Grenzübertritt Iran soll mehrere US-Soldaten festgenommen haben
Die iranische Armee soll laut einer iranischen Website im Grenzgebiet zu Pakistan sieben US-Soldaten aufgegriffen haben. Die Regierung in Teheran dementiert dies.
© U.S. Navy/Getty Images

Zwei Mitglieder der US-Navy SEALs bei einem Einsatz in Afghanistan
Die Website Javanonline.ir berichtet, "vor Kurzem" seien im Grenzgebiet zu Pakistan sieben US-Soldaten gefasst worden. Die US-Soldaten hätten versucht, illegal die Grenze nach Iran zu überqueren. Die sieben Männer seien in Begleitung von zwei Iranern festgenommen worden, denen jedoch die Flucht gelungen sei. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge im Südosten des Landes in der Provinz Sistan-Balutschistan.
Javanonline.ir nannte in seinem Bericht keine Details zu dem Zeitpunkt des Vorfalls. Unerwähnt blieb auch, ob die US-Soldaten noch festgehalten würden. Die Internetseite steht den Revolutionsgarden nahe. Die Elitetruppe ist eine der zentralen Stützen der Islamischen Republik.
Iranische Behörden haben die Festnahme inzwischen dementiert. "Kein amerikanischer Soldat wurde festgenommen", sagte der Generalgouverneur der Provinz Sistan-Balutschistan, Ali Mohammed Asad, dem arabischsprachigen Fernsehsender El Alam. "Wir dementieren das." Dem Sender zufolge wies auch ein Vertreter der Grenztruppen den Bericht der Internetseite zurück
Im vergangenen Jahr waren im irakisch-iranischen Grenzgebiet drei US-Bürger bei einem ähnlichen Zwischenfall festgenommen worden. Nach US-Angaben handelte es sich damals um drei Wanderer. Iran warf den Amerikanern dagegen Spionage vor . Vor wenigen Tagen ließ Iran die US-Bürgerin Sarah Shourd frei , die zu der Gruppe gehörte. Sie war am Sonntag von Oman aus, das in ihrem Fall vermittelt hatte, auf dem Weg in ihr Heimatland. Die zwei mit ihr festgenommenen US-Bürger sind noch immer in Iran in Haft.
Irans Präsident Präsident Mahmud Ahmadineschad forderte im US-Fernsehsender ABC News die Freilassung von acht in den USA festgehaltenen Iranern. Ahmadineschad erhob seine Forderung nur wenige Tage nach der Freilassung von Shourd.
Die Beziehungen zwischen Iran und den USA sind traditionell angespannt. Seit der Islamischen Revolution von 1979 unterhalten die beiden Länder keine diplomatischen Beziehungen mehr.
US-Außenministerin Hillary Clinton sagte laut vorab veröffentlichten Interviewaussagen gegenüber ABC News, sie hoffe auf eine Machtergreifung durch "verantwortungsvolle Führer" in Iran. Sie setze dabei auf Initiativen aus der iranischen Gesellschaft. "Ich hoffe, es wird Anstrengungen geben aus dem Inneren Irans heraus, durch verantwortungsvolle zivile und religiöse Führer, um die Kontrolle über den Staatsapparat zu übernehmen."
Derzeit würden in Iran das Militär und die Revolutionsgarden ihren Einfluss ausdehnen, analysierte die US-Außenministerin. Die US-Regierung erhalte zunehmend Berichte aus Iran, dass die Menschen mit der Entwicklung nicht zufrieden seien. Selbst Iraner, die zunächst eigentlich mit der islamischen Regierung sympathisiert hätten, würden sich zunehmend abwenden.
- Datum 19.09.2010 - 15:30 Uhr
- Quelle AFP, Reuters
- Kommentare 9
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Wie man sieht funktioniert diese Einnahmequelle durch die Regimeschurken bestens. Ähnlich wie die Piraten am Horn von Afrika beherrschen die Mullahs diese Methode mittlerweile bestens. Festnahme mit Verdacht auf Spionage. Freilassung gegen hohes Lösegeld. Kann man schön regelmäßig beobachten; zuletzt bei Sarah Shourd, deren Freilassung für 500000 $ erfolgte:
http://www.spiegel.de/pol...
Außerdem sieht man schön, wie gut die Zusammenarbeit mit Taliban-Terroristen funktioniert.
Grosse Comedy im ersten 'Exklusiv'-Interview mit Christiane Amanpour hier:
http://abcnews.go.com/Thi...
Morgen bei Charlie Rose. Dann in der General Assembly. Looking forward!
Im Original Reuters Bericht hört sich die Nachricht aber ganz anders an , ein Schelm , wer......
http://news.yahoo.com/s/n...
"A spokesman for NATO-led forces in Afghanistan, U.S. Captain Ryan Donald, said no U.S. soldiers were missing."
Ein durchaus moderner Präsident Herr Ahmaghinejad. Ein Interview mit einer unverschleirten Frau zeigt, wie fortschrittlich dieser Präsident ist. Nur muss er es bald vor dem großen Mehdi verantworten, dass er mindest. 5 mal die Haare von Frau Amanpour angeschaut hat.
Was sollten denn US-Soldaten im Iran?
Die sollten doch nicht etwa irgendwas vorbereiten? Haben die auch schon Wörterbücher für persisch wie die Bundeswehr bekommen?
Ansonsten sind diese beiden Artikel vielleicht interessant in diesem Kontext, wenn man auch dringend bedenken sollte, woher sie stammen:
Klare Sicht für einen Schlag der USA gegen Iran
Ex-Mossad-Chef – Die Welt muss jetzt den Iran angreifen
Der eine Artikel ist wohl eher eine Warnung an die USA, es nicht zu übertreiben, der andere will den Wafengang beflügeln.
Aber wie auch immer. Es dürfte massiv Stör- und Infiltrationsversuche, sowie von den USA/Israel ausgehende Partisanentätigkeit auf iranischem Gebiet geben mit dem Ziel die iranische Führung zu schwächen oder gar einen Staatsstreich herbeizuführen (wäre ja bekanntlich nicht das erste Mal in Iran/Persien).
Dann wäre noch interessant warum, Israel so unendlich viel Treibstoff bestellt hat:
Israel bestellt Unmengen an Treibstoff
Und dann kommt so eine verfälschte AFP/Reuters Meldung daher ... und findet ihren Weg in die ZEIT (und wahrscheinlich noch andere Medien).
Qui Bono?
Wenn ich hier die Kommentare der Leser lese, bekomme ich wieder dieses beklemmende Gefühl, dass sie wirklich alles glauben, was in den Mainstream-Medien über den Iran und seinen Präsidenten geschrieben wird, glauben :(
Welche Mitforisten meinten Sie damit ?
Welche Mitforisten meinten Sie damit ?
Welche Mitforisten meinten Sie damit ?
Eine denkbare Erklärung für die obskure Falschmeldung, welche die Position Ahmadinejads – unkomfortabel auf spitzen Steinen gebettet und zwischen allen Stühlen - widerspiegelt, liefert die Los Angeles Times vom 19. September.
http://latimesblogs.latim...
In der Geschichte des islamistischen Staates Iran mag es ja schon immer so gewesen sein, dass die verschiedenen Gruppen des „Establishments“ „beinhart“ Ihre Rivalitäten - auch mit blutigen Aktionen der Unterdrückung - ausgetragen haben. Nur seit den gefälschten Wahlen im Jahr 2009 dringen diese Rivalitäten und die tiefer werdenden Risse innerhalb der Führungsclique immer stärker nach außen.
Ahmadinejad hat in seiner hammerharten Agitations- und Konfrontationsstrategie den Zenith weit überschritten:
Selbst von der Fatah in Palästina und von Fidel Castro (man höre und staune) wurde er hart wegen seiner abstrusen außenpolitischen Vorstellungen – und seinem latent zur Schau gestellten Antisemitismus kritisiert. Die Beziehungen zu den fast gleichgeschalteten iranischen Abgeordneten kann nur noch als Schlachtfeld beschrieben werden, ebenso die Beziehungen des Präsidenten zu den Prinziplisten.
Inwieweit Ahmadinejad noch die Unterstützung des Obersten Führers genießt, liegt im „Halbschatten“ - die rigorose Ablehnung Khameneis des Haushaltsplans der Regierung spricht hier eine deutliche Sprache.
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