Israel & Palästina Vier Gründe für erfolgreiche NahostverhandlungenSeite 2/2

Zweitens sind die geostrategischen Bedingungen günstig. Irak belastet das Ansehen der USA im arabischen Raum nicht mehr so stark wie in den sieben Jahren seit dem Einmarsch 2003. Obama verkündete am Dienstagabend den vollzogenen Abzug aller US-Kampftruppen. Generell ist Israel für die arabischen Staatenlenker nicht mehr der bedrohlichste Feind. Den Platz hat Iran eingenommen. Teheran bleibt zwar der gefährlichste Saboteur der Friedensgespräche. Denn deren Erfolg würde Irans Einfluss auf die Region schwächen. Die internationale Isolierung Teherans macht aber Fortschritte, wenn auch nur langsam.

Drittens liegen die Bausteine des Friedensabkommens seit Langem auf dem Tisch. Beide Staaten erkennen sich gegenseitig in festgelegten Grenzen an. Jerusalem wird geteilt und dient beiden als Hauptstadt. Die Grenzen von 1967 werden durch Gebietsaustausch so verändert, dass beide Territorien ökonomisch und verteidigungstechnisch lebensfähig sind. Das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge wird so uminterpretiert, dass Israels Identität als jüdischer Staat nicht gefährdet wird. Dafür gibt es einen finanziellen Ausgleich.

Viertens, die handelnden Personen. Obama füllt die Rolle des neutralen Vermittlers glaubwürdiger als seine Vorgänger. Abbas ist ein Pragmatiker, kein ewiger Revolutionär wie Arafat, der den Friedensschluss am Ende ablehnte. Netanjahu ist zwar ein harter Rechter. Aber deshalb kann er in Israel die Kompromisse durchsetzen, die einem Linken als staatsgefährdende Schwäche ausgelegt würden.

Ein Beitrag aus dem Tagesspiegel

 
Leser-Kommentare
    • zd
    • 01.09.2010 um 14:24 Uhr

    endlich ein beitrag, wo es keine spekulationen oder schuldzuweisungen gibt.

    • zd
    • 01.09.2010 um 14:35 Uhr

    mehr als 90 prozent der siedler, sehen anders aus. einen siedler kann man nur sehr selten von einem israeli unterscheiden. und 90 prozent der siedlungen kann man nicht von einer israelischer kleinstadt unterscheiden (obwohl die siedlungen meist viel sauberer sind). ich kann deswegen nicht verstehen, wieso man bilder von siedler und siedlungen veroeffentlich, die ueberhaupt nicht representativ sind.

    jeder kann es selbst in google herausfinden. hier die liste der groessten oder bekanntesten siedlungen

    gush etzion
    ariel
    maale adumim
    kiryat arba
    efrat
    beitar illit

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    Ich weiß ja nicht, wie Sie darauf kommen Kiryat Arba als Vorzeige Siedlung anzuführen.

    Hier lehrt an der Shavei-Hevron Yeshiva Dov Lior, der als IDF Rabbi sagte:
    "There is no such thing as civilians in wartime… A thousand non-Jewish lives are not worth a Jew's fingernail!"

    und seinen ehemaligen Nachbarn und Geistesgefährten Baruch Goldstein (Sie erinnern sich vielleicht, das war der Siedler aus Kiryat Arba , welcher 29 betende Palästinenser in einer Moschee erschoss und über 150 weitere verletzte)
    verehrt.

    "Thanks to Lior's efforts, a shrine to Goldstein was constructed in center of Kiryat Arba so that locals could celebrate the killer's deeds and pass his legacy down to future generations."
    http://www.alternet.org/world/148016/how_to_kill_goyim_and_influence_people:_israeli_rabbis_defend_book's_shocking_religious_defense_of_killing_non-jews_(with_video)?page=1
    Dagegen sind die, von Ihnen beanstandeten, im Bild portraitierten Siedler lammfromme Schäfchen.
    Solange Israelis und Palästinenser nicht die Radikalen in ihren jeweils eigenen Reihen marginalisieren, hat ein dauerhafter friedlicher Frieden, selbst nach Abschluss eines gerechten Friedensvertrages, noch einen langen Weg vor sich.

    Sehen Sie es doch einmal vom anderen Standpunkt. Über Jahre wurde hier in den Medien die israelische, meist sekulare, Zivilgesellschaft beschrieben und Bilder zeigten nur vermummte, bewaffnete Palästinenser.
    Jetzt differenziert sich das Bild aus. Dazu gehören eben auch Siedler.

    Die "Siedler" sind bei uns ein gesellschaftlich akzeptiertes Feindbild. Genauso werden sie auch dargestellt. Das ist die Massenpsychologie des Antizionismus. Reine Manipulation.

    Ich weiß ja nicht, wie Sie darauf kommen Kiryat Arba als Vorzeige Siedlung anzuführen.

    Hier lehrt an der Shavei-Hevron Yeshiva Dov Lior, der als IDF Rabbi sagte:
    "There is no such thing as civilians in wartime… A thousand non-Jewish lives are not worth a Jew's fingernail!"

    und seinen ehemaligen Nachbarn und Geistesgefährten Baruch Goldstein (Sie erinnern sich vielleicht, das war der Siedler aus Kiryat Arba , welcher 29 betende Palästinenser in einer Moschee erschoss und über 150 weitere verletzte)
    verehrt.

    "Thanks to Lior's efforts, a shrine to Goldstein was constructed in center of Kiryat Arba so that locals could celebrate the killer's deeds and pass his legacy down to future generations."
    http://www.alternet.org/world/148016/how_to_kill_goyim_and_influence_people:_israeli_rabbis_defend_book's_shocking_religious_defense_of_killing_non-jews_(with_video)?page=1
    Dagegen sind die, von Ihnen beanstandeten, im Bild portraitierten Siedler lammfromme Schäfchen.
    Solange Israelis und Palästinenser nicht die Radikalen in ihren jeweils eigenen Reihen marginalisieren, hat ein dauerhafter friedlicher Frieden, selbst nach Abschluss eines gerechten Friedensvertrages, noch einen langen Weg vor sich.

    Sehen Sie es doch einmal vom anderen Standpunkt. Über Jahre wurde hier in den Medien die israelische, meist sekulare, Zivilgesellschaft beschrieben und Bilder zeigten nur vermummte, bewaffnete Palästinenser.
    Jetzt differenziert sich das Bild aus. Dazu gehören eben auch Siedler.

    Die "Siedler" sind bei uns ein gesellschaftlich akzeptiertes Feindbild. Genauso werden sie auch dargestellt. Das ist die Massenpsychologie des Antizionismus. Reine Manipulation.

  1. Die Verhandlungen werden leider auch diesmal keinen wirklichen Erfog haben , ausser ,solange man verhandelt schiesst man nicht.
    Wo soll ein Kompromiss in der Siedlungsfrage herkommen ?
    Die Siedler sind nicht durch Gehorsam gegenüber ihrer Regierung bislang aufgefallen. Die lassen sich nicht vertreiben, Die sind bewaffnet, ein bisschen Siedlungsaufgabe ist leider nicht möglich.-
    Rückkehrrecht
    Die umliegenden arabischen Staaten haben eine Integration der Flüchtlinge bislang abgelehnt und so brutal das klingt : die UNO hat diese Haltung durch die zahlreichen Hilfen er-
    leichtert. Die Israelis können die Flüchtlinge nicht zurücklassen ohne Ihre Identität als jüdischer Staat zu verlieren ( das war der Grund der Gründung ) ein bisschen rückkehren geht nicht -
    Jerusalem- heilig- =Tabu,
    Fazit eine Lösung ohne Gewalt ( erhebliche Schwächung )einer
    der Parteien ist nicht möglich.
    Entweder stellt die UNO die Hilfslieferungen ein oder die USA die finanzielle Hilfe an Israel.
    Ich bitte un heftigen Widerspruch.

  2. Ich weiß ja nicht, wie Sie darauf kommen Kiryat Arba als Vorzeige Siedlung anzuführen.

    Hier lehrt an der Shavei-Hevron Yeshiva Dov Lior, der als IDF Rabbi sagte:
    "There is no such thing as civilians in wartime… A thousand non-Jewish lives are not worth a Jew's fingernail!"

    und seinen ehemaligen Nachbarn und Geistesgefährten Baruch Goldstein (Sie erinnern sich vielleicht, das war der Siedler aus Kiryat Arba , welcher 29 betende Palästinenser in einer Moschee erschoss und über 150 weitere verletzte)
    verehrt.

    "Thanks to Lior's efforts, a shrine to Goldstein was constructed in center of Kiryat Arba so that locals could celebrate the killer's deeds and pass his legacy down to future generations."
    http://www.alternet.org/world/148016/how_to_kill_goyim_and_influence_people:_israeli_rabbis_defend_book's_shocking_religious_defense_of_killing_non-jews_(with_video)?page=1
    Dagegen sind die, von Ihnen beanstandeten, im Bild portraitierten Siedler lammfromme Schäfchen.
    Solange Israelis und Palästinenser nicht die Radikalen in ihren jeweils eigenen Reihen marginalisieren, hat ein dauerhafter friedlicher Frieden, selbst nach Abschluss eines gerechten Friedensvertrages, noch einen langen Weg vor sich.

    Sehen Sie es doch einmal vom anderen Standpunkt. Über Jahre wurde hier in den Medien die israelische, meist sekulare, Zivilgesellschaft beschrieben und Bilder zeigten nur vermummte, bewaffnete Palästinenser.
    Jetzt differenziert sich das Bild aus. Dazu gehören eben auch Siedler.

    • Zolko
    • 01.09.2010 um 15:58 Uhr

    "Palästinenserpräsident Mahmud Abbas"

    euh... nein, nicht wirklich. Er wurde in 2005 für 4 Jahre gewählt, dann wurde sein Posten für ein weiteres Jahr verlängert, aber seit januar 2010 hat er überhaupt keine demokratische Position.

    Im Namen von "was" oder "wem" kann er dann verhandeln ?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • w.h.k.
    • 01.09.2010 um 17:06 Uhr

    "Im Namen von "was" oder "wem" kann er dann verhandeln ?"

    ... kann man aber nicht. Es könnten ja wieder die Falschen gewinnen. ;)

    Den Artikel halte ich im Wesentlichen für Gesundbeterei. Die Punkte 1, 2 und 4 sind Kaffeesatzleserei. So wie unter 3. sähe zwar eine gerechte Friedenslösung aus, allerdings sehe ich nicht die israelische Bereitschaft dazu.

    • w.h.k.
    • 01.09.2010 um 17:06 Uhr

    "Im Namen von "was" oder "wem" kann er dann verhandeln ?"

    ... kann man aber nicht. Es könnten ja wieder die Falschen gewinnen. ;)

    Den Artikel halte ich im Wesentlichen für Gesundbeterei. Die Punkte 1, 2 und 4 sind Kaffeesatzleserei. So wie unter 3. sähe zwar eine gerechte Friedenslösung aus, allerdings sehe ich nicht die israelische Bereitschaft dazu.

  3. Die "Siedler" sind bei uns ein gesellschaftlich akzeptiertes Feindbild. Genauso werden sie auch dargestellt. Das ist die Massenpsychologie des Antizionismus. Reine Manipulation.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    AndyCGN, gestatten Sie mir diese kleine Anmerkung auf Ihren unausgewogenen Hinweis und Ihre Angst ggü. der "Massenpsychologie des Antizionismus", die Sie sogar als manipulativ empfinden, was aber von Ihnen nur plakativ erwähnt und nicht weiter ausgeführt wird. Siedler haben die freie Wahl des Wohnsitzes in Israel (Was den arabischen Staatsbürgern von Israel nicht gestattet ist). Daher kann von einer bewussten Entscheidung für die Besiedelung palästinensischen Bodens ausgegangen werden, was zu diesen gewollten Zerklüftungen des Westjordanlandes geführt hat und führt. Siedler darf man, wenn es um Friedenslösungen im Nahostkonflikt geht, nicht fragen. Sie werden langfristig mit exekutiver Gewalt, wie im Gazastreifen geschehen, zur Umsiedlung gebracht werden müssen, was aber in keinem Verhältnis zu den Vertreibungen und Morden an der arabischen Bevölkerung in den letzten hundert Jahren steht.

    AndyCGN, gestatten Sie mir diese kleine Anmerkung auf Ihren unausgewogenen Hinweis und Ihre Angst ggü. der "Massenpsychologie des Antizionismus", die Sie sogar als manipulativ empfinden, was aber von Ihnen nur plakativ erwähnt und nicht weiter ausgeführt wird. Siedler haben die freie Wahl des Wohnsitzes in Israel (Was den arabischen Staatsbürgern von Israel nicht gestattet ist). Daher kann von einer bewussten Entscheidung für die Besiedelung palästinensischen Bodens ausgegangen werden, was zu diesen gewollten Zerklüftungen des Westjordanlandes geführt hat und führt. Siedler darf man, wenn es um Friedenslösungen im Nahostkonflikt geht, nicht fragen. Sie werden langfristig mit exekutiver Gewalt, wie im Gazastreifen geschehen, zur Umsiedlung gebracht werden müssen, was aber in keinem Verhältnis zu den Vertreibungen und Morden an der arabischen Bevölkerung in den letzten hundert Jahren steht.

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