Nazi-Vergleiche Amerikas Hitler-Obsession in der Iran-Debatte

Geschichte wiederholt sich nicht. Jeder Historiker weiß das. Diskutiert man aber mit Amerikanern über Iran, findet man sich schnell im Jahr 1938 wieder.

Iranische Demonstranten verbrennen israelische und amerikanische Flaggen in Teheran

Iranische Demonstranten verbrennen israelische und amerikanische Flaggen in Teheran

Den größten Einfluss auf US-Außenpolitik hat kein Amerikaner, Israeli oder Iraner, sondern ein Österreicher. Und der ist seit 65 Jahren tot. Doch sein Geist spukt durch die amerikanische Iran-Debatte und man könnte fast meinen, er habe vom Körper Chameneis oder Ahmadineschads Besitz ergriffen. Zugeständnisse an Teheran sind aus dieser Sicht nichts anderes als die Appeasement-Politik beim Münchner Abkommen 1938. Und die Nuklearanlagen von Buschehr und Qom sind die Startrampen für das nächste Sobibor und das nächste Chelmno.

Nazi-Analogien sind in der amerikanischen Iran-Debatte allgegenwärtig und werden keineswegs nur dazu benutzt, den politischen Gegner mundtot zu machen. Sie beschränken sich auch nicht auf Geschwätzige vom politischen Rand. Nein, sie werden verwendet von Nachrichtenmoderatoren, Bloggern, Politikern, Akademikern und seriösen Journalisten.

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Shaun Halper
Shaun Halper

Shaun Halper promoviert in Geschichte an der University of California at Berkeley, ist Burns-Fellow und im Rahmen seines Fellowships derzeit bei ZEIT ONLINE. Er bloggt für die Huffington Post.

In der politischen Szene bedienen sich nicht nur Neocons und Falken wie der ehemalige CIA-Chef James Woolsey des Nazi-Vokabulars. Auch die Hartgesotteneren unter den Demokraten machen von Nazi-Vergleichen gerne Gebrauch, wenn sie über Iran reden.

Natürlich lehnen auch etliche amerikanische Kritiker und Wissenschaftler die Analogie ab – ebenso wie die Obama-Regierung. Doch wie in anderen Fällen auch sind das Weiße Haus und seine Unterstützer bislang bemerkenswert erfolglos darin, der Öffentlichkeit die Politik des Präsidenten verständlich zu machen.

Während das Weiße Haus sich um direkte diplomatische Gespräche mit Iran bemüht, dominieren die "1938er" – um eine Wortschöpfung des  einflussreichen englisch-amerikanischen Politikberaters und Neocons Tony Blankley zu verwenden – die medialen Schaltstellen. Die Nazi-Analogie wird mantraartig immer und immer wieder heruntergebetet und formt die öffentliche Meinung.

Sicher, dieses Phänomen existiert nicht erst seit dem Atomstreit mit Iran und es wird ihn auch überdauern. Doch ist der rhetorische Missbrauch des Nationalsozialismus derzeit so verbreitet, dass er einer genaueren Betrachtung bedarf, will man die öffentliche Debatte in den USA über Iran verstehen.

Im Gegensatz zu den USA lässt sich Hitler in deutschen Debatten übrigens geradezu selten blicken. In dem Land, in dem die Leugnung des Holocaust unter Strafe steht, die Aufklärung über ihn an Schulen verpflichtend ist, und ein Zitat über ein vermeintlich "jüdisches Gen" für öffentliche Empörung sorgt – all das im Gegensatz zu den USA –, ist die Iran-Debatte nicht von Analogien zum Nationalsozialismus durchwuchert.

Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel: Kanzlerin Angela Merkel bediente sich des Vergleichs und die Vorsitzende des Zentralrats der Juden ebenfalls. Außerdem der Journalist Richard Herzinger in der Welt, der Politikwissenschaftler Matthias Küntzel, der ehemalige Staatssekretär und Publizist Klaus Faber sowie die Mitglieder der Kampagne "Stop the bomb". Aber sie alle gehören einer Minderheit an, wie sie auch selbst anerkennen.

Insgesamt betrachtet aber ist der Unterschied zwischen der amerikanischen und der deutschen Iran-Debatte enorm. Doch warum ist das so?

Der wichtigste Grund ist ein sehr schlichter: Die Analogie ist einfach falsch. Sicher, die westlichen Staaten stehen in der Frage des iranischen Atomprogramms vor wahrhaft großen Problemen. Einem Problem, das Experten der deutschen 1930er Jahre nur allzu gut kennen: Soll der Rhetorik des iranischen Regimes Priorität eingeräumt werden oder seinen Taten? Ist es zu ideologisch für ein Appeasement? 

Doch von dieser Parallele abgesehen fällt die Analogie auch schon auseinander.

Es ist müßig zu erwähnen, dass Iran nichts von der ökonomischen, militärischen oder politischen Bedeutung hat, die Nazi-Deutschland Ende der 1930 Jahre hatte. Iran ist nicht einmal unter den zwanzig stärksten Volkswirtschaften der Welt zu finden. Allein der Verteidigungshaushalt der USA beträgt das Doppelte des jährlichen iranischen Bruttoinlandsprodukts und das Hundertfache der iranischen Verteidigungsausgaben. Kurz: Im Gegensatz zum Dritten Reich ist Iran kein ebenbürtiger Gegner oder auch nur langfristig eine echte Gefahr. Das Regime könnte niemals auch nur hoffen, eine militärische Auseinandersetzung mit den USA zu gewinnen, ganz egal ob atomar oder nicht.

Dies bedeutet dennoch nicht, dass Iran nicht zu einer ernsthaften Bedrohung für Israel und die arabischen Anrainer werden könnte, oder dass die atomaren Bemühungen nicht gestoppt werden müssten. Auch die antisemitischen Äußerungen der Teheraner Führung und der Versuch, das Machtgefüge im Nahen Osten zu verschieben, müssen ernst genommen werden.

Dennoch: Die Analogie zu Nazi-Deutschland hält einer tiefer gehenden Analyse nicht stand. Wissen die "1938er" also einfach nicht, wovon sie reden (bei einigen durchaus der Fall, aber bei den meisten eher unwahrscheinlich), oder wollen sie ihrem Publikum durch die oberflächlichen Parallelen einfach nur bewusst machen, wie schrecklich böse Iran doch tatsächlich ist?

Viele europäische Leser werden an dieser Stelle anmerken, dass Amerikaner eben nicht zu den Allerschlauesten gehören. Wer will es Europa verübeln. Schließlich reden wir hier von der Nation, die 2004 George W. Bush wiedergewählt hat. Außerdem haben unter anderem die bekannten amerikanischen Publizisten Susan Jacoby und Rink Shenkman zur Genüge dokumentiert, wie katastrophal unterentwickelt amerikanische Kenntnisse in Geschichte und Geopolitik sind. Doch sind auch diese Defizite keine erschöpfende Erklärung für die Beliebtheit des Nazi-Vergleichs.

Ohnehin sind Amerikaner, egal welcher politischen Überzeugung, wohl kaum die einzige Nation der Welt, die sich gerne von ungenauen historischen Legenden leiten lässt, um ihre politischen Interessen zu stützen. Nein, ein Mythos, wie die Reinkarnation des Dritten Reichs in Form des Mullah-Regimes einer ist, kann so ziemlich jede politische Ideologie und nationale Identität stützen und korreliert nur selten mit den Fakten. Das ist keine explizit amerikanische Sünde. Die Frage ist: Warum stößt dort ausgerechnet der Mythos vom Vierten Reich in Form Irans auf so viele offene Ohren?

Ist der Einfluss Israels, der Lobby-Organisation AIPAC und amerikanischer Juden daran schuld? Immerhin nehmen die meisten Israelis, wenn auch sicher nicht alle, Iran durchaus als existentielle Bedrohung wahr. Und hat nicht Ahmadineschad zur Vernichtung Israels aufgerufen? Unterstützt er nicht seit Jahren den internationalen Terrorismus, darunter die Hamas und Hisbollah?

Auch diese Theorie kratzt nur an der Oberfläche einer zufriedenstellenden Erklärung. Die Wurzel der amerikanischen Unterstützung Israels liegt im Gegensatz zum weitverbreiteten und falschen Glauben nicht in seiner jüdischen Minderheit, die ein äußerst gequältes und kritisches Verhältnis zum Zionismus hat. Stattdessen ist der Hauptgrund für die starke Verbindung beider Länder der riesige Einfluss und die große Macht der Evangelikalen, die die Anwesenheit von Juden im Heiligen Land als einen Teil von Gottes Plan erachten, damit Jesus zurückkehren kann.

Natürlich stimmt es, dass viele Neokonservative jüdisch sind und AIPAC eine der einflussreichsten Lobby-Organisationen in Washington ist. Aber keine von beiden Gruppen hält die öffentliche Meinung im Würgegriff. Juden machen weniger als 2,5 Prozent der US-Bevölkerung aus, ohne die breite evangelikale Unterstützung würde amerikanische Außenpolitik und vor allem Amerikas Verhältnis zu Israel völlig anders ausfallen.

Nein, entgegen der oberflächlichen Erscheinung hat die amerikanische Hitler-Obsession nichts mit der vermeintlichen oder realen Gefahr zu tun, die von Iran ausgeht. Sie ist vielmehr ein Versuch, zu den glorreichen Zeiten des Zweiten Weltkriegs zurückzukehren, in die Zeit der sogenannten "Goldenen Generation" und damit in eine Phase, die die "1938er" als stolzen Kampf gegen ein klar identifizierbares Böses romantisieren. Es geht um die Rückkehr in eine Welt, in der Amerikaner sich für eine gute Sache und gegen einen gemeinsamen Feind vereinigt sahen.

Der rhetorische Rückgriff auf den Nationalsozialismus dient der Wiederbelebung von Stolz und Ruhm in Amerika. Wenn Kommentatoren Ahmadineschad oder Chamenei mit Hitler vergleichen, tun sie reichlich wenig, um die eigentliche Bedrohung durch Iran zu erklären. Stattdessen betonen sie lediglich, was für eine gerechte Sache ein künftiger Konflikt mit Iran sein wird.

Und die US-Medien spielen dieses Spiel kritiklos mit. Nazis verkaufen sich eben gut. Aber auch nur deshalb, weil sich die US-Bürger in eine imaginäre Welt zurücksehnen, in der Amerika die moralische Oberhand hat und einen höheren Auftrag ausführt. Dieser Wunsch verträgt sich wunderbar mit der Annahme der evangelikalen Christen, dass das Ende aller Tage ziemlich nahe sei – zumal sie ja auch glauben, im Zentrum der letzten Schlacht zwischen Gut und Böse stehe ein belagertes jüdisches Volk.

Es ist ein Glaubenskonstrukt aus Ruhmessuche und religiösem Überschwang, der dem heutigen Deutschland völlig fremd ist. Denn in Deutschland hat man erfahren, wie Kriegsnostalgie und fehlende emotionale Demilitarisierung – typische Charakteristika der Zwischenkriegszeit – auf einen Pfad der Zerstörung führen.

Viele Amerikaner müssen diese Lektion auch zehn Jahre nach der Bush-Inauguration noch lernen.

Übersetzt von Konstantin L. Kasakov

 
Leser-Kommentare
    • Liman
    • 10.09.2010 um 7:06 Uhr
    1. [...]

    Weiss Herr Halper nicht, dass der Iran mit Hitler verbündet war?
    Weiss er nicht, dass die Führung der Palästina-Araber sich während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland befand und Einheiten der muslimischen SS-Divisionen aufstellte usw.

    Und immer wieder dieser Quatsch mit den Evangelikalen! Warum list der Autor nicht den Koran und erkennt dort, was über Israel steht. Der wahre Muslim ist Zionist!

    V. 21,22. Remember Moses said to his people: "O my people! Call in remembrance the favour of Allah unto you, when He produced prophets among you, made you kings, and gave you what He had not given to any other among the peoples.

    "O my people! Enter the holy land which Allah has assigned unto you!

    VII. 137. And We made a people, considered weak (and of no account), inheritors of lands in both east and west, ­ lands where on We sent down Our blessings. The fair promise of thy Lord was fulfilled for the Children of Israel, because they had patience and constancy, and We leveled to the ground the great works and fine buildings which Pharaoh and his people erected (with such pride).

    Verzichten Sie bitte umgehend auf Beleidigungen. Die Redaktion/vv

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    als ihre Leser!

    • joG
    • 10.09.2010 um 9:37 Uhr

    ....wesentlich robustere Vorgehensweise gegenüber dem Iran vertrete und durchaus das Risiko sehe, dass Iran eine ähnliche Dynamik entwickelt, wie das auch vor WWII von Deutschland ausging, muss ich widersprechen. Der Beitrag von Halper stellt einen Standpunkt in einer breiten Diskussion der amerikanischen politischen Elite zur Situation in und gegenüber Iran dar. Es ist hilfreich alle Meinungen zu einem Thema zu hören, bevor man Soldaten ins Feld stellt.

    ...dass der Iran seine Neutralität erklärte? Sicher sind Sympathien des Regimes für Nazideutschland nicht zu leugnen. Der Iran war aber vielmehr als Nachschubweg und Öllieferant aus militärstrategischen Gesichtspunkten kriegswichtig für die Alliierten, worin wohl der wahre Grund für die Invasion Irans lag.
    ...dass Freiwilligenverbände aus einer Vielzahl von Ländern rekrutiert wurden? Ich verweise einfach mal auf die indische Legion (auch wenn nur von propagandistischer Bedeutung).
    Des Weiteren reden sie hier von palästinensichen Einheiten, wo es doch ganz offensichtlich um die Iraner geht. Muss dieses Beispiel nun für die ganze damalige islamische Welt herhalten, oder wie sehe ich das? Genauso gab es niederländische, norwegische Freiwillige usw. Ihre Argumentation widerlegt Halper ganz und gar nicht.
    Ich möchte die Sympathie einiger (mag sein, dass es vllt auch die Mehrzahl war) Muslime für Hitler gar nicht leugnen(al-Husseini), doch halte ich insbesondere ihren ersten Absatz für ziemlichen Humbug.

    als ihre Leser!

    • joG
    • 10.09.2010 um 9:37 Uhr

    ....wesentlich robustere Vorgehensweise gegenüber dem Iran vertrete und durchaus das Risiko sehe, dass Iran eine ähnliche Dynamik entwickelt, wie das auch vor WWII von Deutschland ausging, muss ich widersprechen. Der Beitrag von Halper stellt einen Standpunkt in einer breiten Diskussion der amerikanischen politischen Elite zur Situation in und gegenüber Iran dar. Es ist hilfreich alle Meinungen zu einem Thema zu hören, bevor man Soldaten ins Feld stellt.

    ...dass der Iran seine Neutralität erklärte? Sicher sind Sympathien des Regimes für Nazideutschland nicht zu leugnen. Der Iran war aber vielmehr als Nachschubweg und Öllieferant aus militärstrategischen Gesichtspunkten kriegswichtig für die Alliierten, worin wohl der wahre Grund für die Invasion Irans lag.
    ...dass Freiwilligenverbände aus einer Vielzahl von Ländern rekrutiert wurden? Ich verweise einfach mal auf die indische Legion (auch wenn nur von propagandistischer Bedeutung).
    Des Weiteren reden sie hier von palästinensichen Einheiten, wo es doch ganz offensichtlich um die Iraner geht. Muss dieses Beispiel nun für die ganze damalige islamische Welt herhalten, oder wie sehe ich das? Genauso gab es niederländische, norwegische Freiwillige usw. Ihre Argumentation widerlegt Halper ganz und gar nicht.
    Ich möchte die Sympathie einiger (mag sein, dass es vllt auch die Mehrzahl war) Muslime für Hitler gar nicht leugnen(al-Husseini), doch halte ich insbesondere ihren ersten Absatz für ziemlichen Humbug.

    • FahadA
    • 10.09.2010 um 7:07 Uhr

    "Stattdessen ist der Hauptgrund für die starke Verbindung beider Länder der riesige Einfluss und die große Macht der Evangelikalen, die die Anwesenheit von Juden im Heiligen Land als einen Teil von Gottes Plan erachten, damit Jesus zurückkehren kann."

    Interessante These. In Tehran und Qom glauben die das übrigens auch. Er wird aber zusammen mit dem Mahdi kommen. Die haben sicher alle dasselbe Zeug gekifft (wie Broder so schön sagt).

  1. wohl aber für die Bundesrepublik. Der Iran entwickelt nicht nur Atomwaffen, sondern auch Trägerraketen, deren Reichweite groß genug ist, um Deutschland zu erreichen. Solche Raketen in der Hand eines religiösen Fanatikers sind keine erfreuliche Perspektive.

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    Sehr richtig! Auch der Irak konnte ja mit seinen Raketen innerhalb von 45 Minuten ganz Schland in Schutt und Asche legen.

    Deutschland, die USA und die Nato hingegen standen dieser Gefahr praktisch unbewaffnet entgegen. Auch deswegen war und ist Aufrüstung so wichtig!

    So, und jetzt muss ich meine Tabletten nehmen.

    Entweder das seit Jahrzenten geltende Gleichgewicht des Schreckens (MAD) gilt auch für Kleinstaaten, dann spielt eine Atombombe in Iran keine Rolle, oder MAD gilt nicht - dann würde ich mir aber um ALLE Atombomben sorgen machen, egal wer sie kontrolliert.

    Sehr richtig! Auch der Irak konnte ja mit seinen Raketen innerhalb von 45 Minuten ganz Schland in Schutt und Asche legen.

    Deutschland, die USA und die Nato hingegen standen dieser Gefahr praktisch unbewaffnet entgegen. Auch deswegen war und ist Aufrüstung so wichtig!

    So, und jetzt muss ich meine Tabletten nehmen.

    Entweder das seit Jahrzenten geltende Gleichgewicht des Schreckens (MAD) gilt auch für Kleinstaaten, dann spielt eine Atombombe in Iran keine Rolle, oder MAD gilt nicht - dann würde ich mir aber um ALLE Atombomben sorgen machen, egal wer sie kontrolliert.

  2. "Viele europäische Leser werden an dieser Stelle bemerken, dass Amerikaner eben nocht zu den Allerschlauesten gehören. Wer will es Europa verübeln. Schließlich reden wir hier von der Nation, die 2004 George W. Bush wiedergewählt hat."

    Ich hoffe, die schlaueren Amerikaner werden bemerken, dass der Autor von der Nation redet, die 2009 Angela Merkel wiedergewählt hat.

    Dummheit ist eben nicht nur im Wilden Westen verbreitet, sondern auch und gerade im Alten Europa.

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    "Ich hoffe, die schlaueren Amerikaner werden bemerken, dass der Autor von der Nation redet, die 2009 Angela Merkel wiedergewählt hat."

    Weil die Alternativen waren...? Genau. Demokratie ist die Wahl zwischen Cholera und Pest. Zum Glück! Ein Volk erhält die Regierung, die es verdient. ;-)

    "Ich hoffe, die schlaueren Amerikaner werden bemerken, dass der Autor von der Nation redet, die 2009 Angela Merkel wiedergewählt hat."

    Weil die Alternativen waren...? Genau. Demokratie ist die Wahl zwischen Cholera und Pest. Zum Glück! Ein Volk erhält die Regierung, die es verdient. ;-)

  3. Sehr richtig! Auch der Irak konnte ja mit seinen Raketen innerhalb von 45 Minuten ganz Schland in Schutt und Asche legen.

    Deutschland, die USA und die Nato hingegen standen dieser Gefahr praktisch unbewaffnet entgegen. Auch deswegen war und ist Aufrüstung so wichtig!

    So, und jetzt muss ich meine Tabletten nehmen.

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    >>Sehr richtig! Auch der Irak konnte ja mit seinen Raketen innerhalb von 45 Minuten ganz Schland in Schutt und Asche legen.

    Deutschland, die USA und die Nato hingegen standen dieser Gefahr praktisch unbewaffnet entgegen. Auch deswegen war und ist Aufrüstung so wichtig!

    So, und jetzt muss ich meine Tabletten nehmen.<<

    ...whaaa, bitte, ich brauch auch ne Packung!
    Zu senden an pleasestopsavingmefromterrorism@usaftw.eu
    Ich merk schon, wie das iranische Atomanthrax durch meine Wände diffundiert.

    >>Sehr richtig! Auch der Irak konnte ja mit seinen Raketen innerhalb von 45 Minuten ganz Schland in Schutt und Asche legen.

    Deutschland, die USA und die Nato hingegen standen dieser Gefahr praktisch unbewaffnet entgegen. Auch deswegen war und ist Aufrüstung so wichtig!

    So, und jetzt muss ich meine Tabletten nehmen.<<

    ...whaaa, bitte, ich brauch auch ne Packung!
    Zu senden an pleasestopsavingmefromterrorism@usaftw.eu
    Ich merk schon, wie das iranische Atomanthrax durch meine Wände diffundiert.

  4. Aber die Analogien zu einem faschistischen Regime wie von den Nationalsozialisten sind ja auch nicht von der Hand zu weisen:

    1. Verfolgung der Opposition
    2. Verfolgung von religiösen Minderheiten wie die Bahais und Homosexuellen
    3. Folter und Mord in den Gefängnissen
    4. Öffentliche Vorführung und Erniedrigung von Gefangenen
    5. Ein Polizeiapparat (Revolutionsgarden), der alle wirtschaftlichen und kulturellen Bereiche überwacht
    6. Herrschen durch Verbreitung von Angst (öffentliche Hinrichtungen)

    usw....

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    ... aber die aufgeführten Punkte gehören doch zum Basis-Paket jeder Diktatur/jedes Unrechtsregimes.
    Interessanter wäre es doch, zu untersuchen, ob es nicht speziellere Gleichklänge zwischen der Hitlerei und dem heutigen Iran gibt. Habe ich nicht genug Ahnung von - aber der lapidare Hinweis in dem Artikel, das halte einer nähreen Überprüfung nicht stand, ohne dann auch nur ein bisschen tiefer einzusteigen, finde ich etwas dünne...

    @docaffi:
    Nicht zu vergessen: 7. Staatlich geschürter Judenhass.

    Es gab seit dem dritten Reich kein Land, in dem von staatlicher Seite ein derart unverhohlener Antisemitismus gepflegt wurde, wie es seit 1979 im Iran der Fall ist.

    Ein aufschlussreiches Buch hierzu:
    http://www.matthiaskuentz...

    Die von Ihnen aufgestelleten Analogien gelten für viele mit dem Westen befreundete Regime des Nahen Ostens, wenn man mal nich auf die Bezeichnung "Revolutionsgarden" abhebt.

    Stimmt alles, trifft aber alles auch auf Kolumbien zu, und trotzdem werden die von den USA unterstützt

    ... aber die aufgeführten Punkte gehören doch zum Basis-Paket jeder Diktatur/jedes Unrechtsregimes.
    Interessanter wäre es doch, zu untersuchen, ob es nicht speziellere Gleichklänge zwischen der Hitlerei und dem heutigen Iran gibt. Habe ich nicht genug Ahnung von - aber der lapidare Hinweis in dem Artikel, das halte einer nähreen Überprüfung nicht stand, ohne dann auch nur ein bisschen tiefer einzusteigen, finde ich etwas dünne...

    @docaffi:
    Nicht zu vergessen: 7. Staatlich geschürter Judenhass.

    Es gab seit dem dritten Reich kein Land, in dem von staatlicher Seite ein derart unverhohlener Antisemitismus gepflegt wurde, wie es seit 1979 im Iran der Fall ist.

    Ein aufschlussreiches Buch hierzu:
    http://www.matthiaskuentz...

    Die von Ihnen aufgestelleten Analogien gelten für viele mit dem Westen befreundete Regime des Nahen Ostens, wenn man mal nich auf die Bezeichnung "Revolutionsgarden" abhebt.

    Stimmt alles, trifft aber alles auch auf Kolumbien zu, und trotzdem werden die von den USA unterstützt

    • porph
    • 10.09.2010 um 8:27 Uhr

    ""Viele europäische Leser werden an dieser Stelle bemerken, dass Amerikaner eben nocht zu den Allerschlauesten gehören."

    Was hat so ein Satz in einem ZEIT-Artikel zu suchen? Ich spreche nicht über den Schreibfehler.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • joG
    • 10.09.2010 um 9:58 Uhr

    ....sind in allen deutschen Medien häufig zu lesen. Die obige Begründung dessen durch den Autor im Artikel gehört geradezu zu den Glaubenssätzen der hiesigen Bevölkerung und wurde über eine längere Periode vor nicht allzu langer Zeit gebetsmühlenartig in Artikeln, Foren und Rundfunk wiederholt.

    • Tyr
    • 10.09.2010 um 10:09 Uhr

    Was dieser Satz da zu suchen hat?
    Nunja, man kann meiner Meinung nach dem europäischen, oder zumindest dem Deutschen Volksmund unterstellen dass er die Intelligenz des amerikanischen Durchschnittbürgers nicht allzuhoch einschätzt. Und genau dieses Klischee's bedient sich der Autor. Ob er diesem zustimmt, es ablehnt, oder was auch immer er davon hält, lässt er doch im Grunde völlig offen, sondern sagt dass selbst wenn es so wäre, wären die Amis nicht die einzigen ...
    Insofern verstehe ich nicht warum sie sich so an diesem Satz stoßen.

    die sich in Massen artikulieren, "Allahu akbar" skandieren, israelische und amerkanische und deutsche und ... Fahnen anstelle der Menschen verbrennen aber "Todden Feinden des Islam" brüllen?
    Unter amerikanischer Führung kann man leben
    unter islamischer folgen oder sterben.

    • joG
    • 10.09.2010 um 9:58 Uhr

    ....sind in allen deutschen Medien häufig zu lesen. Die obige Begründung dessen durch den Autor im Artikel gehört geradezu zu den Glaubenssätzen der hiesigen Bevölkerung und wurde über eine längere Periode vor nicht allzu langer Zeit gebetsmühlenartig in Artikeln, Foren und Rundfunk wiederholt.

    • Tyr
    • 10.09.2010 um 10:09 Uhr

    Was dieser Satz da zu suchen hat?
    Nunja, man kann meiner Meinung nach dem europäischen, oder zumindest dem Deutschen Volksmund unterstellen dass er die Intelligenz des amerikanischen Durchschnittbürgers nicht allzuhoch einschätzt. Und genau dieses Klischee's bedient sich der Autor. Ob er diesem zustimmt, es ablehnt, oder was auch immer er davon hält, lässt er doch im Grunde völlig offen, sondern sagt dass selbst wenn es so wäre, wären die Amis nicht die einzigen ...
    Insofern verstehe ich nicht warum sie sich so an diesem Satz stoßen.

    die sich in Massen artikulieren, "Allahu akbar" skandieren, israelische und amerkanische und deutsche und ... Fahnen anstelle der Menschen verbrennen aber "Todden Feinden des Islam" brüllen?
    Unter amerikanischer Führung kann man leben
    unter islamischer folgen oder sterben.

  5. *zustimm* :-)

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    aber manche Kommentare sind ja wieder mal komplett für den A....!

    aber manche Kommentare sind ja wieder mal komplett für den A....!

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