Reaktionen in China "Liu ist ein Krimineller"

Zustimmung weltweit, Empörung in Peking: Die KP-Führung fühlt sich vom Nobelpreiskomitee provoziert. Lius Frau steht unter Hausarrest. Berlin fordert seine Freilassung.

Polizisten bewachen eine Demonstration für den Dissidenten Xiaobo in Honkong

Polizisten bewachen eine Demonstration für den Dissidenten Xiaobo in Honkong

Für das norwegische Nobelkomitee ist es eine zwar kontroverse, aber richtige Entscheidung, für die kommunistische Führung in Peking eine Provokation: Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an den chinesischen Dissidenten und Schriftsteller Liu Xiaobo für seinen "langen und gewaltlosen Kampf" für die Menschenrechte in China. Dementsprechend eisig sind die Reaktionen der Regierung.

Der 54-Jährige sei "ein Krimineller", der wegen Gesetzesverstößen durch chinesische Justizorgane verurteilt worden sei, hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums. "Die Vergabe durch das Nobelkomitee an solche Leute widerspricht völlig den Prinzipien des Preises." Es sei auch "eine Schmähung" dieser Auszeichnung. "Der Friedensnobelpreis sollte jenen verliehen werden, die sich für ethnische Harmonie, internationale Freundschaft und Abrüstung einsetzen und Friedensgespräche führen. Dies waren Nobels Wünsche", erklärte das Ministerium. Die Verleihung werde den chinesisch-norwegischen Beziehungen schaden.

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China ist eine Großmacht geworden. Es sollte normal sein, dass Großmächte kritisiert werden und zur Debatte stehen. Wir sollten das Recht haben, China zu kritisieren und zu sagen, welches China wir uns wünschen.

Thorbjørn Jagland, Chef des norwegischen Nobelkomitees, zur Vergabe des Preises

Liu sitzt wegen seines Einsatzes für die Menschenrechte in China in Haft. Weihnachten 2009 wurde er erneut zu elf Jahren Gefängnis verurteilt . Unter anderem wurden ihm das Verfassen und die Verbreitung der sogenannten Charta 08 vorgeworfen, einem Aufruf zu umfassenden politischen Reformen in China. Auch im Zusammenhang mit der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung auf dem Tiananmen-Platz 1989 war Liu zuvor schon zweimal im Gefängnis.

So wenig überraschend und unterkühlt die Reaktion der chinesischen Regierung, umso positiver war sie bei seiner Frau. "Ich bin so aufgeregt, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", sagte Liu Xia. "Ich bin glücklich, aber ich kann nicht herauskommen", sagte sie in ihrer Wohnung in dem von der Polizei abgeriegelten Apartmentkomplex. "Ich stecke hier fest – mit der Polizei." Unmittelbar vor der Vergabe des Friedensnobelpreises an ihren Mann hatte die Staatssicherheit Liu aufgefordert, Peking zu verlassen. Doch sie weigerte sich.

Nun dankte sie den Unterstützern ihres Mannes und erwähnte dabei unter anderem explizit den Dalai Lama, der 1989 den Friedensnobelpreis erhalten hatte. Die Polizei habe ihr mitgeteilt, dass sie in die nordostchinesische   Provinz Liaoning reisen könne, um am Samstag ihrem dort inhaftierten Mann von der Ehrung zu berichten, sagte Liu weiter. Zugleich verlangte sie von der chinesischen Regierung die Freilassung ihres Mannes.

In einer Erklärung der Menschenrechtsorganisation Freedom Now sagte Liu Xia, sie hoffe, dass sich auch die internationale Gemeinschaft für die Entlassung ihres Mannes aus der Haft einsetze. Sie verwies auf die Begründung des Nobel-Komitees, nach der China wegen seiner neuen Stellung in der Welt eine größere Verantwortung trägt. "China sollte sich dieser Verantwortung stellen, auf seine Wahl stolz sein und ihn aus dem Gefängnis entlassen", erklärte Liu Xia.

Die Nobelpreise

Mit der Stiftung der Nobelpreise wollte der schwedische Forscher und Großindustrielle Alfred Nobel (1833-1896) einen Konflikt lösen, der sein Leben bestimmte:

Der Dynamit-Erfinder konnte nicht verwinden, dass seine Entdeckung für den Krieg genutzt wurde.

Als "Wiedergutmachung" vermachte er sein Vermögen einer Stiftung, aus deren Zinsen Preise für jene finanziert werden sollten, die "im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben".

Verleihung und Dotierung

Die Preise werden seit 1901 vergeben.

Die Dotierung stieg von anfangs 150.800 Kronen auf heute 10 Millionen Kronen (rund 1 Million Euro).

Bis zu drei Menschen können sich einen wissenschaftlichen Preis teilen. Der Friedensnobelpreis wird auch an Organisationen verliehen.

Höhepunkt ist stets die feierliche Verleihung der Auszeichnungen am 10. Dezember, dem Todestag von Nobel.

Preisregen

Neben den eigentlichen Nobelpreisen wird seit 1969 eine Ehrung für Wirtschaftswissenschaften im Gedenken an Alfred Nobel verliehen. Sie wurde 1968 von der Schwedischen Reichsbank gestiftet.

Seit 1980 vergibt die "Stiftung zur Auszeichnung richtiger Lebensführung" (Right Livelihood Award Foundation) die Right Livelihood Awards, die oft als Alternative Nobelpreise bezeichnet werden.

Die Preisträger für Physik und Chemie werden immer von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften, die der Medizin vom Karolinska-Institut in Stockholm und die Literaturpreisträger von der Königlich-Schwedischen Akademie der Künste ausgewählt.

Die Friedenspreisträger bestimmt ein Ausschuss des norwegischen Parlaments in Oslo.

Auch chinesische Intellektuelle werteten die Entscheidung als Ermutigung für die demokratischen Kräfte in China, die zugleich den Druck auf die chinesische Regierung verstärke werde. "Es ist eine Ermutigung für die Demokratiebewegung", sagte der langjährige Rechtsaktivist Yao Lifa. "Die internationale Gemeinschaft zeigt, dass sie sich um jene sorgt, die in China in der Demokratiebewegung mitarbeiten und die Menschenrechte voranbringen wollen."

Der Regimekritiker Bao Tong zeigte sich wenig überrascht über die Auszeichnung. "Natürlich hat er ihn verdient", sagte der frühere enge Mitarbeiter des 1989 gestürzten, reformerischen Parteichefs Zhao Ziyang. "Es zeigt, dass die Bemühungen der chinesischen Bürger, ihre eigenen Rechte geltend zu machen, das Verständnis, die Aufmerksamkeit und Ermutigung durch die internationale Gemeinschaft gewonnen haben."

"Er hat es verdient", sagte auch der Bürgerrechtler Teng Biao. "In den vergangenen 20 Jahren hat Liu Xiaobo friedlich für Demokratie und Menschenrechte gekämpft." Die Auszeichnung ehre symbolisch den gesamten Demokratisierungsprozess in China. "Es wird den Ruf in der Zivilgesellschaft nach politischer Reform ermutigen." Er befürchtet aber auch, dass die chinesische Regierung "die Kontrolle der heimischen Dissidenten der Zivilgesellschaft noch verstärken" wird. Die Führung werde das Osloer Votum als "Einmischung in innere Angelegenheiten" werten, sagte der Rechtsexperte.

Ähnlich beurteilte dies Kenneth Chan, einer der Anführer der prodemokratischen Zivilpartei in Hongkong. Chinas Regierung werde die Auszeichnung "höchst peinlich" sein, sagte er. "Aber es sind gute Nachrichten für China." In der Hafenmetropole – die frühere britische Kolonie ist heute eine chinesische Sonderverwaltungsregion mit einer autonomen Verwaltung – hatten rund 20 prodemokratische Aktivisten vor der Pekinger Vertretung für Lius Freilassung demonstriert. "Wir wollen, dass sich China sowohl politisch als auch wirtschaftlich entwickelt", sagte Chan. 

International stieß die Entscheidung ebenfalls auf positive Resonanz. Die Bundesregierung forderte von China die Freilassung des neuen Preisträgers. Man wünsche sich, dass "er aus der Haft freikommt und den Preis selber in Empfang nehmen kann", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Er würdigte Liu als mutigen Mann, für dessen Freilassung sich die deutsche Regierung in der Vergangenheit mehrfach eingesetzt habe. Seibert fügte hinzu: "Wir – die Bundesregierung – wissen, dass China da seinen eigenen Weg finden muss."

Diesem Appell schloss sich auch Frankreich an. "Diese Entscheidung steht für die Verteidigung der Menschenrechte überall auf der Welt", heißt es in einer Erklärung von Außenminister Bernard Kouchner. "Liu Xiaobo hat den Friedensnobelpreis mehr als verdient", findet auch amnesty international und forderte: Alle "gewaltlosen politischen Gefangenen in China" müssten freigelassen werden. Amnesty mahnte, dass diese Auszeichnung nur dann eine reale Wirkung entfalten könnte, "wenn sie zu mehr internationalem Druck auf China führt, Liu freizulassen."

 
Leser-Kommentare
    • isualK
    • 08.10.2010 um 14:00 Uhr

    Das sollten sich jetzt mal alle unsere Wirtschaftsführer, die immer von China als dem Land der Träume sprechen, reinziehen und dann sagen, ob sie so ein Land wollen.

    Und jeder, der öffentlich sagt: Ja, solche Zustände will ich, der sollte von allen Konsumenten und Kunden die Quittung bekommen.

    • joG
    • 08.10.2010 um 14:06 Uhr

    ....fühlt, so muss man sich vielleicht vorstellen, es würde eine Frau den Preis erhalten, die ihren Job an eine unserer Schulen verliert, weil sie ein Kopftuch trägt.

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    WIE BITTE? Was ist das für mit verlauf schwachsinniger Vergleich? China mit einer muslimischen Frau zu vergleichen? Was soll das?

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv an der Diskussion und vermeiden Sie unsachliche Aussagen. Danke. Die Redaktion/er

    WIE BITTE? Was ist das für mit verlauf schwachsinniger Vergleich? China mit einer muslimischen Frau zu vergleichen? Was soll das?

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv an der Diskussion und vermeiden Sie unsachliche Aussagen. Danke. Die Redaktion/er

  1. [...]
    Vor Liu Xiaobo habe ich große Hochachtung.

    Anmerkung: Bitte bleiben Sie sachlich und konstruktiv. Danke. Die Redaktion/km

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    • Buh
    • 08.10.2010 um 15:00 Uhr

    ....warum Wimmeln die Internetkommentare nur so von Vorurteilen, Hass und Ausgrenzen? Was wissen Sei vom kommunismus? Bilden Sie sich ihre Meinung anhand von Zeitungsartikeln? Anhand von China? Ein Kommunismus mit schlimmst möglichem Kapitalismus. Lernen Sie und seien sie wohlwollend. Dann kann man sich über Staatsformen sinnvoll utnerhalten. Aber diese dümmlichen pauschalisierungen sind doch wirklich unangebracht. Und dabei spreche ich mich weder für noch gegen den kommunismus aus, sondern gegen ihre Pauschalveruteilung, gegen die Chinesische Diktatur und für mehr Dialog im Sinne der geisteswissenschaftlichen Sachfragen.

    • Buh
    • 08.10.2010 um 15:00 Uhr

    ....warum Wimmeln die Internetkommentare nur so von Vorurteilen, Hass und Ausgrenzen? Was wissen Sei vom kommunismus? Bilden Sie sich ihre Meinung anhand von Zeitungsartikeln? Anhand von China? Ein Kommunismus mit schlimmst möglichem Kapitalismus. Lernen Sie und seien sie wohlwollend. Dann kann man sich über Staatsformen sinnvoll utnerhalten. Aber diese dümmlichen pauschalisierungen sind doch wirklich unangebracht. Und dabei spreche ich mich weder für noch gegen den kommunismus aus, sondern gegen ihre Pauschalveruteilung, gegen die Chinesische Diktatur und für mehr Dialog im Sinne der geisteswissenschaftlichen Sachfragen.

  2. Dann ist Herr Xiaobo ja schon der zweite "kriminelle" Nobelpreisträger, gleich nach Nelson Mandela. Vielleicht begreift es sogar irgendwann die chinesische Regierung, dass wir diese Sorte "Verbrecher" in unserer Welt bitter nötig haben.
    "Gesetz" und "Gerechtigkeit" sind nämlich leider nicht immer deckungsgleich.
    Eine gute Wahl hat das Nobelpreiskomitee da getroffen.

  3. Solange die westliche Welt mit dem "bösen" China Handel in Milliardenhöhe betreibt, solange sind alle angeblichen Bemühungen um die Menschenrechte in China hohle Phrasen. Konzerne interessieren sich nur für maximalen Gewinn, Menschenrechte sind hierbei völlig irrelevant. Das wissen auch die Regierenden in China und lächeln immer schön in die Kameras. Wir machen uns hier seit Jahren lächerlich und unglaubwürdig.

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    • Buh
    • 08.10.2010 um 15:02 Uhr

    Die Entfesselung der Wirtschaft von politischen Grenzen halte ich für falsch. Man darf mit Mördern, mit Tyrannen, mit Unterdrückern, mit Diktatoren...man darf mit diesen Leuten keine Geschäfte machen. genau das tun wir als Deutschland und viele fFirmen im in- und Ausland. Deutschlands großer Einsatz im technologischen Sinne für das Iranische Atomkraftwerk sei an dieser stelle genannt.

    • Buh
    • 08.10.2010 um 15:02 Uhr

    Die Entfesselung der Wirtschaft von politischen Grenzen halte ich für falsch. Man darf mit Mördern, mit Tyrannen, mit Unterdrückern, mit Diktatoren...man darf mit diesen Leuten keine Geschäfte machen. genau das tun wir als Deutschland und viele fFirmen im in- und Ausland. Deutschlands großer Einsatz im technologischen Sinne für das Iranische Atomkraftwerk sei an dieser stelle genannt.

    • Buh
    • 08.10.2010 um 15:00 Uhr

    ....warum Wimmeln die Internetkommentare nur so von Vorurteilen, Hass und Ausgrenzen? Was wissen Sei vom kommunismus? Bilden Sie sich ihre Meinung anhand von Zeitungsartikeln? Anhand von China? Ein Kommunismus mit schlimmst möglichem Kapitalismus. Lernen Sie und seien sie wohlwollend. Dann kann man sich über Staatsformen sinnvoll utnerhalten. Aber diese dümmlichen pauschalisierungen sind doch wirklich unangebracht. Und dabei spreche ich mich weder für noch gegen den kommunismus aus, sondern gegen ihre Pauschalveruteilung, gegen die Chinesische Diktatur und für mehr Dialog im Sinne der geisteswissenschaftlichen Sachfragen.

    • Buh
    • 08.10.2010 um 15:02 Uhr

    Die Entfesselung der Wirtschaft von politischen Grenzen halte ich für falsch. Man darf mit Mördern, mit Tyrannen, mit Unterdrückern, mit Diktatoren...man darf mit diesen Leuten keine Geschäfte machen. genau das tun wir als Deutschland und viele fFirmen im in- und Ausland. Deutschlands großer Einsatz im technologischen Sinne für das Iranische Atomkraftwerk sei an dieser stelle genannt.

    Antwort auf "Hohle Phrasen"
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    dass staaten mit einem veurteilten buhman handel trieben. die amis haben milliardengeschäfte mit ig farben und den nazis während dem 2.weltkrieg betrieben, und handelten munter weiter als die japaner in nanjing massakrierten. die deutschen schicken ausbilder nach somalia und lassen gleichzeitig zu dass eine sicherheitsfirma söldner zur uterstützung der dortigen diktatur schickt. da gibts es so viele beispiele. solange sowas passiert, ist die politik natürlich eine farce und vollkommen sinnlos. wir sagen a und lassen die wirtschaft anti a machen. absurd aber realität.

    interessanterweise ist aber genau das einstellen des handels, oder generell gesagt ein ethisches verhalten unserer marktwirtschaft wahrscheinlich gar nicht möglich, denn um unseren eigenen sozialstaat überhaupt finanzierbar zu machen, brauchen wir nunmal großmächte wie china, um sie mit unserem müll zu fluten, egal was dort passiert. somit sollten wir immer vorsichtig sein mit der kritik fremder länder oder unserer wirtschaftbosse. vielleicht sollten wir auch mal vor unserer tür kehren und uns fragen ob unsere art zu leben uns überhaupt noch kritikfähig macht!

    nur wenn wir eine nachhaltige lösung für unsere eigenen probleme finden, werden wir überhaupt fähig sein, zumindest wirtschaftlichen einfluss auf menschenverachtende diktaturen auszuüben.

    dass staaten mit einem veurteilten buhman handel trieben. die amis haben milliardengeschäfte mit ig farben und den nazis während dem 2.weltkrieg betrieben, und handelten munter weiter als die japaner in nanjing massakrierten. die deutschen schicken ausbilder nach somalia und lassen gleichzeitig zu dass eine sicherheitsfirma söldner zur uterstützung der dortigen diktatur schickt. da gibts es so viele beispiele. solange sowas passiert, ist die politik natürlich eine farce und vollkommen sinnlos. wir sagen a und lassen die wirtschaft anti a machen. absurd aber realität.

    interessanterweise ist aber genau das einstellen des handels, oder generell gesagt ein ethisches verhalten unserer marktwirtschaft wahrscheinlich gar nicht möglich, denn um unseren eigenen sozialstaat überhaupt finanzierbar zu machen, brauchen wir nunmal großmächte wie china, um sie mit unserem müll zu fluten, egal was dort passiert. somit sollten wir immer vorsichtig sein mit der kritik fremder länder oder unserer wirtschaftbosse. vielleicht sollten wir auch mal vor unserer tür kehren und uns fragen ob unsere art zu leben uns überhaupt noch kritikfähig macht!

    nur wenn wir eine nachhaltige lösung für unsere eigenen probleme finden, werden wir überhaupt fähig sein, zumindest wirtschaftlichen einfluss auf menschenverachtende diktaturen auszuüben.

  4. Irgendwann werden die Chinesen stolz sein auf Liu Xiaobo.

    Und irgendwann werden auch wieder Dissidenten im Westen den Friedensnobelpreis nötig haben, denn die konzerngesteuerte offizielle Politik geht ja in Richtung des großen Vorbildes China: Weniger Demokratie, Kapitalismus über alles, totale Überwachung und Zensur des Internets, Erklärung von politischen Gegnern zu Kriminellen...

    Und wie in China werden nur wenige unbeugsame Charaktere dagegen aufstehen.

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