Abzug aus Irak Obama zieht eine bittere KriegsbilanzSeite 2/2
Auf den Krieg in Afghanistan ging Obama vergleichsweise kurz ein. Er betonte, dass er an dem Abzugstermin der US-Truppen festhalte. Sie sollten sich von Juli 2011 an zurückziehen. Die Geschwindigkeit des Abzuges werde allerdings von den Verhältnissen in dem Land abhängen. Er appellierte auch an die Eigenverantwortung der Afghanen. "Wir können nicht für die Afghanen tun, was sie am Ende für sich selbst machen müssen." Ein Krieg ohne Enddatum sei weder im Interesse des afghanischen Volkes noch im Interesse der USA. Der Verteidigungsminister Robert Gates ist derweil in den Irak geflogen. Er wird dort einen Wechsel in der Führung des US-Oberkommandos begleiten.
Bei der Kongresswahl am 2. November wird über ein Drittel des Senats und das gesamte Repräsentantenhaus entschieden. Die Republikaner versprechen sich hohe Zugewinne. In einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup hatten die Republikaner einen historischen Vorsprung in der Wählergunst von zehn Prozentpunkten. Obamas Demokraten kamen demnach auf eine Zustimmungsrate von 41 Prozent, die gegnerischen Republikaner auf 51 Prozent.
- Datum 01.09.2010 - 08:19 Uhr
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- Quelle AFP, Reuters, dpa
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....dass die Iraker aus ihrer neuen Möglichkeit zur Selbstbestimmung etwas machen können.
Betrachtet man den Irakkrieg jetzt als abgeschlossenes historisches Ereignis, lässt sich sagen, dass dieser Krieg das wohl schlimmste war, was dem irakischen Volk widerfahren konnte.
Angefangen bei den Lügen um den Kriegsgrund; über die, aus irakischer Sicherheit betrachtete inkompetente Besatzungspolitik (z.B. die Auflösung der irakischen Armee); bis zum Abzug der Alliierten Armee und dem Überlassen eines Landes im völligen Chaos, war dieser Krieg eine einzige große Lüge.
Und es lässt sich heute auch sagen, dass die irakische Bevölkerung mit Saddam Hussein möglicherweise besser dran gewesen wäre.
Empfehlenswert zu dieser Bewertung des Irakkrieges:
http://www.youtube.com/wa...
Betrachtet man den Irakkrieg jetzt als abgeschlossenes historisches Ereignis, lässt sich sagen, dass dieser Krieg das wohl schlimmste war, was dem irakischen Volk widerfahren konnte.
Angefangen bei den Lügen um den Kriegsgrund; über die, aus irakischer Sicherheit betrachtete inkompetente Besatzungspolitik (z.B. die Auflösung der irakischen Armee); bis zum Abzug der Alliierten Armee und dem Überlassen eines Landes im völligen Chaos, war dieser Krieg eine einzige große Lüge.
Und es lässt sich heute auch sagen, dass die irakische Bevölkerung mit Saddam Hussein möglicherweise besser dran gewesen wäre.
Empfehlenswert zu dieser Bewertung des Irakkrieges:
http://www.youtube.com/wa...
Es ist doch selbstverstaendlich, dass die USA diesen illegalen Krieg beenden. Kein Grund sich bei der Regierung zu bedanken, die doch letztendlich Schuld am derzeitigen Chaos in Irak ist. Ja, Saddam war furchtbar, aber es ging den Menschen VIEL besser als heute.
Dann hoffe ich mal, dass die Iraker das Beste aus ihrer Demokratie machen und nicht alles auseinander faellt.
dass es den Menschen damals unter Saddam VIEL besser ging? Kennen sie die Machenschaften von Saddam im Detail?
In meiner Firma arbeitet jemand, der damals vor Saddam geflohen ist. Er wird Ihnen etwas ganz anderes erzählen. Sicher nicht, dass heute Friede/Freude/Eierkuchen den Irak dominieren. Aber ich wüsste doch gerne, worauf Ihre Ansicht mit VIEL besser basiert.
dass es den Menschen damals unter Saddam VIEL besser ging? Kennen sie die Machenschaften von Saddam im Detail?
In meiner Firma arbeitet jemand, der damals vor Saddam geflohen ist. Er wird Ihnen etwas ganz anderes erzählen. Sicher nicht, dass heute Friede/Freude/Eierkuchen den Irak dominieren. Aber ich wüsste doch gerne, worauf Ihre Ansicht mit VIEL besser basiert.
4 Worte, die sturen Starrsinn bergen,
Recht in einer Sache zu haben,
die mit einer Lüge begann.
Verantwortung wofür?
Das Wort-Gefecht
rundum diesen Krieg
und die Tatsachen im Irak
offenbaren nur den Widerspruch
zwischen Wort und Tat. Der Krieg tobt
seit Jahrhunderten zwischen Mensch und
Sache und spitzt sich in diesem Jahrhundert zu.
Noch scheint die Sache Siegerin zu sein. Der Mensch
ist frei, sich der Vereinnahmung durch Sachen zu entziehen
und im urpersönlichen Leben zu siegen: Über den Dingen stehend!
Dann kommt Frieden getragen von Friedfertigen statt bloss im Wort.
Betrachtet man den Irakkrieg jetzt als abgeschlossenes historisches Ereignis, lässt sich sagen, dass dieser Krieg das wohl schlimmste war, was dem irakischen Volk widerfahren konnte.
Angefangen bei den Lügen um den Kriegsgrund; über die, aus irakischer Sicherheit betrachtete inkompetente Besatzungspolitik (z.B. die Auflösung der irakischen Armee); bis zum Abzug der Alliierten Armee und dem Überlassen eines Landes im völligen Chaos, war dieser Krieg eine einzige große Lüge.
Und es lässt sich heute auch sagen, dass die irakische Bevölkerung mit Saddam Hussein möglicherweise besser dran gewesen wäre.
Empfehlenswert zu dieser Bewertung des Irakkrieges:
http://www.youtube.com/wa...
Vielen Dank für die Verlinkung der Dokumentation. Das bringt das Chaos unter Bush glaubwürdige rüber. Ich habe mir die Rede von Obama angesehen und danach die Dokumentation geschaut. Hinterher bekommt so eine Phrase wie "our leadership in the world" noch einen ganz anderen Beigeschmack …
Vielen Dank für die Verlinkung der Dokumentation. Das bringt das Chaos unter Bush glaubwürdige rüber. Ich habe mir die Rede von Obama angesehen und danach die Dokumentation geschaut. Hinterher bekommt so eine Phrase wie "our leadership in the world" noch einen ganz anderen Beigeschmack …
Offiziell werden und wurden getötete Iraqer nicht gezählt.
Das wissenschaftliche Journal Lancet veröffentlichte eine Schätzung von etwa 500000(überwiegend Zivilisten) durch Gewalt umgekommene Iraqer seit der Invasion 2003.
Dies berücksichtigt nicht einmal höhere Sterlichkeit vor allem bei Kindern durch Ernährungsmangel, mangelnde hygiene und mangelnde medizinische Versorgung als Folgen der zerstörten Infrastruktur.
Dafür ist der Iraq nun frei von einem brutalen Diktator.
..."Betrachtet man den Irakkrieg jetzt als abgeschlossenes historisches Ereignis, lässt sich sagen, dass dieser Krieg das wohl schlimmste war, was dem irakischen Volk widerfahren konnte."
Sicher stimmt das für Saddams Familie, Verwandten, Freunde und für seinen Stamm. Für Andere ganz sicher nicht. Mehrere NGOs berichteten vor der UNO von den Toten Kindern, die damals die Sanktionen bedeuteten. Die Zahlen waren natürlich übertrieben, aber da sie größer waren, als die Zahl der seit dem Einmarsch Getöteten Irakis, kann man sagen, dass durch ihn schlimmstenfalls eine andere Gruppe Menschen starb und verarmte. So wie halt in Deutschland mit dem verlorenen Krieg. Das ist oft so.
Ob man das Land jetzt bereits verlassen sollte ist eine andere Frage und ich bin mir da unschlüssig. Jedenfalls sprechen die Analysen ähnlicher Situationen dafür, dass die Stabilisierung einer Demokratie mehr Zeit braucht (3-5 Wahlzyklen) um nachhaltig zu stabilisieren. Dagegen spricht, dass obwohl der Einsatz nicht sehr teuer war die Gelder anderen Orts benötigt werden und die Weltgemeinschaft dort nicht sehr mit hilft, ja sogar seit Langem schreit, die Amis müssten gehen. Das macht den Einsatz teurer und blutiger, als er sonst gewesen wäre.
Alles in allem, scheint mir der Abzug ok, obwohl ich nicht überzeugt bin, dass der President besonders gut argumentiert hat.
"Für Andere ganz sicher nicht. Mehrere NGOs berichteten vor der UNO von den Toten Kindern, die damals die Sanktionen bedeuteten. Die Zahlen waren natürlich übertrieben, aber da sie größer waren, als die Zahl der seit dem Einmarsch Getöteten Irakis [...]"
Interessante Logik.
Der Einmarsch der USA hat (bisher!) zu 500.000 getöten Irakern geführt.
Durch die ebenfalls von den USA durchgesetzten Sanktionen sind vorher jedoch sogar noch mehr Kinder durch vorenthaltene Lebensmittel und Medikamente gestorben, also können die Iraker doch nun wirklich dankbar sein dass ihr Land in's Chaos gestürzt wurde.
Diesen Irakern kann man's halt einfach nicht Recht machen, nicht wahr?
"Für Andere ganz sicher nicht. Mehrere NGOs berichteten vor der UNO von den Toten Kindern, die damals die Sanktionen bedeuteten. Die Zahlen waren natürlich übertrieben, aber da sie größer waren, als die Zahl der seit dem Einmarsch Getöteten Irakis [...]"
Interessante Logik.
Der Einmarsch der USA hat (bisher!) zu 500.000 getöten Irakern geführt.
Durch die ebenfalls von den USA durchgesetzten Sanktionen sind vorher jedoch sogar noch mehr Kinder durch vorenthaltene Lebensmittel und Medikamente gestorben, also können die Iraker doch nun wirklich dankbar sein dass ihr Land in's Chaos gestürzt wurde.
Diesen Irakern kann man's halt einfach nicht Recht machen, nicht wahr?
die oelquellen sind entstaatlicht worden und wieder internationalen unternehmen zugaenglich. die meisten foerderrechte gingen an chinesische unternehmen, exxon mobile ging beinahe leer aus - punkt fuer china. der wiederaufbau wurde grossenteils von amerikanischen baufirmen verwirklicht - punkt fuer die usa. der iran wird mit russland, china (und dem irak) als partnern zur staerksten regionalmacht und kann auf augenhoehe mit israel kommunizieren - punkt fuer den iran. im vernachlaessigten afghanistan und ehemals verbuendeten pakistan bewirkt der hass auf die us-invasoren ein ungeahntes erstarken und eine neue qualitaet der islamistischen front - punkt fuer al kaida. propaganda auf beiden seiten heizt antipathie zwischen westlicher und muslimischer welt an mit nicht absehbaren konsequenzen fuer das zusammenleben in europa und den usa - minuspunkt fuer europa. der westen ist pleite und ohne ressourcen (es sei denn, man kalkuliert mit neuen vorkommen unter den polkappen) - minuspunkt fuer die umwelt.
* mein Beileid für die völkerrechtswidrige Invasion
* mein Beileid für hunderttausende Tote
* mein Beileid für den Import von Terrorismus
* mein Beileid für den Wegfall jeglicher Sicherheit
* mein Beileid für die zerstörte Infrastruktur
* mein Beileid für die neu entfachten Religionskämpfe
* mein Beileid für Kinder, die durch Strahlung von Uranmunition entstellt sind
* mein Beileid für die totale Zerstörung der Wirtschaft
* mein Beileid für den Raub aller Ressoursen
* mein Beileid für die Verschuldung, die aus den "Finanzhilfen" folgt
Armes Irak.
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