Sicherheitspolitik Proteste in ganz Frankreich gegen Roma-Abschiebungen
In rund 130 Städten sind Menschen gegen Sarkozys Sicherheitspolitik und den Umgang mit den Roma auf die Straße gegangen. 50 Organisationen hatten zu Protesten aufgerufen.
©Josep Lago/AFP, Getty Images

In ganz Frankreich demonstrieren Menschen gegen die Abschiebung der Roma
Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften und linke Parteien hatten in Frankreich zum Protest aufgerufen. In mehr als 130 Städten Frankreichs waren nach Angaben der Organisatoren Kundgebungen geplant. "Stoppt den Rassismus" und "Nein zu einer unmenschlichen Politik von Sarkozy" stand auf Bannern und Plakaten bei Demonstrationen in Paris.
Im letzten Monat hat Frankreich 1000 Roma ausgewiesen. Seit Jahresbeginn hat Paris mehr als 8000 Rumänen und Bulgarier i n ihre Heimat ausgeflogen . Die meisten von ihnen werden zur Minderheit der Roma gerechnet. Sarkozy und die zuständigen Minister stehen wegen der Rückführungen seit einigen Wochen im In- und Ausland in der Kritik, auch weil sie teilweise Roma direkt mit Kriminalität in Verbindung gebracht hatten. Unter anderem hatten der Vatikan, die UN und die Europäische Kommission die Massenausweisungen kritisiert. Auch im französischen Kabinett ist die Anordnung umstritten. Außenminister Bernard Kouchner sagte, er denke über einen Rücktritt nach.
Umfragen zufolge ist jedoch mehr als die Hälfte der Bevölkerung mit den Ausweisungen einverstanden. In den letzten Monaten hatte die Regierung mit einer Sicherheitskampagne begonnen , deren Ziel es war, illegale Roma-Lager aufzulösen. Zuvor war es zu mehreren Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Ende Juli hatten Roma eine Polizeistation in Saint Aignan angegriffen, nachdem dort ein französischer Roma erschossen worden war. Der Mann hatte bei einer Polizeikontrolle angeblich nicht angehalten.
Die Regierung rechtfertigt den Rücktransport der Roma mit einer EU-Richtlinie aus dem Jahr 2004. Sie sieht vor, dass Unionsbürger nur dann das Recht auf einen mehr als dreimonatigen Aufenthalt in einem anderen EU-Land haben, wenn sie eine Arbeit nachweisen oder für sich und ihre Familie über ausreichend Geld verfügen. Zudem müssen alle Betroffenen einen umfassenden Krankenversicherungsschutz haben. Diese Voraussetzungen erfüllen die meisten nichtfranzösischen Roma nicht.
Über die Gesamtzahl der Demonstranten im Land gab es zunächst keine Angaben. Zahlreiche der Protestveranstaltungen dauerten am Nachmittag noch an - darunter auch die in Paris.
- Datum 04.09.2010 - 17:18 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
- Kommentare 28
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Wozu sind Richtlinien da, wenn man sie nicht anwendet.
Dann müssen eben diese geändert werden , wenn man damit nicht einverstanden ist.
Roma wären wie jeder andere auch gerne an einem Standort zu Hause.Es ist nicht ihr Verschulden,das sie in Wohnwagen hausen müssen.Und wenn ich mir so manches Bildmaterial betrachte muß ich feststellen das wohl andere,nicht aber die Roma, für die Zerstörung verantwortlich sind.Begreifen sollte auch ein Herr Sarkozy,das man so nicht mit Menschen umgehen darf.Er hat sein Land vor Schaden zu bewahren,was er jedoch macht ist die Jagd auf Menschen die eigentlich Hilfe brauchen.Und viele der angeblichen kriminellen Taten die den Roma zur Last gelegt werden,sollten genauer hinterfragt werden.
Wenn ich heute in der Le Monde oder im Midilibre die entsprechenden Artikel lese und die dazugehörigen Kommentare, dann scheint es so, dass viele Franzosen eine andere Wahrnehmung haben.
Wenn ich heute in der Le Monde oder im Midilibre die entsprechenden Artikel lese und die dazugehörigen Kommentare, dann scheint es so, dass viele Franzosen eine andere Wahrnehmung haben.
Letztlich wirkt hier die Stigmatisierung: Zigeuner gleich kriminell gleich wegdamit!
.
Im Berliner Bezirk Neukölln sind mehr Kriminelle als in Charlottenburg. Schlimm, dass man die Neuköllner nicht einfach alle abschieben kann, was?
Bitte achten Sie zukünftig auf eine unbelastete Wortwahl. Danke, die Redaktion/fk.
... wenn jemand die Leute, die täglich Nötigung begehen, indem sie an der Ampel die Scheiben "putzen" und dann aggressiv ihr "Honorar" eintreiben, wegen Nötigung verurteilen und anschließend in ein Flugzeug nach egal wo setzen würde
Und die Roma können ja nicht mal anders, nicht wahr? Muss am Zigeuner-Gen liegen. Vielleicht steht dazu ja was im nächsten Buch von Sarrazin?
Und die Roma können ja nicht mal anders, nicht wahr? Muss am Zigeuner-Gen liegen. Vielleicht steht dazu ja was im nächsten Buch von Sarrazin?
oder haben sie stattgefunden. Da gibts zwischen Titel und Text leichte Unklarheiten.
"In rund 130 Städten sind Menschen gegen Sarkozys Sicherheitspolitik und den Umgang mit den Roma auf die Straße gegangen."
"In mehr als 130 Städten Frankreichs waren nach Angaben der Organisatoren Kundgebungen geplant. "
Wenn sie stattgefunden haben, wieviel haben stattgefunden? Wieviel Menschen haben denn ungefähr demonstriert, denn alle dauern doch nicht noch an? Oder gibt es keine Zahlen, weil diese ernüchternd sein könnten? Auch wäre interessant, wer demonstrieren gegangen ist?
Besonders in Paris.
In Montpellier, einer der größten Mittelmeerstädte mit ca. 400000 Einwohnern, haben gestern ca. 2000 Personen demonstriert. Die Kernveranstaltung dauerte 30 Minuten. Plus Vor/Nachlauf.
http://www.midilibre.com/...
In Marseille (850 000 Einwohner) waren es gemäß Veranstalter 10 000, gemäß Polizei 2500 Teilnehmer.
http://www.laprovence.com...
Gemäß Le Figaro demonstrieren in 130 Orten insgesamt zwischen 77.000(Innenministerium) und 100.000 (Veranstalter) Personen.
http://www.lefigaro.fr/ac...
Paris 12.000 Teilnehmer (gemäß Polizei), 50.000 (gemäß Veranstalter)
"...2 000 à Rennes...
...Toulouse, entre 1 000 et 3 000 personnes..
...Perpignan entre 400 et 800 personnes...
...Rodez 200...
...Auch 300 à 400 personnes...
...Agen 350...
...Mantes-la Jolie 100...
http://www.lemonde.fr/pol...
Es ist also, wie vermutet. Die Demostrationen finden, beispielsweise im Vergleich mit Stuttgart21, nur einen geringen Zulauf.
Wenn man nun bedenkt, dass ca. 80 Organisationen nebst Parteien, überwiegend aus dem linken Spektrum zu Protesten aufgerufen haben, so haben vielerorts man gerade die Organisatoren und möglicherweise direkt Betroffene teilgenommen.
Ein Thema für die breite Masse der Bevölkerung ist es jedenfalls nicht. Wie es Organisationen und die linke Presse, auch europaweit weismachen wollen. Vielmehr scheint es so, dass bestimmte politische Gruppen in Frankreich ein neues Thema gefunden haben, dass sie gegen Sarko instrumentalisieren.
In Montpellier, einer der größten Mittelmeerstädte mit ca. 400000 Einwohnern, haben gestern ca. 2000 Personen demonstriert. Die Kernveranstaltung dauerte 30 Minuten. Plus Vor/Nachlauf.
http://www.midilibre.com/...
In Marseille (850 000 Einwohner) waren es gemäß Veranstalter 10 000, gemäß Polizei 2500 Teilnehmer.
http://www.laprovence.com...
Gemäß Le Figaro demonstrieren in 130 Orten insgesamt zwischen 77.000(Innenministerium) und 100.000 (Veranstalter) Personen.
http://www.lefigaro.fr/ac...
Paris 12.000 Teilnehmer (gemäß Polizei), 50.000 (gemäß Veranstalter)
"...2 000 à Rennes...
...Toulouse, entre 1 000 et 3 000 personnes..
...Perpignan entre 400 et 800 personnes...
...Rodez 200...
...Auch 300 à 400 personnes...
...Agen 350...
...Mantes-la Jolie 100...
http://www.lemonde.fr/pol...
Es ist also, wie vermutet. Die Demostrationen finden, beispielsweise im Vergleich mit Stuttgart21, nur einen geringen Zulauf.
Wenn man nun bedenkt, dass ca. 80 Organisationen nebst Parteien, überwiegend aus dem linken Spektrum zu Protesten aufgerufen haben, so haben vielerorts man gerade die Organisatoren und möglicherweise direkt Betroffene teilgenommen.
Ein Thema für die breite Masse der Bevölkerung ist es jedenfalls nicht. Wie es Organisationen und die linke Presse, auch europaweit weismachen wollen. Vielmehr scheint es so, dass bestimmte politische Gruppen in Frankreich ein neues Thema gefunden haben, dass sie gegen Sarko instrumentalisieren.
Und die Roma können ja nicht mal anders, nicht wahr? Muss am Zigeuner-Gen liegen. Vielleicht steht dazu ja was im nächsten Buch von Sarrazin?
Dann lassen Sie sich die doch die Scheiben putzen, wenn Sie es derart mögen. Alle anderen ärgern sich halt drüber.
Dann lassen Sie sich die doch die Scheiben putzen, wenn Sie es derart mögen. Alle anderen ärgern sich halt drüber.
Entfernt. Für menschenverachtende Äußerungen ist dies nicht die geeignete Plattform. Danke. /Die Redaktion pt.
Ich kannte einige auch einmal in ihrem Rahmen, sie haben sehr wohl so etwas wie ein "Gen", sie heiraten keine Fremden und dies über Generationen, sie haben auch ihre eigenen Gerichtsbarkeit und vieles mehr, man sollte mal einem Reporter raten sie zu verstehen, dann versteht er auch das ewige Problem. Nun schreiben einige ganz Schlaue, warum kann es denn keine Reporterin sein? Weil es in der Natur der Sache liegt! Organisationen oder Leute die keine Ahnung haben können immer auf die Straße gehen.
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