Irak Mehr als 100 Tote bei Anschlägen in Bagdad
Blutbad in Bagdad: Die irakische Hauptstadt ist von einer Anschlagsserie erschüttert worden, mehr als 20 Bomben detonierten. Die Polizei verhängte eine Ausgangssperre.
Mehr als 20 Bombenexplosionen an einem Tag, mehr als 100 Tote, mindestens 200 Verletzte – das ist die vorläufige Bilanz einer Serie von Anschlägen in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Aufständische hatten am Dienstag an zahlreichen Orten Autobomben gezündet und Selbstmordanschläge verübt.
Insgesamt 21 stark besuchte Orte wurden angegriffen. Darunter waren Cafés, Restaurants und Märkte. Die Polizei verhängte am Abend eine Ausgangssperre. Patrouillen forderten die Menschen auf, in ihren Häusern zu bleiben.
Zuvor hatte das irakische Innenministerium von elf Sprengsätzen gesprochen, die in schiitischen Vierteln der Hauptstadt explodiert seien. Die größten Detonationen erschütterten demnach die Stadtteile Kadhimija im Norden und Husseinijah im Osten Bagdads.
Am Sonntag hatten maskierte Männer Christen während einer Messe in der Sajjidat-al-Nadscha-Kirche in Bagdad als Geiseln genommen. Dabei fanden dutzende Menschen den Tod. Am Freitag waren mehr als 30 Iraker ums Leben gekommen, als sich ein Selbstmordattentäter in einem Café in der Stadt Bakuba, nördlich von Bagdad, in die Luft sprengte.
Die Aufständischen nutzen weiter das Machtvakuum in Bagdad für ihre Zwecke. Seit den Parlamentswahlen im März ist das Zweistromland ohne Regierung. Damals hatte das säkulare Bündnis des früheren Übergangsregierungschefs Ijad Allawi die meisten Mandate erhalten, allerdings nicht genug, um allein Regierungsverantwortung zu übernehmen.
Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. "Ich bin bestürzt über diese neueste Gewaltwelle im Irak und verurteile sie auf das Schärfste", sagte der Minister. Westerwelle forderte die irakischen Parteien auf, sich rasch auf eine handlungsfähige und alle Bevölkerungsgruppen einschließende Regierung zu verständigen. "Nur so kann der notwendige Reformprozess im Irak nachhaltig angegangen und dem Terrorismus der Boden entzogen werden", sagte der Minister.
- Datum 02.11.2010 - 22:28 Uhr
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- Quelle dpa, AFP
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Auch hier kann man wieder über die Hintergründe trefflich spekulieren.
Eines sollte jedoch klar sein. Mit dem Überfall auf den Irak und die Entfernung von Hussein haben sich die USA keinen Gefallen getan.
Immerhin hatte der mit harter Hand nach anfänglichen Schwierigkeiten seinen Laden halbwegs im Griff, die Balancen waren einigermassen austartiert.
Mit dem Einmarsch der USA und Briten gingen die Machtspiele erneut los, wo jede Gruppe versucht, sich gegen die anderen zu behaupten, um Macht und Einfluß zu gewinnen.
Mit dem Teilabzug der Briten und Amerikaner verschärft sich das erneut, weil das Machtvakuum noch größer geworden ist und auch überhaupt nicht klar ist, ob es nur innerirakische Machtkämpfe sind oder ob da auch noch aus den Nachbarstaaten beteiligt sind oder gar Xe Services auch noch mitmischt.
Ein riesiges Problem für die ganze Region sind die seinerzeit willkürlich von Ölfirmen und den Europäern/Amerikanern zur Aufteilung "ihrer" Bohrregionen untereinander mit dem Lineal gezogenen Grenzen ohne jede Berücksichtigung der dort lebenden Stämme und Gruppierungen - was sich nun rächt.
Das kommt in der Arte-Doku (neben vielem anderen höchstinteressantem) sehr gut zur Geltung:
Das Ölzeitalter - Fakten und Hintergründe 1/8
Die Nahost-Probleme werden sehr viel verständlicher, wenn man diese Doku gesehen und verstanden hat.
> Immerhin hatte der mit harter Hand nach anfänglichen
> Schwierigkeiten seinen Laden halbwegs im Griff, die
> Balancen waren einigermassen austartiert.
Eben, was jucken da über 2.000.000 Tote. Saddam hat zwar über 20 Jahre lang jedes Jahr mehr Menschen ermordet als in sieben Jahren nach seinem Sturz insgesamt durch Gewalt ums Leben kamen, aber Hauptsache Ordnung.
> Mit dem Einmarsch der USA und Briten gingen die
> Machtspiele erneut los, wo jede Gruppe versucht,
> sich gegen die anderen zu behaupten
Das stimmt so nicht. Es gibt nur zwei Gruppen die im grossen Stil Gewalt verübten: Die abgesetzten Baathisten, inzwischen resigniert/kapituliert/bedeutungslos, und Al-Kaida, die sind so ziemlich die letzten die noch groß angelegt morden.
> Ein riesiges Problem für die ganze Region sind
> die seinerzeit willkürlich von Ölfirmen und den
> Europäern/Amerikanern zur Aufteilung "ihrer"
> Bohrregionen untereinander mit dem Lineal gezogenen
> Grenzen
Versuchen sie witzig zu sein oder sind sie vom PISA-Bus gestreift? Seit wann ziehen Ölfirmen Grenzen? Viele der Grenzen sind fast deckungsgleich mit altosmanischen Grenzen vor 500 Jahren. Und mal davon abgesehen, weltweit dürfte es keine einzige Grenze geben die perfekt ist. Dann regelt man das gütlich so wie das weltweit überall seit 60 Jahren klappt. Ausser bei den Arabern.
Die harte Hand Husseins hat eine Million Menschen ins Grab befördert und das bis kurz vor dem Einmarsch mit der Al-Anfal Kampagne gegen Schiiten und Kurden. Die Austrocknung der Flussdeltas geht auf seine Rechnung, das Ziel war Aufstandsbekämpfung.
Dass Hussein Selbstmordattentäter in Palästina finanzierte ist ebenso bekannt wie der Terror, den er und seine Söhne in der Gesellschaft verbreiteten. ALLE hatten Angst vor Saddam.
Dass Deutsche sich hier einen "harten" Vernunftsdiktator hineinwünschen ist überaus symptomatisch. Der Mentalität zufolge hat Hitler auch nur mit "harter Hand" das deutsche Konglomerat aus Sudetenland und Ostpreußen "zusammengehalten".
> Immerhin hatte der mit harter Hand nach anfänglichen
> Schwierigkeiten seinen Laden halbwegs im Griff, die
> Balancen waren einigermassen austartiert.
Eben, was jucken da über 2.000.000 Tote. Saddam hat zwar über 20 Jahre lang jedes Jahr mehr Menschen ermordet als in sieben Jahren nach seinem Sturz insgesamt durch Gewalt ums Leben kamen, aber Hauptsache Ordnung.
> Mit dem Einmarsch der USA und Briten gingen die
> Machtspiele erneut los, wo jede Gruppe versucht,
> sich gegen die anderen zu behaupten
Das stimmt so nicht. Es gibt nur zwei Gruppen die im grossen Stil Gewalt verübten: Die abgesetzten Baathisten, inzwischen resigniert/kapituliert/bedeutungslos, und Al-Kaida, die sind so ziemlich die letzten die noch groß angelegt morden.
> Ein riesiges Problem für die ganze Region sind
> die seinerzeit willkürlich von Ölfirmen und den
> Europäern/Amerikanern zur Aufteilung "ihrer"
> Bohrregionen untereinander mit dem Lineal gezogenen
> Grenzen
Versuchen sie witzig zu sein oder sind sie vom PISA-Bus gestreift? Seit wann ziehen Ölfirmen Grenzen? Viele der Grenzen sind fast deckungsgleich mit altosmanischen Grenzen vor 500 Jahren. Und mal davon abgesehen, weltweit dürfte es keine einzige Grenze geben die perfekt ist. Dann regelt man das gütlich so wie das weltweit überall seit 60 Jahren klappt. Ausser bei den Arabern.
Die harte Hand Husseins hat eine Million Menschen ins Grab befördert und das bis kurz vor dem Einmarsch mit der Al-Anfal Kampagne gegen Schiiten und Kurden. Die Austrocknung der Flussdeltas geht auf seine Rechnung, das Ziel war Aufstandsbekämpfung.
Dass Hussein Selbstmordattentäter in Palästina finanzierte ist ebenso bekannt wie der Terror, den er und seine Söhne in der Gesellschaft verbreiteten. ALLE hatten Angst vor Saddam.
Dass Deutsche sich hier einen "harten" Vernunftsdiktator hineinwünschen ist überaus symptomatisch. Der Mentalität zufolge hat Hitler auch nur mit "harter Hand" das deutsche Konglomerat aus Sudetenland und Ostpreußen "zusammengehalten".
> Immerhin hatte der mit harter Hand nach anfänglichen
> Schwierigkeiten seinen Laden halbwegs im Griff, die
> Balancen waren einigermassen austartiert.
Eben, was jucken da über 2.000.000 Tote. Saddam hat zwar über 20 Jahre lang jedes Jahr mehr Menschen ermordet als in sieben Jahren nach seinem Sturz insgesamt durch Gewalt ums Leben kamen, aber Hauptsache Ordnung.
> Mit dem Einmarsch der USA und Briten gingen die
> Machtspiele erneut los, wo jede Gruppe versucht,
> sich gegen die anderen zu behaupten
Das stimmt so nicht. Es gibt nur zwei Gruppen die im grossen Stil Gewalt verübten: Die abgesetzten Baathisten, inzwischen resigniert/kapituliert/bedeutungslos, und Al-Kaida, die sind so ziemlich die letzten die noch groß angelegt morden.
> Ein riesiges Problem für die ganze Region sind
> die seinerzeit willkürlich von Ölfirmen und den
> Europäern/Amerikanern zur Aufteilung "ihrer"
> Bohrregionen untereinander mit dem Lineal gezogenen
> Grenzen
Versuchen sie witzig zu sein oder sind sie vom PISA-Bus gestreift? Seit wann ziehen Ölfirmen Grenzen? Viele der Grenzen sind fast deckungsgleich mit altosmanischen Grenzen vor 500 Jahren. Und mal davon abgesehen, weltweit dürfte es keine einzige Grenze geben die perfekt ist. Dann regelt man das gütlich so wie das weltweit überall seit 60 Jahren klappt. Ausser bei den Arabern.
das andere PISA hat man erst später auf jüngere Generationen anwenden müssen ,-)
Eben, was jucken da über 2.000.000 Tote. Saddam hat zwar über 20 Jahre lang jedes Jahr mehr Menschen ermordet als in sieben Jahren nach seinem Sturz insgesamt durch Gewalt ums Leben kamen, aber Hauptsache Ordnung.
Wieviele es wirklich waren, werden wir nie erfahren. Darum ging es mir auch nicht, sondern darum, das jeder neue Machthaber dort (wirkliche Demokratie dürfte anfangs schwierig werden - ist ja bei uns schon schwierig genug) sich anfangs nur mit Gewalt durchsetzen können wird.
Das stimmt so nicht. Es gibt nur zwei Gruppen die im grossen Stil Gewalt verübten: Die abgesetzten Baathisten, inzwischen resigniert/kapituliert/bedeutungslos, und Al-Kaida, die sind so ziemlich die letzten die noch groß angelegt morden.
Verraten Sie auch, woher Sie das haben? Wo kann man das nachlesen?
Seit wann ziehen Ölfirmen Grenzen? Viele der Grenzen sind fast deckungsgleich mit altosmanischen Grenzen vor 500 Jahren. Und mal davon abgesehen, weltweit dürfte es keine einzige Grenze geben die perfekt ist. Dann regelt man das gütlich so wie das weltweit überall seit 60 Jahren klappt. Ausser bei den Arabern.
Schon die osmanischen Grenzziehungen waren willkürlich - wenn Sie schon darauf hinweisen und daran wurde nach jedem Weltkrieg erneut gebastelt.
Über das "vernünftige" Regeln von Grenzziehungen gibt es auch in Asien, Europa (auf dem Balkan) heftige Dispute.
"Saddam hat zwar über 20 Jahre lang jedes Jahr mehr Menschen ermordet als in sieben Jahren nach seinem Sturz insgesamt durch Gewalt ums Leben kamen, aber Hauptsache Ordnung."
Wo bitte haben Sie denn diese Aussage her?? Für einen Link oder Hinweis wäre ich ihnen dankbar. Zahlreiche andere Quellen behaupten eher das Gegenteil.
Es ist völlig unbestritten, das Saddam ein grausamer, mordender und folternder Diktator war. Es geht auch nicht Weise darum, Opferzahlen gegeneinander aufzurechnen. Aber dieses geschundene Volk, das immer nur Spielball anderer, leider auch westlicher Interessen war, hätte ein wenig mehr Aufrichtigkeit verdient. Es muss der blanke Horror sein, in diesem Land zu leben: Keine Sicherheit, keine verlässlichen Strukturen, fast nirgends. Hier in Deutschland würden wir bei nur 2 Bombenanschlägen völlig Amok laufen, für diese armen Menschen dort ist das tägliche, bittere Realität. Und das Schlimmste: Es gibt keine Perspektive, das es überhaupt besser wird. In vielen Regionen haben die Menschen Angst, überhaupt noch auf die Straße zu gehen. Zum Einkaufen. Zur Schule. Zur Arbeit, wenn sie denn welche haben. Freunde und Familie zu besuchen. Wie furchtbar. Und dann kommen sie, "Spekatakel", und behaupten mit völlig fragwürdigen Zahlen, das wäre ja alles nicht so schlimm.
das andere PISA hat man erst später auf jüngere Generationen anwenden müssen ,-)
Eben, was jucken da über 2.000.000 Tote. Saddam hat zwar über 20 Jahre lang jedes Jahr mehr Menschen ermordet als in sieben Jahren nach seinem Sturz insgesamt durch Gewalt ums Leben kamen, aber Hauptsache Ordnung.
Wieviele es wirklich waren, werden wir nie erfahren. Darum ging es mir auch nicht, sondern darum, das jeder neue Machthaber dort (wirkliche Demokratie dürfte anfangs schwierig werden - ist ja bei uns schon schwierig genug) sich anfangs nur mit Gewalt durchsetzen können wird.
Das stimmt so nicht. Es gibt nur zwei Gruppen die im grossen Stil Gewalt verübten: Die abgesetzten Baathisten, inzwischen resigniert/kapituliert/bedeutungslos, und Al-Kaida, die sind so ziemlich die letzten die noch groß angelegt morden.
Verraten Sie auch, woher Sie das haben? Wo kann man das nachlesen?
Seit wann ziehen Ölfirmen Grenzen? Viele der Grenzen sind fast deckungsgleich mit altosmanischen Grenzen vor 500 Jahren. Und mal davon abgesehen, weltweit dürfte es keine einzige Grenze geben die perfekt ist. Dann regelt man das gütlich so wie das weltweit überall seit 60 Jahren klappt. Ausser bei den Arabern.
Schon die osmanischen Grenzziehungen waren willkürlich - wenn Sie schon darauf hinweisen und daran wurde nach jedem Weltkrieg erneut gebastelt.
Über das "vernünftige" Regeln von Grenzziehungen gibt es auch in Asien, Europa (auf dem Balkan) heftige Dispute.
"Saddam hat zwar über 20 Jahre lang jedes Jahr mehr Menschen ermordet als in sieben Jahren nach seinem Sturz insgesamt durch Gewalt ums Leben kamen, aber Hauptsache Ordnung."
Wo bitte haben Sie denn diese Aussage her?? Für einen Link oder Hinweis wäre ich ihnen dankbar. Zahlreiche andere Quellen behaupten eher das Gegenteil.
Es ist völlig unbestritten, das Saddam ein grausamer, mordender und folternder Diktator war. Es geht auch nicht Weise darum, Opferzahlen gegeneinander aufzurechnen. Aber dieses geschundene Volk, das immer nur Spielball anderer, leider auch westlicher Interessen war, hätte ein wenig mehr Aufrichtigkeit verdient. Es muss der blanke Horror sein, in diesem Land zu leben: Keine Sicherheit, keine verlässlichen Strukturen, fast nirgends. Hier in Deutschland würden wir bei nur 2 Bombenanschlägen völlig Amok laufen, für diese armen Menschen dort ist das tägliche, bittere Realität. Und das Schlimmste: Es gibt keine Perspektive, das es überhaupt besser wird. In vielen Regionen haben die Menschen Angst, überhaupt noch auf die Straße zu gehen. Zum Einkaufen. Zur Schule. Zur Arbeit, wenn sie denn welche haben. Freunde und Familie zu besuchen. Wie furchtbar. Und dann kommen sie, "Spekatakel", und behaupten mit völlig fragwürdigen Zahlen, das wäre ja alles nicht so schlimm.
das andere PISA hat man erst später auf jüngere Generationen anwenden müssen ,-)
Eben, was jucken da über 2.000.000 Tote. Saddam hat zwar über 20 Jahre lang jedes Jahr mehr Menschen ermordet als in sieben Jahren nach seinem Sturz insgesamt durch Gewalt ums Leben kamen, aber Hauptsache Ordnung.
Wieviele es wirklich waren, werden wir nie erfahren. Darum ging es mir auch nicht, sondern darum, das jeder neue Machthaber dort (wirkliche Demokratie dürfte anfangs schwierig werden - ist ja bei uns schon schwierig genug) sich anfangs nur mit Gewalt durchsetzen können wird.
Das stimmt so nicht. Es gibt nur zwei Gruppen die im grossen Stil Gewalt verübten: Die abgesetzten Baathisten, inzwischen resigniert/kapituliert/bedeutungslos, und Al-Kaida, die sind so ziemlich die letzten die noch groß angelegt morden.
Verraten Sie auch, woher Sie das haben? Wo kann man das nachlesen?
Seit wann ziehen Ölfirmen Grenzen? Viele der Grenzen sind fast deckungsgleich mit altosmanischen Grenzen vor 500 Jahren. Und mal davon abgesehen, weltweit dürfte es keine einzige Grenze geben die perfekt ist. Dann regelt man das gütlich so wie das weltweit überall seit 60 Jahren klappt. Ausser bei den Arabern.
Schon die osmanischen Grenzziehungen waren willkürlich - wenn Sie schon darauf hinweisen und daran wurde nach jedem Weltkrieg erneut gebastelt.
Über das "vernünftige" Regeln von Grenzziehungen gibt es auch in Asien, Europa (auf dem Balkan) heftige Dispute.
"Saddam hat zwar über 20 Jahre lang jedes Jahr mehr Menschen ermordet als in sieben Jahren nach seinem Sturz insgesamt durch Gewalt ums Leben kamen, aber Hauptsache Ordnung."
Wo bitte haben Sie denn diese Aussage her?? Für einen Link oder Hinweis wäre ich ihnen dankbar. Zahlreiche andere Quellen behaupten eher das Gegenteil.
Es ist völlig unbestritten, das Saddam ein grausamer, mordender und folternder Diktator war. Es geht auch nicht Weise darum, Opferzahlen gegeneinander aufzurechnen. Aber dieses geschundene Volk, das immer nur Spielball anderer, leider auch westlicher Interessen war, hätte ein wenig mehr Aufrichtigkeit verdient. Es muss der blanke Horror sein, in diesem Land zu leben: Keine Sicherheit, keine verlässlichen Strukturen, fast nirgends. Hier in Deutschland würden wir bei nur 2 Bombenanschlägen völlig Amok laufen, für diese armen Menschen dort ist das tägliche, bittere Realität. Und das Schlimmste: Es gibt keine Perspektive, das es überhaupt besser wird. In vielen Regionen haben die Menschen Angst, überhaupt noch auf die Straße zu gehen. Zum Einkaufen. Zur Schule. Zur Arbeit, wenn sie denn welche haben. Freunde und Familie zu besuchen. Wie furchtbar. Und dann kommen sie, "Spekatakel", und behaupten mit völlig fragwürdigen Zahlen, das wäre ja alles nicht so schlimm.
So dumm der Irak-Krieg auch war, Saddam Hussein hat vermutlich Millionen Menschen auf dem Gewissen.
Allein schon die sehr seriöse "Gesellschaft für bedrohte Völker" geht von einer Million grausam Ermordeter aus, eine Auffstellung nur der schlimmsten Horrortaten z.B. hier.
http://www.gfbv.de/presse...
Dazu kommt der Angriffskrieg gegen den Iran, der (dank tatkräftiger Hilfe westlicher Waffenlieferanten) sicherlich auch eine Million Tote forderte.
Auf der anderen Seite steht muss man zugestehen, dass unter Hussein auch eine gewisse säkulare Staatlichkeit und technische Entwicklung stattfand, aber auch Stalin brachte die Sowjetunion wirtschaftlich voran, also zeigt das nur, dass Massenmörder zweckrational handeln können.
Auf einer ganz anderen Seite steht wiederum die Frage, ob man das jetzige staatliche Chaos überhaupt gegen die Beseitigung dieses monströsen Gewaltherrschers aufrechnen kann, die Errichtung eines die Menschenrechte achtenden Rechtsstaates im Irak war ja nie eine Begründung der USA, das Land anzugreifen, sondern die angebliche Entwicklung von Massenvernichtungswaffen. Hätte man die Menschenrechtssituation und die demokratische Entwicklung ernsthaft zu einem vordringlichen Ziel erhoben, hätten viele andere Optionen untersucht werden müssen, die eine weniger unverantwortliche Vorgehensweise nahegelegt hätten.
Die harte Hand Husseins hat eine Million Menschen ins Grab befördert und das bis kurz vor dem Einmarsch mit der Al-Anfal Kampagne gegen Schiiten und Kurden. Die Austrocknung der Flussdeltas geht auf seine Rechnung, das Ziel war Aufstandsbekämpfung.
Dass Hussein Selbstmordattentäter in Palästina finanzierte ist ebenso bekannt wie der Terror, den er und seine Söhne in der Gesellschaft verbreiteten. ALLE hatten Angst vor Saddam.
Dass Deutsche sich hier einen "harten" Vernunftsdiktator hineinwünschen ist überaus symptomatisch. Der Mentalität zufolge hat Hitler auch nur mit "harter Hand" das deutsche Konglomerat aus Sudetenland und Ostpreußen "zusammengehalten".
Dass Deutsche sich hier einen "harten" Vernunftsdiktator hineinwünschen ist überaus symptomatisch.
Das ist absoluter Blödsinn. Aber irgendwer muß irgendwie eine halbwegs normale Ordung auf die Beine stellen, die ein miteinanderleben aller 5 Volksgruppen wieder zu normalen Bedingungen ermöglicht. Das wird nicht mit dem Verschenken von Blumen funktionieren.
Niemand hat Husseins verbrecherische Aktivitäten beschönigt, die auch zum großen Teil der Eigenbereicherung der Familie und Freunde dienten.
Dann stellt sich die Frage, wer da jetzt gegen wen bombt und terrorisiert. Es geht offensichtlich um die Macht und/oder um Destruktion im geschundenen Land.
Der Mentalität zufolge hat Hitler auch nur mit "harter Hand" das deutsche Konglomerat aus Sudetenland und Ostpreußen "zusammengehalten".
Oh, Oh, da zeigt mal wieder jemand Unkenntnis der Geschichte und schaut nur auf die bewußten 12 Jahre.
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