Bagdad 1991 – Menschen im Krieg

Im Krankenhaus konnten die Ärzte ihrer bei einem Bombenangriff schwerverletzten Tochter nicht mehr helfen. Als die Mutter die Todesnachricht erhält, klammert sie sich an die Schultern ihres Mannes. | © Gerhard Kromschröder/Agentur Focus
Als 1991 die Bomben auf Bagdad fielen, war die Kamera alles, was ihn vom Grauen trennte. Der Journalist Gerhard Kromschröder war zu diesem Zeitpunkt der einzige Fotoreporter in Bagdad. Die Bilder des ehemaligen stern-Reporters erschütterten die Welt. Es sind Momentaufnahmen, geprägt von unmittelbarer Nähe, Empathie und respektvoller Distanz. Der Journalist dachte lange Zeit, diese Art zu fotografieren und seine Kamera hätten ihn vor dem Leid, dem Elend und der Trauer der Kriegsopfer schützen können.
Doch als der Krieg am Golf 2003 ausbrach, kamen die Bilder aus dem Golfkrieg von 1991 wieder hoch. Sie vermischten sich mit den aktuellen Kriegsbildern, die Kromschröder diesmal nur als Fernsehzuschauer und Zeitungsleser sah. Und er entschied, diese Bilderflut aufzuarbeiten. Daraus ist das Buch Bilder aus Bagdad – Mein Tagebuch entstanden, in dem Kromschröder seine Fotos aus dem ersten Golfkrieg neben aktuelle Medienberichte stellt und die Rolle des Kriegsberichterstatters kritisch infrage stellt.
Für ZEIT ONLINE hat Gerhard Kromschröder anlässlich des 20. Jahrestags seine Kriegsbilder noch einmal zur Verfügung gestellt. Seine nüchternen Bildunterschriften sollen mahnen, das Grauen und Leid nicht zu vergessen.
- Datum 16.01.2011 - 10:46 Uhr
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..., in wie fern Sie Faschismus sowohl in der Politik der Bush- Familie sehen, als auch im Golfkrieg? Demokraten mit konservativer Grundausrichtung würde ich unterstützen, aber eindeutig mit dem Hauptgewicht auf Demokrat, da alle gewählt und auch wieder abgewählt worden sind. Somit passt Faschist schon grundlegend nicht.
Und der Krieg? Mmh, wenn ich mich richtig erinnere nahm an dem Krieg nicht nur die USA teil, sondern 22 Staaten, allesamt durch die UN legitimiert und mit eindeutiger Billigung und Unterstützung der Arabischen Liga.
Ach, und nicht zu vergessen, obwohl das noch nicht mal mehr nötig gewesen wäre hat das irakische Parlament am 14. Januar 1991 für den Krieg gestimmt, also war der ganze Krieg hieb- und stichfest konform zum Völkerrecht, also auch hier eindeutig Fehlanzeige zum Thema Faschismus.
Aber davon mal abgesehen erinnert mich die Bemerkung „…Faschist und hat seine Gene an seine Brut weitergegeben…“ doch stark an faschistisch- rassistische Propaganda, aber kann natürlich auch nur eine ungerechtfertigte Empfindung sein.
Ich möchte es doch mal sachlich versuchen...
Wenn sie nur halb so interesse für das thema haben wie sie hier durch ihre empörtheit suggerieren, dann empfehle ich ihnen einmal eine hintergrundrechere. mit google schaffen sie dies in nichtmal ner halben stunde. angenehmer und ausführlicher wäre allerdings die reportage von Peter Scholl-Latour: " Iraq am Abgrund".
Des weiteren möchte ich sie auf die definition Kriegsverbrechen im sinne der GEFÄLSCHTEN beweise als kriegsgrund hinweisen. auch hierzu sind sehr umfangreiche quellen, auch von zeit.de, zu finden.
nutzen sie ihren intellekt und gottgegebene neugier.
mit freundlichen grüßen,
ihr zukünftiger bruder im geiste...
Nun, an Hintergrundwissen über diesen Krieg mangelt es mir nicht; gewiss könnte dieses vertieft werden, aber das ist ja die Natur des Wissens - daß es sich immer unendlich vertiefen lässt.
Was die gefälschten Beweise angeht, ja, nun, die gab es. Allerdings erst viele Jahre später, unter George W. Bush, bei der Invasion des Irak durch die "Koalition der Willigen", keinesfalls unter Mandat der UNO.
Hier geht es jedoch um Golfkrieg II (je nach Zählweise). Ein anderer Krieg. Mit einem anderen Hintergrund. Ich denke, Sie werden sich da wohl ein wenig vertan haben.
Hier gab es zwar gefälschte TV-Interviews, aber am Grund des Krieges konnte es nun mal keinen Zweifel geben - Saddam's Armee stand mit beiden Beinen in Kuwait und war nicht eingeladen gewesen.
Nun, an Hintergrundwissen über diesen Krieg mangelt es mir nicht; gewiss könnte dieses vertieft werden, aber das ist ja die Natur des Wissens - daß es sich immer unendlich vertiefen lässt.
Was die gefälschten Beweise angeht, ja, nun, die gab es. Allerdings erst viele Jahre später, unter George W. Bush, bei der Invasion des Irak durch die "Koalition der Willigen", keinesfalls unter Mandat der UNO.
Hier geht es jedoch um Golfkrieg II (je nach Zählweise). Ein anderer Krieg. Mit einem anderen Hintergrund. Ich denke, Sie werden sich da wohl ein wenig vertan haben.
Hier gab es zwar gefälschte TV-Interviews, aber am Grund des Krieges konnte es nun mal keinen Zweifel geben - Saddam's Armee stand mit beiden Beinen in Kuwait und war nicht eingeladen gewesen.
Nun, an Hintergrundwissen über diesen Krieg mangelt es mir nicht; gewiss könnte dieses vertieft werden, aber das ist ja die Natur des Wissens - daß es sich immer unendlich vertiefen lässt.
Was die gefälschten Beweise angeht, ja, nun, die gab es. Allerdings erst viele Jahre später, unter George W. Bush, bei der Invasion des Irak durch die "Koalition der Willigen", keinesfalls unter Mandat der UNO.
Hier geht es jedoch um Golfkrieg II (je nach Zählweise). Ein anderer Krieg. Mit einem anderen Hintergrund. Ich denke, Sie werden sich da wohl ein wenig vertan haben.
Hier gab es zwar gefälschte TV-Interviews, aber am Grund des Krieges konnte es nun mal keinen Zweifel geben - Saddam's Armee stand mit beiden Beinen in Kuwait und war nicht eingeladen gewesen.
Das Kriegsverbrechen war, dass Saddam Hussein 1991 nicht gestürtzt wurde, aus Angst vor einem erstarkenden Iran, dem die USA alleine gegenüber gestanden wären, da der Rets der Welt von Deutschland/Österreich bis Russland und China iranfreundlich agierte und immer noch agiert.
Saddam Hussein war einer der übelsten Schlächter der Geschichte. Sein Überfall auf Kuwait war ebenso wie der Krieg gegen Iran seine eigene Entscheidung. Deutsche fühlen sich offenbar gut, wenn sie Elend den USA unterschieben können. Dann denken sie, es wäre egal oder nicht passiert. Immerhin haben die USA den Mut gehabt, ihre Irrtümer zu korrigieren. Deutschland macht solange weiter wie immer - es führt Frieden gegen so ziemlich jede Diktatur der Welt.
Zu den deutschen Friedensverbrechen gehört die Nichtverhinderung sämtlicher Genozide nach 1945. Kambodscha, Rwanda, Sudan, der genozidale Krieg gegen Frauen in der gesamten islamischen Welt - Deutschland ist jedesmal durch tödliche Friedenseinsätze in den Regionen beteiligt gewesen.
Einen Genozid ignorieren heißt an ihm zu partizipieren. Und Deutschland hat Saddam Hussein noch das Giftgas verkauft, mit dem er Kurden töten ließ.
...das es der 1. Golfkrieg gewesen wäre scheint den tatsächlichen 1. Golfkrieg (Irak-Iran (1980-1988)) bereits vergessen zu machen...
Über deutschlands "friedensverbrechen" möchte ich gar nichts einwänden, nur darauf hinweisen, dass es ein fehlverhalten von vielen demokratieliebenden regierungen war, ohne unsere schuld bagatellisierezu wollen...
Doch lassen sie uns nicht den fehler begehen, durch rethorische verknüpfung, die usa aus der verantwortung ihres handelns im mittleren osten zu ziehen...
Natürlich war saddam ein Verbrecher, oder gar schlächter.
das ist aber kein freibrief in berufung auf seine untaten die eigenen zu rechtfertigen...
recherchieren sie doch mal wer diesen "schlächter" mit waffen und aufklärung unterstützt hat und wenn wir schon bei verbrechen sind, wer ihm das giftgas geliefert hat, über das wir uns erst empörten, als es gegen die kurden eingesetzt wurde, wohin gegen der einsatz gegen die perser im 1. golfkrieg gedultet wurde...
um nicht zu sehr in einzelheiten ebzudriften lassen sie mich mit folgendem hinweis schließen:
natürlich müssen wir auch die eigene schuld anerkennen, doch unterschätzen sie die rolle der usa in diesem konflikt nicht! gerade in der zeit des 1. golfkrieges, wie sie es ausführten ware es die usa, die davon profitierten, dass sich das zweistromland im krieg befand.
Zu jener zeit war das alte europa den amerikanern mehr als nur hörig...
ich weise deshalb hartnäckig darauf hin, weil ihr artikel auf mich den eindruck macht, die rolle der usa zu unterschätzen...
in den anderen punkten stimme ich ihnen jedoch vollkommen zu! wir brauchen ein autakeres europa...
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