Bagdad "Sie jagen die Christen in allen Stadtteilen"
Iraks Christen sind Opfer weiterer Anschläge geworden. Patriarch Emmanuel befürchtet, dass islamistische Extremisten seine Glaubensbrüder aus der Heimat vertreiben wollen.
Zehn Tage nach dem blutigen Anschlag auf eine Kirche in Bagdad hat es in der irakischen Hauptstadt erneut mehrere Angriffe auf Christen gegeben. "Seit Dienstagabend sind 13 Bomben und zwei Mörsergranaten gegen Häuser und Geschäfte gefeuert worden, die Christen gehören", sagte ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums. Dabei seien sechs Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt worden, hieß es weiter.
Die Christen in Bagdad vermuteten das Terrornetzwerk al-Qaida hinter den Angriffen. "Was können wir tun? Sie jagen die Christen in allen Bagdader Stadtteilen", sagte der chaldäische Patriarch Emmanuel III Delly. Die Angriffe nährten Befürchtungen in der christlichen Minderheit, dass die Extremisten versuchen könnten, sie aus ihrer angestammten Heimat zu vertreiben.
Der Erzbischof der syrisch-katholischen Kirche, Athanase Matti Schaba Matoka, rief die Weltöffentlichkeit auf, die Christen im Irak zu schützen. Die Gläubigen im Stich zu lassen, wäre "kriminell". Der Vatikan forderte die irakischen Behörden auf, den Schutz der Christen "ernsthaft zu überdenken". Die erneuten Attacken seien "sehr schmerzhaft", sagte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone nach Angaben italienischer Nachrichtenagenturen in Rom.
Am Dienstag hatte der amtierende Ministerpräsident Nuri al-Maliki die katholische Kirche besucht, die am 31. Oktober während eines Gottesdienstes überfallen worden war. Er drückte seine Solidarität mit den Christen aus, die den Staat ihrerseits um mehr Schutz baten. Die Geiselnahme, die von der Polizei mit Gewalt beendet worden war, hatte 58 Menschen das Leben gekostet, darunter fünf Geiselnehmer.
Viele Christen erwägen inzwischen, den Irak zu verlassen. Derweil rufen auch Geistliche nach Informationen von tagesschau.de dazu auf, in andere Länder zu gehen. Bislang hatten Geistliche trotz anhaltender Gewalt ihre Gemeindemitglieder zum Bleiben aufgefordert. Dennoch: Mehr als die Hälfte der irakischen Christen hat seit dem US-Einmarsch 2003 ihre Heimat verlassen.
- Datum 10.11.2010 - 19:43 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
- Kommentare 51
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






gegen besondere Hilfe für die verfolgten irakischen Christen und gegen eine Aufnahme von christlichen Flüchtlingen aus Irak aufgetreten?
Nicht etwa Herr Seehofer ... sondern ganz andere Leute ... Hauptsache kein "christlicher Club" ...
Zitat:
"Viele Christen erwägen inzwischen, den Irak zu verlassen. Derweil rufen auch Geistliche nach Informationen von tagesschau.de dazu auf, in andere Länder zu gehen. Bislang hatten Geistliche trotz anhaltender Gewalt ihre Gemeindemitglieder zum Bleiben aufgefordert. Dennoch: Mehr als die Hälfte der irakischen Christen hat seit dem US-Einmarsch 2003 ihre Heimat verlassen."
Sehr verdienstvoll, dass die ZEIT über eine solche Lappalie berichtet. Sonst ist man doch in Hamburg auf der Seite der guten, lieben, friedfertigen Muslime.
... in einem christlichen Land mit Muslimen passieren würde, dann würde die ganze islamische Welt und zwar zu Recht protestieren. Wo aber sind die Proteste des Westens, wo die Unterstützung der christlichen Parteien in Deutschland - insbesondere von Herr Seehofer, der doch sonst gerne die christlichen Werte hochhält. Wo der Aufschrei der Grünen, die sich doch sonst so sehr um Minderheiten kümmern. Aber die sorgen sich ja lieber um den Juchtenkäfer in Stuttgart.
Man muss es ja schon als grossen Erfolg ansehen, dass UEBERHAUPT berichtet wird von dieser Barbarei. Nur im Berliner Tagesspiegel habe ich eine weitere Meldung gefunden. Ansonsten wird unisono totgeschwiegen was nicht ins Konzept passt.
Ist halt auch eine Form der Zensur - nur wesentlich eleganter.
Der sogenannte Kampf gegen den Terrorismus, gegen die Achse des Bösen lässt eine erschreckende Saat aufgehen. Dem Irak hat der Einmarsch US-amerikanischer Truppen und ihrer Verbündeten definitiv keine Demokratie nach westlichen Maßstäben gebracht und wird es in Folge auch nicht mehr tun. Dafür bekamen und bekommen terroristische Gruppen wie Al Qaida enormen Zulauf. Die christliche Welt hat sich nach dem kalten Krieg ein neues Feindbild geschaffen, den Islam. Auch wenn es immer wieder, gebetsmühlenartig bestritten wird, wir stehen in Folge der Irak-Invasion mitten in einem globalen Konflikt zwischen Orient und Okzident. Ein weiterer, gedanklich schon seit langem geplanter Einmarsch in den Iran könnte meines Erachtens einen unvorstellbaren Flächenbrand auslösen. Wir sollten gut aufpassen, dass wir dieses Jahrhundert nicht zu einem Jahrhundert der Glaubens- und Wirtschaftskriege machen.
Religion X geht der Lieblingsbeschäftigung aller Religionen nach: Die jagen, welche nicht-(Religion X) sind.
nachdrücklich als Experten der Friedensreligion exponierenden Damen und Herren eindringlich, sich sofort auf den Weg zu machen und den Islamisten dort an Ort und Stelle die richtige, die wirkliche Vorgangsweise laut Koran bekannt zu machen.
Auch die Damen. Wenn's denn sein muss auch in der Burka, mit Niqab oder Schleier, egal. Man muss manchmal Opfer bringen.
Nehmen Si diese Religionsignoranten ins Gebet, zeigen Sie denen, so wie ansonsten uns hier, wie Islam richtig geht, was der Koran wirklich aussagt und überzeugen Sie die Frevler vom falschen Tun, vom Irrweg, den sie dort eingehen.
Sie sprechen doch deren Religionssprache und können nachweisen, dass Sie gute Vorkämpfer für die gemeinsame Sache, für die Einzige Religion sind (ZEIT mitnehmen)
Machn Sie sie darauf aufmerksam, welch horrendes Bild ihr Tun auf die Einzige Religion wirft. Die konterkarieren doch glatt Ihre standhaften Bemühungen, die Friedlichkeit der Religion und Ihrer Anhänger auch noch dem letzten Zweifler hier eindringlich ins Gehör zu blasen.
Stellen Sie sich vor, nur Einzelne, verschwindend wenige zwar, aber kaum wahrnehmbar finden den Weg auch hierher nach Europa und sorgen hier für Unruhe und Streit. Verlassen sich nicht darauf, dass in Deutschland ausgebildete Imame den Koran richtig übermitteln und nehmen das Heft, Das Buch, selbst in die Hand. Das wäre doch schade.
Gehen Sie dorthin, mit Allah.
Mögn Sie und andere hier an exponierter Stelle Mitlesenden erkennen, dass dies nur Satire ist, Sarkasmus.
Was sollen wir machen? Meinen deutschen Enkeln ergeht in 100 Jahren vielleicht ähnlich.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren