Hindukusch Nato gibt Taliban Geleitschutz
Die Nato schützt in Afghanistan laut einem Zeitungsbericht Taliban-Unterhändler. Ein Vertreter der Gotteskrieger durfte demnach gar in einem Nato-Flugzeug reisen.
© Joel Saget/AFP/Getty Images

Französische Soldaten bei einem Einsatz in Afghanistan
Die Nato als Schutzmacht für die radikal-islamischen Taliban: Während das Militärbündnis in Afghanistan
manche Taliban-Anführer gezielt tötet
, gewährt es anderen
nach einem Bericht der
New York Times
aktiv Schutz: Die Zeitung berichtet unter Berufung auf afghanische Quellen, die Nato garantiere Taliban-Unterhändlern sicheres Geleit, um Gespräche mit afghanischen Regierungsvertretern zu führen. Diese Taliban-Anführer kämen für die Verhandlungen aus ihren Zufluchtsorten im benachbarten Pakistan nach Afghanistan.
In mindestens einem Fall sei ein Taliban-Anführer innerhalb Afghanistans in einem Nato-Flugzeug nach Kabul geflogen worden, schrieb das Blatt. In anderen Fällen hätten Nato-Soldaten Straßen gesichert, damit Taliban-Vertreter unbeschadet Gebiete erreichen konnten, die von der Regierung kontrolliert werden.
Die
New York Times
berichtete, an den Gesprächen hätten bislang drei Mitglieder des Führungsrates der Taliban (Quetta-Schura) teilgenommen. Außerdem sei ein Mitglied der Hakkani-Familie beteiligt gewesen, die das Hakkani-Netzwerk anführt, das von Pakistan aus Ziele in Afghanistan angreift. Die Identität der Unterhändler nannte die Zeitung nicht, um sie nicht zu gefährden.
Taliban-Führer Mullah Mohammad Omar sei von den Gesprächen ausdrücklich ausgeschlossen, schrieb die Zeitung. Das scheine ein Versuch zu sein, die Taliban-Führung zu spalten. Mullah Omar gelte auch als abhängig vom pakistanischen Geheimdienst ISI, dem nachgesagt wird, Friedensverhandlungen in Afghanistan verhindern zu wollen.
Die ausländischen Truppen gehen in Afghanistan unterdessen
weiter gezielt gegen Taliban-Kommandeure vor
, um den Druck auf die Führung der Aufständischen zu erhöhen, an den Verhandlungstisch zu kommen. Die Nato-geführte Internationale Schutztruppe Isaf meldete am Mittwoch zwei gezielte Operationen gegen Taliban-Kommandeure im Norden und Süden des Landes.
Die Isaf teilte mit, bei einem Luftschlag im nordafghanischen Einsatzgebiet der Bundeswehr seien mehrere Taliban-Kämpfer getötet worden. Man prüfe noch, ob der Taliban-Anführer, der das Ziel des Angriffs in der Provinz Baghlan war, unter den Toten ist. In der südafghanischen Provinz Helmand seien bei einer Operation gegen einen Taliban-Anführer ein Aufständischer getötet und mehrere Verdächtige festgenommen worden. Die Isaf ließ offen, ob der gesuchte Anführer getötet oder gefasst wurde.
Die Schutztruppe teilte weiter mit, bei einer Operation gegen das Hakkani-Netzwerk in der südostafghanischen Provinz Paktika seien mehr als zehn Aufständische getötet worden. Mehrere Verdächtige seien gefangen genommen worden.
- Datum 20.10.2010 - 15:14 Uhr
- Quelle dpa
- Kommentare 8
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…denn sowas nennt sich Politik. Was man in den eigenen Reihen Verräter nennt, sind natürlich aus Sicht der kriegsmüden Alliierten inzwischen gutwillige und zu beschützende Helfer.
Ich könnte mir vorstellen, dass WikiLeaks von den Taliban auch Geleitschutz bekommen hätte. Merkt noch einer wie krank die ganze Sache ist und worum es eigentlich geht?
Dann stellen sie sich nur mal die Geschichte ganz anders herum vor, vielleicht fällt dann der Groschen.
http://qpress.de/2010/10/...
Bestens dieses perverse Treiben einfach so schnell als möglich beenden. Nach dem Abzug der Alliierten dürfte es insgesamt weniger Tote geben. Nur leider sind nach unserem Verständnis nicht weniger Tote wünschenswert, sondern nach hiesigen Doktrin geht es eben nur darum, dass die Leute für einen korrekten Zweck sterben … dann auch gerne in Massen … also Zwecke die dem westlichen Weltbild entsprechen.
Und über die übrigen Hintergründe dieser Mords-Aktionen reden wir dann besser auch nicht, weil sowas dann wieder Verschwörungstheorie genannt wird. Es ist sowas von verlogen was dort passiert, da ist dieser Bericht geradezu noch ein Sahnehäubchen oben drauf. Einfach aufhören.
Es gehört zu den uralten Traditionen in bewaffneten Konflikten, dass Unterhändlern freies Geleit gewährt wird. Das ist die einzige Möglichkeit, eine Einstellung von Kampfhandlungen zu erreichen und findet zum Beispiel seinen Ausdruck in der weltweit anerkannten Immunität von Diplomaten.
Sollte es der NATO wirklich daran gelegen sein, in Afganistan durch Verhandlungen Stabilität zu erreichen, ist dieses Verfahren angemessen und ohne Alternative.
In dieser Hinsicht ist die einzige substantielle Nachricht des Artikels, dass offensichtlich Verhandlungen geführt werden.
…sind sie sich denn wirklich sicher, dass sich die USA immer an internationale Vorgaben halten? (Haager Kovemtion und Völkerrecht und ähnliches)? In den letzten Jahren konnte man den Eindruck gewinnen, das es doch eher die eigenen Interessen waren die dabei überwogen. Insoweit möchte ich das mit dem „Korrekten Vorgang“ nur ein wenig ausleuchten. Ich sehe es eher als Indiz dafür, dass man sich aus diversen anderen Gründen jetzt langsam gesichtswahrend „Schleichen“ möchte … selbstverständlich muss dabei ein guter Ton gewahrt werden, damit es anständig aussieht. Ändert nur leider nichts an der bislang an den Tag gelegten Verlogenheit der USA.
…sind sie sich denn wirklich sicher, dass sich die USA immer an internationale Vorgaben halten? (Haager Kovemtion und Völkerrecht und ähnliches)? In den letzten Jahren konnte man den Eindruck gewinnen, das es doch eher die eigenen Interessen waren die dabei überwogen. Insoweit möchte ich das mit dem „Korrekten Vorgang“ nur ein wenig ausleuchten. Ich sehe es eher als Indiz dafür, dass man sich aus diversen anderen Gründen jetzt langsam gesichtswahrend „Schleichen“ möchte … selbstverständlich muss dabei ein guter Ton gewahrt werden, damit es anständig aussieht. Ändert nur leider nichts an der bislang an den Tag gelegten Verlogenheit der USA.
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zwischen den jetzt auf Augenhöhe kämpfenden Parteien.
Ich schlage als Schlichter Osama bin Laden vor:
- Er ist altersweise
- Mullah Omar ist sein Schwiegersohn
- Er verfügt(e) über excellente Kontakte zur CIA
- Al Quaida hält sich mittlerweile aus Afghanistan raus
Bei erfolgreicher Schlichtung könnte er 2012 den Friedensnobelpreis erhalten! That's life!
…sind sie sich denn wirklich sicher, dass sich die USA immer an internationale Vorgaben halten? (Haager Kovemtion und Völkerrecht und ähnliches)? In den letzten Jahren konnte man den Eindruck gewinnen, das es doch eher die eigenen Interessen waren die dabei überwogen. Insoweit möchte ich das mit dem „Korrekten Vorgang“ nur ein wenig ausleuchten. Ich sehe es eher als Indiz dafür, dass man sich aus diversen anderen Gründen jetzt langsam gesichtswahrend „Schleichen“ möchte … selbstverständlich muss dabei ein guter Ton gewahrt werden, damit es anständig aussieht. Ändert nur leider nichts an der bislang an den Tag gelegten Verlogenheit der USA.
Das Dumme an assymetrischen Konflikten ist, dass sich per Definition niemand an die Genfer Konvention hält. Die fordert nämlich erstens, dass sich die Kämpfer durch Uniform von den Zivilisten absetzen, um einen Schutz der Zivilisten zu ermöglichen. Und zweitens, dass alle Kriegsparteien Zivilisten schützen.
Bei assymetrischen Kriegen trägt eine Partei (in diesem Fall die Taliban) keine Uniform. Wenn sich der Kriegsgegner (in diesem Fall die NATO) nicht wehrlos abschlachten lassen will, wird er mangels Unterscheidungskriterium zu mehr oder weniger selektiven Übergriffen auf die Zivilisten gezwungen.
Das ist nicht im Sinne der Genfer Konvention aber im Sinne der Taliban. Ihre Hoffnung ist, dass die Verluste unter den Zivilisten die "schweigende Mehrheit" gegen die reguläre Armee (NATO) aufbringt und so die Kräfteverhältnisse entscheidend verändert. Im Allgemeinen funktioniert diese Taktik hervorragend, so lange genug Zivilisten zum verheizen da sind. Und die einfache Lösung, ein Völkermord durch die reguläre Armee, ist ja zum Glück nach dem zweiten Weltkrieg aus der Mode gekommen.
Die Frage, wer unmoralischer ist, die verlogene NATO, die Hochzeiten bombadiert, oder die Taliban, die ihre Zivilisten vorsätzlich ans Messer liefert kann sich jeder selbst beantworten.
Was mich wirklich stört ist der Unterton "Skandal, NATO beschützt Terroristen".
Nix Skandal - Wenn es jemals eine Exit-Strategie für Afganistan geben soll, kann die NATO nichts besseres und moralischeres tun.
Das Dumme an assymetrischen Konflikten ist, dass sich per Definition niemand an die Genfer Konvention hält. Die fordert nämlich erstens, dass sich die Kämpfer durch Uniform von den Zivilisten absetzen, um einen Schutz der Zivilisten zu ermöglichen. Und zweitens, dass alle Kriegsparteien Zivilisten schützen.
Bei assymetrischen Kriegen trägt eine Partei (in diesem Fall die Taliban) keine Uniform. Wenn sich der Kriegsgegner (in diesem Fall die NATO) nicht wehrlos abschlachten lassen will, wird er mangels Unterscheidungskriterium zu mehr oder weniger selektiven Übergriffen auf die Zivilisten gezwungen.
Das ist nicht im Sinne der Genfer Konvention aber im Sinne der Taliban. Ihre Hoffnung ist, dass die Verluste unter den Zivilisten die "schweigende Mehrheit" gegen die reguläre Armee (NATO) aufbringt und so die Kräfteverhältnisse entscheidend verändert. Im Allgemeinen funktioniert diese Taktik hervorragend, so lange genug Zivilisten zum verheizen da sind. Und die einfache Lösung, ein Völkermord durch die reguläre Armee, ist ja zum Glück nach dem zweiten Weltkrieg aus der Mode gekommen.
Die Frage, wer unmoralischer ist, die verlogene NATO, die Hochzeiten bombadiert, oder die Taliban, die ihre Zivilisten vorsätzlich ans Messer liefert kann sich jeder selbst beantworten.
Was mich wirklich stört ist der Unterton "Skandal, NATO beschützt Terroristen".
Nix Skandal - Wenn es jemals eine Exit-Strategie für Afganistan geben soll, kann die NATO nichts besseres und moralischeres tun.
Das Dumme an assymetrischen Konflikten ist, dass sich per Definition niemand an die Genfer Konvention hält. Die fordert nämlich erstens, dass sich die Kämpfer durch Uniform von den Zivilisten absetzen, um einen Schutz der Zivilisten zu ermöglichen. Und zweitens, dass alle Kriegsparteien Zivilisten schützen.
Bei assymetrischen Kriegen trägt eine Partei (in diesem Fall die Taliban) keine Uniform. Wenn sich der Kriegsgegner (in diesem Fall die NATO) nicht wehrlos abschlachten lassen will, wird er mangels Unterscheidungskriterium zu mehr oder weniger selektiven Übergriffen auf die Zivilisten gezwungen.
Das ist nicht im Sinne der Genfer Konvention aber im Sinne der Taliban. Ihre Hoffnung ist, dass die Verluste unter den Zivilisten die "schweigende Mehrheit" gegen die reguläre Armee (NATO) aufbringt und so die Kräfteverhältnisse entscheidend verändert. Im Allgemeinen funktioniert diese Taktik hervorragend, so lange genug Zivilisten zum verheizen da sind. Und die einfache Lösung, ein Völkermord durch die reguläre Armee, ist ja zum Glück nach dem zweiten Weltkrieg aus der Mode gekommen.
Die Frage, wer unmoralischer ist, die verlogene NATO, die Hochzeiten bombadiert, oder die Taliban, die ihre Zivilisten vorsätzlich ans Messer liefert kann sich jeder selbst beantworten.
Was mich wirklich stört ist der Unterton "Skandal, NATO beschützt Terroristen".
Nix Skandal - Wenn es jemals eine Exit-Strategie für Afganistan geben soll, kann die NATO nichts besseres und moralischeres tun.
Vor wem werden die nochmal geschützt?
Ich denk mal, die Nato schützt die Taliban vor den schießwütigen Amerikanern :-D
Ich denk mal, die Nato schützt die Taliban vor den schießwütigen Amerikanern :-D
Ich denk mal, die Nato schützt die Taliban vor den schießwütigen Amerikanern :-D
Jeder Krieg, seit Jahrtausenden, kennt Feinde und Unterhändler. Das dürfte sich bis heute - zum Glück - nicht geändert haben. Viele Feinde der Vergangenheit sind heute beste Freunde: Genannt seien dabei nur einmal die Deutchen und die Briten , Franzosen usw. - Warum sollte die nicht auch fr die Taliban gelten?
Sicher, die Taliban sind nicht gerade der Inbegriff eines Volkes oder gar politischen bzw. religiösen Systems, das ich als demokratisch oder gar menschenfreundlich bezeichnen würde. Doch jede Verhandlung ist besser als militärische Gewalt!
Bleibt zu hoffen, dass die Taliban nicht nur viele Worte machen, sondern auch ernsthaft Interesse an einem Frieden haben, der nicht nur ihren irrigen Zielen dient, sondern auch der Zukunft des afghanischechen Volkes in Freiheit. Doch an letzterem habe ich meine Zweifel...
Mögen diejenigen in Freiheit leben, die ihrem Volk Freiheit, Gerechtigkeit und Wohlstand gewähren. Mögen diejenigen sich zum ... cheren, die dies nicht wollen...!
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