Kongo UN gesteht Mitschuld an Massenvergewaltigungen
Die Vereinten Nationen haben Fehler im Kongo zugegeben. Dort hatten Rebellen mehr als 200 Frauen vergewaltigt. Die UN sprechen von einer "Kultur der sexuellen Gewalt".
Nach Massenvergewaltigungen in der Demokratischen Republik Kongo haben die Vereinten Nationen Fehler eingeräumt. Zwar liege die Sicherheit der dortigen Bevölkerung vor allem in Händen der Regierung des Landes, das im Kongo stationierte UN-Blauhelmkontingent sei aber "gleichfalls gescheitert", sagte der stellvertretende Generalsekretär für UN-Friedensmissionen, Atul Khare. "Unser Handeln war nicht angemessen. Wir müssen mehr tun".
Die Vereinten Nationen hätten "die kollektive Verantwortung" dafür, dass die Massenvergewaltigung nicht rechtzeitig gestoppt wurden, sagte auch die UN-Sonderbeauftragte gegen sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten, Margot Wallström. Sie sprach von "systematischen Vergewaltigungen".

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Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden im Ost-Kongo binnen vier Tagen Anfang August 242 Frauen vergewaltigt . Unter den Opfern seien auch 20 Kinder gewesen. In einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats berichtete Wallström, dass Blauhelmsoldaten, die in der Nähe stationiert waren, von den Dorfbewohnern offensichtlich aus Angst vor Racheakten nicht herbeigerufen wurden. In der Region Walikale habe es keine Verbindung für Mobiltelefone gegeben und der Funkverkehr sei unzuverlässig, räumte Khare ein.
Er berichtete von weiteren 260 Vergewaltigungen in anderen Teilen der Provinzen Nord- und Süd-Kivu im Laufe des August. Darunter seien Kinder im Alter von noch nicht einmal sieben Jahren gewesen. Khare warnte vor einer wachsenden "Kultur sexueller Gewalt" in der Region, in der rivalisierende Gruppen um die Kontrolle von Gold- und Mineralienvorkommen kämpfen.
Khare und Wallström machten die Rebellen der Demokratischen Kräfte für die Befreiung Ruandas (FDLR) sowie örtliche Mai-Mai-Milizen für die Vergewaltigungen verantwortlich . Die FDLR ist eine Miliz von Hutus, die 1994 nach dem Völkermord in Ruanda in das damalige Zaire (heute Kongo) geflohen waren. Viele von ihnen waren in den Massenmord an 800.000 Tutsi und gemäßigten Hutu in Ruanda verstrickt.
Die USA kündigten an, Sanktionen gegen Führer beteiligter Milizen prüfen zu wollen. So wie Washington zeigten sich auch die übrigen Mitglieder des Sicherheitsrats empört über die Übergriffe.
Khare versprach mehr Patrouillen und Kontrollen durch die Blauhelmsoldaten, die seit 1999 im Kongo vertreten sind. Die Soldaten seien angewiesen worden, bei ihren Patrouillen in den besonders gefährdeten Regionen Standardfragen zu stellen und die Kontakte mit der Bevölkerung zu intensivieren. Zudem habe die UN-Mission Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikation eingeleitet.
- Datum 08.09.2010 - 09:26 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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Wozu sind die überhaupt vor Ort, um, nachdem die Übergriffe vorbei sind, eine Mitschuld einzugestehn? Die Vereinten Nationen versagen immer wieder wenn es darauf ankommt. Das ist ohne Worte. Einfach nur traurig. Ein Horrorszenario für die schwächsten, die Frauen und Kinder, die Schutz so dringend benötigen. Das ist nicht nachzuvollziehn. Was für Idioten produzieren wir nur an die Macht.
Wie Peinlich muss das bitte sein. Die Vereinten Nationen haben kläglich gescheitert. Einfach nur peinlich.
Da tobt der Krieg seit mehrere Jahren. Warum macht da keiner was? Wo ist denn die Merkel? Wo ist Schäuble? Wo sind die Moralexperten? Aber was soll man sich aus Kongo holen? Welche wirtschaftliche Vorteile hat denn Kongo? Da lohnen sich Irak und Afghanistan viel mehr. Jetzt mir nicht naivität vorwerfen. Naiv ist es zu glauben, dass die UN in Kongo absolut nichts ausrichten kann.
MFG
Als wenn das so einfach wäre...
Siehe Afghanistan, Irak, Somalia, usw. usw., da wurde und wird vom Westen gemacht und was kommt dabei raus?
Entgegen Ihrer Annahme gibt es im Kongo allerhand an Bodenschätzen zu holen, das wusste schon die ehemalige Kolonialmacht Belgien.
Die UN kann nun mal keine große Streitmacht aufstellen und in ein Land einmarschieren um Zivilisten in Bürgerkriegen zu schützen, das übernehmen dann oft die Amis mit meist zweifelhaftem Ergebnis und einer Menge Kollateralschäden in der Zivilbevölkerung.
Als wenn das so einfach wäre...
Siehe Afghanistan, Irak, Somalia, usw. usw., da wurde und wird vom Westen gemacht und was kommt dabei raus?
Entgegen Ihrer Annahme gibt es im Kongo allerhand an Bodenschätzen zu holen, das wusste schon die ehemalige Kolonialmacht Belgien.
Die UN kann nun mal keine große Streitmacht aufstellen und in ein Land einmarschieren um Zivilisten in Bürgerkriegen zu schützen, das übernehmen dann oft die Amis mit meist zweifelhaftem Ergebnis und einer Menge Kollateralschäden in der Zivilbevölkerung.
Als wenn das so einfach wäre...
Siehe Afghanistan, Irak, Somalia, usw. usw., da wurde und wird vom Westen gemacht und was kommt dabei raus?
Entgegen Ihrer Annahme gibt es im Kongo allerhand an Bodenschätzen zu holen, das wusste schon die ehemalige Kolonialmacht Belgien.
Die UN kann nun mal keine große Streitmacht aufstellen und in ein Land einmarschieren um Zivilisten in Bürgerkriegen zu schützen, das übernehmen dann oft die Amis mit meist zweifelhaftem Ergebnis und einer Menge Kollateralschäden in der Zivilbevölkerung.
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