Atomstreit USA und EU bereiten neuen Atomvorschlag für Iran vor

Iran soll zwei Tonnen Uran zur Anreicherung ins Ausland bringen. Mit diesem Vorschlag wollen die USA und die EU Präsident Ahmadineschads Verhandlungsbereitschaft testen.

Der iranische Dissident Alireza Jafarzadeh ist überzeugt, dass Iran über geheime unterirdische Atomanlagen verfügt

Der iranische Dissident Alireza Jafarzadeh ist überzeugt, dass Iran über geheime unterirdische Atomanlagen verfügt

Die USA und einige europäische Staaten bereiten einem Zeitungsbericht zufolge einen neuen Vorschlag im Atomstreit mit Iran vor, um den Druck auf das Land zu erhöhen. Demnach solle Iran rund zwei Tonnen schwach angereichertes Uran zur weiteren Anreicherung ins Ausland bringen, berichtete die New York Times unter Berufung auf US-Regierungsmitarbeiter. Das ist deutlich mehr als die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) vor einem Jahr vorgeschlagen hatte.

Mit dem Vorstoß solle getestet werden, ob Iran nach wie vor der Meinung sei, nach der Verhängung neuer Sanktionen hart bleiben zu können, oder ob zu Verhandlungen bereit sei, sagte ein Regierungsvertreter der Zeitung. "Wir müssen ihnen ( der iranischen Führung ) klar machen, dass ihr Leben sich verschlechtern und nicht verbessern wird, wenn sie nicht anfangen, sich zu bewegen." Die Erhöhung der Menge des Urans auf 2000 Kilogramm, das Iran ins Ausland bringen soll, liegt dem Bericht zugrunde unter anderem in der erhöhten iranischen Uranproduktion begründet.

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Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms nach Atomwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran weist dies zurück und sagt, sie benötige das angereicherte Uran unter anderem für einen medizinischen Forschungsreaktor in Teheran. In dem seit Jahren schwelenden Streit hatte der UN-Sicherheitsrat am 9. Juni die bestehenden Sanktionen gegen Teheran verschärft, nachdem eine Einigung auf eine Anreicherung von 1200 Kilogramm iranischen Urans im Ausland gescheitert war. Die USA, die EU, Australien und Kanada beschlossen zusätzliche Sanktionen.

Mitte Oktober schlug EU-Außenministerin Catherine Ashton vor, Mitte November in Wien neue Gespräche der 5+1-Gruppe – der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands – mit Iran über dessen Atomprogramm zu führen. Eine offizielle Antwort Irans steht noch aus.

 
Leser-Kommentare
    • jvz
    • 28.10.2010 um 12:19 Uhr

    Die Überschrift hört sich an wie
    "USA und EU bereiten neuen Atomschlag gegen Iran vor"

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    Haha, genau dasselbe habe ich auch gedacht, das würden sie sich besser nochmal überlegen.

    Haha, genau dasselbe habe ich auch gedacht, das würden sie sich besser nochmal überlegen.

  1. Haha, genau dasselbe habe ich auch gedacht, das würden sie sich besser nochmal überlegen.

    Antwort auf "HalbWitziger Einwurf"
  2. "Mit diesem Vorschlag wollen die USA und die EU Präsident Ahmadineschads Verhandlungsbereitschaft testen."

    Pustekuchen! Da können wir lange warten. Dafür ist das Atommwaffenprogramm des Diktators einfach zuweit fortgeschritten und man wurde doch niemals den großen Mehdi ohne ein Vernichtungsgeschenk für Israel empfagen wollen.

    Polemik beiseite: Es wird doch Zeit, dass man einsieht, dass die Mullahs die Weltgemeinschaft an der Nase rumführen. Diese mörderische Diktatur versteht nur noch kontrollierte Härte wie die Sanktionen zurzeit, die dem Regime schwer zusetzen. Weiter so!!

    • Irani
    • 28.10.2010 um 14:14 Uhr

    Die Zeit Redaktion sollte bitte ihren Ruf nicht durch solche Bilder und solche Personen ruinieren. Bitte erkundigen Sie sich bei Iranern, wie die Meisten von Ihnen (auch ausserhalb Irans!) zu diesen Personen wie Jafarzadeh, Frau Rajavi und andere die zu der Terrororganisation MKO gehören stehen. Diese Sekte hat unzählige Bombenanschläge im Iran verübt und Frauen und Kinder umgebracht. Desweiteren hat diese Terrororganisation während des Iran/Irak Krieges mit Saddam Hussein gegen das eigene Land gekämpft und unzählige Iraner umgebracht. Ich glaube die Zeit Redaktion hat keine Ahnung wie solche Bilder und die Nennung solcher Personen als normale "Dissidenten" in Artikeln über den Iran auf Iraner wirken. Wirklich Traurig.

    • Irani
    • 28.10.2010 um 14:37 Uhr

    In einem Punkt stimme ich Herrn Docaffi zu: weiter so mit den Sanktionen.

    Seit mehr als 30 Jahren verhängt man gegen den Iran irgendwelche Sanktionen und das einzige Ergebnis war der technologische Fortschritt und die Verbesserung der Selbstversorgung des Landes. Noch ist Iran vom Optimum entfernt aber noch 10 bis 20 Jahre Sanktionen und der Iran ist soweit. Manchmal denke ich, der Westen und die USA sind eigentlich die besten Freunde Irans. Sie geben dem Iran keinen Fisch zu essen, sondern bringen ihm das Fischen bei.

    p.s. das war keine Polemik!

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    • joG
    • 28.10.2010 um 15:41 Uhr

    ....dass die Sanktionen ungenügend bisher wirken. Das hängt auch daran, dass Sanktionen sind wie ein Gummistiefel mit einem kleinen Loch, wenn ein Land sie umgeht. Deutschland, das bspw die Computer herstellte für die Urananreicherung (und meines Wissens auch jetzt keine staatsanwaltschaftliche Ermittlungen eingeleitet hat, wie das geschehen konnte) ist noch als Sanktionsbrecher aggressiv tätig, wenn auch nicht mehr an der Spitze.

    So sind, glaube ich, weniger die Sanktionen als viel mehr deren Bruch das Problem. Das kann bedeuten, dass man sich gezwungen sieht mit militärischen Mitteln die Entwicklung einer Atomwaffe zu verzögern. Das wäre sehr schade, weil das würde man kaum mit Soldaten machen können.

    "Seit mehr als 30 Jahren verhängt man gegen den Iran irgendwelche Sanktionen und das einzige Ergebnis war der technologische Fortschritt und die Verbesserung der Selbstversorgung des Landes."

    Finde ich gut, dass Sie Ihre eigene Polemik erkennen, denn die iranische Wirtschaft ist marode, die Korruption überrumpelt das Land und die Kluft zwischen Arm und Reich übersteigt das Ungemessene. Ihre Schönredereien ala Irananders, Farsnews und Presstv helfen keinem. Die Realität sieht anders aus. Man braucht nur die Preise zurzeit im Iran zu betrachten. Kilo Fleisch ist mittlerweile fast so teuer wie in Deutschland. Die Menschen haben dieses korrupte Regime einfach satt.

    • joG
    • 28.10.2010 um 15:41 Uhr

    ....dass die Sanktionen ungenügend bisher wirken. Das hängt auch daran, dass Sanktionen sind wie ein Gummistiefel mit einem kleinen Loch, wenn ein Land sie umgeht. Deutschland, das bspw die Computer herstellte für die Urananreicherung (und meines Wissens auch jetzt keine staatsanwaltschaftliche Ermittlungen eingeleitet hat, wie das geschehen konnte) ist noch als Sanktionsbrecher aggressiv tätig, wenn auch nicht mehr an der Spitze.

    So sind, glaube ich, weniger die Sanktionen als viel mehr deren Bruch das Problem. Das kann bedeuten, dass man sich gezwungen sieht mit militärischen Mitteln die Entwicklung einer Atomwaffe zu verzögern. Das wäre sehr schade, weil das würde man kaum mit Soldaten machen können.

    "Seit mehr als 30 Jahren verhängt man gegen den Iran irgendwelche Sanktionen und das einzige Ergebnis war der technologische Fortschritt und die Verbesserung der Selbstversorgung des Landes."

    Finde ich gut, dass Sie Ihre eigene Polemik erkennen, denn die iranische Wirtschaft ist marode, die Korruption überrumpelt das Land und die Kluft zwischen Arm und Reich übersteigt das Ungemessene. Ihre Schönredereien ala Irananders, Farsnews und Presstv helfen keinem. Die Realität sieht anders aus. Man braucht nur die Preise zurzeit im Iran zu betrachten. Kilo Fleisch ist mittlerweile fast so teuer wie in Deutschland. Die Menschen haben dieses korrupte Regime einfach satt.

  3. Im Sommer 2002 erzielte der iranische Dissident Alireza Jafarzadeh weltweit Aufmerksamkeit durch seine Enthüllung, das der Iran in Natanz "heimlich" spaltbares Material aufbereitet. Diese Veröffentlichung führte zur Inspektion durch die IAEA und im Zusammenhang mit weiteren Enthüllungen und zu den Sanktione im Jahr 2006.

    2007 erzielte Jafarzadeh Aufmerksamkeit mit der Veröffentlichung, das der Iran 32.000 bezahlte Terroristen
    im Irak mit dem Auftrag unterhält, den Irak mit Terroranschlägen zu destabilisieren.

    Beide Enthüllungen erwiesen sich als wahr - in Natanz wurden heimlich Zentrifugen aufgestellt und das terroristische Engagement des Iran im Irak belegen nicht zuletzt die gerade veröffentlichten Wiki - Dokumente.

    Wenn sich "Irani" in #4 gegen den Terrorismus wendet, ist das natürlich eine "unterstützenswerte Haltung" -
    allerdings sollte er sich weniger darum bemühen, iranische Dissidenten zu diffamieren sondern vielmehr über den iranischen staatlich organisierten Terrorismus berichten.

    Die Auswahl, ob "Irani" nun über die weltweiten staatlich organisierten iranischen Terroranschläge in Argentinien oder über den beganngenen Anschlag in Berlin berichten sollte - oder doch lieber über iranische Terroranschläge ausgeführt durch Hizbollah im Libanon oder Palästina - überlasse ich Irani.

  4. Sehr vereehrter Herr Irani - trotzdem Sie bislang auf
    99 % meiner dringensten Fragen mir bislang Ihre Antworten verweigert haben, möchte ich Sie in Ihrem Anliegen, die Sanktionen gegen den Iran zu verschärfen, ohne Vorbehalt unterstützen.

    Nun haben wir schon zwei gemeinsame Anliegen - gegen den staatlich organisierten Terrorismus des Iran und für weitere verschärfte Sanktionen gegen den Iran !!

    Das ist mehr "Einverständnis" als ich zu hoffen gewagt hätte - und vor allem überaus sinnvoll: Die Minimierung iranischer Verkaufserlöse durch verschärfte Sanktionen wird sicher helfen, das finanzielle Potenzial des Iran entscheident zu verkleinern, um die iranischen staatlichen Behörden daran zu hindern, weltweit den Terror zu fördern und zu unterstützen !!

    Herr Irani - weiter so !

    P.S. Das ist selbstverständlich auch keine Polemik.

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