichung massiv auf eine Schwärzung der entsprechenden Namen gedrängt.
Ich finde die unkontrollierte Veröffentlichung von Dokumenten, die von demokratisch legitimierten Autoritäten als geheim klassifiziert worden sind, sehr bedenklich.
Es spricht gar nichts dagegen einzelne, in sich geschlossene Ereignisse auf zu decken und mit entsprechenden Materialien zu belegen (Journalismus), aber die wahllose Offenlegung derartiger Datenmengen hat meiner Meinung nach unabsehbare Folgen.
wohl unübersehbar und aus diesem Grunde haben diverse Hilfsorganisationen unmittelbar nach der letzten Veröffentlichung massiv auf eine Schwärzung der entsprechenden Namen gedrängt.
Ich finde die unkontrollierte Veröffentlichung von Dokumenten, die von demokratisch legitimierten Autoritäten als geheim klassifiziert worden sind, sehr bedenklich.
Es spricht gar nichts dagegen einzelne, in sich geschlossene Ereignisse auf zu decken und mit entsprechenden Materialien zu belegen (Journalismus), aber die wahllose Offenlegung derartiger Datenmengen hat meiner Meinung nach unabsehbare Folgen.
Immer schoen bei der Wahrheit bleiben und nicht versuchen das Volk vollzuspinnen. Das kommt jetzt davon. Das haette schon viel eher passieren muessen. Aber es duerfte fuer das Militaer kein Problem sein die "Hundert" Informanten aus dem Gefahrenbereich zu holen und somit unerreichbar. Man gibt ja sonst auch fuer jeden Mist Geld aus um es sinnlos zu verballern und nebenbei strafrechtlich relevant Zivilisten absichtlich zu ermorden. Der deutsche Brigadegeneral und Isaf-Sprecher Josef Blotz hat irgendwie den Schuss nicht gehoert und das wird der Grund sein warum die Operation Hindukusch vergurkt wurde. Jetzt andere fuer das eigene Versagen verantwortlich machen zu wollen ist mit staatlich gewollter Volksverdummung zu vergleichen.
Sollte ich mich hier unpassend geaeussert haben, bitte ich um Entschuldigung. Bei diesem Thema werden viele schenll unsachlich, aber solange keine unschuldigen Menschen bei draufgehen ist es im gruenen Bereich - hoffe ich.
....das Leben von Menschen gefährdet, ist in der Tat eine gewisse Abwägung angebracht. Der Journalist mischt sich mit der Veröffentlichung in das Kriegsgeschehen ein und wird somit in gewisser Weise Kombattant. Damit will ich nicht sagen, er sollte dies nicht dürfen. Begibt man sich aber in den Krieg, so definiert man sich als Feind. Im Fall der Personen, die man tötet, ist das sehr persönlich und real.
Veroeffentlichungen koennen Menschenleben gefaerden, das Pentagon hat eine Durchsicht vor Veroeffentlichung laut Julian Asange abgelehnt, eine moeglicherweise fatale Verantwortung lastet dennoch auf Wikileaks.
Die Verantwortung fuer die Toetung unbeteiligter Zivilisten und das Vertuschen solcher Einsaetze liegt allerdings nicht nur beim Militaer, sondern auch bei all den Journalisten, Regierungen und Politikern sowie uns selbst, die tatenlos zusehen oder wegsehen, das haben wir in Deutschland doch gelernt.
Veroeffentlichungen koennen Menschenleben gefaerden, das Pentagon hat eine Durchsicht vor Veroeffentlichung laut Julian Asange abgelehnt, eine moeglicherweise fatale Verantwortung lastet dennoch auf Wikileaks.
Die Verantwortung fuer die Toetung unbeteiligter Zivilisten und das Vertuschen solcher Einsaetze liegt allerdings nicht nur beim Militaer, sondern auch bei all den Journalisten, Regierungen und Politikern sowie uns selbst, die tatenlos zusehen oder wegsehen, das haben wir in Deutschland doch gelernt.
so wünschen sich alle Militärs dieser Welt das Kriegführen. Eine Internetplatform wie Wikileaks ist da mehr als ein Dorn im Auge.
wohl unübersehbar und aus diesem Grunde haben diverse Hilfsorganisationen unmittelbar nach der letzten Veröffentlichung massiv auf eine Schwärzung der entsprechenden Namen gedrängt.
Ich finde die unkontrollierte Veröffentlichung von Dokumenten, die von demokratisch legitimierten Autoritäten als geheim klassifiziert worden sind, sehr bedenklich.
Es spricht gar nichts dagegen einzelne, in sich geschlossene Ereignisse auf zu decken und mit entsprechenden Materialien zu belegen (Journalismus), aber die wahllose Offenlegung derartiger Datenmengen hat meiner Meinung nach unabsehbare Folgen.
Es handelt sich um Kollaborateure, die mit den Besatzungstruppen kollaborieren und sich damit eindeutig als Kombattanten darstellen lassen.
Die Gefahr ist nämlich größer, je unkenntlicher die Kombattanten sind. Die Veröffentlichung ist ein richtiger Schritt.
Natuerlich ist die Offenlegung von Staats- oder Militaergeheimnissen an sich verwerflich und unrechtmaessig.
Gibt es jedoch Situationen, die eine solche Handlung rechtfertigen koennen? Gibt die Toetung unbeteiligter Zivilisten und die Vertuschung solcher Aktivitaeten vielleicht doch eine moralische oder gar rechtliche Grundlage fuer die Pruefung durch die Oeffentlichkeit?
Ihr Glaube an die Rechtschaffenheit unserer staatlich-demokratischen Organe ist erbaulich, die Wirklichkeit oft eine andere. Erinnern Sie die Versenkung der 'Rainbow Warrior' durch den Franzoesichen Geheimdienst, sicherlich eine staatlich demokratisch legitimierte Autoritaet, mit der ungewollten Toetung eines Journalisten?
War die Aufdeckung nicht gerechtfertigt?
Wie stand es um den Tanklastzug und die Deutsche Bombardierung? War da kein Aufklaerungsbedarf durch die Oeffentlichkeit?
Oder ist es nur die Datenmenge, die Sie beanstanden?
Was aber, wenn der Krieg und seine Greuel fuer die Menge an Daten verantwortlich ist und nicht derjenige, der sie offenlegt?
Es handelt sich um Kollaborateure, die mit den Besatzungstruppen kollaborieren und sich damit eindeutig als Kombattanten darstellen lassen.
Die Gefahr ist nämlich größer, je unkenntlicher die Kombattanten sind. Die Veröffentlichung ist ein richtiger Schritt.
Natuerlich ist die Offenlegung von Staats- oder Militaergeheimnissen an sich verwerflich und unrechtmaessig.
Gibt es jedoch Situationen, die eine solche Handlung rechtfertigen koennen? Gibt die Toetung unbeteiligter Zivilisten und die Vertuschung solcher Aktivitaeten vielleicht doch eine moralische oder gar rechtliche Grundlage fuer die Pruefung durch die Oeffentlichkeit?
Ihr Glaube an die Rechtschaffenheit unserer staatlich-demokratischen Organe ist erbaulich, die Wirklichkeit oft eine andere. Erinnern Sie die Versenkung der 'Rainbow Warrior' durch den Franzoesichen Geheimdienst, sicherlich eine staatlich demokratisch legitimierte Autoritaet, mit der ungewollten Toetung eines Journalisten?
War die Aufdeckung nicht gerechtfertigt?
Wie stand es um den Tanklastzug und die Deutsche Bombardierung? War da kein Aufklaerungsbedarf durch die Oeffentlichkeit?
Oder ist es nur die Datenmenge, die Sie beanstanden?
Was aber, wenn der Krieg und seine Greuel fuer die Menge an Daten verantwortlich ist und nicht derjenige, der sie offenlegt?
Es handelt sich um Kollaborateure, die mit den Besatzungstruppen kollaborieren und sich damit eindeutig als Kombattanten darstellen lassen.
Die Gefahr ist nämlich größer, je unkenntlicher die Kombattanten sind. Die Veröffentlichung ist ein richtiger Schritt.
wer gefährdet hier wen? wenn aus wirtschaftlichen gründen, kriege geführt und menschenleben, auch das der soldaten und helfer, geopfert werden, wie nennen wir dann so etwas?
wenn regierungen bürger belügen, betrügen und hintergehen, wie nennen wir dann das?
beim täglichen zeitung lesen frage ich mich:
a) waren politiker früher auch so korrupt?
b) geht mit der heiligen kuh kapitalismus, ethik und moral zwangsläufig den bach runter?
c)warum lässt der mensch sich gern betrügen?
kann mir hier jemand antworten auf meine fragen geben?
Hallo,
1.) Ja. Siehe Athen im 5. Jhdt. v. Chr.
2.) Menschliche Natur. Man müsste jeden Menschen von Kindesbeinen auf ethisch erziehen, um einen signifikanten Effekt zu erziehen.
3.) Wenn man alle auf einen Menschen einwirkenden Sinnesreize, Informationen und deren Assoziationen aufrechnet, merkt man, dass man die Frage so nicht stellen kann, wenn man eine Erklärung für amoralisches Handeln sucht.
Grüße
Hallo,
1.) Ja. Siehe Athen im 5. Jhdt. v. Chr.
2.) Menschliche Natur. Man müsste jeden Menschen von Kindesbeinen auf ethisch erziehen, um einen signifikanten Effekt zu erziehen.
3.) Wenn man alle auf einen Menschen einwirkenden Sinnesreize, Informationen und deren Assoziationen aufrechnet, merkt man, dass man die Frage so nicht stellen kann, wenn man eine Erklärung für amoralisches Handeln sucht.
Grüße
Hallo,
1.) Ja. Siehe Athen im 5. Jhdt. v. Chr.
2.) Menschliche Natur. Man müsste jeden Menschen von Kindesbeinen auf ethisch erziehen, um einen signifikanten Effekt zu erziehen.
3.) Wenn man alle auf einen Menschen einwirkenden Sinnesreize, Informationen und deren Assoziationen aufrechnet, merkt man, dass man die Frage so nicht stellen kann, wenn man eine Erklärung für amoralisches Handeln sucht.
Grüße
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