F-15-Kampfflugzeuge über Dayton Beach in Florida © Jerry Markland/Getty Images for NASCAR

Die US-Regierung hat den Kongress offiziell um die Genehmigung für das Waffengeschäft mit Saudi-Arabien gebeten. Geplant ist der Verkauf von Kampfflugzeugen und Hubschraubern, unter anderem von 84 neuen Kampfjets des Typs F-15 sowie die Modernisierung von 70 weiteren Kampfflugzeugen. Die Vereinbarung umfasst auch die Lieferung von Radaranlagen und lasergelenkter Munition.

Wie das Außenministerium in Washington mitteilte, habe das Waffengeschäft ein "beträchtliches" Volumen und könne bis zu 60 Milliarden Dollar umfassen. Das Königreich auf der Arabischen Halbinsel soll über einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren beliefert werden.

Mit dem Geschäft wollen die USA vor allem den wachsenden militärischen Einfluss der aufstrebende Regionalmacht Iran in der Golfregion zurückdrängen. Der Westen befürchtet, dass das Mullah-Regime in Teheran unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms am Bau einer Atombombe arbeitet. Die Vereinten Nationen haben mehrere Sanktionsrunden gegen die islamische Republik verhängt. Iran weist die Vorwürfe zurück.

Bereits vor einem Monat hatte die Regierung von Präsident Barack Obama die Pläne angekündigt, dass bei erfolgreichem Abschluss das größte derartige Waffengeschäft aller Zeiten wäre. Zunächst aber müssen beide Abgeordnetenkammern noch zustimmen; im parlamentarischen Zustimmungsverfahren könnten sich noch Änderungen ergeben.

Der Boeing-Konzern rechnet nach eigenen Angaben insgesamt mit einem Gewinn von "rund 24 Milliarden Dollar" (17 Milliarden Euro). Etwa 77.000 Boeing-Mitarbeiter und -Auftragnehmer sollen für das Projekt arbeiten, das zur Stärkung der Sicherheit in der Region beitragen solle.